Beiträge von Josc

    Ich bin hier noch unentschlossen.

    Die Wissenschaftler sind hier nicht die Verursacher des Leids, auch wenn sie daraus wissenschaftlichen Nutzen schlagen. Würden Sie die Vorhautgeschenke ablehnen, wäre keinem einzigen Kind geholfen, Vorhäute würden dennoch abgeschnitten und wären dann einfach ein Fressen für die Würmer - und die Wissenschaft würde sich wieder mit Tieren behelfen.

    Danke Benni, interessante Meldung, zumal diese Sache mit Crowe Mitte 2011, also unabhängig von "unserer" Debatte, ablief. In dieser Zeit tobte scheinbar in Kalifornien eine öffentliche Debatte über das Thema.

    Ich halte nicht viel von der sogenannten Celebrity Szene. Aber Fakt ist, dass man über diese eine ganze Menge Menschen erreicht, im positiven wie im negativen, wie Werners links verdeutlichen.

    Um so erschreckender finde ich hier, dass Crowe dann sehr schnell zurückgerudert ist, jegliche (!) Kritik zurücknahm (nicht nur seine "harte" Wortwahl) und sich für alles entschuldigte. Wie gross muss hier mal wieder der Druck aus der jüdisch-christlichen Religionslobby gewesen sein.

    Und wenn man sich dann seine Entschuldigung anschaut und sich vergegenwärtigt, WOFÜR er sich entschuldigt, dann läuft es einem eiskalt den Rücken runter.

    "I have a deep and abiding love for all people of all nationalities, I'm very sorry that I have said things on here that have caused distress." - (wie soll man scharf kritisieren, ohne "distress" zu verursachen?)

    "My personal beliefs aside I realize that some will interpret this debate as me mocking the rituals and traditions of others. I am very sorry." - (aha, soviel zur amerk. freedom of speech)

    Roth also posted Friday morning that Crowe was joking, and accused the media of "blowing the comments out of proportion." (wer könnte auch ernsthaft religiöse Gewaltrituale kritisieren wollen)

    He Twittered Friday, "#FF @russellcrowe One of the nicest people I have ever been lucky enough to meet and work with. AND RESPECTFUL OF ALL RELIGIONS." (Willkommen im bible belt)


    Btw, hat jemand links zu den medialen Kritiken? Ich würde gerne wissen, was an seinen Äußerungen antisemitisch sein soll.

    Nachdem sich die Republik kürzlich so fröhlich über den "Vulgär-Sexismus" echauffiert hat, darf man nun erwarten, dass bei all der augenblicklichen Papst-Lobhudelei ausnahmsweise auch mal der tatsächliche Sexismus, wie zum Beispiel der in den 3 Monotheistischen Religionen gelebte, zur Sprache kommt?

    Hmm, ich schätze, die meisten bleiben mit ihrer Sexismus-Kritik dann doch lieber in der Regionalliga und befassen sich mit allenfalls peinlichen Kommentaren alter Herren. ;)

    "...durch das Loch gehen Bakterien und Zecken rein..."

    "...weil es sauberer ist..."

    "...wenn du ein Mann werden willst..."

    "...ich schneide nicht.."

    "...Allah Allah..."


    Schön, das nennt man also medizinische Aufklärung innerhalb der vorgeschriebenen fachgerechten Behandlung: Den Patienten schamlos anlügen, ach ist ja nur ein Kind, das versteht ja sowieso nichts. Hat nicht auch ein Kind das Recht auf ehrliche, wenn auch kindgerechte, medizinische Erklärungen?

    Dem Arzt sollte man die Zulassung entziehen. Sowas regt mich echt auf...

    Interessante Untersuchung, danke Werner.

    Dies scheint meine Einschätzung zu bestätigen, dass Unkenntnis auch bei uns schon lange nicht mehr das eigentliche Problem ist. Folglich dienen uns öffentliche Diskurse des Themas auch mehr als mediale "Erinnerungshilfe", weniger als Informationsvermittlung. Dies sollten wir uns bewusst werden und uns ggf mehr darauf ausrichten.

    Danke Werner für den link. Ein paar spontane Gedanken:

    Re: Zufriedenheit

    Die "Zufriedenheit" ist natürlich relativ. Wirklich beurteilen könnten das aber nur Männer, die den Vorher/Nachher Vergleich kennen. Wurde dies berücksichtigt?


    Re: Erektionsfähigkeit

    Dass die Erektionsfähigkeit durch Beschneidung im jungen und mittleren Alter nicht zwangsläufig eine gravierende bzw statistisch messbare Einschränkung erlebt, hätte ich auch nicht erwartet.

    Viel relevanter halte ich hingegen den dritten Lebensabschnitt, wo ich durchaus Probleme vermute. Diese Altersgruppe scheint mir aber mit dieser Studie nicht ausreichend bzw spezifisch genug untersucht.


    Was fehlt in der Studie, ist die Orgasmusfähigkeit Beschnittener, grade im Alter.

    Ich halte das Wort "Prägung" nicht für belastet, auch vor jüdischem Publikum.

    Bemerkenswert finde ich hier vielmehr, wie fröhlich der Guido von jüdischen "Lobbygruppen" und ihrer starken Einflussnahme ("wesentlich geprägt") in bezug auf die Beschneidungsdebatte plappert, wo hingegen die politischen Beschneidungsbefürworter in der Vergangenheit jegliche Einflussnahme von jüdischer Seite vehement und ausdrücklich verneint hatten.

    Guido Westerwelle ist wirklich ein ausgefuchster Diplomat geworden, der jedes seiner Worte auf die Goldwaage legt, weil er die möglichen Auswirkungen genau abschätzen kann. :rolleyes:


    Entweder ist dem Guido hier wirklich ein Eigentor "geglückt" oder er fühlt sich in der Sache inzwischen derart sicher, dass er es nicht für nötig hält, wie üblich die Wahrheit zu vernebeln.

    In der Tat ein gefährlicher Satz von TdF. Ich fürchte, man ist auf Schadensbegrenzung aus. TdF hat erkannt, wie schwierig der Argumentationskampf gegen die Religion ist und versucht nun, zumindest die FGM aus dem Dunstkreis herauszuhalten.

    "... unverständlich, wie nach den gründlichen Beratungen im Bundestag gesagt werden kann..."

    Das ist natürlich ein berechtigter Einwand. Die gründlichen Beratungen im Bundestag waren nun wirklich für jedermann offensichtlich. Zb die ausgewogenen Gremien, die aufgeschlossene Anhörung Betroffener, der großzügige Beratungszeitrahmen...

    Herr Stadler, wenn dies ihre Definition von "gründlich" ist, haben Sie ihren Beruf verfehlt. (Pino)

    Anhand dieser tendenziösen Artikel zum Thema Beschneidung könnte man vermuten, dass auch Men's Health unter der Knute der Beschneidungslobby steht, allerdings sind die Artikel allesamt uralt (5-10 Jahre alt). Ich könnte mir vorstellen, dass ein aktueller Beitrag anders aussieht.

    Ein Anfrage auf Aktualisierung der Informationen könnte grade bei einem Männermagazin nicht schaden.

    Die These "Eifersucht" habe ich noch nie gehört, erscheint mir auch nicht schlüssig. Die Zeugungsfähigkeit wird, sofern der Penis nicht ganz abgeschnitten wird oder entzündet abstirbt, ja nicht eingeschränkt.

    Interessant ist in diesem Artikel allerdings folgender Satz: "Warum es dennoch in einigen Kulturkreisen – wie bei den Aboriginies – immer noch derartige Rituale gibt, ist vielen Forschern ein Rätsel."

    Tja, das ist in der Tat ein Rätsel. Das noch größere Rätsel ist aber, warum hier als Beispiel nicht die beiden größten Beschneidergruppen, Juden und Muslime, als Beispiel aufgeführt werden. Stattdessen wird mit dem Finger schön auf die gar so archaischen barbarischen Urvölker gezeigt.

    für die Akten:

    Claudia Roth in einer Diskussion von 2011 zum Thema Integration.

    Verarsche Grüne Claudia Roth läßt sich von Rechtspopulisten vorführen YouTube - YouTube (Titel ist dämlich, nicht irritieren lassen)

    Schön, dass die Claudia mal wieder klar sieht (1:05min): "Die Grenze ist unser Grundgesetz und da kann niemand, keine Religion, keine Tradition, dahergehen und sagen "und für uns gilt eine Ausnahme!". Bei der Beschneidungsdebatte muss sie da wohl irgendwas nicht ganz verstanden haben...

    Claudia Roth in einer Diskussion von 2011 zum Thema Integration.

    Verarsche Grüne Claudia Roth läßt sich von Rechtspopulisten vorführen YouTube - YouTube (Titel ist dämlich, nicht irritieren lassen)

    Schön, dass die Claudia mal wieder klar sieht (1:05min): "Die Grenze ist unser Grundgesetz und da kann niemand, keine Religion, keine Tradition, dahergehen und sagen "und für uns gilt eine Ausnahme!".

    Bei der Beschneidungsdebatte muss sie da wohl irgendwas nicht ganz verstanden haben...

    Zitat

    Viele Frauen ärgern sich zudem,dass sie in bester Absicht zu Opfern abgestempelt werden. Der Begriff „Genitalverstümmelung“ wird von vielen Betroffenen als abwertend und verletzend empfunden. Migrantin Muthoni Sana aus Tansania bringt die Sache auf den Punkt: „Fragst du mich, ob ich beschnitten bin,sage ich Ja. Fragst du mich, ob ich verstümmelt bin,antworte ich Nein.


    Dies scheint wirklich ein wichtiger Punkt zu sein.

    Ich habe kürzlich von einem Kumpel erfahren, dass er aus medizinischen Gründen beschnitten ist, und wir haben uns ein wenig über das Thema religiöse Beschneidung unterhalten. Obwohl absolut sekulär eingestellt, merkte man deutlich, wie unangenehm ihm meine Einschätzung war. Er sehe hier kein Problem, er hatte diesbezüglich auch bisher nie Probleme beim Sex, und Frauen hätten sich nie beschwert, das sei ja alles nicht so schlimm usw.

    Das mag für ihn ja alles wahr sein, aber wie er es gesagt hat, merkte ich deutlich, dass ihm der Gedanke "verstümmelt zu sein" sehr unangenehm war.

    Ich mache mir seitdem so meine Gedanken, welche Wortwahl wann angebracht ist.

    Das Wort "Verstümmelung" bedeutet grob verallgemeinert, dass etwas "eingeschränkt" ist. Dies mag hilfreich sein, um einen generellen Sachverhalt zu verdeutlichen und ist in unserem Thema wichtig, um mit einem Wort gleichzeitig auch auf die Nebenwirkungen hinzuweisen. In bezug auf Personen wiederum scheint es aber offensichtlich sehr abwertend zu wirken - denn wer bezeichnet sich, egal ob körperlich oder geistig, schon gerne als "eingeschränkt".

    Mal wieder eine schwierige Sache.

    Ach meine liebe Freundin Deusel. ;) Danke für den Link.

    Bitte das "Dr." entfernen. Ein Mediziner, der sich für medizinisch unnötige Körperverletzung auspricht und einsetzt, ist ein Hohn für seinen Berufsstand und hat diesen Titel nicht verdient. Pfui!