Hallo Baba,
ich kann viele Deiner Schilderungen nachvollziehen, etwa dass der Sex mühsam ist. Zeit meines Lebens fand ich auch immer die Reibung der Eichel an der Kleidung und den Schamhaaren unangenehm.
Ich bin als Säugling beschnitten worden und habe mich erst mit 39 Jahren ernsthaft gefragt, was es mit der Beschneidung auf sich hat – durch reinen Zufall kurz bevor das Gerichtsurteil in Köln gefällt wurde und die Diskussion losbrach. Da meine Frau und ich Kinder haben möchten, fragten wir uns, ob wir unseren Sohn beschneiden lassen würden und ich war zuerst noch dafür – aus den üblichen dämlichen Gründen (Hygiene, vermindertes Infektionsrisiko, usw) Ich recherchierte aber dann einmal zu dem Thema und erschrak dann, als ich die ganzen Informationen fand. Seitdem bin fassungslos darüber, was einem mit der Beschneidung eigentlich genommen wird und dass es sich hierbei um eine alltägliche Praxis handelt, die mal medizinisch und mal religiös begründet wird. Vermutlich trug zu dem Schrecken nicht unerheblich bei, dass ich das Ganze viele Jahre unhinterfragt akzeptierte.
Jetzt frage ich mich, wie man etwas dagegen tun kann, dass Generationen von Jungen, beschnitten werden. Aus Diskussionen mit Freunden weiß ich, dass Aufklärung über die medizinischen Fakten sehr hilfreich ist. Da haben einige doch sehr gestaunt. Auch die Kommentare zu den Artikeln, die zu dem Thema erscheinen, machen Mut.