Beiträge von Yelock

    Ich denke mal, dass sie Salbenbehandlung so alt ist, wie die verwendeten Salben existieren. Ein erweitern der Vorhaut durch dehnen war ja eigentlich schon immer möglich genauso die Vorhaut durch zug zu restoren. Solches wurde ja sogar hin und wieder in der Geschichte angewandt.

    Also wenn die Möglichkeiten schon immer gegeben waren, dann kann es nur an dem Desinteresse gegenüber der sexuellen Empfindsamkeit, körperlichen Unversehrtheit und allen weiteren Folgen liegen die der Beschnittene sein Leben lang ertragen muss. Wir wollen hier natürlich auch nicht die wirtschaftlichen Interessen vergessen, sowie perverse Vorstellungen von männlichen Genitalien und Feinde der (Auto-)sexualität. xD

    Außerdem ist so eine Beschneidung durchzuführen ja viel lukrativer als eine Salbe zu verschreiben, da verdient der "Liebe arme Onkel Doktor" ja nichts dran. An der Salbe verdient der Arzt fast nichts, an einer Beschneidung mind. 300€. Bei vielen Ärzten ist die Beschneidung einer der Top-3 Einnahmequellen.  :thumbdown:

    Auch wenn du deinem Arzt nicht mehr sagen kannst, was du fühlst Weguer, vielen Dank für deinen Beitrag! Obwohl es extrem makaber ist aber: Dieser Arzt wird immerhin keine weiteren Jungen mehr verstümmeln.

    Weder war an meinem Penis etwas "nicht in Ordnung", noch war es eine "kleine Operation", noch war danach "alles gut".

    Gar nichts ist gut, ich war gesund, und sie haben mich um einen Teils meines Lebens betrogen, denn Sexualität ist ein Teil des Lebens.

    ;(

    So, nun folgt eine kleine Auflistung von Sätzen, die ich dem "Metzger" gerne mal gegen mal an den Kopf werfen würde:

    - Guten Tag Doc, könnten Sie mir meine Vorhaut wiedergeben!?
    - Warum haben Sie eine Vorhautverklebung behandelt und mit vielen Angeblichen, sonst späteren Komplikationen dafür meine Eltern unter Druck gesetzt, die auf ihre "Fachkompetenz" angewiesen sind? Haben Sie keine Ahnung von ihrem Job oder sind sie einfach nur Profitgeil?
    - Interessiert Sie eigentlich das Wohlbefinden ihrer Patienten? Ist Ihnen das Wort Moral ein Begriff?
    - Warum mussten Sie so unsauber wie ein Metzger operieren? Verstümmeln Sie so gerne Kleinkinder?
    - Warum haben Sie auf keine langzeit Nebenwirkungen aufmerksam gemacht?
    - Warum haben sie mit meinen Eltern nicht über Beschneidungsstile gesprochen?
    - Warum haben Sie so radikal viel Vorhaut abgeschnitten? Warum haben Sie mir mein Fenulum genommen?
    - Haben Sie überhaupt eine Ahnung wofür die Vorhaut gut ist?
    - Warum haben Sie keine Alternativen Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen? Achja, dann würde ihr Schwindel ja auffliegen, weil die Vorhaut ja nicht zu eng ist, sondern einfach noch normal verklebt war.
    - Sind Sie sich auch nur annähernd bewusst, welches körperliche und psychische Leid Sie mir zugefügt haben, wie meine Sexualität darunter leidet, nein wie sehr Sie dadurch zerstört wurde?!
    - Ich spüre da unten fast gar nichts mehr, nur der kleine Vorhautrest ist noch empfindlich und dann auch oft im negativen Sinne. Falls ich es tatsächlich im schlaffen Zustand mal schaffe meine Eichel mit den "Resten" halbwegs zu bedecken spüre ich immer wie schön Eichel und Vorhaut stimuliert werden? Mit der Beschneidung geht das so nicht mehr. Glauben Sie nicht auch, dass es da eine zusammenhang gibt..?
    - Ist Ihnen Geld mehr Wert als die körperliche Integrität eines Fünfjährigen?
    - Sind Sie eigentlich selber beschnitten oder warum scheinen Sie mir so ein Beschneidungsfetischist zu sein?
    - Ich würde Ihnen am liebsten die Grütze aus dem Kopf klagen. Wo ist hier eigentlich die Gerechtigkeit?
    - Sind Ihnen diese Fälle schon häufiger begegnet oder bin ich doch ein "Einzelfall"?

    Ein paar Sätze sind schon etwas provokant ausgedrückt, aber so empfinde ich nunmal leider zu dem Thema und bin gerade ziemlich emotional geladen...  :cursing:

    Hi Urolüge,

    Ich wollte eigentlich bereits schon im Startpost meine Worte zu dem Thema schreiben, war allerdings etwas unter Zeitdruck und bin es gerade immer noch. Mit dem erstellen des Themas wollte ich allerdings nicht warten, da ich eure Meinung und Gedanken zu dem Thema doch stark interessiert haben. Ich schaue mal ob ich morgen dazu komme meine Worte zu Papier, äh Bildschirm zu bringen.  :D


    Ich würde es erstmal versuchen dem damals zuständigen Urologen einen Brief zu schreiben. So kann man sein Anliegen besser herüberbringen und Ausformulieren. Ich würde aber auch nicht davor zurück Schrecken einfach mal einen Termin für eine Sprechstunde bei ihm zu machen, falls er nicht auf Briefe antwortet. Das "körperlich Ausdrücken" ist auch eine gute Idee  :thumbup: , hat nur leider starke Konsequenzen, obwohl es solche Leute ja eigentlich verdient hätten... Ich könnte mir aber schon vorstellen das man bei so einem Gespräch schnell zu Gewalt neigt, sei es nur verbal oder sogar körperlich, schließlich hat einem diese Person ziemliches Leid zugefügt.

    Im Besitz der Krankenakte bin ich leider noch nicht, ich konnte dennoch ein paar Vorschritte bei mir machen. Bei einer normalen Ärztlichen Untersuchung wie sie vor ein paar Wochen bei meinem Jugendarzt stattfand, habe ich die Initiative ergriffen und die Ärztin mal auf mein Problem angesprochen (puh war das mir unangenehm und auch noch ausgerechnet eine Frau  xD ). Sie war aber zu meinem überraschen sehr verständnisvoll und hat das ganze auch nicht einfach als harmlos abgetan. Dabei bestätigte sie mir das dieser Eingriff unter den mir geschilderten Bedingungen so nicht nötig gewesen währe und offiziell sich die Meinung ja dahin geändert hat, das es keine Deadlines gibt, wo eine Vorhaut zurückziehbar sein muss und auch nicht mehr im wahrsten Sinne des Wortes so radikal beschnitten wird. Von meinen geschilderten Problemen hat sie von anderen (auch häufig Muslimischen) Patienten schon öfter gehört. Lösungen für meine Probleme kenne sie allerdings nicht (außer eine Chirurgische Vorhautrekonstruktion, die aber auch keine Nervenenden zurückbringt). Sie sagt selber: "Was leider einmal ab ist, ist ab." Sie riet mir also dazu mal einen Urologen aufzusuchen, was ich auch tuen werde. Vielleicht kann mir sogar der Urologe die Akte besorgen. Muss nur aufpassen, dass ich nicht bei meinem Verstümmelerer Lande.  :thumbdown:


    Irgendwie war ich nach diesem Gespräch sehr glücklich, da es endlich mal einen Person gab, die mich verstanden hatte und nicht aus diesem Forum hier kam. Es hat mich allerdings auch sehr traurig gemacht, da sie mir in allen Punkten rechtgegeben hat und so alle meine Befürchtungen und Vermutungen bestätigt wurden:

    Ich würde unnötiger Weise beschnitten, da der Arzt eine Natürliche Vorhautverklebung als Phimose diagnostiziert hat und ich so meine körperliche Unversehrtheit verloren habe und ein Großteil von meiner Sexualität für immer zerstört bzw. mir vorenthalten wurde.  ;(

    Ich denke ich werde einen Teil von dem Post hier in meinen Leidensgeschichten Thread einfügen.

    *Kotz*

    Die Ärzte werden immer Hirnverbrannter... Eine Vorhautverklebung als Phimose zu indizieren und ein fenulum breeve festgestellt zu haben, wenn sich die Vorhaut noch gar nicht zurückziehen lässt zeugt entweder von totaler Unwissenheit oder einfach nur dem totalen Desinteresse gegenüber dem Wohlbefinden des Kindes. Das es solche Ärzte noch immer gibt ist einfach nur traurig.

    Willkommen 'jungermann' (welcome) ,

    Vielen Dank, dass auch du uns von deinem Leiden und Problemen berichtest hast.
    Die Probleme die du schilderst sind typisch für die (Spät)-Folgen einer Bescheidung und viele finde ich bei mir selber wieder. Häufig liest man ja, dass die Eichel erst später wirklich so stark Abstumpft, dass man Orgasmus Probleme bekommt. Scheint allerdings auch schon wesentlich eher zu passieren. Ich wurde mit 5 beschnitten und bin nun 17 und ich kann dir ebenfalls bestätigen, dass mein Penis vor 3 Jahren noch empfindlicher war.

    Hast du schon einmal überlegt mit deinen Eltern dadrüber zu sprechen? Das ist einen zwar im ersten Moment ziemlich peinlich, aber du scheinst ja auch noch unbeantwortete Fragen zu haben, die dir deine Eltern bestimmt beantworten können. Mir persönlich hat es geholfen mit Ihnen zu sprechen. Auch damit sie nicht in dem Glauben weiterleben, sie hätten ihrem Kind damit etwas Gutes getan und es hätte keine Nachteile gehabt. (Pino)


    MFG Yelock

    Nach knapp zwei Wochen melde ich mich mal wieder zurück.

    Ich habe es geschafft meine Eltern auf meine Probleme anzusprechen. Zuerst bat ich sie, mir zu erklären, warum der Eingriff damals erfolgte. Dabei kam heraus, dass der Kinderarzt damals bei einer Vorsorge Untersuchung feststellte, dass sich die Vorhaut nicht zurückziehen lässt. So wurden meine Eltern an einen Urologen überweisen, der selbes feststelle. Er meinte, dass die Vorhaut bereits zurückziehbar sein müsse und dies schon viel eher hätte behandelt werden sollen. Beschwerden hatte ich zu diesen Zeitpunkt wirklich keine gehabt. Aber der Arzt meinte, das alles noch viel schlimmer werden würde, wenn sie es nicht jezt (also damals mit 5) machen lassen würden. Nach heutiger Ansicht eigentlich totaler Bulls***. Laut dem Arzt hätte ehe in beiden fällen eine Bescheidung stattfinden müssen. Warum dann nicht einfach abwarten?! Da es meine Eltern nicht besser wussten, haben sie dem Arzt vertraut, in dem glauben das Richtige und Beste für mich getan zu haben.


    Dann erzählte ich ihnen von meinen Problemen, von der scheuernden Eichel, das die Schafthaut sehr straff ist und die kläglichen Reste des inneren VOrhautblattes sehr schnell gereizt sind. Beide nahmen mein Problem zwar ernst, aber wirklich ausmalen wie es sich anfühlt konnten sie nicht. Mein Vater konnte mir allerdings bestätigen, dass es sich (beim der Vorhaut) um eine sehr errogane Zone handelt. Er währe sich aber nicht sicher, in wie fern das die normale Sexualität beeinflusst...

    Tja, was soll man da sagen? Am liebsten würde ich ihnen sagen, dass ich fast kein Lustempfinden mehr habe. Wenn mein Penis zwischenzeitlich mal sehr schlaff ist, kann ich manchmal die 1/3 der Eichel mit der Schafthaut, bzw mit den Resten der inneren Vorhaut bedecken. Dann ist es für einne kurzen Momant so, als würde ich wie mit Vorhaut onanieren. Das Empfinden, wenn die Rest-Vorhaut über die Eichel gleitet, ist einfach der Wahnsinn verglichen mit der Stimulation an der Schafthaut. Und dabei ist das nur ein Teil der Vorhaut. Währe der Rest der Vorhaut noch dran, währe das Gefühl warscheinlich noch intensiver. Leider ist diese Stimulation nur von sehr kurzer Dauer (wenige Sekunden) da ich sofort eine Erektion bekomme und so nicht mehr genau Haut zur verfügung steht.  :cursing: Wenn ich die Schafthaut stimuliere fühlt es sich erst immer unangenehm an. Und auch im weiteren Verlauf spürt man damit nur wenig. Bis ich dann einen Steifen habe dauert es immer ein bisschen.

    Meine Eltern haben mir bedeuert, dass es ihnen schrecklich leid tut, dass ich nun darunter zu leiden habe. Aber wirklich helfen können sie mir auch nicht. :( Wie auch, ankleben können sie die Vorhaut ja nicht mehr.

    Ich habe mir jetzt eine Creme in der Apotheke gekauft, die extra gegen Reizungen von Genitalien gedacht ist. Einer der möglichen Anwendungsgründe ist durch Unterwäsche. Bis jezt ist die Creme ganz gut. Sie soll wohl einen künstlichen Schutzfilm bilden und etwas mehr Schutz bieten. Ich werde sie noch ein bisschen länger Testen um ein Urteil abgegben zu können in wie fern sie hilft.

    MFG Yelock

    N'abend alle zusammen,

    Erst einmal vielen lieben Dank für eure Beiträge.  :)

    Mein weiteres Vorgehen sieht so aus, das ich mich mit meinen Eltern dadrüber unterhalten werde, da es doch noch einige ungeklärte Fragen gibt (Warum musste ich überhaupt zum Uro, was hat er Ihnen damals erzählt usw.). Ich denke schon, dass ich mich mit ihnen dadrüber unterhalten kann. Zwar wird Ihnen das Thema wahrscheinlich ziemlich unangenehm sein, mir währe es anders auch lieber, aber es muss sein. Wenn ich mit ihnen gesprochen habe werde ich euch schreiben wie es gelaufen ist.  ;)


    Mit den Beiträgen möchte ich natürlich auch andere (Eltern, Männer die Vorhaben sich zu Beschneiden) dadrauf aufmerksam machen, das Beschneidungen eben nicht so toll sind wie fast überall gepredigt. Wie es nach dem Gespäch mit meinen Eltern weitergeht weiß ich noch nicht. Also ich werde auf jedenfall versuchen an die Krankenakte von damals zu gelangen. Beschweren bezüglich der Komplikationen würde ich mich schon gerne. Aber in wie fern kann man gegen die wohl mögliche Fehlindikation vorgehen? Ich meine dagegen zu klagen ist ja schon mit ziemlichen Aufwand verbunden inkl. Kosten. Und keiner Garantiert das einem Recht gegeben wird. Damals war das ja auch wohl die Standartlösung. Vielleicht sollte ich erstmal mit dem Urologen sprechen der damals die Indikation gestellt hat? Naja und wofür klagen..? Ich meine selbst wenn er Schmerzensgeld zahlen würde, meine Vorhaut wächst mir damit auch nicht wieder dran. ;(


    Ich habe mir inzwischen Mal sehen in paar Fotos im Reiter Komplikationen auf eurer Website angesehen und so hier mal ein vergleichbare Bilder wie die "Markel" so bei mir aussehen:


    Auf dem Bild sieht man diese "nicht-gerade Schnittlinie" (wie bei mir auch) wo Vorhaut und Schafthaut aufeinander treffen. Die starken Farbunterschiede sind bei mir ebenfalls vorhanden. Fenolum ist bei mir ebenfalls entfernt:
    http://goo.gl/LENiXf


    Hautbrücken sind bei mir existent, allerdings nicht so das unter ihnen sozusagen Luft ist. Hier auch ein Bild, die Größe der Brücken entsprechen meiner. http://goo.gl/5Oj3C7


    Zuletzt die Hautfetzen, diese sind relativ schwer zu beschreiben, sie sind auf der Schnittnaht. Im schlaffen Zustand sehen sie aus wie kleine Hügel, im errigierten Zustand nicht zu sehen. Bei diesem Link das ganz rechte Bild.
    http://goo.gl/DPLhq

    Wenn natürlich festgestellt würde durch einen Gutachter, dass die damals geschlampt haben, könnte ich mich ja zumindestends mal Informieren wie sich das etwas korrigieren lässt. Also OP's bzw Korrekturen mit dem Skapell würde ich tunlichst vermeiden. Das Risiko das dort nich mehr ruiniert wird als wieder gut gemacht ist Doch eher groß.

    Mit freundlichen Grüßen Yelock

    Guten morgen liebes Beschneidungsforum,

    nach dem ich in diesem Forum schon seit über einem Jahr mitlese, dachte ich, dass ich auch mal meinen eigenen Senf dazugebe. Also habe ich hier einmal meine persönliche Story zu meiner Beschneidung niedergelegt:

    Mit fünf schleppte mich meine Mutter zu einem Arzt (ob Urologe oder sonstiges kan ich leider nicht mehr sagen, das ganze ist bald 12 Jahre her). Sie sagte mir damals, dass sich der liebe Onkel Doktor das nur kurz mal ansieht. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung wozu ich dort hin sollte, schließlich hatte ich zu dem Zeitpunkt nie irgendwelche Probleme mit meiem besten Stück gehabt. Dort angekommen sollte ich erst auf Klo gehen und danach vor dem Arzt so tuen, als ob ich uriniere. Für ihn war das Ganze nach 10 Sekunden schnell klar: "Jap, da kommt zu wenig Pipi durch, da muss Beschnitten werden." Vor ein paar Jahren habe ich durch Zufall erfahren, dass die Offizielle Begründung Phimose war. Aber so stell ich mir jezt schon die Frage, wieso man soetwas behandeln musste da Phimose im Kindesalter ja normal ist und dazu auch noch eine (radikale) Beschneidung..? Das sieht mir nicht nach einer korrekten Indikation aus. Aufjedenfall war mir bei dem Eingriff nicht ganz wohl zu mute. Auch dadurch, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, was da geschehen sollte. Meine Mutter hat mich auch wenig (fast schon zu sagen gar nicht) dadrüber aufgeklärt. Sie hat mir nur gesagt, dass es nötig währe damit ich später als junger Mann keine schmerzen hätte (Ich kann dieser Aussage heute nur wenig zustimmen, da ich jezt Probleme habe, die ich ohne diese verfluchte Beschneidung nicht gehabt hätte. :cursing:). Ob ich diesen Eingriff überhaupt wollte, danach hat mich keiner gefragt. Es wurde einfach über meinem Kopf hinweg entschieden.

    Die Beschneidung wurde unter Vollnarkose durchgeführt. Als ich wieder erwachte, tat mir dort unten alles weh. Sowohl durch die Wunde als auch durch die freiliegende Eichel. (Leztere nervt mich heute bei jedem Schritt und Tritt immenroch, da sie gegen meine Boxershorts scheuert.) Das einzig schöne daran war, dass ich zumindestends am gleichen Tag wieder nach Hause konnte. Die Wundheilung lief so, naja. Zwar gab es keine wirklichen Nachblutungen, aber ich hatte das gefühl, dass der Operateur vom Beruf eher Metzger war. Der Schnitt wurde alles andere als geradlinig durchgeführt und habe ich auch meherere kleine Hautbrücken (sogar eine an der Schafthaut - keine Ahnung wie dort eine entstehen konnte) und kleine Hautlappen verteilt an der Schnittlinie. Den Übergang von der Schafthaut zur restlichen Vorhaut (ich wurde übrigens low and tight Beschnitten - Fenulum scheint mit entfernt worden zu sein oder starkt beschädigt, kennt sich jemand damit aus wie man das feststellen kann?) ist deutlich sichtbar. Von Ärztlicher Kunst kann hier keine Rede mehr sein, sieht eher wie eine Verstümmelung aus. ;(

    Das Aussehen von meinem Penis war und ist mir immer noch peinlich. So gehe ich fast nie aufs Pissoir sondern auf die Kabiene, außer wenn ich weiß, dass gerade keiner in den Raum kommen könnte. In der Schule gab es auch zwischendurch mal abfällige Kommentare. Naja ich habe mich damit getröstet, dass es ja sein musste, da ich eine "Phimose" hatte (wie bereits oben geschrieben, war der Arzt wohl eher nur auf Geld aus und meine Eltern haben ihm in ihrere eigenen Unwissenheit gegelaubt). Durch reichliches Informieren gehe ich aber nach wie vor davon aus, dass der Eingriff sinnlos war.

    In der Pubertät habe ich immer zwischendurch mal gehört, dass reiben (also hoch und runter) am Penis schöne Gefühlte auslöst. Konnte ich damals nie verstehen, wie auch war ja alles stramm und der Rest wurde abgeschnitten. Masturbation habe ich mit 14 durch Zufall an einem Kuscheltier erntdeckt. Aber auch danach hatte ich immer wieder Probleme. Da ich die Haut immer nur ganz schnell hin und her "bewegen" kann (nicht mehr als 5mm, mehr geht nicht), ist die Haut sehr schnell gereizt. Voralledingen wenn man länger dran ist das schon ziemlich unangenehm. Da sollte man eigentlich besser aufhören, aber verlangen ist ja bekanntlich größer als die Vernunft. :D Häufig spüre ich trotzdem kaum etwas. Meine Eichel ist total desesiblisiert (ich spüre in meinen Handinnenflächen mehr als auf der Eichel) und manchmal habe ich gar keinen richtigen Orgasmus. Bedeutet soviel, dass ich zwar Ejakuliere, aber ein guter Orgasmus mir nur selten gelingt. Dann fühle ich mich genau so unbefriedigt wie vor dem "Orgasmus".

    Das ist so der bisherige Stand der Dinge. Auswirkungen beim Sex kann ich noch nicht drüber berichten, ich bin noch Jungfrau. Ich werde nun schauen wie es weitergeht. Was mir vorallem wichtig ist, meine Eltern mal zur Rechenschaft zu ziehen um ihnen zu sagen, was sie angerichtet haben. Die gehen bei mir immer noch davon aus, dass alles in Ordnung sei. Nun ja es ist sehr peinlich mit den eigenenn Eltern sich dadrüber zu unterhalten, voralledingen da es denen warscheinlich so vorkommt, als würde ich den ganzen Tag nur an wichsen denken. :( Vielleicht beginne ich auch ein Restoring, dass würde voralledingen das Problem mit der zu straffen Schafthaut lösen. Da aber das wohl erst wenn ich 18 bin.

    Was mich am meisten wütend macht ist eigentlich die Tatsache, dass das ganze Sinnlos war und das ich so so fühlen werde wie intakte Männer. Der Arzt hat ein nicht-existenes Problem gelöst und hat mir damit viele weitere beschert die Unlösbar sind. ;( Es gibt bestimmt ein paar seltende Situationen in denen eine Beschneidung Sinn macht (Pathologische Phimose?) . Aber voreilig irgendwelche Diagnosen stellen, die nicht Behandlungsdürftig sind, die überhaupt keine Indikation für eine Phimose rechtfertigen um dann auch nichtmal alternative Behandlungsmethoden vorzustellen - das ist einfach nur Ekelhaft! Ich hoffe wenn Eltern diesen beitrag lesen, denken sie nocheinmal dadrüber nach ob sie nicht doch noch besser einen zweiten Arzt zurate ziehen.


    So, das ist meine bisherige Lage, tut mir leid falls ich euch hier mit meinen Leiden überschwemme, aber ich wüsste keinen mit denen ich mich über dieses Thema unterhalten kann.

    MFG Yelock