Alternative Behandlung statt kortisonhaltige Salbe -> Weihrauchsalbe eventuell ergänzt mit Schwarzkümmelsalbe -> Erfahrungen?

    • Franke87 schrieb:

      Rolf schrieb:

      Vielleicht ist es auch mit der Vorhaut ähnlich, dass diese auch im Alter noch von Vorteil ist.
      Gerade im Alter macht sich eine fehlende Vorhaut oftmals erst richtig bemerkbar, da hier die negativen Folgen einer Beschneidung noch deutlicher zu Tage treten, als es oftmals in jungen Jahren der Fall ist.
      Lieber Franke, willst Du die negativen Folgen einer Beschneidung im Alter näher präzisieren, so dass ich diese Argumente gegebenenfalls mit einfließen lassen kann, wenn es notwendig wird, obwohl es hier vielleicht auch um Macht geht oder etwas anderes, was ich wahrscheinlich noch nicht verstehe.
    • Lieber Rolf,

      ich habe das hier jetzt still mit verfolgt.

      Rolf schrieb:

      Franke87 schrieb:


      Rolf schrieb:

      Vielleicht ist es auch mit der Vorhaut ähnlich, dass diese auch im Alter noch von Vorteil ist.
      Gerade im Alter macht sich eine fehlende Vorhaut oftmals erst richtig bemerkbar, da hier die negativen Folgen einer Beschneidung noch deutlicher zu Tage treten, als es oftmals in jungen Jahren der Fall ist.
      Lieber Franke, willst Du die negativen Folgen einer Beschneidung im Alter näher präzisieren, so dass ich diese Argumente gegebenenfalls mit einfließen lassen kann, wenn es notwendig wird, obwohl es hier vielleicht auch um Macht geht oder etwas anderes, was ich wahrscheinlich noch nicht verstehe.
      Im Alter, kann z.B bei der Frau die Produktion von Scheidenflüssigkeit abnehmen. Die Vorhaut funktioniert ja auch als natürlicher Gleitmechanismus, fehlt diese und nimmt die Feuchtigkeit ab, wird der Sex schnell schmerzhaft. Das kann manchmal nur schwer mit Gleitmittel wieder ausgeglichen werden. Manche Frauen haben das auch schon in jungen Jahren. Aber im Alter wird das nicht besser.

      Ich wünsche Deinem Sohn und Dir alles Gute und viel Kraft und Danke das Du so kämpfst.
      "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

      "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


      George Santayana (1863-1952)
    • Hallo Rolf,

      beschneidung-von-jungen.de/hom…sychosexuelle-folgen.html

      Ich weiss nicht ob die Seite schon mal genannt wurde, oder ob die du schon kennst.
      Die Punkte funktionale Veränderungen und verändertes Sexualverhalten dürften hier interessant sein.

      Grundsätzlich wird ja keine der negativen Folgen der Beschneidung im Alter besser, ob die verminderte Sensibilität, Erektionsstörungen oder eben der von Bela genannte fehlende Gleitmechanismus, der den Verkehr für beide schmerzhaft gestalten kann.
      Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit. (Anatole France)
    • Rolf schrieb:

      der Gutachter hat erklärt, dass Jungen, die im Alter von 9 bis 10 Jahren noch nicht die Vorhaut zurückstreifen können, beschnitten werden, dass wäre gängige Praxis bei Ihnen
      Also einer der Urologen, der die hohe Anzahl von med. unnützen Beschneidungen (ca.28.000, ca. 10 % aller Jungen laut Schätzung von Dr. Christoph Kupferschmid) mit zu verantworten hat?

      Rolf schrieb:

      Ausserdem hat er viel Erfahrungen, denn er hat die Erwachsenen in einer bayerischen Großstadt, die mit Vorhäuten ihre Probleme haben oder bekommen nach dem Sex
      Und das ist für ein Argument, einem 10jährigen die Vorhaut zu entfernen, zu behaupten, dass dies laut Aktenlage notwendig ist?

      Rolf schrieb:

      Im Übrigen habe ich das Buch von Clemens Bergner "Ent-hüllt" gezeigt, darauf meinte er, er kenne solchen Ansichten und hat seine Erfahrungen bereits in anderen Gerichtsverfahren einfließen lassen.
      Da würde mich interessieren WAS für Erfahrungen er da in Gerichtsverfahren hat einfließen lassen...bestimmt nicht die, wie sie Clemens Bergner und die darin erzählenden Männer, in seinem Buch beschreibt...

      Was so ein Arzt (der anscheinend der Kategorie angehört, wie es Dr. Kolja Eckert mal sehr treffend beschrieb, dass man im Medizinstudium NICHTS zu Aufbau, Funktion und Wichtigkeit der Vorhaut lernt...und in der Ausbildung zum Facharzt nur, wie man sie abschneidet...) vor Gericht aussagt oder in irgendwelche Gutachten schreibt, dass hat Gewicht, auf das wird gehört, auch wenn es zum Teil unbelegbarer Nonsens ist...aber Männer, die direkte neg. Erfahrungen mit diesem Eingriff haben, die werden als Deppen hingestellt, die nur an einer "psychopathologischen Fehlverarbeitung" leiden...
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Nur noch zu meinem besseren Verständnis...du bist mit deinem Sohn zu dem Gutachter, hast gesagt, die Hosen bleiben an, der Gutachter hat kurz in die Akte geschaut, seinen unbelegbaren Schmodder erzählt?

      Dann sagte er, dass er kein Gutachten schreiben wird? (weil er ja nicht untersuchen konnte...und/oder du gar keines willst?)

      Was sagt da deine Ex zu?

      Einen kompletten Überblick über die ganze Situation bei dir hab ich nicht...aber so wie es sich mir ergibt...ich hätte ein Gutachten machen lassen...und es dann von Prof. Stehr oder Dr. Kreutzig-Langenfeld zerreißen lassen...

      Aber vielleicht hast du es so kostengünstiger gelöst...

      Wobei die Gefahr ja besteht, dass nun deine Ex sich euren Sohn schnappt, und ein Gutachten bei dieser Pfeife machen lässt? Dann kannst oder musst du ja immer noch...
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    • Lieber Uro-Engel,


      was für Leitlinien für die Phimose Behandlung gibt es und für wen wären diese bindend? Der Arzt ist doch in seiner Kunst frei?

      So in etwa, wie Du es oben beschrieben hast, war es ja.

      Meine Ex-Frau war sprachlos und konnte sich nicht mehr daran erinnern, dass an unserem 14. Hochzeitstag Ihr der zweite Kinderurologe empfohlen hatte, auf keinen Fall das Gericht in dieser Angelegenheit anzurufen, worauf ich vertraut hatte. Sie hat auch von dem Gutachter eine "Standpauke erhalten" wegen einer solchen Sache zum Gericht zu gehen und einen Gutachter einzuschalten, würde auf ihrer Kommunikationslosigkeit beruhen zwischen mir und Ihr und dass so etwas für meinen Sohn nicht schön wäre.

      Was weiter passiert werden wir sehen, wir hoffen dass mein Sohn sich positiv entwickelt und beobachten den Schöpfungsprozess, wie er zu blühen beginnt!
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    • Hier findet man die aktuelle Leitlinie zur Phimose und Paraphimose:
      awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-052.html
      Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
      Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
      Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
      tredition.de/autoren/clemens-b…-schnitt-paperback-44889/
    • Weguer schrieb:

      Rolf schrieb:

      Der Gutachter hat heute gemeint, nach Aktenlage müsse wohl beschnitten werden. Weitere gewichtige Argumente für eine Beschneidung aus der Sicht des Gutachters wären, Verhinderung des Krebsrisikos, man hätte das in den USA durch Studien festgestellt und gesichert, ferner beim ersten Sex würde wohl die Vorhaut reißen und dann hätte das Gehirn abgespeichert, Sex wäre mit Schmerzen verbunden und würde dem im Zukunft ausweichen und das wäre nicht schön für seine zukünftige Frau und wenn er sich als Erwachsener beschneiden ließe, wäre das viel schlimmer im Vergleich jetzt als 10 Jähriger. Er räumte ein, dass es sicherlich die Meinungen hier aus dem Forum geben würde, doch das ist nicht Mainstream und eine Mindermeinung. Das Gegenargument von Prof. Dr. Stehr aus Nürnberg habe ich auch zitiert, dass das Krebsrisiko geringer sei, als im täglichen Leben zu leben, dazu wurde gekontert, es ist klar, dass einer auf dem Sofa ein geringeres Unfallrisiko hat als ein Autofahrer auf der Autobahn.
      Ich bin fassungslos, anders kann ich es nicht ausdrücken. Wir leben im 21. Jahrhundert, der Mann ist Sachverständiger(!), kein Aluhutträger oder Absolvent der YouTube Universität. Dennoch verbreitet er "Wissen" aus vergangenen Jahrhunderten, Allgemeinplätze, schlichtweg Bullshit.Hoffentlich geht das gut aus für Deinen Sohn, ich hoffe es sehr.

      Hallo Rolf. Ich bin ebenso fassungslos. Ich kann dir gar nicht sagen wie sehr. Eigentlich hatte ich nicht vor, mich noch mal in diesen Thread einzuschalten. Aber die Aussagen dieses Gutachter haben mich so schockiert, dass ich es nicht anders konnte.

      Was dieser Arzt von sich gab ist – von Anfang bis Ende – pseudowissenschaftlicher Unsinn. Mir gehen wirklich die Superlative aus, um zu beschreiben, was für ein Unsinn das ist. Der Mann hat von nichts eine Ahnung und hat auch nie einen Blick in die wissenschaftliche Literatur geworfen.

      Ich weiß nicht, ob es sich lohnt, die Aussagen dieses Arztes auch einzeln zu widerlegen. Nur zum Thema Krebs und Beschneidung habe ich diesen Artikel gefunden. beschneidung-von-jungen.de/hom…idung-und-peniskrebs.html

      Dass die Vorhaut beim Sex später reißen würde, ist kompletter Schwachfug. Das hat der Mann sich mal eben so aus gedacht. Die Vorhaut "reißt" nicht einfach so ein.

      Dieser Arzt haut nur irgendwelche frei erfundenen Behauptungen heraus, ohne sich die geringste Mühe zu machen, auch nur irgendeinen Beleg zu zitieren für den Schwachsinn, den er da los lässt.
    • Weguer schrieb:

      Hier findet man die aktuelle Leitlinie zur Phimose und Paraphimose:
      awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-052.html
      Aus den Leitlinien:
      Relative Indikationen:

      Beim älteren Kind Unmöglichkeit oder/bzw. Schmerzen bei/ der Retraktion einer (zu) engen
      Vorhaut.
      -> Diese relative Indikation, liegt ja scheinbar bei meinem Sohn derzeit vor und verwächst sich hoffentlich bald gegebenenfalls mit Salben.




      Prophylaktische Beschneidung

      Es herrscht in den westeuropäischen Industrienationen Einigkeit darüber, dass ein
      eventueller Nutzen der prophylaktischen Beschneidung einen möglichen Schaden nicht
      derart überwiegt, dass ihre Durchführung empfohlen wird.

      -> Die Formulierung ist leider sehr unglücklich-> denn hier überliest der menschliche Mechanismus das "nicht". D.h. er liest den Satz ohne das nicht, danach wird die Durchführung empfohlen, da der Nutzen überwiegt!


      Beispiel: Denke nun nicht an eine Paraphimose. Jeder denkt nun an das Bild einer Paraphimose trotzdem, der den Satz liest, obwohl doch gerade dies ausgeschlossen ist! Folge der Mensch handelt genau so wie es in dem Satz geschrieben steht und übergeht die Anweisung: "nicht"


      Mit anderen Worten: Wenn mit den Leitlinien zur prophylaktischen Beschneidung etwas bewegt werden soll, sollte die positivie Handlungsanweisung formuliert sein:


    • Neu

      Lieber Uro-Engel,

      deine oben zititierten Leitlinien hat ein Verein in Berlin aufgestellt:



      Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie e.V.
      Langenbeck-Virchow-Haus
      Luisenstraße 58/59
      10117 Berlin

      und hat diese wohl bei einem anderen Verein


      Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
      Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) e.V.
      - Geschäftsstelle -
      Birkenstr. 67
      10559 Berlin


      im Internet veröffentlichen lassen

      Vereine können viele Leitlinien aufstellen, daran halten muß sich keiner. Vielleicht geloben die Vereinsmitglieder sich an ihren eigens aufgestellten Leitlinien in der Praxis zu orientieren, sofern diese sich bei ihren auftretenden Praxisfällen erinnern.

      Es könnte also eine Eingabe an die Autoren der Leitlinie gemacht werden:
      Autoren:
      R.-B. Tröbs, Herne; K. Becker, Bonn; L. Burkhardt, Herne

      den Absatz der Prophylaktische Beschneidung zum Beispiel wie folgt positiv umzuformulieren:



      Prophylaktische Vorhauterhaltung



      Es herrscht in den westeuropäischen Industrienationen Einigkeit darüber, dass ein
      eventueller Nutzen der prophylaktischen Vorhauterhaltung bei noch nicht vollständig retrahierbarer Vorhaut derart gegenüber operativen Maßnahmen überwiegt, so dass empfohlen wird, bis mindestens zum 18. Lebensjahr die Entwicklung abzu warten.

      So eine positive Handlungsanweisung kann vom menschlichen Geist umgesetzt werden:



      Vielleicht könnte mit einer solchen Formulierung der herrschende Mainstream, bis zu 9-10 jährigen Jungen systematisch zu beschneiden, bei denen noch keine vollständige Retrahierbarkeit gegeben ist, gewandelt werden, so dass prophylaktisch auf von Seiten der Kinderchirurgie[u][b] zugelassen wird, dass sich die Vorhaut von selbst zur Retrahierbarkeit in der Puberttät entwickelt und entwickeln darf.
      [/b][/u]

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    • Neu

      Wie das mit diesen Leitlinien ist, wer sich daran wie halten muss... weiß ich ehrlich nicht genau...

      Aber was dir dein Gutachter weiszumachen versuchte...verstößt das nicht in weiten Teilen GEGEN diese Leitlinien?

      Bei deinem Sohn liegt eine rel. Indikation vor...man kann, muss aber nicht, so wie er es bei anderen Jungen empfiehlt...und auch bei deinem so ins Gutachten geschrieben hätte?

      Prophylaktisch wie er es empfahl...da sind die Leitlinien eindeutig dagegen ( auch wenn es, wie du richtig bemängelst, Kacke formuliert ist)

      Eigentlich könntest du den wegen seiner gegen die Leitlinien verstoßenden Empfehlung anschwärzen?

      Rolf schrieb:

      . Sie hat auch von dem Gutachter eine "Standpauke erhalten" wegen einer solchen Sache zum Gericht zu gehen und einen Gutachter einzuschalten


      Urolüge schrieb:

      Von dem Gutachter, bei dem du mit deinem Sohn warst? Der, der dir erklären wollte, dass da beschnitten werden müsste?
      Würde mich immer noch interessieren, wer sie wie und warum zusammenstauchte...

      Wenn du versuchst mit deiner Frau sachlich zu reden? Ihr klarmachen, dass du jedes Gutachten das sie vielleicht machen lässt, anfechten wirst, und das du genügend Ärzte an der Hand hast, die so denken wie du? Und das ihr euch ein Haufen Geld, Zeit und Nerven sparen könnt, wenn ihr den natürlichen Dingen ihren Lauf lassen würdet?
      Die Lüge ist schon dreimal um die Erde gelaufen, bevor sich die Wahrheit die Schuhe angezogen hat. (Mark Twain)
    • Neu

      Urolüge schrieb:

      Aber was dir dein Gutachter weiszumachen versuchte...verstößt das nicht in weiten Teilen GEGEN diese Leitlinien?
      Ja, danke Uro-Engel, sollte das Verfahren nicht schleunigst eingestampft werden, so dass wir uns dringend wichtigeren Themen zu wenden, so werde ich natürlich den Absatz der Leitlinien nun ins Gerichtsverfahren einbringen, dank deinem freundlichen Hinweis. Denn ich wußte bislang noch nichts davon. Ja, die Praxis in dieser süddeutschen Großstadt verstößt gegen den Absatz der Leitlinien, die also nach hiesiger, medizinischer Meinung wohl eine Mindermeinung bilden, während Mainstream zumindest in der medizinischen süddeutschen Großstadt-Welt das Gegenteil zu herrschen scheinen.

      Also raus aus der medizinischen Großstadt-Welt und hin zurück zur Natur
      (und christlichen Lehre, die in Jesaja und Galater bereits festgestellt hat, dass Beschneidung nichts bringt!)

      Meine Ex-Frau hatte wie gesagt scheinbar vergessen oder weggehört, dass Ihr die Anrufung des Gerichts nicht empfohlen wurde. Sie schließt die Tür dann vor mir zu, wenn ich versuche mit Ihr darüber zu sprechen. Mit ihr kann ich leider (zur Zeit ) nicht sachlich reden. Wann und Wie , frage ich mich seit langem?

      Der Gutachter war über die Kommunikationslosigkeit zu diesem Thema der Eltern überhaupt nicht erfreut, dass die Kommunikationslosigkeit auf dem Rücken des 10 jährigen Sohnes ausgetragen wird, gefiehl ihm gar nicht, da er selber mehrfacher Familienvater wäre auch von Jungen! Der Gutachter will lieber operieren, als die Kommunikationslosigkeit durch Gutachten versuchen aufzulösen, das hatte er wohl deutlich gemacht.
    • Neu

      Hallo Rolf,

      Wenn dir Leitlinien weiterhelfen sollten:

      Es gibt auch noch zwei britische Leitlinien zum Phimose und Beschneidung.

      Die erste Leitlinie stammt aus dem Jahr 2007 und wurde von British Association of Paediatric Urologists (BAPU) und der British Association of Paediatric Surgeons (BAPS) veröffentlicht. Die zweite Leitlinie stammt aus dem Jahr 2016 und wurde von der BAPU, der BAPS sowie der Britisch Association of Urological Surgeants (BAUS) und dem Royal College of Surgeans.

      Mehr "Mainstream" als diese vier chirurgischen Ärzteverbände geht eigentlich nicht, oder?

      1. Management of foreskin conditions, 2007.
      2. Comminsing Guide Foreskin Conditions, 2016

      Beide Leitlinien sind sehr lang gehalten und wiederholen sich teilweise. Die erste Leitlinie von 2007 ist unterteilt in eine "Executive Summary", in der der Inhalt der Leitlinie kurz zusammengefasst wird und die eigentliche Leitlinie.

      Ich habe versucht, die für dich aller Wahrscheinlichkeit nach relevantesten Stellen herauszufiltern, und ins Deutsche zu übersetzen. Jene Aussagen, die ich für besonders relevant halte, habe ich zusätzlich mittels Unterstreichung markiert. Aus Gründen der Zeichenbeschränkung musste ich meinen Beitrag in drei Teilen posten.

      Nirgendwo, weder in der 2007er-Leitlinie noch in der 2016er-Leitlinie wird die Behandlungsbedürtigkeit einer nicht-zurückziehbaren Vorhaut an ein bestimmtes Alter geknüpft!!!!

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    • Neu

      DIE ERSTE LEITLINIE (2007)


      Über die natürliche Entwicklungsgeschichte der Vorhaut heißt es in der ersten Leitlinie:

      BAPU (2007) schrieb:

      1. THE NATURAL HISTORY OF THE FORESKIN

      The fate of the foreskin has been well documented after the initial description by Gairdner in 1949 1. There is developmental variability in the appearance of the normal foreskin throughout childhood and puberty. The inner foreskin is attached to the glans. Foreskin adhesions break down and form smegma pearls ‘white cysts under the foreskin’ which are then extruded. The foreskin does not retract before the age of 2 years. The process of retractility is spontaneous and does not require manipulation. The majority of boys will have a retractile foreskin by 10 years of age and 95% by 16-17 years of age 2-4 Since 1996, there has been a decline in the number of children aged 0-14 treated by general surgeons with more children being seen by paediatric surgeons and paediatric urologists. Figures from the Department of Health demonstrate a reduction in paediatric surgical procedures from 30,000 per annum to nearer 20,000 per annum over a period of 10 years ( Prof DFM Thomas- unpublished data ). This may partly be secondary to a decrease in the number of circumcisions due to the recognition that physiological phimosis - a healthy non retractile foreskin which pouts like a flower on gentle retraction-is normal




      Auf Deutsch:

      1. DIE NATÜRLICHE ENTWICKLUNGSGESCHICHTE DER VORHAUT

      Die Entwicklung der Vorhaut wurde seit seiner ersten Beschreibung von Gairdner im Jahre 1949 sehr ausführlich dokumentiert (1). Während der gesamten Kindheit und Pubertät besteht eine entwicklungsbedingte Unterschiedlichkeit hinsichtlich der äußeren Erscheinung der Vorhaut. Die innere Vorhaut ist mit der Eichel verklebt. Vorhautverklebungen brechen auf und bilden Smegmaperlen "weiße Zysten unter der Vorhaut", die dann ausgeschieden werden. Der Prozess hin zur Zurückziehbarkeit verläuft spontan und bedarf keiner Manipulation. Die Mehrheit der Jungen wird im Alter von 10 Jahren eine zurückziehbare Vorhaut haben und 95% im Alter von 16-17 Jahren (2-4). Seit 1996 ging die Zahl der Kinder, die von Allgemeinchirurgen behandelt wurden, zurück, während mehr Kinder von Kinderurologen und Kinderchirurgen behandelt wurden. Zahlen des Gesundheitsministeriums zeigen eine Abnahme der kinderchirurgischen Eingriffe von 30 000 pro Jahr auf 20 000 pro Jahr innerhalb eines 10-Jahres-Zeitraums (Prof. DFM Thomas, unveröffentliche Daten).
      Dies mag zum Teil die Folge eines Rückgangs der Zahl von Zirkumzisionen sein aufgrund der Erkentniss, dass die physiologische Phimose - eine gesunde, nich-zurückziehbare Vorhaut, die sich bei sanfter Retraktion wie eine Blume zusammenzieht - normal ist.



      Unter dem Kapitel "Behandlung von Vorhauterkrankungen" steht in der Leitlinie:


      BAPU (2007) schrieb:

      3. TREATMENT OF CONDITIONS OF THE FORESKN

      Inflammatory conditions: Balanitis, Balanoposthitis, Posthitis:
      simple bathing, topical steroids and antibiotics. Circumcision may very rarely be considered if recurrent severe episodes of inflammation occur.

      Physiological phimosis:
      No intervention is necessary. Topical steroid application to the preputial ring
      to treat ‘phimosis’ has reported success rates between 33% – 95% in various series
      19-24 but frequently authors fail to define the difference between a healthy non retractile foreskin and true BXO. A preputioplasty technique has been described with good results 25
      for the non-retractile foreskin though the authors gave no significant reason for intervention.


      3. BEHANDLUNG DER ERKRANKUNGEN DER VORHAUT

      Entzündliche Erkrankungen: Balanoposthidus, Balanitis, Posthithis.
      Einfaches Baden,Topische Steroide und Antiobiotika. Eine Beschneidung kann in sehr seltenen Fällen angedacht werden, wenn wiederkehrende, schwere Episoden von Entzündungen auftreten.

      Physiologische Phimose:
      Keine Intervention ist notwendig. Die Anwendung topischer Steroide auf den Vorhautring, um die "Phimose" zu behandeln, hat dokumentierte Erfolgsraten zwischen 33% und 95% in unterschiedlichen Studien (19-24), aber häufig definieren die Autoren keinen Unterschied zwischen einer gesunden, nicht-zurückziehbaren Vorhaut und einer echten BXO. Eine Technik der Vorhautplastik wurde beschrieben mit guten Ergebnissen für eine nicht-zurückziehbare Vorhaut, obwohl die Autoren keinen signikationen Grund für die Intervention angeben.


      Das könnte deutlicher nicht sein. Physiologische Phimose = keine Intervention.

      Die distanzierte Haltung der Leitlinienautoren zu den konservativen, vorhauterhaltenden Therapiemöglichkeiten ist sicher dem Umstand geschuldet, dass diese Behandlungsmethoden nicht selten auch bei völlig gesunden Kindern mit physiologisch nicht-zurückziehbarer Vorhaut zum Einsatz kommen - was natürlich nicht Sinn dieser Therapien ist.

      Das "Exekutive Summary" widmet den Indikationen der Beschneidung noch ein eigenes Unterkapitel: Eine nicht-zurückziehbare Vorhaut ab irgendeinem bestimmten Alter kommt nicht darin vor!

      BAPU (2007) schrieb:

      B. Circumcision

      1. Indications for circumcision
      (a) Absolute
      i) Penile malignancy.
      ii) Traumatic foreskin injury where it cannot be salvaged.

      (b) Medical
      i) Balanitis Xerotica Obliterans.
      ii) Severe recurrent attacks of balanoposthitis.
      iii) Recurrent febrile UTI’s with an abnormal urinary trac


      B. Zirkumzision

      1. Indikationen zur Zirkumzision
      (a) Absolute
      i) Bösartiger Tumor am Penis
      ii) Traumatische Vorhautverletzung, bei der die Vorhaut nicht gerretett werden kann.

      (b) Medizinische
      i) Balanitis Xerotica Obliterans
      ii) Schwere, wiederkehrende Episoden von Balanoposthitis.
      iii) Wiederkehrende febrile Harntraktinestionen mit einem abnormalen Harntrakt

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      DIE ZWEITE LEITLINIE (2016):

      In der zweiten Leitlinie von 2016 heißt es bezüglich der Vorhautentwicklung:


      BAPU (2016) schrieb:

      1.1 Primary Care

      In children up to and including 18 years of age, pathological phimosis (non-retraction) must be distinguished from physiological adherence of the foreskin to the glans, which is normal.2,3 Non- retractile ballooning of the foreskin and spraying of urine do not routinely need to be referred for circumcision although not all ballooning is related to physiological phimosis and spraying can be due to lichen scle rosus.

      (...)

      When physiological phimosis is diagnosed in a primary care assessment of foreskin condition,
      consultation should focus on reassurance and education of parents and child. If there is concern that any pathology is evident, or if there is diagnostic uncertainty, referral to a regional centre undertaking paediatric surgery is indicated.

      1.1 Primärversorgung


      Bei Kindern bis einschließlich dem 18. Lebensjahr muss die pathologische Phimose (Nicht-Zurückziehbarkeit) von der physiologischen Verklebung der Vorhaut mit der Eichel unterschieden werden, die normal ist.2,3 Eine nicht-zurückziehbare, ballonierende Vorhaut und ein Spritzen des Urins erfordern keine routinemäßige Überweisung zur Zirkumzision, obwohl das Ballonieren nicht in allen Fällen auf eine physiologische Phimose zurückzuführen ist und das Spritzen eine Folge von Lichen sclerosus sein kann.

      (...)

      Wenn bei einer Untersuchung einer Vorhauterkrankung in der Primärversorgung eine physiologische Phimose diagnostiziert wird, sollte der Schwerpunkt der Beratung auf der Beruhigung und Aufklärung der Eltern und des Kindes liegen. Falls Sorge besteht, dass irgendei pathologischer Zustand vorliegt, oder wenn diagnostische Unsicherheit besteht, ist eine Überweisung an ein regionales Zentrum, welches kinderchirurgische Eingriffe durchführt, indiziert.


      Und bezüglich der Behandlung von Vorhauterkrankungen heißt es: Auch hier wird eine nicht-zurückziehbare, aber ansonsten beschwerdefreie Vorhaut weder unter den Indikationen noch unter den relativen Indikationen zur Beschneidung erwähnt.

      Bapu (2016) schrieb:

      1. 2 Secondary care

      Currently, paediatric surgeons, paediatric urologists, adult general surgeons or urologists with a dedicated paediatric practice, paediatricians or specially trained clinical nurse specialists see outpatient referrals to regional centres.

      Only a minority of children will have pathology and be subsequently listed for circumcision.

      Indications for circumcision
      • Pathological phimosis: The commonest cause is lichen sclerosus, balanitis xerotica obliterans BXO is an old fashioned descriptive term (BXO)
      • Recurrent episodes of balanoposthitis

      Relative indications for circumcision or other foreskin surgery
      • Prevention of urinary tract infection in patients with an abnormal urinary tract
      • Recurrent paraphimosis
      • Traumatic (e.g. zipper injury)
      • Tight foreskin causing pain on arousal/ interfering with sexual function
      • Congenital abnormalities


      1. 2 Sekundärversersorgung

      Gegenwärtig untersuchen Kinderchirurgen, Kinderurologen, Allgemeinchirurgen für Erwachsene oder Urologen mit einer speziellen pediatrischen Praxis, Kinderärzte oder speziell ausgebildete Fachkrankenpfleger an regionale Zentren überwiesene, ambulante Patienten.

      Nur eine Minderheit der Kinder wird einen pathologischen Zustand haben und anschließend zur Zirkumzision gelistet werden.

      Indikationen der Zirkumzision

      • Pathologische phimose. Die höufigste Ursache ist Lichen sclerosus, Balanitis xerotica obliterans (BXO) ist ein veraltete Bezeichnung.
      • Wiederkehrende Balanoposthidisepisoden

      Relative Indikationen der Zirkumzision und anderer Vorhautoperationen
      • Prävention von Harntraktinfektionen bein Patienten mit einem abnormalen Harntrakt.
      • Wiederkehrende Paraphimose
      • Traumata (z. B. Reißverschlussverletzungen)
      • Enge Vorhaut, die Schmerzen bei der Errektion verursacht/ die Sexualfunktion behindert.
      • Angeborene Fehlbildungen.

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      Rolf schrieb:

      Lieber Uro-Engel,

      Es könnte also eine Eingabe an die Autoren der Leitlinie gemacht werden:
      Autoren:
      R.-B. Tröbs, Herne; K. Becker, Bonn; L. Burkhardt, Herne
      den Absatz der Prophylaktische Beschneidung zum Beispiel wie folgt positiv umzuformulieren:


      Davon kann ich nur abraten. Das halte ich für kein sinnvolles Manöver.

      Achte mal Bitte auf den "Grünen Kasten" auf der Webseite:

      awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-052.html

      Laut dem grünen Kasten wird die Leitlinie überarbeitet bzw. ist bereits eingereicht. Die alte Leitlinie, aus der du zitiertst, ist schon seit über einem Jahr nicht mehr gültig.

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