Vergangenen Dienstag war ich noch einmal beim Urologen, habe ihm die Naht gezeigt und ihn gefragt, was da schiefgelaufen ist.
Vorerst eine kurze Erklärung - meine Wundflächen wurden abgeschrägt. Ich weiß nicht, ob das "Standard" für Beschneidungen ist, daher zur Erläuterung ein Bild im Anhang (rot: inneres Vorhautblatt, blau: äußeres Vorhautblatt, grün: Faden).
Die (wie ich finde, ziemlich schlüssige) Erklärung des Urologen für die große offene Stelle an der Penisoberseite lautete sinngemäß:
ZitatNach der OP, als die Wundflächen noch nicht verheilt waren, bildete sich unter der Haut ein Bluterguss und verschob die Wundflächen gegeneinander, wobei die Fäden aus dem inneren Vorhautblatt ausrissen und im äußeren Vorhautblatt hängenblieben. Anschließend wuchsen die Wundflächen in verschobener Position zusammen, wodurch ein Teil der Wundfläche des äußeren Vorhautblatts unbedeckt blieb und sich auf diesem Wundbelag bildete.
Vermutlich handelt es sich also schon um einen Kunstfehler des Urologen (was er aber natürlich niemals zugeben würde. Ärzte...
). Für mich sieht es aus, als hätte er vom inneren Vorhautblatt zuviel abgetragen und die Nähte dann nicht mehr weit genug entfernt vom Wundrand setzen können, um ausreichende Sicherheit gegen Ausreißen derselben zu gewährleisten. Aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet, und die Heilung scheint gut voranzuschreiten.
Wie es zu der klaffenden Stelle auf der rechten Seite kommen konnte, weiß ich nicht, aber sie scheint von innen heraus schön zuzuwachsen, also was solls.
Im Anhang nochmal einige Bilder, wie es heute (18 Tage nach der OP) aussieht. Werde mich hier noch einmal melden, sobald alles komplett verheilt ist.