für Deine Ausführungen. Es erklärt, warum eine Art "Radikalisierung" stattfindet.
Ich habe das Gefühl, manche Juden (vor allen Dingen die, die in der Öffentlichkeit stehen), verstehen sich zuerst als Juden, und dann erst als Mensch, Bürger, Deutscher.... Da gewinnt Religion zu viel Gewicht.
Mir stösst es sehr auf (eigentlich würde ich das noch ganz anders ausdrücken!), wenn Juden so tun, als ob sie uns etwas Gutes tun, dass sie in Deutschland leben.
Ich bin keine Antisemitin, aber - ehrlich gesagt - es ist mir egal, ob Juden in Deutschland leben oder nicht. Wenn sie es nicht tun wollen, ist das für mich auch okay.
Und wenn der Preis dafür ist, dass wir ihnen auf ewig dankbar sein sollen und dass wir hier Grundrechtsverletzungen zulassen sollen, dann habe ich nichts dagegen, wenn sie gehen.
Menschen sollten hier leben, weil es ihnen hier in Deutschland gefällt und nicht, weil sie der Welt zeigen wollen, dass wir Deutschen gar nicht so schlimm sind....
Wenn ich (vielleicht als Enkelin der Tätergeneration) einem Juden begegne (als Enkel der Opfergeneration), warum können wir dann nicht unabhängig von dem, was geschehen ist, eine Beziehung aufbauen? Können wir nicht gemeinsam darüber trauern, was geschehen ist? Ich habe doch genauso wenig damit zu tun wie der Jude?