Beiträge von perlateo

    Hallo,

    tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde. Ich versuche, nicht ständig über das Problem und auch die damit verbundene Probleme beim finden einer Partnerschaft usw. nachzudenken, da es mich wohl psychisch ziemlich zugrunde richten würde. Versuche nur, etwas Abstand davon zu gewinnen.

    Urolüge: Der Arzt ist mit mir vor der Beschneidung die Risiken etc. durchgegangen. Eigentlich hatte ich auch einen kleinen Schnitt in der Vorhaut gehofft, der alles heile macht. Allerdings hat dieser Arzt anscheinend schlechte Erfahrungen mit Teilbeschneidungen gemacht ("das entzündet sich oft und führt zu einer erneuten Phimose, daher operiere ich nur radikal). Allerdings muss man auch sagen, dass mein Vertrauen zu diesem Arzt nicht von ungefähr kam - in dieser Region hat er unter Kollegen den Ruf eines Experten. Er sagte mir auch, dass in den 10 Jahren seiner Tätigkeit noch nie eine Beschneidung schief lief oder es größere Probleme gab... aber genug von der Vergangenheit, ich denke, über das Warum und Wieso zu philosophieren bringt mir jetzt nichts.

    Es gibt allerdings Neuigkeiten: Ich vermute mittlerweile nichtmal mehr unbedingt die Narben (auch wenn die "leicht" ziehen). Mir ist aufgefallen, dass das umgeklappte Vorhautblatt bei mir extremst empfindlich ist. Selbst, wenn ich einige Tage enthaltsam bin, ist es "dann" innerhalb weniger Minuten gerötet und brennt furchtbar. Onanieren kann man so noch mit gewissen "Haltetechniken", aber Geschlechtsverkehr ist ausgeschlossen. Wobei meine Libydo verständlicherweise eh gerade nicht die Beste ist.

    Der Arzt, zu dem ich nun gehe hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Er sei auch selbst ein großer Befürworter des Ästhetischen, außerdem hoffe ich, dass er endlich auch den medizinischen Sinn der Operation ergibt. Ich habe am Donnerstag einen Termin bei ihm und möchte ihm vorschlagen, die Reste der Vorhaut zu entfernen und die Shafthaut direkt an die Eichel anzuschliessen. Natürlich hoffe ich, dass es dann auch mit dem Sex klappt.

    Nun heißt es für mich: Abwarten, bis zur OP. Leider bereitet mir dieses Thema kopfzerbrechen und bin gerade psychisch absolut auf dem Zahnfleisch. Denn an dem ganzen dranhängend muss ich dazu sagen, dass ich (nicht arrogant gemeint) nicht unbedingt schlecht aussehe und auch sicherlich etwas im Kopf habe und dadurch auch einige Frauenkontakte zustande kamen. Allerdings sind diese natürlich enttäuscht gegangen, als sie mich "nicht glücklich" machen konnten. Eine meinte, ich fände sie nicht attraktiv, eine andere dachte, ich möchte sie nicht, weil ich ja sie ja nicht verführe (wie auch, mit der Angst im Kopf). Das schmerzt alles wahnsinnig zusammen mit den Ängsten vor der OP. Man fühl sich einsam, im Stich gelassen und empfindet diese Welt einfach als wahnsinnig unfair. Hoffentlich ist das bald zu ende, ich möchte doch einfach nur einmal schönen Sex haben, befreit auf Frauen zugehen können, mal eine Freundin finden und nicht mehr diese ständige Angst und Erinnerung an das Versagen im Bett im Kopf haben!!! ;(

    Hallo,

    ich habe was Beschneidung angeht einen langen Leidensweg hinter mir. Schon immer konnte ich die Vorhaut im errigierten Zustand nicht über die Eichel bewegen. Den ersten Sex hatte ich mit 18, der jedoch stundenlang dauerte und für mich alles andere als schön war. Danach habe ich das Thema Frauen lange sein lassen und erst vor kurzem, mit 25 Jahren, angefangen, mir darüber Gedanken zu machen.

    Anfangs wurde festgestellt, dass es das Frenulum (Bändchen) sei, welches ich dann folglich habe entfernen lassen. Auch wenn ich einwand, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass es eine Vorhautverengung ist. Nach der Abheilphase wurde es jedoch nicht besser, Geschlechtsverkehr war mir nicht möglich ohne Schmerzen. Ich wurde erneut bei selbigem Arzt vorstellig und dieser wollte mir erst nach einem Fotobeweis glauben, dass es weiterhin nicht funktioniert und ich eine Vorhautverengung habe.

    Nun habe ich vor über einem Jahr (November 2013) die Radikalbeschneidung durchführen lassen und das Ergebnis ist für mich katastrophal. Abgesehen vom optischen - die Eichel ist bei Beginn einer Errektion sehr stark nach links verdreht, da von zwei Seiten zwei Ärzte beschnitten haben und die Narbe läuft vollkommen schief - schmerzen die Narben nach wie vor und es haben sich kleine Wulste gebildet.

    Ich war mittlerweile bei vier Urologen im Umkreis. Derjenige, der operiert hatte, meinte, der Menschliche Körper sei nunmal Asymetrisch und die Schmerzen bilde ich mir nur ein, das werde schon. Der zweite Arzt riet von einer erneuten Beschneidung ab, gab jedoch zu, dass es optisch nicht gerade ein tolles Ergebnis ist. Der Dritte sagte, ich hätte nunmal "zufällig" nach der Beschneidung einen verdrehten Penis bekommen, auch er hat von einer erneuten Operation abgeraten.

    Nach über einem Jahr tut die Narbe noch immer erheblich weh, Verkehr ist mir nach mehreren Anläufen und mit verschiedenen Frauen unmöglich. Es ist frustierend, dass es keine Frau schafft - egal mit welcher Technik - dass ich einen Orgasmus bekomme und es greift mich Psychisch extrem an Nun habe ich einen vierten Urologen, bei dem ich ein ganz gutes Bauchgefühl habe. Er würde die Nachbeschneidung durchführen und ist nach eigenen Angaben auch jemand, der sehr auf das Ästhetische Ergebnis achtet. Er sagte auch (bezüglich des verdrehten Penis, die schmerzen habe ich beiläufig erwähnt) es sei ein optischer Eingriff und folglich müsste ich ihn auch selber zahlen. Ich gab an, mir das zu überlegen.

    Nun habe ich für den Januar einen erneuten Termin bei ihm und möchte auch den mittlerweile erneut (erfolglos) versuchten GV ansprechen und dass die Narben weiterhin schmerzen. Ich hätte gerne eine Nachbeschneidung auf Kosten der Krankenkasse und danach auch eine entsprechend gute Abheilung und ein gutes optisches Ergebnis, ohne Schmerzen oder Verdrehung. Ich komme mir sehr hilflos und regelrecht verarscht von den Ärzten vor und mittlerweile habe ich Angst davor, überhaupt Sex zu haben. Auch bei SB empfinde ich schmerzen und es ist mir nur durch eine bestimmte Technik möglich, einen Orgasmus zu haben. Natürlich habe ich ebenfalls extreme Sorgen, dass es nun bei der dritten OP wieder nichts wird und ich sexuell verstümmelt bleibe. Es raubt mir jede Lebensfreude.

    Wenn es dieses mal wieder schief geht weiß ich einfach keinen Ausweg mehr - ich kann nicht mehr und habe wahnsinnige Angst!!!