Juden betrachten sich schon immer - unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit - als ein Volk, wobei der Ausdruck Volk hier wohl besser als "Schicksalsgemeinschaft" zu vestehen ist.
Beiträge von B.O.Bachter
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Zitat
Wenn alle Regeln, die es für solche Volksabstimmungen gibt – Unterschriftenlisten, Fristen und so weiter – wenn das alles eingehalten wird, sehe ich keinen Grund, warum das Volk nicht auch über die Beschneidung abstimmen sollte.
Montag ist Rechtsanwalt, daher wundert mich dieses Statement einigermaßen. Wie kann es über das Recht auf körperliche Unversehrtheit eine Volksabstimmung geben??? -
Unstrittig ist hingegen, daß die drei monotheistischen Religionen fordern, daß Leben und Gesundheit geschützt werden.
Nicht umsonst ist eine der zentralen Forderungen des Islam:" Lies!"
Ich habe gelesen, und zwar das Spiegel-Interview aus dem Jahr 1997 mit einer führenden islamischen Autorität:
DER SPIEGEL 43/1997 -
Wir lieben den TodEr empfindet das "höchste Gefühl der Freude", dass sein Sohn als Märtyrer gestorben ist und hofft, dass sein zweiter Sohn das gleiche Schicksal erleidet. Manche werden natürlich einwenden, dass er die Religion "missbraucht", was ich überhaupt nicht abstreiten will. Aber zu behaupten, es sei unstrittig, dass "die drei monotheistischen Religionen fordern, daß Leben und Gesundheit geschützt werden", ist schlicht und einfach Schönfärberei. Schließlich versprechen alle drei Religionen ein besseres Leben im Paradies/Jenseits, allein dadurch wird der Wert des diesseitigen Lebens relativiert. Wozu das im Extremfall führen kann, siehe hier:
Was ich jetzt sage,
ist religiös begründet: Wir sind Gottesgläubige, und nach unserem
Glauben beginnt der Märtyrer ein neues, viel schöneres Leben im
Paradies. Er nimmt eine besondere Stellung bei Gott ein.Zum Zweck der Ausgewogenheit: Israelische Soldaten beim Gebet (bei der Operation "Cast Lead"), zum Schutz des Lebens?
Gaza: Israel forciert Bodenoffensive - SPIEGEL ONLINE - Politik -
Google sei dank weiß ich jetzt, dass es die Betonkommunisten-Partei DKP noch gibt, für die Alexander Wolter kandidiert.
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Predigt:
Freiheit wollte er schon den Juden bringen, als er damals über diese Erde ging. Freiheit wovon? Freiheit vom Gesetz! (-> den +600 Vorschriften aus der Tora)Bergpredigt:Mt. 5, 19:Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.
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Interessant, die Bergpredigt gilt offensichtlich nicht mehr.
(etwas nach unten scrollen)
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Liberal-islamisch bedeutet...
- auf eine vernunftoffene Gläubigkeit vertrauen, der Verstand ist ein Geschenk Gottes
- anderen Positionen mit Respekt und Wertschätzung begegnen
- Widersprüche aushalten können
- historische, kulturelle, biographische und soziale Kontexte berücksichtigen
- nicht Beliebigkeit
- das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit voraussetzen
- jedweden Absolutheitsanspruch zu reflektieren, relativieren oder gar darauf zu verzichten
- Entwicklung und Wandel als gesellschaftliche Dynamik annehmen
- für eine freie und selbstbestimmte Lebensgestaltung in Verantwortung vor dem Schöpfer eintreten
- Entmytologisierung als Hilfestellung zur Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem sehen
- nicht nach der Form, sondern nach dem Sinn fragen
Siehe hierund hier:
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Interessant ist auch, dass der Schund in einem traditionell katholischen Verlagshaus erschienen ist.
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Und Ihr könnt Euch auf den Kopf stellen, aber die Hölle wird eher zufrieren als daß die Leute sich nun vor die Stirn hauen und rufen:" Oh, ja sicher. Natürlich bin ich ein unmündiger Mensch, der seinen Kindern im Namen eines Märchenbuches schlimmen Schaden zufügt. Gut, daß die Atheisten mir endlich, endlich gesagt haben, wie es wirklich ist!"
Okay, und was muss denn dann zufrieren, damit die Leute sich nun vor die Stirn hauen und rufen: "Oh, ja sicher. Natürlich ist die Beschneidung Unrecht an Kindern, wie konnten wir das nur 3500 Jahre lang übersehen. Gut, daß mir BVJ endlich, endlich gesagt hat, wie es wirklich ist!" -
Liebe Ava,
ich wäre dir dankbar, wenn du es unterlassen könntest, "ad hominem" zu argumentieren.
Ich will niemand seinen Glauben ausreden, sondern weise lediglich darauf hin, dass die Widersprüche (von denen du selber einen angesprochen hast) zum großen Teil dafür zuständig sind, dass wir "dieses" Problem überhaupt haben.
Welche Konsequenzen der einzelne daraus zieht, bleibt ihm überlassen. Wenn du es für sinnvoll hältst, kannst du z. B. gern versuchen, Juden von der richtigen Interpretation der Tora zu überzeugen. Wo da dann noch der Unterschied zum "Glauben ausreden" besteht, beurteilst du am besten selbst.
Schönen Sonntag!
B.O.Bachter -
Das Justizministerium ist wie alle anderen an die Richtlinien des Bundeskanzlers/BundeskanzlerIn gebunden.
Beschlossen werden kann das Gesetz nur durch Abstimmung im Bundestag.
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Okay Ava, dann formuliere ich die Frage - im Kontext dieses Forums - anders:
Woher soll ein gläubiger Jude die Erkenntnis nehmen, dass Beschneidung Unrecht ist.
Offensichtlich nicht aus der Thora, denn da steht ja bekanntlich das Gegenteil drin.
Ergo MUSS es eine der Thora (bzw. dem Glauben an sie als göttliche Botschaft) überlegene Instanz geben, die diese (zumindestens teilweise) ausser Kraft setzt oder relativiert. Ich nenne es mal die Vernunft. Wäre es dann nicht besser/einfacher, sich ausschließlich auf die Vernunft zu verlassen?
Mit dem Glauben an Gott hat das alles nichts zu tun, denn - selbst wenn es ihn gäbe - kennen wir seine Absichten oder Eigenschaften nicht. Die Diskussion darüber ist in der Tat sinnlos.
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Und was überhaupt nicht verständlich ist,daß einige, die sich die Deutungshoheit gesichert haben, bestimmen können, was wörtlich zu nehmen ist und was nicht- und die Mehrheit läuft einfach hinterher...
Gute Frage, wer soll denn bestimmen, was wörtlich zu nehmen ist und was nicht? Und noch wichtiger: anhand welcher Richtlinien wird das beurteilt? Die Religionen selber scheinen diese Frage ja nicht zu beantworten, sonst gäbe es das Problem ja gar nicht. Folglich glauben wir daran, dass der Mensch selber fähig ist, zu beurteilen, welche "Inhalte" der Religionen er für zutreffend hält oder nicht. Womit wir bei der Frage wären, wofür man dann Religionen überhaupt noch braucht, wenn ihre göttlichen Botschaften erst vom Menschen redigiert werden müssen. -
Eigentlich merkwürdig, weil meine jüdischen Freunde immer sagen: "Wenn drei Juden zusammensitzen, gibt es vier Meinungen".
Ach Werner,der Ruf nach Toleranz ist doch (auf Grund seines Charismas) völlig überstrapaziert und dient fast nur noch der Manipulation. Er kommt in letzter Zeit immer dann zum Vorschein, wenn dem, der sie fordert, ansonsten keine guten Gründen mehr einfallen.
Das Verlangen von Toleranz ist mit Sicherheit dann Fehl am Platz, wenn die in Frage stehende Verhaltensweise verwerflich ist. Nur um letzteres geht es bei der Beschneidungsdebatte. Die Diskussion auf die Toleranzebene zu verlagern ist wieder einmal extrem schlechter Stil.
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es sei denn, man würde Religion nicht mit Glauben definieren.
Es ist in der Tat so, dass der Begriff Religion nicht exakt definiert ist (weshalb ich auch seine Verwendung im GG für problematisch halte).
Für mich ist Religion institutionalisierter Glaube, insofern besteht also tatsächlich ein Unterschied.
Ansonsten stimme ich deiner Überschrift zu. In dem Artikel steht so viel Unsinn auf einem Haufen, dass es buchstäblich unGLAUBlich ist.
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Aber wir kommen ja gar nicht dazu, darüber in Ruhe miteinander zu diskutieren, auch in der jüdischen Gemeinde, weil ständig Leute mit dem Finger auf uns zeigen und uns schulmeisterlich als Kinderschänder beschimpfen, oder die Beschneidung mit Folter und Verstümmelung gleichsetzen und von blutigen Ritualen schwadronieren, was mit der geübten Beschneidungspraxis nichts zu tun hat.
Wir Juden brauchen auch keinen Nachhilfeunterricht in Sachen Kindesliebe. So ein aggressiv aufgeladenes Klima schafft bestimmt keine Freiräume, in denen die eigenen Traditionen überdacht werden können. Und es ist dieses Klima, das mir Sorgen macht. Die Aggressivität und Intoleranz nimmt zu.Jedenfalls wissen wir jetzt, wie wir helfen können, den innerjüdischen Dialog entscheidend voranzubringen: das Maul halten.
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Ebenso bleibt es das Geheimnis von Volker Beck, wie er sich noch ein Jahr zuvor mit Verve in den Kampf gegen den Katholizismus werfen konnte, als er in den Äußerungen des Papstes gegen die Ehe von Homosexuellen einen „Angriff auf den säkularen Verfassungsstaat” sah.
Die doppelten Standards der GRÜNEN, wenn es um Religion (und die speziellen Belange ihrer Lieblingsreligion) geht, überraschen mich nicht im geringsten.
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Eine Träne im Ozean.
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Mal wieder ein Prachtstück ausgewogener Berichterstattung. Die Fotostrecke ist auch gut. Man sieht alles, nur nicht, worauf es ankommt.