"Die Beschneidungsdebatte" und "Juden ab ins Gas"

    • "Die Beschneidungsdebatte" und "Juden ab ins Gas"

      In einem Satz? Geht nicht?

      Geht nicht gibt's nicht! Zumindest für Sigmount Königsberg, den "Antisemitismusbeauftragten der Jüdischen Gemeinde":

      Die Beschneidungsdebatte 2012 zeigte, wie wenig Toleranz die Gesellschaft aufbrachte, und während des Gaza-Krieges erhob die Zivilgesellschaft keinen Protest, als 2014 bei Demonstrationen in Deutschland gerufen wurde: "Hamas, Hamas, Juden ab ins Gas."
      Mehr Toleranz gegenüber den Genitalien von Jungen und weniger Demagogie wären eine tolle Sache.

      morgenpost.de/berlin/article21…re-eine-Kapitulation.html
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)
    • Ergänzt wird dieser Judenhass von den Stimmen, die ein Ende des "Schuldkultes" fordern.


      Zweifelsfrei ist die einzige für ihn vorstellbare Motivation für eine "Beschneidungsdebatte" Judenhass. Beschneidungsdebatte ist Judenhass. Sagt er so wörtlich. Ich weiß aber auch nicht, wo er 2014 war, dass er nichts davon mitbekommen hat, was die Zivilgesellschaft zu "Hamas, Hamas, Juden ab ins Gas." gesagt hat.

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    • Wenn ich jetzt die Aussagen von Sigmount Königsberg als gelinde ausgedrückt dämlich bezeichne, gelte ich wohl in dessen Augen auch als Antisemit.

      Bei der Beschneidungsdebatte geht es um Menschenrechte bzw. um Kinderrechte. Israel ist ein Land, in dem rund 75% der Bevölkerung dem jüdischen Glauben angehören, womit zwischen der Beschneidungsdebatte und dem Staat Israel kein Zusammenhang besteht.

      Im Gaza-Streifen gab und gibt es immer wieder Konflikte, aber wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein, womit wir erneut beim Thema Menschenrechte sind:
      zeit.de/politik/ausland/2015-0…iegsverbrechen-gaza-krieg

      Jedenfalls kann und darf man den Staat Israel aus meiner Sicht niemals mit dem jüdischen Glauben gleichsetzen. Das eine ist ein Staat und das andere ganz banal ausgedrückt nur eine Religion. Sehr einfach lässt sich dieser Unterschied darin erkennen, dass ein Staatsbürger Israels problemlos Moslem, Atheist oder was auch immer sein kann bzw. nicht den jüdischen Glauben praktizieren muss. Wenn jemand aber den jüdischen Glauben praktiziert, ist der damit umgekehrt nicht automatisch Staatsbürger Israels.

      Antisemitismus muss daher klar von einer kritischen Haltung gegenüber dem Staat Israel getrennt werden. In einem bin ich mit Sigmount Königsberg aber vollkommen einig. Es ist nicht hinnehmbar, wenn Menschen im 21. Jahrhundert noch gegen Menschen mit einem anderen Glauben oder einer anderen Weltanschauung hetzen.

      Der von Herrn Königsberg angesprochene Begriff "Schuldkult" ist historisch ziemlich belastet. Einerseits geht es hier ja wohl um die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands und andererseits kritisieren viele zu Recht, dass eine solche Schuld nicht "vererbbar" sei. Die Annahme, dass Schuld vererbbar sei, ist zwar im alten Testament erwähnt, aber dies bedeutet nicht, dass hier religiös oder gesellschaftlich in Deutschland dafür ein Konsens bestehen müsste. Wir dürfen nicht vergessen, was in Deutschland geschehen ist, aber als Nachkommen sind wir für die Verfehlungen unserer Vorfahren nicht im juristischen oder ethischen Sinne verantwortbar. Als Beispiel sei hier angemerkt, dass ja z.B. auch nicht jeder Bürger Israels jetzt automatisch eine persönliche Verantwortung für die Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg übernehmen muss, sondern nur diejenigen, welche diese Verbrechen auch tatsächlich verübt haben.

      Das obige klingt ziemlich OT. Wenn aber eine Kanzlerin ein Gesetz veranlasst und dabei auf die "historische Verantwortung Deutschlands" verweist, sind wir wieder mitten im Thema. Eine imaginäre Vererbbarkeit von Schuld kann und darf niemals der Grund sein, warum ein Gesetz die Menschenrechte bzw. Kinderrechte außer Kraft setzt. Die einzige Schuld, die hier real vorhanden ist, ist das Abstimmungsverhalten vom 12.12.12, bei dem sich seinerzeit 434 Abgeordnete tatsächlich aus ethischer Sicht schuldig gemacht haben.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • Dadurch, dass das in einem Atemzug gebracht wird soll wohl eine Assoziation hergestellt werden. Beschneidungsgegner == Judenmörder - so sind sie halt, die Deutschen.
      War mal eine dt. Bundesjustizministerin, die hatte Baby-Bush und Hitler in einem Atemzug genannt.
      Die war dann aber weg vom Fenster.

      Aber wer "Antisemitismusbeauftragter" ist, der muss wohl in jedem Winkel Antisemitismus finden damit er seinen Job nicht verliert. Muss ein ziemlicher Druck sein.
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
      (oder ist zu jung um sich zu wehren)