Beiträge von flyguy

    Bestenfalls völlig naiv und indifferenziert, wenn man das mal sehr wohlwollend betrachtet. Nüchtern betrachtet hingegen ist das einfach nur: *Kotz* Vielleicht beschneiden die ja wirklich nur, wenn nur soweit und soviel Vorhaut wie sie berschüssig ist. Dann haben die es vielleicht mit ein, zwei Fällen im Jahr zu tun, bei denen eine ungewöhnliche Missbildung vorliegt. Ansonsten fragt man sich schon, wie das mit ärztlicher Ethik vereinbart werden kann.


    Es heißt ja "überschüssige Haut, die über die Eichel geht". Hört sich für mich nach einer standard radikal Beschneidung an. Das wird auch dadurch bekräftigt, dass im nächsten Absatz davon gesprochen wird, dass eine Beschneidung die Empfindlichkeit des Peniskopfes (übrigens "Peniskopf" ist glaube ich kein medizinischer Begriff?!, ich denke sie meinen die Eichel?) vermindert, wenn die Eichel noch durch Vorhaut bedeckt wäre würde dies ja nicht der Fall sein.
    Die tun so als würde man die Vorhaut nicht brauchen (überschüssig=über den Bedarf hinausgehend) würde. Nun, für eine normale Funktion scheint sie notwendig zu sein (z.B. Gleit-Mechanismus). Wenn sie sich nur auf die Fortpflanzungsfähigkeit berufen unter "Bedarf", könnte man doch den Mädchen z.B. auch die Klitoris entfernen, ohne dass diese danach nicht mehr fähig wären, sich fortzupflanzen?! Außerdem macht es den Eindruck, dass bei einer Beschneidung von Jungen niemals sensitives Gewebe entfernt wird. Ich sag nur das gefurchte Band, als ein Beispiel.

    Edit:
    weiter oben steht auch

    Zitat

    Vorhaut - Beschneidung

    Hier wird die überschüssige Haut, die die Eichel bedeckt entfernt.

    Wie kann denn Vorhaut, die die Eichel bedeckt überschüssig sein? Bedarf Mann keine normale Vorhaut? :FP01

    Bin gerade durch den heutigen ZDF-Beitrag (https://www.beschneidungsforum.de/index.php?page…d&threadID=5714)auf das Deutsche Zentrum für Urologie und Phalloplastische Chirurgie gestroßen.


    Die leisten sich aber ganz schön was auf ihrer Homepage...seht selbst

    Zitat

    Eine Beschneidung bei Jungen kann niemals verglichen werden mit einer
    Beschneidung an Mädchen
    , denn bei Jungen wird bei einer Beschneidung
    überschüssige Haut
    , die über die Eichel geht, entfernt, wohingegen bei
    Mädchen u. a. sensitive Teile der Klitoris entfernt werden.

    Eine Beschneidung reduziert die Empfindlichkeit des Peniskopfes.
    Vorzeitiger Samenerguss kann so erfolgreich bei Erwachsenen therapiert
    werden.

    http://www.deutsches-zentrum-urologie.com/de/Hypospadie-…tkorrektur.html

    Zitat

    Die Emotionalität zeigt, dass es um mehr ging als ein Stück Haut.

    Ja genau, ein Stück Haut. Mehr ist die Vorhaut nicht. Ich wette, die Autorin denkt wirklich, die Vorhaut sei ganz normale Haut. :||

    Zitat

    Sie sprachen von "Amputation", suggerieren, der Penis würde beschnitten,

    Die Vorhaut gehört also nicht zum Penis dazu? Wäre mir neu...

    Und für fast alle Urologen ist die Vorhaut nur ein unnützer Hautlappen,
    und nicht Teil des männlichen sexuellen Erregungssystems...
    Für die ist die Vorhaut nur ein Schutzlappen, der seit man'(n) nicht mehr nackt durchs Unterholz pirscht seinen Zweck verloren hat, und deswegen entfernt werden kann...Das ist die vorherrschende Meinung der Schulmedizin zum Thema Vorhaut, und solange die sich nicht ändert...

    Ja, sowas durfte ich mir auch schon anhören (von einem Urologen-und das war garnicht so lange her). Es gibt definitv wissenschaftliche Daten, die solchen Aussagen krass gegenüberstehen. Allerdings war der, wo ich war auch schon recht lange als Arzt tätig (sein Studium liegt lange zurück).

    Ich kanns nur wiederholen:

    Think big.

    Anstatt das zu beklagen - warum nicht versuchen, die medizinische Ausbildung hier zu verbessern?

    Wenn der künftige Urologe auf der Uni nur Unfug lernt, warum nicht mal das ganze hier an der Stelle verbessern?

    Es muss doch Möglichkeiten geben, wie man die Curricula beeinflussen kann. Wenn falsches gelehrt wird, kann das nicht im Sinne einer Universität sein.

    Vielleicht ist es heute besser auf den Unis. Wenn man sich z.B. den Artikel auf DocCheck Flexikon über Phimose anguckt (auch teilweise von Medizinstudenten geschrieben), macht das Hoffnung. Ein Problem seh ich dann wie gesagt, wenn Ärzte deren Studium schon länger zurück liegt, so ein Schmarrn verzapfen, wie es Urolüge beschrieben hat und z.B. ohne irgendeine andere Therapie zu machen direkt radikal beschneiden wollen. Als Laie kann ich das nicht verstehen. Ich denk' mir dann, man muss sich als Arzt doch auch seiner Verantwortung bewusst sein und nicht auf seinem Uni-Wissen sitzen bleiben, als wäre dies das einzig Wahre.

    Das operative Verfahren zur Vorhautwiederherstellung ist eine sehr schnelle Lösung, bringt aber viele Nachteile mit sich.

    Bei dieser Methode wird Haut von anderen Körperstellen an den Penisschaft verpflanzt und die ehemalige Schafthaut zur neuen Vorhaut gemacht. Die verpflanzte Haut muss an mehreren Stellen genäht werden, zum einen am unteren Penisschaft, an der Verbindungsstelle zur alten Schafthaut und, da die verpflanzte Haut nicht rund ist, an der Berührungsfläche entlang des Penisses. Mit der Beschneidungsnarbe macht das vier große Narben mit allen bei Narben auftretenden Komplikationen.

    Ein weiteres Problem stellt die Eigenschaft der Penishaut dar, vollkommen haarlos zu sein. Keine haarlose Haut des Körpers kommt jedoch für eine Transplantation in Betracht. So muss man sich mit wenig behaarter Haut (wie die der Arminnenseite) zufrieden geben.

    Der Eingriff ist riskant, sehr teuer (mehrere tausend Euro) und wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. zwei Wochen. Das Ergebnis ist oft unschön.

    Nur sehr wenige Ärzte in Deutschland führen diesen Eingriff durch. Selbst nach langer Recherche habe ich keinen gefunden. Aufgrund der Seltenheit der Eingriffes haben die Chirurgen wenig bis keine Erfahrung.

    Mir graust es schon dabei, daran zu denken, die nächsten Jahre mit dehnen zu verbringen. Ich bin eigentlich in der Blüte meines Lebens und will mich einfach nur normal fühlen. Hat denn jemand hier Erfahrungen mit der obenstehenden OP-Methode? Die Krankenkasse würde die OP doch bestimmt bezahlen, wenn man vorher vom Psychologen PTBS und/oder Depressionen diagnostiziert bekommt. Achja, bei dieser OP würde dann doch der Rest der inneren Vorhaut auch wieder die Eichel bedecken, oder? Ich denke, ich werde das Dehnen erst einmal weiter versuchen, aber es gestaltet sich schwierig, vor allem da ich so wenig Haut habe. Viel Fortschritt konnte ich noch nicht verzeichnen. Bin wahrscheinlich auch zu ungeduldig, aber es erfordert ja schon wirklich enorm viel Geduld über Jahre hinweg, in denen man sich dann immer noch mies fühlt (naja es wird ja hoffentlich besser je mehr Haut wächst).


    Und was die Schulmedizin meint zu wissen, und anderes nicht hören und sehen will, ist das nicht der Knackpunkt um was es in diesem Forum geht?

    Was verstehst du denn unter Schulmedizin? In der Medizin gibt es ja durchaus schonendere Wege als eine Beschneidung mit denen man eine Phimose behandeln kann. Wenn das in der Schulmedizin an den Universitäten nicht genug gelehrt wird und sich praktizierende Ärzte nicht auf dem aktuellen Stand der Medizin halten, ist das natürlich ein Problem.

    "about your displeasure with the look of his penis"
    das ist wirklich Heranzüchten einer Anspruchshaltung!

    Oh ja...scheint aber bei vielen Ammies so zu sein. Die machen dann sogar Scherze über die unbeschnittetenen Penisse (hab selber schon mit Ammies online diskutiert). Die sehen ja soooo peinlich aus mit dieser Vorhaut. In einem Ammiforum kenn ich auch einen, der sich von seiner damaligen Freundin überreden lassen hat sich beschneiden zu lassen. Jetzt bereut der es zu tiefst und ist am wiederherstellen. Die Freundin hat er auch nicht mehr. Aus einem kosmetischen Eingriff wird gerne ein medizinscher gemacht. Die Ärzte in den Krankenhäuser, die da reihenweise Säuglingsbeschneidungen durchführen reiben sich die Hände.

    Das schaffen doch auch nur die wenigsten Urologen?

    Ihr könnt mich von mir aus auslachen...

    Ich war inzwischen auch bei Homöopathen, und die konnten mir mehr helfen als die Schulmedizin. (und mal ehrlich, ist das größte Problem bei Beschneidungen nicht die überholte Meinung der Schulmedizin zu Vorhaut und Beschneidung?)
    Keiner dieser "Hexer" war für Beschneidungen. Eine Homöopathin sagte mir zum Thema Phimose "Die Vorhaut ist halt eine Mechanik, und jede Mechanik am menschlichen Örper die nicht betätigt wird, verkümmert." Wenn Jungs wegen einer Phimose zu ihr kommen oder Eltern nach einem Urologenbesuch (bei dem sie einen Beschneidungstermin bekamen) bei ihr nachfragen rät sie erst mal zur Ruhe und erklärt die Badewannendehntherapie. Das reiche in den allermeisten Fällen aus. Das es Erweiterungsplastiken gibt, wusste sie zwar nicht, nahm aber den BVKJ Flyer interessiert an, und wolle das auch an die nächsten ratsuchenden weitergeben. (Urologen schmeissen den glaub gleich weg...)

    Naja das mit dem nicht betätigen und verkümmern muss aber nicht für Kinder zutreffen. In "Further fate of the foreskin" wird vor solchen Versuchen im Kindes-Erwachsenenalter indirekt gewarnt. Die Vorhaut kann halt noch mit der Eichel verklebt sein. Das löst sich aber anscheinend im Normalfall mit der Zeit bis zum Erwachsenenalter. Aber ich denke du hast recht mit den Urologen. So den Überblick habe ich da leider nicht. Prof. Maximilian Stehr meinte aber glaube ich in seinem Vortrag auf dem Symposium für Genitale Autonomie, dass er als Chefarzt in der Kinderklinik viele Überweisungen von Urologen mit der Bitte um Beschneidung bekommt, obwohl nur Vorhautverklebungen vorliegen.
    Ich hab selber noch keine guten Erfahrungen mit Homöopathie gemacht. Mir ist auch nicht klar wie das wirken soll, wenn die Mittel alle so extrem verdünnt werden.

    Finde beide links fragwürdig. Auf der Seite des Urologen wird gesagt, dass bei einer Phimose ja häufig nur die Beschneidung helfen könne. Das ist doch Unsinn. Und mit Homöopathie brauch mir eigentlich garnicht erst jemand mit ankommen. Da sind 0 links zu Studien. Die Autorin hat bestimmt noch nicht einmal die Qualifikation (sie ist Expertin für Klassische Homöopathie) eine pathologische von einer physiologischen Phimose zu unterscheiden.

    Zitat

    Wenn ein Kind mit dieser Symptomlage in die Praxis kommt, dann könnten
    wir Lachesis verschreiben und dann wird neben all den anderen Symptomen,
    auch die Phimose (Vorhautverengung) allmählich weichen.

    Kann auch sein, dass die Phimose von den Kindern dort einfach nur weicht weil sie physiologisch ist.

    Ich finde das sehr gut mit den Fotos/Gewebeproben. Ich hoffe, dass die Ärzte die diese Dokumentationspflichten verletzt haben dafür haften müssen. Die Gewebeproben sind kein Unfug, wie hier dargestellt wird. Als Urologe könnte man sonst ja z.B. einfach behaupten der Patient hat Lichen sclerosus auf der Vorhaut.
    Edit: Diese Birgit Pabst ist doch auch für mindestens 20 Jahre Aufbewahrungsfrist der Unterlagen soweit ich weiß-ebenfalls eine gute Sache.


    Warum lässt man männliche Genitalien sich nicht normal und natürlich entwickeln und erfindet selbst bei völliger Beschwerdefreiheit Beschwerden, die es gar nicht gibt?

    "Bei Kindern wird erst eine Behandlung vorgenommen, wenn sich Symptome zeigen oder sie das Schulalter erreicht haben."

    Das frag ich mich auch. Ich glaube selber Opfer von diesem Unwissen/dieser Ignoranz geworden zu sein. Ich weiß nicht wie es heute ist mit der Dokumentation der Diagnose/OP. Angeblich verwechseln Ärzte ja immer noch gerne natürliche Präputialverklebungen mit einer pathologischen Phimose. Ich kann für die Jungs von heute nur hoffen, dass sie in dieser Hinsicht besser vor ärztlichen Fehlern geschützt werden.


    Würde mich freuen wenn die Vorträge auf youtube oder sonst wo landen (das gilt natürlich auch für die GENITAL AUTONOMY CONFERENCE)

    Das will ich nicht unterstellen, aber Unwissen und die unvollständige Aufklärung über die Behandlungsmöglichkeiten einer Enge in der Vorhaut.

    aber damit wird anscheinend auch wieder Schindluder getrieben...

    http://www.faz.net/aktuell/politi…t-12625490.html

    Sorry, aber wer als Doktor der Medizin nach diesen ganzen Jahren seitdem es die Präputiumplastik schon gibt und andere Behandlungen wie Cremes seinem Patienten verschweigt...den kann man im günstigsten Fall Profitgier vorwerfen. Anderenfalls wäre dieser Doktor total unfähig und sollte seinen Titel sofort abgeben müssen meiner Meinung nach.

    Zitat

    Für eine Präputiumplastik gibt es meines Wissens sogar mehr Geld, als für eine Zirkumzision...

    Nicht wenn du es nicht kannst und der Patient zu einem anderen Doktor geht, oder?