Beiträge von Yelock

    Hallo staze Buur und willkommen bei uns.

    Ob deine Operation gerechtfertigt war wage ich zu bezweifeln. Solange ein Junge keine Probleme von sich aus hat ist eine Behandlung unnötig und damit Körperverletzung. Ein Blick in deine Patientenakte würde ich trotzdem werfen. Normalerweise steht dort auch die Indikation oder zumindestends das, was der Urologe für Behandlunsbedürftig hielt.

    Ich bin den schritt gegangen rechtlich gegen meinen Täter vorzugehen. Das Schmerzensgeld ist für mich aber eher Nebensache. Fakt ist die Vorhaut ist weg und kommt durch klagen auch nicht wieder. Aber was viel wichtiger ist, ist die Botschaft: "Ich bin hier und habe schwere Probleme durch diese Amputation. Es gibt keine unglücklich beschnitten Männer? Doch hier ist einer!"

    So eine Klage ist außerdem sehr unangenehm für einen Arzt, muss er doch eingestehen einen fatalen Fehler begangen zu haben, oder erkennen das man nicht die einfach so lasch und lapidar eine Indikation stellt.

    Zurzeit ist das ganze allerdings noch außergerichtlich. Ich vermute es wird wenn überhaupt auf Geld hinaus laufen. Vedient hätte er meiner Meinung nach eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung(/Misshandlung Schutzbefohlenen?) und ein lebenslanges Berufsverbot.

    Ob klagen für dich in Frage kommt musst du selbst entscheiden. Kleiner Hinweis: Die Verjährungsfrist endet drei Jahre, nachdem dir aufgefallen ist, das es einen Behandlungsfehler gab.

    Lg

    Hallo Drizzel,

    Ich bin selber fast genauso alt wie du, wurde im ähnlichem Alter beschnitten und leide nun unter den gleichen Problemen wie du.

    Vor ein paar Tagen habe ich mit meiner Vorhaut Wiederherstellung begonnen, nachdem ich dies nun ein Jahr vor mir hergeschoben habe. Ich finde die Prozedur jetzt schon lästig, aber bevor das empfinden noch weiter abnimmt nehme ich das in Kauf.

    Lg

    Ich war im Frühling diesen Jahres beim Urologen. Neben dem Vortrag, dass es viele Männer gibt die damit leben müssen (immerhin hat er nicht gesagt das sie glücklich sind, dann hätte ich ihm wahrscheinlich eine gescheuert) oder der Anmerkung das ich noch nicht einmal eine Freundin habe, sprach ich ihn auch auf das Restoring an. Ich fragte ihn, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe durch ständigen Zug an der Schafthaut und der Mitose die Penisaut zu verlängern und somit eine Ersatzvorhaut zu züchten. Er schaute mich verdutzt an und sagte: "Da müssen Sie sich an einen Experten wenden."

    Nettes Eingeständnis und Eigentor zugleich. Immerhin gibt er zu, dass er, obwohl Urologische Fachkraft, nicht wirklich Ahnung vom Penis hat. :D

    Also ich denke, wenn sich die Gelegenheit ergibt, dann kannst du ruhig einem Mediziner zeigen, was du in mühevoller Arbeit heranzeüchtet hast und das es funktioniert. (nocut)

    Achja: Lass dich von keinem Urologen der Welt vom restoring abhalten. Ich wünsche mir selber ich hätte die Motivation und die Geduld wie du, damit anzufangen. ;(

    Für meinen Anwalt ist die Frage klar beantwortet: Die Taten meines Metzgers sind noch nicht verjährt. Die Verjährung endet drei Jahre nach Kenntnis des Pfusches. Ich habe aber erst seit einem Jahr Kenntnis von meinem Schaden. ^^

    Dieser Arzt wird jetzt erst einmal schöne Post bekommen...

    Willkommen Martin, (welcome)

    Geschockt war ich jedoch in dem Moment, als ich sah, dass mein Bändchen auch entfernt wurde. Davon war in den Vorgesprächen niemals die Rede und ich hätte dem auch nie zugestimmt, da das Bändchen meine empfindlichste Stelle war. Ich sprach den Arzt sofort darauf an und stellte ihn zur Rede. Er sagte, dass er das Bändchen im Zuge einer Beschneidung immer mit entfernt, da es danach keinerlei Funktion mehr hätte. Meine Bedenken was die Empfindlichkeit anging räumte er aus dem Weg. Die Stelle sei noch genauso empfindlich ich solle abwarten.


    Wie umfassend war den dein Aufklärungsbogen? Du beschreibst die Narbe direkt hinter dem Eichelkranz, ein Beschneidungsstil, bei dem wenig von der empfindsamen inneren Vorhaut erhalten bleibt. Wenn der Schnitt so nah am Eichelkranz ist, muss das Bändchen auf jeden Fall durchtrennt werden. Hätte dein Urologe näher Richtung Schaft angesezt, so hätte er das Bändchen in Ruhe lassen können. Da er bei dir scheinbar nicht sehr gnädig war und du nun nur noch wenig Schleimhaut (innere Vorhaut) dort unten besitzt, leidet natürlich dein sexuelles Empfinden. Leider sind viele Urologen nur unzureichend über die sexuellen Aspekte der Vorhaut aufgeklärt. Hat er mit dir nicht die verschiedenen Beschneidungsstile durchgesprochen? Wenn die Aufklärung unzureichend war, könntest du rechtlich gegen den Urologen vorgehen. Es ist gerade einmal drei Jahre her...


    Der Keratinisierung deiner Eichel entgegenzuwirken ist nicht ganz einfach. Du könntest deine Eichel öfters mit Creme feucht halten, hier eine genauere Erklärung. Auf längere Zeit gesehen ist das natürlich nur ein tropfen auf dem heißen Stein. Die Eichel wird ja von der inneren Vorhaut "genährt" und feucht gehalten. Möglicherweise währe eine Vorhautwiederherstellung etwas für dich. Dabei wird mit einer Gerätschaft und Gewichten über mehere Jahre Zug auf deine Resthaut ausgeübt und so über die Mitose ein Vorhautersatz gezüchtet. Google einfach mal Restoring oder sieh dich hier im Forum um. Es gibt hier auch einige, die zurzeit damit dran sind.

    Ich wünsche dir viel Glück. :)

    Willkommen MJT,

    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass du mit deinen Eltern nicht über das Thema sprechen möchtest. Ich stand vor einem Jahr vor der selben Entscheidung. Ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass deine Sexualität deine Eltern nichts angeht. Es ist wahrscheinlich einer der Peinlichsten Themen über die man mit seinen Eltern reden kann. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es einfach eine große Hilfe ist, wenn die eigenen Eltern hinter einem stehen. Aus welchen Gründen musstest du dich denn einer Vorhautamputation unterziehen? Eltern tuen sich anfangs schwer damit zu verstehen und zu akzeptieren, dass so ein Eingriff schändlich sein kann. Wie alt bist du denn, b.z.w. dauert es noch lange bis du volljährig bist?

    Lg

    Keine schöne Erfahrung die du gemacht hast. Ich bin bis jetzt nur einmal in eine ähniche Situation gekommen. Da wurde allerdings nichts verharmlost. Ich wollte damals etwas zu dem Thema sagen, aber irgendwie blieben mir die Worte im Hals hängen.


    Ich werde in letzter Zeit kaum noch derartigend wütend wie noch vor einem halben Jahr. Ich habe mich schon so oft darüber aufgeregt, dass es schon fast nicht mehr geht. Wenn doch, dann entlädt sich der ganze Frust auf einmal. Auch keine tolle Sache.


    Konntest du dich wieder beruhigen, oder nagt dir deine Lehrerin immer noch im Kopf? Wenn du das ganze trotzdem mal irgendwo ansprechen willst, dann stelle dir doch um einfach einen Fake Bekannten vor, der die gleichen Probleme hat, wie du. So nach dem Motto: Ich kenne da einen, der hat Probleme damit.

    Lg

    sag mal und berate das mit Deiner Anwältin: Wenn keine Einverständniserklärung schriftlich vorliegt, dann hätte Dich kein Arzt operieren drüfen. Somit dürfte doch die Beweislast beim Krankenhaus/operierender Einrichtung liegen-oder etwa nicht? Auf diese Schiene würde ich jetzt setzen.

    Richtig, genauso ist es, der Arzt liegt in der Beweislast. Leider verjährt irgendwann auch die schlimmste Körperverletzung.


    Danke Mario für den Link! Ich habe den Artikel schon länger gesucht, aber nicht mehr gefunden. Ich habe meine Anwältin mal auf das Urteil hingewiesen. Ich warte jetzt erst einmal auf ihre recherchen.

    Lg

    Ich hatte schon länger versprochen euch mal wieder auf den aktuellen stand zu bringen. Und da ich damit lange genug rum gedruckst habe:

    Ich war letztlich beim mittlerweile zweiten Arzt und bei diesem konnte ich wirklich brauchbare Informationen bekommen. Keine medizinischen Tipps! Laut den Arzt ist das aussehen meines Penis normal - für einen eine Beschneidung. Alle Narben und Hautbrücken, etc ist für Ärzte normal. Mit einem intakten natürlich nicht vergleichbar.

    Was lernen wir daraus..? Richtig wir erklären einen schlimmen zustand für Normal und alles ist gut.

    Interessant sind eher die Aussagen:

    "Die KinderärztINNEN schicken die kleinen Jungs reihenweise (unnötigerweise) zum Urologen."


    "Bei der Dokumentation muss ein Urologischer Aufklärungen beiliegen der von deinen Eltern unterschrieben werden musste."

    Fakt ist dieser Bogen existiert nicht(, oder nicht mehr). Das wurde mir vom Krankenhaus ja sogar bestätigt.


    "Dein Operierender Arzt" (der Doc kannte meinen Täter persönlich) " macht so etwas nicht so früh. In der Urologie wird immer bis zur Pubertät gewartet, da sich die Verklebungen fast immer von selber lösen. Das kann er nicht getan haben, dafür halte ich mein linken Hand ins Feuer."

    Ich hoffe für ihn er ist Rechtshänder... Das schreit gerade zu nach Behandlungsfehler. Wo in allem Dokumenten immer nur von Präputialverklebungen die Rede ist.


    Das wichtigste Dokument fehlt sowieso. Sie haben also in beiden fällen die Dokumentaionspflichten verlezt.


    Was macht man nun mit diesem Infos? Zum Anwalt für Medizinrecht natürlich. Laut der Anwältin ist die Frage weniger, ob ein Behandlungsfehler vorliegt, der ist so gut wie sicher. Die einzige Frage die bleibt: Ist die Verjährung abgelaufen? Sie macht sich zurzeit noch darüber schlau. Es ist wirklich kompliziert laut ihr, aber ich kann nur hoffen. Das ist das einzigste was mir noch bleibt...

    Zuerst einmal solltest du die Ruhe bewahren. ;) Das dein Penis nach zwei Wochen noch nicht wie vorher funktioniert ist normal (Wir können dir da allerdings keine Verbindliche Aussage geben, wir haben kein Medizinstudium abgeschlossen und wir kennen auch nicht deinen genauen Jetzt-Zustand.)

    Aber seien wir mal ehrlich: Dein Penis wird sowieso nicht mehr so wie vorher funktionieren. Du hast knapp die Hälfte deiner Penishaut verloren, genau wie die dazugehörigen Nerven. Ob das nun Positiv, neutral oder negativ ausfällt ist von vielen Faktoren abhängig. Ich wünsche mir für dich, das letzteres nicht zutrifft.

    Um welche Krankheit handelt es sich denn? Hat man dir Behandlungsalternativen vorgeschlagen? Hat dich über mögliche sexuelle Folgen aufgeklärt?

    Lg

    Die Meatusstenose konnte mir am Dienstag sogar ein Arzt bestätigen. B.z.w. er konnte feststellen, dass die Öffnung tatsächlich kleiner als gewöhnlich ist. Eine Indikation dafür kann wohl nur gestellt werden, indem man den "Durchfluss" misst. Natürlich war das nicht mein einziges anliegen dort. Ich glaube ich könnte gut mal meinen Leidensthread updaten. Es gibt einige neue Informationen die an's Tageslicht gekommen sind.

    Ok, das hört sich nicht gerade gut für mich an. :S Naja solange es nicht wirklich schmerzt werde ich einen Teufel tuen, nochmal ein Messer an meine Genitalien heran zu lassen...

    Ich buddel hier mal eine Threadleiche wieder aus, da es so gut zum Thema passt...

    Mich würde mal interessieren ob hier jemand konkrekt von einer Meatusstenose betroffen ist und in wie fern sich dort Probleme geäußert haben. Der Hintergund ist der: Ich habe das Gefühl, dass ich schon seit Jahren davon betroffen bin, ohne es bewusst wahrgenommen zu haben. Als ich noch etwas jünger war, hatte ich oft ein leichtes Brennen beim Urinieren, ist heute zwar weniger geworden, tritt aber hin und wieder mal auf. Ich hab mir bis jetzt nie dabei etwas gedacht. Mir fehlt halt der Vergleich, auf Wikipedia macht das den Eindruck, als ob die Harnröhrenöffnung über einen halben Zentimeter groß ist, meine hat gerade mal einen Durchmesser von 3mm. Vielleicht kann mir ja mal jemand schreiben, wie das bei ihm so ausschaut, von mir aus auch über PM. :)

    Lg

    Wir möchten hier keinesfalls den Teufel an dir Wand malen. Nicht jeder der beschnitten wurde ist für den Rest seines Lebens unglücklich mit seiner Sexualität. Die Anzahl der Männer die allerdings große Probleme nach der Beschneiung haben ist signifikant und man möchte nicht (wie mich zum Beispiel) zu Ihnen gehören. Besonders dann wenn man keine Probleme mit seiner Vorhaut hat. Hier gilt wirklich der Berühmte IT Spruch: "Never change a running system."

    Hi Snoop2576,

    Ich verstehe nicht ganz, warum du nicht nur eine Frenulumplastik (wobei das Vorhautbändchen durchtrennt und verlängert wird) durchführen lässt. Deine Vorhaut muss dafür nicht entfernt werden. Selbst wenn Sie recht lang ist! Leider sehen viele Urologen in langen Vorhäuten einen Beschneidungsgrund, dieser Entschluss rührt aber aus mangelndem Wissen über die Vorhaut. Ein stark verbreitetes Problem unter Urologen. Du kannst das Bändchen übrigens auch einfach nur durchtrennen lassen.

    Bei einem zu kurzen Bänchen (frenulum breve) musst du also nicht auf deine Vorhaut in Zukunft verzichten! Du kannst hier alles noch einmal nachlesen: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Frenulum_breve

    Lg Yelock