Beiträge von Götz

    Ich möchte Euch mit dem Thema ja nicht auf die Nerven gehen, ich halte es jedoch für enorm wichtig, dass bei der Expertenanhörung aus berufenem Munde z.B. von Herrn Hartmann ausdrücklich erklärt wird, dass die Beschneidung keine wirksame Prävention gegen HIV darstellt.

    Hat jemand einen persönlichen Draht dorthin?

    Ich habe wirklich schon viele Emails mit diesem Inhalt geschrieben, leider ohne jeden Erfolg!

    Hilfe!!!!

    Ich habe es mal Herrn Nehberg geschrieben:

    Sehr geehrter Herr Nehberg,
    vielleicht hängen die beiden Themen Weibliche Genitalverstümmelung und Beschneidung von Kindern doch näher zusammen als es zunächst den Anschein hat:
    Female genital cutting is a harmful practice. Where is the evidence? | F1000 Research

    Immerhin ist Herr Kandeel Mitglied der Geneva Foundation for Medical Education and Research:
    Mohamed Kandeel - Professor of Obstetrics and Gynecology, Menofyia University, Egypt

    Mit freundlichen Grüßen

    Eine Antwort habe ich noch:

    Sehr geehrter ...
    ich bedanke mich für ihre Mail und ihre Hinweise. Die Beschneidung von nicht einwilligungsfähigen Kindern sehe ich auch losgelöst vom Thema HIV kritisch. HIV-Prävention kann nicht als Argument für Beschneidung herhalten und vor allem kann Beschneidung keine HIV-Prävention ersetzen. Grundsätzlich bleibt der Einsatz von Kondomen als die Schutzmaßnahme gegen HIV-Infektionen zu priorisieren. Die derzeit laufende parlamentarische Beratung dieses sensiblen Themas findet zu Recht ohne Fraktionszwang statt.
    Hierbei geht es um eine Gewissensentscheidung jeder und jedes einzelnen Abgeordneten.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Maria Klein-Schmeink MdB

    Christine Wübbena

    Mitarbeiterin der Abgeordneten

    Maria Klein-Schmeink MdB

    Mitglied des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag

    Sprecherin für Prävention und Patientenrechte

    Mail: [email protected]

    Platz der Republik 1

    11011 Berlin

    Tel. ++49 (0) 30 227 -72305 (Mo,Di,Fr)
    Fax: ++49 (0) 30 227 -76307
    Web: http://www.klein-schmeink.de

    Ich habe Antwort von der Deutschen Aids Hilfe e. V. bekommen:

    "Sehr geehrter Herr

    besten Dank für Ihre Mail. Beschneidung verringert die Übertragungswahrscheinlichkeit tatsächlich erheblich. In Deutschland spielt diese Präventionsmethode jedoch kaum eine Rolle. Die Deutsche AIDS-Hilfe spricht sich nicht für die Beschneidung von Säuglingen aus.

    Der internationale Aspekt der Beschneidung als Prävention gehört nicht zu unseren Aufgaben, ich empfehle Ihnen daher eine Anfrage beim Aktionsbündnis gegen Aids, Ärzte ohne Grenzen oder dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Holger Wicht"


    Holger Wicht
    Pressesprecher/Public Relations
    Abteilung Kommunikation

    Tel: +49 (0)30 690087-16

    Wilhelmstraße 138, 10963 Berlin
    Postfach 61 01 49, 10921 Berlin

    http://www.aidshilfe.de

    Fax: +49 (0)30 690087-42
    E-Mail: [email protected]

    Spendenkonto der Deutschen AIDS-Hilfe e.V.
    Kontonummer 220 220 220, BLZ 100 500 00, Berliner Sparkasse
    IBAN: DE27 1005 0000 0220 2202 20, BIC: BELADEBEXXX
    Die Deutsche AIDS-Hilfe ist als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.

    Deutsche AIDS-Hilfe e.V. / Geschäftsführung: Silke Klumb, Peter Stuhlmüller
    Vorstand: Tino Henn, Winfried Holz, Manuel Izdebski, Carsten Schatz, Sylvia Urban
    Eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nr. 95 VR 7502.

    Versuch es mal auf diesem Weg. Vielleicht ziehtja das Argument, daß auch Frauen leiden.

    Habe ich gerade gemacht:


    Liebe Emma Redaktion,


    In Afrika wird derzeit mit enormem Aufwand ein Beschneidungsprogramm an Männern durchgeführt, das sich m. E. nicht für die Männer, die sich diesem Programm unterziehen, gefährlich ist, sondern das im Hinblick auf die afrikanischen ein Skandal ist.


    Das Programm wird hauptsächlich von der WHO, Prepfar und der Bill und Melinda Gates Foundation gesponsort bzw. durchgeführt. Es beruht auf 3 Studien, die von wissenschaftlicher Seite scharf angegriffen wurden, aber doch dazu geführt haben, dass auch in der deutschen Debatte um die Beschneidung von männlichen Kindern immer wieder – so auch in der Begründung der Bundesregierung zu dem neuen Gesetz – angegeben wird, die Beschneidung auch von Säuglingen (!) sei eine wirksame Maßnahme gegen die Ansteckung mit Aids.


    Dass dies nicht der Fall ist wurde gerade in jüngster Zeit in epidemiologischen Studien mehrfach nachgewiesen.


    Selbst wenn die Beschneidung irgendeine Schutzwirkung hätte, wäre das Programm auf jeden Fall ein gigantische Diskriminierung der afrikanischen Frauen. Denn die Beschneidung des Mannes bietet allenfalls den Schutz des beschnittenen Mannes. Es liegt aber auf der Hand, dass der wegen der HIV–Prophylaxe beschnittene Mann verleitet wird, keine Kondome mehr zu verwenden und die Infizierung von Frauen daher umso wahrscheinlicher wird.

    Abgesehen davon, können die Mittel, die sinnlos für die Beschneidung ausgegeben werden, nicht mehr für den Schutz der Frauen ausgegeben werden.

    Bei den oben erwähnten Studien wurden (natürlich) nur die Männer kontrolliert, Frauen blieben außen vor, obwohl
    60% der HIV - Infizierten Frauen sind,
    72% der Neuinfizierten zw. 15 und 24 Jahren Frauen sind,
    unter den 15 -24 Jährigen die Wahrscheinlichkeit infiziert zu werden für Frauen 8 mal höher ist als für Männer.

    (Infographic: Women and HIV | Women, Girls, and HIV | The Issues | CHANGE)

    Da die Programme ausschließlich in Afrika durchgeführt werden, drängt sich der furchtbare Verdacht auf, dass hier Kolonialismus im Hinblick auf die Afrikaner und die afrikanische Frau betrieben wird.


    Sollte Sie das Thema interessieren, liefere ich Ihnen gerne Links zum Beleg für meine Behauptungen.
    Vielleicht schmeißen die Emmas eklige Männer - Emails auch gleich in den Junk - Pot. Daher nur zu Ihr Frauen, Eurerseits einmal nachzuhaken.

    Da is nix schizoid. Das geht nach dem Motto: Spuck ich nich in Deine Suppe, spuckst Du mir nicht in meine. Erinnert Euch bitte daran, wie der ERZBISCHOF VON Canterbury dafür plädiert hat, die Scharia in England einzuführen. Die Jungs wissen ganz genau, dass ihre Privilegien schnell futsch sind, wenn sie mal erlauben, dass der säkulare Staat sich in ihre Angelegenheiten mischt.

    Es geht dabei um das gesundheitliche Bewußtsein der Männer. (Achtung ab jetzt Sarkasmus -->) Aber wir wissen ja alle, dass Beschneidung das Gesündeste ist, was einem Mann oder Knaben passieren kann. Auch ein Rosenstock oder ein Apfelbaum....

    Jetzt höre ich wieder auf.

    Auf der Biber Seite steht:

    "Mit 10. Oktober 2012 hat das Kölner Gericht männliche Beschneidung nun
    doch legalisiert. Aber nur, wenn „sie nach den Regeln der ärztlichen
    Kunst erfolgt und das Kindeswohl nicht gefährdet.“

    Das ist doch wohl Blödsinn!

    http://www.pflege-deinen-schwanz.de/front_content.php?idcat=24

    Ist das vielleicht nur der männliche Pseudo von frau Sommer aus der Zeitschrift Bravo?!

    Das ist laut Impressum die Seite der Aidshilfe Dresden e. V. und der Landeshauptstadt Dresden. Abgesehen von der etwas seltsamen Gestaltung ist sie bzgl. der Beschneidungsthematik keineswegs aktuell und nennt als Vorteile denselben Unsinn, den alle anderen derartigen Stellen auch verbreiten.

    Die Unterscheidung zwischen " Juden" und "Deutschen" macht nicht nur diese Rabbinerin, sondern (fast) alle Juden. Aber auch " die Deutschen" verfahren in der Mehrheit so.


    Hier gibt es eine gute Erläuterung zum Thema "Juden": http://www.hagalil.com/judentum/gemeinde/much.htm

    Der Zentralrat der Juden Deutschlands, der ja eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und damit ebenso wie die christlichen Kirchen Teil des Deutschen Staates ist (!) hat als Mitglieder die jüdischen Gemeinden. Es ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Mitglieder dieser jüdischen Gemeinden (2011: rd. 103.000) die deutsche Staatsbürgerschaft haben und sich deren Lebensmittelpunkt in Deutschland befindet.

    Auch der Begriff des "Deutschen" ist nicht eindeutig: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche Der Sprachgebrauch wird sich jedoch überwiegend an der Definition in Art. 116 GG orientieren. Das bedeutet, dass die Mehrzahl der Menschen jüdischen Glaubens, die vom Zentralrat der Juden vertreten werden auch Deutsche sind.

    Ich denke, dass es wichtig ist, dieses hier mal festzustellen.

    Dies vorausgeschickt verlange ich von einer Rabbinerin, dass sie diese Unterscheidungen machen kann. Sie kann vielleicht für Personen jüdischen Glaubens sprechen, wobei diese auch in höchst heterogenen Gemeinden organisiert sind. Die Gegenüberstellung hier Juden dort Deutsche ist aber falsch. Dass dieser Fehler von Personen nichtjüdischen Glaubens ebenfalls gemacht wird, ändert nichts an der Unkorrektheit.