Bildungsbürgerliche Rassisten

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    • Bildungsbürgerliche Rassisten

      tagesspiegel.de/politik/portra…pragmatismus/8977946.html

      In Großbritannien fragt man sich, wenn es Probleme gibt: Wie können wir das organisieren, wie können wir zum Beispiel die Klitorisbeschneidung von Mädchen verhindern? Deutsche fragen: Was ist deutsche Identität?“ Deutschland brauche einfach „mehr Pragmatismus“.


      Nein, in Deutschland fragt man sich, wenn es Probleme gibt: Wie können wir das organisieren, wie können wir zum Beispiel die Vorhautbeschneidung von Jungen verhindern? Aber es wird ja weiter geleugnet, dass es Probleme gibt. Das Kölner Urteil gab es ja auch nur, weil es ja überhaupt keine Probleme gibt.
    • Aus einem Kommentar zur im Artikel vorgestellten Studie.

      "Ein paar Ergänzungen:
      Er leitete eine Studie, die die Wirkung der deutschen Beschneidungsdebatte 2012 auf das Sicherheitsempfinden in der muslimischen und jüdischen Gemeinschaft hatte

      - mal abgesehen, dass dieser Satz grammatisch etwas unglücklich ist, wird hier schon zu Beginn etwas unterschlagen:
      Die Studie beschäftigt sich nämlich durchaus nicht nur mit der Auswirkung der Beschneidungsdebatte auf das Sicherheitsempfinden - diese Frage macht nur die Hälfte der Studie aus. Die andere Hälfte widmet sich der Auswirkung der staatlichen Überwachung muslimischer Organisationen.
      Das ist doch schon mal eine ganz interessante Info -
      auch die staatliche Überwachung islamistischer Gruppen wie Milli Görüs führt angeblich bei der Minderheit zu einem Bedrohungsgefühl.
      Ein anderer interessanter Aspekt ist die Methodik, mit der die Studie erstellt wurde. "Öktems Team fand heraus, dass die Muslime / die Juden..." heißt es im Artikel - die Aussagen der Studie werden also als Fakten dargestellt.
      Zu ihrer Methodik heißt es in der Studie selbst:
      Empirische Grundlage sind Experteninterviews mit Gemeindemitgliedern, Vertretern von Gemeindeorganisationen und Verbänden sowie engagierten Individuen, die im Schneeballverfahren angesprochen wurden. Für das Teilprojekt Beschneidung wurden 10 Interviews vor allem mit jüdischen Mandatsträgern und politisch aktiven Persönlichkeiten durchgeführt.
      Dieser Absatz sagt eigentlich schon alles über die wissenschaftliche Seriosität der Studie aus.
      Die Meinung der der Juden in Deutschland (immerhin 200.000 Menschen) wird also empirisch durch 10(!) Interviews ermittelt.
      Damit nicht genug - die 10 Gesprächspartner sind nicht etwa repräsentativ, sondern es handelt sich um Mandatsträger und politisch aktive Personen. Und zum krönenden Abschluss: das Schneeballverfahren - bedeutet konkret: ich interviewe einen Funktionär und lasse mir danach von ihm weitere Gesprächspartner empfehlen.
      Ein repräsentatives Bild erhält man so kaum."

      Fazit: reine Propaganda, von Journalisten unkritisch übernommen. Hier die Studie:

      salihalexanderwolter.de/wp-con…ehrheitsgesellschaft1.pdf

      Es wurden übrigens nicht 10 Juden intervievt, sondern sieben Juden und drei Muslime. Diese Personen waren (* heisst: Name geändert - beide Personen sind Rabbiner)


      Baruch Goldstein*
      David Cohen*
      Mike Delberg
      Alexander Hasgall
      Mustafa Yoldaş
      Sergey Lagodinsky
      Zülfukar Çetin (!)
      Salih Alexander Wolter(!)
      Levi Salomon
      Shlomit Tulgan
      "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.
    • Man muss klar feststellen:

      Die Jüdische Allgemeine schürt hier Ressentiments gegen wissenschaftliche Eliten in Deutschland.

      Ohne auch nur ein konkretes Beispiel zu benennen, dass diese infamen Unterstellungen trüge.

      Es werden gerade diejenigen angegriffen, die sachlich auf wissenschaftlicher Grundlage argumentieren.

      Daraus ist dann wohl zu schließen, dass medizinische Sachverhalte für die Jüdische Allgemeine antisemitisch sind.

      Die Verstümmelungsopfertäter sind so hilflos in ihrer Argumentationsnot, so gefangen in ihrer eigenen Verstrickung, dass sie jetzt offensichtlich einen Kampf gegen Wissenschaft und Aufklärung einleiten.

      Das ist so traurig.
    • Sicherlich hat die gesellschaftliche Haltung in Deutschland gegenüber dem Judentum nach dem Holocaust den Eindruck erweckt, dass man immer und über alles blind hinweg schauen würde. Das dem aber nicht so ist und der Gleichheitsgrundsatz dafür sorgt, dass den Grundrechten von Kindern mit Eltern, welche einem arabischen Glauben angehören, auch in Bezug auf ihre körperliche Unversehrtheit in den Blickpunkt der öffentlichen Debatte geraten sind, ist daher wenig verwunderlich. Es war daher wohl reichlich naiv, dass hier viele "geglaubt" haben, dass eine Körperverletzung mit lebenslangen Folgen unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit für immer unantastbar sei.
      Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)
    • R2D2 schrieb:

      Ich verstehe insofern nicht, wie der HInweis auf Kreationisten für die Diskussion hilfreich sein soll.
      Ich halte ihn für hilfreich. Er zeigt auf, wie die Dogmatik der Fundamentalisten in allen Religionen, die sich der buchstäblichen Interpretationen der Schriften bedient, eine Gefahr für den öffentlichen Frieden werden kann.
      Einige beispiele: in den USA machen sich Kreationisten für einen Biologie- und Geologie-Unterricht stark, der vor ca. 6.000 Jahren den Anfang allen irdischen Daseins setzt.
      Für mich gehören diese Dinge in den Bereich des privaten Glaubens. Sobald Sie an Einfluss gewinnen und in der Gesellschaft Fakten setzen, auch für Menschen, die daran nicht glauben, ist für mich die Grenze des Tolerierbaren erreicht. Der kleinste gemeinsame Nenner, an dem man sich orientieren kann, sind beweisbare wissenschaftliche Fakten, die jeder zu akzeptieren hat, solange er sie nicht widerlegen kann. Auf dieser Basis kann ein für alle verbindliches allgemeines Gesetz entstehen.
      Der Link zur Beschneidung ist evident. Der Glaube dass Abraham mit 99 die Erleuchtung kann, sich selbst zu verstümmeln ist für mich soweit in Ordnung. Dass man aber an seiner Empfehlung festhält, alles Männliche bis in alle Ewigkeit zu stutzen, ist für mich nicht akzeptabel und geradezu übergriffig. Und genau darauf fußt der Wahnsinn des 1631d.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • R2D2 schrieb:

      mein Problem mit dem Satz ist, dass es Kreationismus ein jüdisches Phänomen wäre
      Ach so, OK, verstanden. Der Satz ist sowieso ein Wenig unsinnig, da man bei den anderen "Weltreligionen" von "abrahamitischen" Religionen redet, deren extremste Anhänger eben kreationistischen Neigungen nachgehen. Spezifische jüdisch ist das also nicht.
      • Die Vorhaut kann mit einer Rosenknospe verglichen werden. Wie eine Rosenknospe wird sie erst blühen, wenn die Zeit gekommen ist. Niemand öffnet eine Rosenknospe, um sie zum Blühen zu bringen (Dr. med. H. L. Tan).
      • Alle Wahrheit verläuft in drei Stadien: Im ersten wird sie verlacht. Im zweiten wird sie vehement bekämpft. Im dritten wird sie als selbstverständlich anerkannt (Arthur Schopenhauer).
      • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
    • werner schrieb:



      Finanziert wurde die Studie mitunter von der Open Society Foundation, einem Verband des US-Milliardärs George Soros.


      deutsch-tuerkische-nachrichten…uen-gegenueber-dem-staat/

      Ein Schelm, wer jetzt an Soros familiären Background denkt!
      Sonst sagt man ja schon mal "Wer bezahlt bestimmt".
      Aber das ist sicher alles Zufall.
      Zwischentöne sind Krampf
      im Anti-Verstümmelungskampf