Er hat in der Süddeutschen so nett neben Herrn Lammert gegrinst. Daher
"Sehr geehrter Herr Prantl,
Ihr weiterer Kommentar zur Beschneidung von Kindern darf nicht unwidersprochen stehen bleiben. Sie beklagen zunächst eine gehässige Debatte. Wer war gehässig? Deutsche Politiker? Die deutschen Kinderärzte? Rabbiner, die ein Verbot der Beschneidung mit dem Holocaust verglichen haben. Leser Ihrer Zeitung, die Kommentare verfasst haben?
Es ist wahr, in den Medien gab es von den jeweiligen Lesern Unmengen von Kommentaren, in denen die Beschneidung von Kindern abgelehnt wurde, unsachlich oder gar gehässig waren diese – soweit sie veröffentlicht wurden – nicht.
Merken Sie sich Herr Prantl: „Ein Debattenbeitrag, der nicht Ihrer Meinung entspricht, ist deshalb noch nicht gehässig.
Das neue Gesetz ist für Sie das „Minimum“. Eltern dürfen nun nach Gutdünken – nicht nur aus Glaubensgründen – vom Genital ihres Sohnes nach den Regeln der ärztlichen Kunst ein Stück abschneiden lassen – ob dieser Sohn das will oder nicht, ob es in seinem Interesse ist oder nicht und zwar bis er 18 ist. Sie wollen jüdische Eltern, die nicht von einem überholten Ritual lassen können, vor dem Gefängnis bewahren und opfern dafür die körperliche, religiöse und sexuelle Selbstbestimmung der Söhne jüdischer Eltern.
Das nennen Sie „Minimum“.
Welche Regelung hätten sie als angemessen gewünscht oder als das „Maximum“ geduldet. Man möchte es sich nicht vorstellen, Herr Prantl."