"The Danes will support the prohibition of circumcision of children"

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Die dänische Parlamentspräsidentin Pia Kjærsgaard sieht es mit Bezugnahme auf die Abstimmung über BGM als Unglück an, wenn Abgeordnete nach ihrem Gewissen (also so, wie es auch von der dänischen Verfassung vorgesehen ist) abstimmen statt nach Parteilinie, oder wenn Parteien es ihren Mitgliedern freistellen, wie sie abstimmen.

      Es wäre lt Kjærsgaard wichtig, dass sich die Wähler darauf verlassen könnten, dass die Abgeordneten entsprechend den Werten abstimmen würden für die die Parteien stehen.
      Wobei die grosse Mehrheit der Dänen (87%) offenbar den Wert "körperliche Unversehrtheit" für unverzichtbar halten. Aber das meint Frau Kjærsgaard vermtl. nicht.

      Wenn es tatsächlich danach ginge, was die Mehrheit der dänischen Wähler will...

      bt.dk/politik/pia-kjaersgaard-…medlemmer-det-er-en-uskik
      Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
      Mitteln zu einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
      noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren Erfindungen nichts fehlt und nichts überflüssig ist." Leonardo da Vinci
    • Selbstbestimmung schrieb:

      Wie es sich heute wohl verhielte, wenn das Judentum nicht die Beschneidung von Jungen, sondern die Beschneidung von Mädchen von den Ägyptern übernommen hätte? Evtl. nur eine "leichtere Form"?

      Zwangsbeschneidungen nicht zu verbieten ist eine Frage der Moral. Die vorherrschende Moral, welche sich aus allen drei Weltreligionen ableiten lässt, ist eine wohlwollende Einstellung zur Zwangsbeschneidung von Jungen.

      Hätte Abraham zwei Töchter bekommen und wären diese mit spitzen Steinen verstümmelt worden, wären die Jungen heute geschützt und die Mädchen diesen Religionen brutal ausgeliefert. Aber schon im Judentum galten Frauen / Mädchen als "minderwertig" und es wäre daher wohl theologisch fast ein Affront gegen Abraham gewesen, wenn er im hohen Alter zwar noch Vater geworden wäre, dieser Nachwuchs jedoch "nur" weiblich gewesen wäre.

      Wir haben nicht das Recht darüber zu richten, ob eine Religion in ihrer Religionsausübung das Grundrecht der Gleichheit praktiziert und wir können auch nicht verbieten, dass Menschen z.B. je nach sexueller Ausrichtung das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit partiell aufgeben. Der Unterschied besteht aber immer im freien Willen. Eine Frau, die sich ihrem Mann aus freien Stücken und aus religiösen Verständnis unterwirft, ist etwas anderes als ein Kind, das gegen seinen Willen oder ohne gefragt werden zu können unter großen Schmerzen (selbst bei Betäubung gibt es Wundschmerzen) verstümmelt wird.

      Politik und Fraktionszwang sind übrigens ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wünscht man sich, dass eine Fraktion durch die Bildung einer Einheit politische Ziele verwirklicht. Steht diese Einheit jedoch entgegen den eigenen Interessen, wünscht man sich, dass die Vertreter nach ihrem Gewissen abstimmen, weil man sich hieraus bessere Chancen für das eigene Anliegen erhofft. Und natürlich wird es hier in Dänemark wie seinerzeit in Deutschland richtig pervers, wenn der Fraktionszwang dazu genutzt wird gegen den Willen der Bürger etwas zu verabschieden.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Google Übers. schrieb:

      A majority of Danes believe that politicians should listen to their own opinions - just opposite most politicians.
      According to section 56 of the Constitution, "the members of parliament are bound by their conviction and not by any regulations of their constituents".
      b.dk/politiko/flertal-af-dansk…lge-deres-egne-holdninger
      Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
      Mitteln zu einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
      noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren Erfindungen nichts fehlt und nichts überflüssig ist." Leonardo da Vinci
    • Neu

      Das noch kein Zwangsbeschneidungsbefürworter jemals auch nur einen ethisch haltbaren Grund dafür liefern konnte, warum Zwangsbeschneidungen legal sein sollen, ist doch einleuchtend. Ethisch betrachtet sprechen wir von einer gefährlichen Körperverletzung, die nur durch ideologische, religiöse oder verlogene Argumente mit den allgemeinen Menschenrechten vereinbar erklärt wird.

      Es ist übrigens erschreckend, wenn eine vermeintliche ästhetische Präferenz als Grund für Zwangsbeschneidungen bemüht wird. In Afrika werden tausende Mädchen beschnitten, weil dort einige Männer beschnittene Frauen ästhetisch "schöner" finden. Und selbst in Deutschland lassen sich freiwillig Frauen beschneiden, um einem solchen fragwürdigen "Schönheitsideal" zu entsprechen. Die Diskussion scheint in Dänemark jetzt auch an dem Punkt angekommen zu sein, wo den Befürwortern wie seinerzeit in Deutschland die Argumente ausgehen und man daher damit beginnt das Unrecht mit immer abstruseren Begründungen zu rechtfertigen.

      Wäre ich nicht Deutscher, würde ich jetzt Dänemark dazu auffordern sich ganz doll zu schämen. Wir haben aber Frau Merkel und Frau Leutheusser-Schnarrenberger und unsere Schande haben wir daher bereits mit dem § 1631d BGB besiegelt und damit wie bereits im letzten Jahrhundert bewiesen, dass wir im Zweifel jederzeit bereit dazu sind Minderheiten (=wehrlose Kinder) für populistische Forderungen zu opfern.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)