Es ärgert mich, dass solch ein Artikel unkommentiert und allein auf der Seite einer "Bundeszentrale für politische Bildung" steht. Deshalb:
Sehr geehrte Damen und Herren,
soeben lese ich den Aufsatz von Herrn Kramer auf Ihrer Seite:
http://www.bpb.de/apuz/162398/die-etwas-andere-gretchenfrage
Ich muss mich doch sehr wundern. Steht die Abkürzung "bpb" inzwischen für "Bundeszentrale für Propaganda und Beschneidung?" Nur Spass, kleine Polemik zur Auflockerung. Aber im ernst, Sie müssen zugeben, dass der Artikel sehr tendenziös ausgerichtet ist und zudem mit diversen wirren Aussagen aufwartet wie zB zum Thema weibl. Genitalbeschneidung, Schächtung oder Ursprung unseres heutigen Moralverständnisses.
Sie wollen mit der bpb Informationen und Standpunkte präsentieren, damit sich der Bürger eine Meinung bilden kann. Dieses Ansinnen halte ich für richtig gut. Allerdings bedarf es zur Meinungsbildung der Kenntnisnahme beider Positionen eines umstrittenen Themas. Wo bleibt also der andere Artikel?
Wenn Sie Ihren Auftrag wirklich ernst nehmen, dann sollten Sie nun einen der zahlreichen kritischen Aufsätze zum Thema Beschneidung/Religion veröffentlichen. Dann könnte sich der geneigte Leser in Abwägung der beiden Positionen tatsächlich seine eigene Meinung bilden. Wäre das nicht schön?
Mit freundlichen Grüßen