"...hieße das, man würde den ganzen Penis entfernen."

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    • "...hieße das, man würde den ganzen Penis entfernen."

      Eine Ärztin sollte sich in der Anatomie eigentlich besser auskennen.

      Die Frau heißt "Strunz" ;)

      Dem Penis entspricht von der Genese her die Klitoris. Bei der Mädchenverstümmelung wird nie die gesamte Klitoris entfernt, sonder maximal ca. 1/10 davon, oft wesentlich weniger, z.T. auch nur deren Vorhaut.

      Ein Mann ohne Penis kann keinen penetrativen Sex mehr haben und sich auch nicht mehr auf normalem Wege fortpflanzen.

      Und das kommt als Resultat von BGM leider auch immer wieder vor.

      web.archive.org/web/2019042303…lwaluko.co.za/Photos.html

      Eine Typ I, II oder IV "beschnittene" Frau kann das alles, wenn auch mit Einschränkungen, die von betroffenen Frauen nicht durchgehend als gleich gravierend oder überhaupt existent gesehen werden (im Prinzip also ähnlich wie bei "beschnittenen" Männern).

      Aber, ganz typisch für die "Das ist überhaupt nicht vergleichbar!" - Argumentation ist, dass die gravierendste Form von GGM, die Infibulation in den Vordergrund gestellt wird, die nur einen kleinen Teil der Fälle betrifft. Um dann schließen zu können "gar nicht vergleichbar".

      Aber das ist halt die männerfeindliche taz, wo Redakteurinnen, die kritisch gegenüber BGM eingestellt sind ein eiskalter Wind ins Gesicht fegt.

      taz.de/Wir-duerfen-nicht-wegschauen/!5737398/
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    • "Das ist überhaupt nicht vergleichbar! Würden Männer so beschnitten, wie Frauen beschnitten werden, hieße das, man würde den ganzen Penis entfernen. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine extrem gewaltvolle Praxis."

      Ist schon ziemlich doof, was die Fr. Dr. Strunz mit diesem Satz an Unkenntnis offenbart.

      Fr. Dr. Strunz, hat ein Buch zum Thema geschrieben, d.h. sie müsste sich eigentlich mit den unterschiedlichen Schweregraden der weblichen Genitalverstümmelung (FGM) auskennen. Aber nicht einmal mit dieser Materie scheint sie ausreichend vertraut zu sein, denn sonst wüsste sie, dass es milde Formen von MGM gibt, die garantiert nicht einer Penisamputation entsprechen. Und von männlicher Beschneidung und MGM hat sie offenbar überhaupt keine Ahnung. Mildere Formen von FGM, wie das Einritzen und Entfernen der Klitorisvorhaut, sind, wie wir wissen, absolut vergleichbar - wenn nicht sogar aufgrund des geringeren Gewebeverlustes deutlich harmloser - als die männliche Beschneidung. Fr. Dr. Strunz scheint sich auch nicht im Klaren zu sein, dass es in manchen Kulturen sehr schwere Formen männlicher Genitalverstümmelung gibt (z.B. Subinzision) und, dass jedes Jahr sehr viele Männer im Rahmen einer (kulturellen) Beschneidung ihres Penis verlustig gehen oder gar an den Folgen sterben.

      Die Frage ist, ob Fr. Strunz wirklich so doof (sorry, sagen wir besser: unwissend) ist, wie es ihre oben zitierte Aussage vermuten lässt, oder ob dem ein männerfeindlicher Feminismus zu Grunde liegt. Denn es gibt ja durchaus Organisationen, wie Terre des Femmes, die sich gegen FGM einsetzen und sich dabei über die Parallelen mit MGM trotzdem im Klaren sind. Fr. Strunz ist sich leider über nichts dergleichen im Klaren.

      Interessant wäre aber mal ein Zahlenvergleich, wie häufig die einzelnen Typen (Schweregrade) von weiblicher Beschneidung und männlicher Beschneidung vorkommen. Genaue Zahlen scheint es aber nicht zu geben.

      P.S.: Wenn man sich die anderen Artikel der TAZ-Redakteurin Patricia Hecht so anschaut, kann man übrigens vermuten, dass es bei ihr häufig um das Thema Feminismus und Anti-Feminismus geht. Männer sind die Bösen und Frauen die Guten, genau so muss es wohl sein...

      The post was edited 3 times, last by Logo ().

    • Logo wrote:

      Wenn man sich die anderen Artikel der TAZ-Redakteurin Patricia Hecht so anschaut
      Danke für den Hinweis. Damit erklärt sich einiges.
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    • "Es ist uns als Frauenrechtsorganisation bewusst, dass zwischen männlicher und weiblicher Genitalbeschneidung Unterschiede im Ausmaß und in der Auswirkung bestehen. Alle Formen der weiblichen Beschneidung gehen mit weitreichenderen Verstümmelungen einher, vor allem bei der „Infibulation“, bei der das gesamte Genital mit Klitoris und Schamlippen entfernt und danach bis auf ein kleines Loch zugenäht wird. Dieser Eingriff ist mit einer Entfernung des Penis vergleichbar. Diese Tatsache soll allerdings nicht die tiefgreifenden Folgen der Vorhautbeschneidung bei Jungen in Frage stellen."

      Aus dem hier:

      frauenrechte.de/ueberuns/dokum…-thema-jungenbeschneidung
      Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama
    • Dieser mehrere Fehler aufweisende Absatz, seltsam wie ein Fremdkörper wirkend in einem ansonsten sehr differenzierten Positionspapier, ist immer wieder ärgerlich.
      Sollte aber auch nicht den hervorragenden Großteil schmälern.
      Die taz könnte jedenfalls daraus eine Menge lernen.
    • Dieses Positionspapier ist genial, klar und differenziert...bis auf diesen von mir zitierten Absatz...

      Zitiert habe ich den, weil in dem Artikel Terres des femmes erwähnt wird...und fragt mich nicht wie oft ich schon Journalisten wegen ihrer Berichterstattung zu FGM angeschrieben, ob sie nicht auch mal einen Blick auf MGM werfen möchten...und immer kam was wie "Jaja, auch blöd...aber lang nicht so schlimm wie bei bei Frauen...bei Männern wäre das wie eine Penisentfernung..."

      Und immer führt die Spur, woher dieser undifferenzierte Nonsens kommt zu TDF...haben die von TDF überhaupt eine Ahnung, was die Klitoris ist, wie groß die ist, KEINE Frau eine Klitorisentfernung überleben würde? Die setzen die sichtbare Spitze, die Klitoriseichel immer noch mit dem ganzen Organ gleich?

      Liegt der Fehler da bei der TAZ?
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    • Frau Strunz wrote:

      ...hieße das, man würde den ganzen Penis entfernen
      Das ist ja noch die "mildere" Form der totalen Desinformation.
      Die vollständige Variante lautet "...hieße das, man würde den ganzen Penis und den Hodensack entfernen"

      Hört und liest man auch immer wieder. Dieser Bullshit ist nicht totzukriegen.

      Denn, so schließen einäugige Kinderschützerinnen messerscharf: der Hodensack beim Jungen entspräche den großen Schamlippen beim Mädchen, und die würden ja bei manchen Formen der GGM abgeschnitten oder reduziert:

      Preisfrage: Liegen bei Mädchen die Keimdrüsen in den Schamlippen? ?( :rolleyes: :FP01

      Bei David Reimer war man sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Man hatte ihm eine künstliche Vagina "gemacht" ihm Mädchenkleider angezogen und ihm Östrogen gespritzt. Alice Schwarzer fand das ganz toll.
      (Der Guru der "Konstrukt-Genderistinnen", John Money hatte David dann gezwungen sich hinzuducken und seinen Zwllingsbruder ihm aufzureiten, damit David seine Rolle als "Brenda" lerne. Und natürlich auch Photos davon gemacht)
      Der mit 65 Preisen überhäufte John Money war pervers, er hat seine menschenverachtenden Phantasien ausgelebt, hat unethische, verbrecherische Experimente an lebenden Kindern angeregt und ist nie dafür belangt worden. Und wer so was toll findet ist auch pervers. Nach Foucault ist Perversion nur ein Konstrukt der Gesellschaft - Scheiß drauf.

      Wir wissen, wie das Experiment ausgegangen ist.

      Es entbehrte nicht einer zynischen Logik, nach dem Motto: "Wer durch die Kastration seines Triebs beraubt ist, der braucht ja keinen Penis mehr"

      Und vor allem "Der Feind im eigenen Bett" (Titel von Patricia Hecht) wäre "entwaffnet" und kraftlos.


      Eine "Kultur", die Mädchen die Eierstöcke entfernen würden wäre allerdings bereits innerhalb einer Generation ausgestorben.

      Wer nicht gegen beides, gegen Genitalverstümmelung von Mädchen wie von Jungen ist, ist entweder auf einem Auge blind, oder er handelt aus einem zynischen Kalkül.

      Nämlich, dass man GGM nur dadurch als "ganz was schlimmes und indiskutables" hinstelle könnte in dem man durch drastische Verzerrungen (s.o.) die leider legale oder von der Justiz tolerierte BGM als "ganz total was anderes" darstellt. Das ist eine schäbige und unsolidarische Taktik.

      Und das Resultat dieser verlogenen Haltung ist, dass das Verfahren gegen Dr. Nagarwala et al das ja mit riesigem SKANDAL!!! BARBARISCH!! "HORRIFYING ACTS OF BRUTALITY!!" -Getöse in allen Gazetten 2017 anfing - dass man da seit langem in der Presse NICHTS mehr von hört und das jetzt seit 2,5 Jahren vor sich hinplätschert.
      Ist ja auch schwierig, wenn man das Herumschnippeln an Jungen OK findet dann gegen das Herumschnippeln an Mädchen was zu sagen. Hat ja stark was von Diskriminierung.

      USA: FGM Typ Ia kommt vor Gericht
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    • Ups... da gab es seit gestern einen vernünftigen Kommentar, der sich über das mangelnde Fachwissen der Ärztin wunderte und die Verwunderung sachlich begründete, z.B. darüber aufklärte, dass die Klitoris zu 90% innen liegt, dass es medikalisierte Formen von FGM gibt, und was bei einer Vorhautamputation entfernt wird.
      Nun: gelöscht wg. Verstoß gegen die Netiquette.
      Hat jemand zufällig einen Screenshot gemacht gehabt?
      Richtig krasse Meinungszensur bei der taz...
    • Hier geht nichts vom Tisch. Das Internet vergisst nichts, und das ist gut so.

      Möge jeder selbst beurteilen, was z.B. in diesem Kommentar gegen die Netiquette dieser einst lesenswerten aber inzwischen völlig heruntergekommenen Gazette verstossen könnte:

      Ein "Ludger Banz" schrieb dort:




      Inhaltliches Feedback?
      Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text


      Wir wünschen uns:

      Neue Informationen und Perspektiven auf ein Thema
      Wohl doch nicht...

      Soll man lachen oder weinen? :FP01

      Kommentar entfernt. Bitte beachten Sie die Netiquette.
      Schande über die taz!

      Mir tun die Leute irgendwie leid, die in einer taz-&-Co.-Filterblase leben
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    • Ich nehme an, das Killer-Wort war "Genitalverstümmelung" in Bezug auf "Jungen".

      Verbotene Worte. Cancel Culture in Reinform.

      Der Brüller ist:
      Wir wünschen uns:

      Angenehmes Diskussionsklima, in dem Meinungsvielfalt respektiert wird
      :thumbsup:
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    • Pizarro73 wrote:

      Danke fürs "Ausgraben".
      Gern geschehen.

      Vielleicht traust du dich ja, bei [email protected] mal höflich nachzufragen, warum dieser Beitrag entfernt wurde. Du fändest den Kommentar "vernünftig".

      Bei manchen Presseorganen, z.B. der FAZ oder der ZEIT kann das, wenn den Moderatoren keine gescheite Begründung einfällt auch dazu führen, dass der Beitrag wieder entsperrt wird.
      Ob man in der taz-Redaktion über so viel Selbstreflexion verfügt weiss ich nicht.
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    • taz wrote:

      Fehler auf taz.de entdeckt?
      Ja!

      Und da weist jemand darauf hin, dass eine sachlich falsche Aussage im Artikel steht, und man sollte meinen, die taz würde sich freuen, dass das richtig gestellt wird!

      Nicht zugelassen. Und dann um 5€ betteln.
      Wofür 5€? Für Leser-Verarschung? :wacko:

      Meine Güte, da sind ja selbst manche ÖR-Sender noch liberaler. Und das will was heißen!
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    • Habe mir gerade mal die Artikel auf Wikipedia zur Klitoris angeschaut, ist ja unglaublich was da an Informationen zur Verfügung steht gerade im Vergleich zu Penis/-vorhaut. Selbst die verschiedenen Nerven werden genau erklärt und dargestellt. Beim Mann werden nur kurz die Meissner'schen Tastkörperchen erwähnt, der Rest einfach weg gelassen.
    • aspect wrote:

      Beim Mann werden nur kurz die Meissner'schen Tastkörperchen erwähnt, der Rest einfach weg gelassen.
      Wikipedia ist leider verlorenes Terrain im Hinblick auf wissenschaftlich fundierte Informationen rund um die Themen Vorhaut und Beschneidung. Hier treiben schon seit jeher Circumfetischisten wie Jake H. Waskett ihr Unwesen. Erst kürzlich wurde der Artikel zum Ridged Band von einem dieser Zeitgenossen einfach gelöscht. Man hat in der Diskussion die Löschung damit begründet, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz des gefurchten Bands gäbe und sich dabei auf eine Aussage von Brian Morris gestützt. Das sagt alles über die Glaubwürdigkeit von Wikipedia rund um diesen Themenkomplex aus.

      Es ist deshalb höchste Zeit, zu einem Gegenschlag auszuholen. Beschneidungsaktivisten und Circumfetischsten wenden solche Täuschungsmanöver und Manipulationstaktiken nicht erst seit der Existenz von Wikipedia an. Es ging bereits damit zu Zeiten von Newsgroups los. Siehe Vernon G. Quaintance.

      Mir wird speiübel, wenn ich mir vorstelle, wie viele Jungen aufgrund von diesen Machenschaften unter einem vermasselten Sexleben leiden müssen.
      "Circumcision replaces sexual pleasure with anger, depression, despair and sorrow"