Beiträge von Edward

    Zitat

    Und jetzt haben wir einen Zustand der noch schlimmer ist als zuvor.

    Gut gesagt. Wohl wahr, so sieht das leider aus. Mit dem Alternativentwurf (Rupprecht, Dörner usw., Drucksache 17/11430 vom 08.11.2012) wäre die Lage auf gewisse Weise sogar noch schlimmer als jetzt, denn Kinderrechtler und Intaktivisten wären zu Mitwissern, Legalisierern und faktischen Beschneidungskomplizen am (beispielsweise völlig schariakonformen) Zerstören intakten Genitalgewebes von vierzehnjährigen oder fünfzehnjährigen Jungen aus sogenannten muslimischen Familien geworden.

    Ein Kompromiss in Sachen genitale Unversehrtheit wäre 2012 gar nicht nötig gewesen und verbietet sich auch heute. Im Gegenteil, die Beschneidung (jede) beschädigt das Wohlergehen / Kindeswohl, der Arzt aber darf dem Patienten nicht schaden (Hippokrates jedenfalls Amtseid; Primum non nocere). Wer als Erwachsener zum Chirurgen jedenfalls eines staatlich finanzierten Hospitals geht und um Amputation eines Körperteils bittet wird (hoffentlich) unbehandelt das Haus verlassen bei der Empfehlung, für seine vermutbare Xenomelie oder BIID (Bodily Integrity Identity Disorder) einen guten Psychologen aufzusuchen .

    Statt als Beschneidungskritiker einen künftigen § 1631d (Rupprecht, Dörner et al., Drucksache 17/11430 vom 08.11.2012) abstimmen zu lassen ...

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/114/1711430.pdf

    ... hätte man den damals jedem Akteur seit Monaten bekannten Entwurf zu einem zu schaffenden § 1631d (vom 20.07.2012) verwenden können

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/

    Zitat

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung. 


    Man kann es zum Glück immer noch. Der seit dem verhängnisvollen 12.12.2012 bestehende § 1631d ist zu kippen.

    Man müsste als Bundestagsabgeordneter allerdings zugeben, sich 2012 über das Thema MGM getäuscht zu haben. Nun, da werden wohl noch ein paar Jahre vergehen, die Innehaber der Macht geben Fehler erfahrungsgemäß äußerst ungern zu.

    10.000 bis 20.000
    http://www.noharmm.org/advantage.htm

    Zitat

    zwischen 10000 und 20000 spezialisierter erotogener Nervenendenverschiedener Typen 

    http://www.beschneidung-von-jungen.de/home/infos-fue…ufklaerung.html

    Entscheidender als die uns Laien zur Stunde möglicherweise gar nicht überprüfbare Anzahl von Tastkörperchen (Meissner-, Vater-Pacini-, Merkel- und Ruffini) ist, dass es sie nur in Brustwarze, Zunge, Fingerspitze, Klitoris und präputialem Gefurchtem Band (inklusive Frenular Delta) gibt - dass die MGM vermutlich so viel kaputtmacht wie die Klitorisamputation (FGM Typ Ib).

    Jeder der 2012 auf "vierzehn Jahre" (Bundestags-Alternativentwurf) gegangen ist war bereit, den Jugendlichen in sein Verstümmeltwerden ganz "genitalautonom" einwilligen zu lassen. Anne Lindboe lässt sich unwidersprochen zitieren, den Informed Consent jedem Dreizehnjährigen zuzugestehen.

    Zitat

    “LET BOYS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED”

    Das ist Genital Autonomy, Tahsins Beschneidungsfest oder Skandinaviens Kinderrechtsbeauftragte. Hundert Prozent schariakompatibel.

    Auch der Vierzehnjährige oder Fünfzehnjährige hat keine Erfahrung aus eigenem ERWACHSENEM sexuellem Erleben und ist damit nicht einwilligungsfähig.

    Man denke an die Anti-FGM-Debatte im London dieser Tage, das fahrlässige Gerede von der Genitalautonomie (Boulder / Colorado 2014) muss genau da hinführen:

    Zitat

    “LET GIRLS DECIDE FOR THEMSELVES WHETHER OR NOT THEY WANT TO BE CIRCUMCISED”

    Was die Kinder-Ombudsleute aus Norwegen usw. in Oslo allen Ernstes gedacht und gesagt haben, läuft auf die (beispielsweise islamische) Beschneidung hinaus:

    Zitat

    We ask the Nordic governments to take the necessary steps towards ensuring that boys get the right to decide for themselves whether or not they want to be circumcised.
    Oslo, 30th of September 2013
    Signed by
    Anne Lindboe, Norwegian ombudsman for children

    Ich will nicht, dass sich Mädchen ODER Jungen dafür entscheiden dürfen, genital verstümmelt zu werden oder nicht. Deshalb Nein zur genital autonomy (unter achtzehn Jahren) und Ja zur Genital Intactness.

    Genitale Autonomie halte ich, als Konzept gegen FGM / MGM, für ungeeignet, weil sie die autonome Entscheidung auf die Sünnet (khitân) beinhalten kann, wie etwa der Kinderfilm Tahsins Beschneidungsfest (KiKA) einem großen Publikum verdeutlichte.

    Zitat

    Der springende Punkt ist die Forderung nach der genitalen Selbstbestimmung.

    Solange der junge Mensch (Mädchen oder Junge) unter achtzehn Jahre alt ist, dürfen wir ihm gerade keine "genital autonomy" geben, sondern haben seine GENITAL INTACTNESS zu sichern. Denn ob südafrikanische Xhosa-Initiation, afrikanische Bill-Gates-finanzierte VMMC oder islamische Khitân (türk. sünnet), die meisten Jungen werden (nun, müssen es) behaupten, die MGM freiwillig über sich ergehen zu lassen.

    MGM als Genitalzerstörung zu besprechen mag erst einmal schockieren ... doch mindestens eine "Teilzerstörung" findet statt und bei den bis zu Eichelamputation, Penisamputation oder Tod reichenden Komplikationen eine ziemlich uneingeschränkte Zerstörung des Genitals. Jede Beschneidung (Mädchen oder Junge) zielt ja gerade darauf ab kaputtzumachen, weshalb ich dazu neige, erschreckend unbeschönigt von Zerstörung zu reden. Die Amputation der bis zu 20000 Nervenendigungen (der Klitoridektomie vergleichbar) mit jedem bei der MGM abgetrennten Präputium kam im Deutschen Bundestag 2012 nicht zur Sprache, obwohl jeder Bundestagsabgeordnete genau informiert worden war.

    Stichwort genitalautonom. Es ist ein erklärlicher, verweifelter Versuch der Kompensation (anders gesagt: es ist eine Lebenslüge) männlicher Beschnittener vor allem der Säuglingsbeschneidung oder Kleinkindbeschneidung, von sich zu sagen: "Ich hätte zur Beschneidung Nein gesagt wenn man mich als Elfjährigen oder Vierzehnjährigen gefragt hätte, ganz bestimmt hätte ich das!" Der filmische Fall Tahsin - und alle die realen tagtäglichen Beschneidungen an Jungen oder Mädchen überall auf der Welt - beweisen uns doch wohl eher das Gegenteil, der soziale Druck wird geleugnet oder gar nicht als die Autonomie störend wahrgenommen, der gefälligst heldenhafte oder gefälligst gesundheitsbeflissene Junge lässt sich bereitwillig beschneiden, glaubt an den gottgewollten oder Prophylaxe-orientierten Nutzen der Vorhautamputation. Von Xhosa (traditionell durchweg 15- oder 16-jährig) bis zur VMMC, die ebenfalls Fünfzehn- oder Sechzehnjährige "erreichen" soll, die männlichen Jugendlichen sagen eben nicht "Nein". Sie sagen Ja.

    Ob FGM oder MGM, Schluss mit dem Gerede von der genital autonomy.

    Quelle SWP / Haller Tagblatt funktioniert ggf. so besser:

    http://www.swp.de/ulm/nachrichte…art4306,2716613

    Danke R2D2 für das eröffnete Thema und die wichtigen Pressehinweise.

    Schön, dass Großbritannien den Kampf gegen die weibliche rituelle Genitalzerstörung aufnimmt. Aber sind Jungen Kinder zweiter Klasse? Bei der verharmlosend Beschneidung genannten Vorhautamputation am Körper des männlichen Minderjährigen wird vermutlich genau so viel sensibles Gewebe kaputtgemacht wie bei der FGM vom Typ Ib (Klitoridektomie) oder Typ II (Amputation der Labien).

    Wir sollten endlich nicht mehr nur von FGM oder MGM sprechen, sondern die gesamte Menschheitskatastrophe der HGM zurückweisen, das ist die Human Genital Mutilation. Sicherlich reden und arbeiten Menschenrechtsuniversalisten immer auch gleichheitsfeministisch, doch dass in dieser Woche Jungenverstümmelung global beworben wird (20th International AIDS Conference in Melbourne, Australia) und Mädchenbeschneidung global bekämpft werden soll (Girl Summit 2014, London), diskriminiert eine Hälfe der Bevölkerung, ist jungenfeindlich und männerfeindlich.

    Wenn er wirklich ernsthaft etwas gegen die FGM machen wollte, müsste Herr Cameron vermutlich doch wohl explizit und unmissverständlich die Muftis und Scheiche der schafiitischen Rechtsschule des Islam kritisieren, die etwa in Indonesien, Malaysia, Kurdistan und Somalia sowie für erheblich große (Bevölkerungs-)Teile Ägyptens definieren, was religiöse Pflicht ist und fordern, dass Mädchen UND Jungen zu "beschneiden" ( = zu verstümmeln) sind:

    Zitat

    Circumcision is obligatory upon men and women according to us (i.e. the Shafi’is). (Majmu’ of Imam An-Nawawi 1:164) The circumcision is wajib upon men and women according to the rājih qawl of Shāfiʿī madhhab. In a situation a woman is in her advanced age, it is not permissible to circumcise her if it may harm her (al-Rauḍah of Imam An-Nawawi: 3: 384).

    http://www.shafiifiqh.com/what-is-the-ru…sion-for-women/

    Zitat

    The Arabic word bazr does not mean "prepuce of the clitoris", it means the clitoris itself (cf. the entry in the Arabic-English Dictionary). The deceptive translation by Nuh Hah Mim Keller, made for Western consumption, obscures the Shafi’i law, given by ‘Umdat al-Salik, that circumcision of girls by excision of the clitoris is mandatory. This particular form of female circumcision is widely practiced in Egypt, where the Shafi’i school of Sunni law is followed. 

    http://answering-islam.org/Sharia/fem_circumcision.html

    Angewandte Religion (Islampraxis) in Indonesien

    http://www.nytimes.com/2008/01/20/mag…ion-t.html?_r=0

    http://www.nytimes.com/slideshow/2008…SHOW_index.html

    Die Bill-Gates-finanzierte Propagandamaschine muss doch einfach noch mehr Erfolg haben. Ködern und locken mit allen Mitteln.

    Zitat

    Länder, die sich bisher mit Kampagnen für die Beschneidung zurückgehalten hätten, sollten keine Bedenken mehr haben, hob Forscherin Nelli Westercamp in einer Erklärung zu der Studie hervor, die im Online-Fachjournal "AIDS and Behavior" erschien.
    Bei der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne wurde zugleich von Experten empfohlen, den Männern Essensgutscheine anzubieten, um eine Beschneidung zu befördern. Denn Wissenschaftlern zufolge werden viele Männer in Afrika von dem Eingriff abgehalten, weil sie Lohnausfälle befürchten und die Kosten für die Fahrt zur nächsten Klinik scheuen. 

    http://www.wochenblatt.de/nachrichten/we…ds;art29,254447

    Nelli Westercamp

    http://www.researchgate.net/profile/Nelli_…mp/publications

    Offensichtlich durchaus weit verbreitet unter afrikanischen neu Beschnittenen ist die Fehlannahme, sie seien jetzt gleichsam mit einem unsichtbaren Kondom ausgerüstet

    Zitat

    Most men, after circumcision, harbour the false impression that they have been equipped with an invisible condom, he added.
    “It is a worrying development that at a time when we are promoting male circumcision as a preventive measure to combat HIV, we are recording a high prevalence rate amongst the group that has been circumcised largely due to uninformed risky compensation behaviours,” he said.
    “Most people forget that being circumcised will only safeguard a person from contracting HIV up to a certain percentage and they are still at a 40 percent risk of contracting the virus.
    “What we encourage everyone, circumcised or uncircumcised, is to practise safe sex all the time.”

    http://www.nac.org.zw/news/circumcis…d-hiv-infection

    Zitat

    In this paper, we will expose the lack of scientific evidence, biological plausibility, and epidemiological evidence that provides the foundation for the circumcision solution. We will demonstrate how circumcision will likely increase the number of heterosexually transmitted HIV infections.
    Robert S. Van Howe, Michelle R. Storms: How the circumcision solution in Africa will increase HIV infections In: Journal of Public Health in Africa 2011; 2:e4, doi:10.4081/jphia.2011.e4 

    http://www.publichealthinafrica.org/index.php/jphi….2011.e4/html_9

    Indirekt wird dadurch, dass man den Mann um legendäre sechzig Prozent schützen will, die Frau als Quelle der Krankheit betrachtet - gar nicht günstig für von Magie / Geisterglaube und von Machismo / Männlichkeitsverrherrlichungs-Kult geprägte Regionen.

    Dazu wird offensichtlich regelmäßig übergangen, dass der angebliche 60-%-Schutz ja nur einen einzigen Geschlechtsakt betrifft - eben: den ersten Sex nach der Beschneidung. Nun aber zeigt sich die anwachsende Tödlichkeit des Trommelrevolver-Risikos (jedes Mal d. h. für jeden Geschlechtsverkehr die imaginierte Pistole mit vier Patronen neu geladen; die Trommel jedes Mal nach dem Rouletteprinzip neu gedreht) ... von den vier Patronen im zehnschüssigen Colt: Man(n) hat Lust auf den erneuten Sex, und nur von der verbliebenen "Größe Überleben / Nichtinfektion" besteht jetzt nur noch (wissenschaftlich ohnehin prekärer) sechzigprozentiger Schutz. Und immer so weiter, sehr bald hat jeder den HI-Virus.

    Einmal Russisch Roulette überleben - wahnwitzig wer spielt, aber es kann mathematisch-nüchtern funktionieren. Jeden Tag das Spiel "Von zehn Mann überleben sechs" zu spielen ... ist hochwahrscheinlich sehr bald lebensgefährlich (HIV-infizierend). Nicht Beschneidungsmesser schützen vor AIDS, sondern Kondome.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Russisch_…_Manipulationen

    Und die Probleme beginnen ja erst, denn Beschnittene tendieren zu risikoreichen Sexpraktiken (nicht zuletzt weil sie mit Kondom jetzt ärgerlich wenig spüren) wie der geringeren Verwendung von Kondomen:

    Zitat

    Circumcision changes sexual behavior. Circumcised men have a greater tendency to engage in riskier, "more highly elaborated" sexual practices.31 Such behavior includes unsafe sex (less frequent use of condoms, which deaden sensation even more for circumcised men; anal sex, or sex with multiple partners). This may contribute to the high rate of HIV infection in the United States, where circumcision rates are still of epidemic proportions.

    http://www.cirp.org/library/disease/HIV/

    "Using the same principle as the Plastibell used in circumcising neonates" (Millard 2012), PrePex beruht auf dem bekannten Prinzip der für Neugeborene genutzten Verstümmelungstechnik Plastibell.

    http://www.samj.org.za/index.php/samj/article/view/5419/3926

    Die neueste Schrei der gleichbleibend ethisch widerlichen Geschlechtsorgan-Kapputtmach-Technik kommt auf der Unternehmens-Homepage überwältigend professionell daher:

    http://prepex.com/prepex-in-the-media/press-coverage/

    http://prepex.com/

    Das wie die Messerklinge der afrikanischen FGM-Beschneiderin oder die europäische Hexen-Folterzange ins Museum gehörende Peniszerstörungswerkzeug hat einen Eintrag bei Wiki

    http://en.wikipedia.org/wiki/Prepex

    Der Weiße Mann bringt seiner Kolonie Wohltaten ... immer mehr sinnlose Hoffnungen, Glasperlen und Zirkumzisionen den Afrikanern.

    Ban the circumcision of all males under the age of 18 years old.

    "Be a hero, don’t circumcise your son."

    http://eifelginster.wordpress.com/2014/02/15/373/

    Neurologically, the most specialized pressure-sensitive cells in the human body are Meissner’s corpuscles for localized light touch and fast touch, Merkel’s disc cells for light pressure and tactile form and texture, Ruffini’s corpuscles for slow sustained pressure, deep skin tension, stretch, flutter and slip, and Pacinian corpuscles for deep touch and detection of rapid external vibrations. They are found only in the tongue, lips, palms, fingertips, nipples, and the clitoris and the crests of the ridged band at the tip of the male foreskin. These remarkable cells process tens of thousands of information impulses per second and can sense texture, stretch, and vibration/movement at the micrometre level. These are the cells that allow blind people to “see” Braille with their fingertips. Cut them off and, male or female, it’s like trying to read Braille with your elbow.
    Gary Harryman

    "Die Meissner-Körperchen reagieren auf Druckveränderungen. Sie zählen zu den schnell adaptierenden (RA) Mechanorezeptoren, feuern also nur während der Veränderung der Reizstärke. Sie sind Geschwindigkeitssensoren, die das Eindrücken der Haut als Druckveränderung signalisieren, sich aber der neuen, tieferen Position des eindrückenden Objekts anpassen, und somit keine weiteren Signale mehr abgeben. Die Adaptation an einen gleichbleibenden Druckreiz findet sehr schnell, innerhalb von 50-500 ms, statt. ...
    Der Tastsinn der Haut wird durch weitere Mechanosensoren vermittelt, die auf bestimmte Reize spezialisiert sind: so reagieren die Merkel-Zellen auf Druckintensität, Ruffini-Körperchen auf Dehnungsreize und die Vater-Pacini-Lamellenkörperchen auf Vibration."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Meissner-K%C3%B6rperchen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lamellenk%C3%B6rperchen

    Danke R2D2 für den wichtigen Hinweis.
    Der christliche Ehemann Duncan Ng’ang’a musste sich beschneiden lassen, seine Ehefrau und sein eigener Vater forderten das.
    Die durch USA und globale Schariabewegung genitalverstümmelungsbezogen ausgesprochen parawissenschaftlich angesteuerte WHO spielt eine verhängnisvolle Rolle beim Zementieren der stets schädlichen Amputation des sensibelsten männlichen Körperteils - auch und gerade bei den traditionell beschneidenden Ethnien wie hier den Kikuyu. Nebenbei wird Druck auf die nichtbeschneidenden Gruppen wie die westkenianischen Luo ausgeübt, was (leider altbekannten) hexenjagd- und pogromhaften Stimmungen nahe kommt - auch das alles verschärft durch die faktenwidrigen, menschenrechtswidrigen und damit politisch verantwortungslosen Anti-AIDS-Kampagnen.
    Residents also called Ng’ang’a's father who lives in Naivasha. He gave them his blessing saying it’s a rite each and every Kikuyu man must pass through.

    http://www.the-star.co.ke/news/article-1…nd-circumcision

    Der genital Intakte gilt bei den überwiegend christianisierten Kikuyu (ebenso wie bei den scharia-treuen Muslimen aller Welt) nicht als vollwertiger Mann (der islamischen Rechtsschule der Schafiiten ist die Jungenbeschneidung und Mädchenbeschneidung religiöse Pflicht).
    Die dreizehn- oder vierzehnjährigen Jungen der Kikuyu (13 or 14-year-old boys) wollen dazugehören und zwar als "richtiger Mann" und lassen sich daher, man vergleiche die Jungen aus islamisch geprägten Familien (s. Tahsins Beschneidungsfest; KiKA), leider ganz leicht zum Beschnittenwerden überlisten
    in modern Kikuyu culture, and that is the role of circumcision as a rite of passage for 13 or 14-year-old boys, often carried out in hospitals

    http://www.theeastafrican.co.ke/magazine/Immature+man+The+true+meaning+of+kihii/-/434746/1129676/-/pvvsf3z/-/index.html

    Die Region des antikolonialen Mau Mau-Aufstandes fordert die (hinsichtlich des Sensitivitätsverlustes mit der MGM durchaus vergleichbare) Klitorisamputation (FGM-Typ Ib) bzw. zusätzliche Labienamputation (FGM-Typ II) oder sogar noch mehr verstümmelnde Formen (FGM Typ III). Gegen das koloniale FGM-Verbot brachte die Gruppenidentität / der Gruppendruck die Mädchen dazu, stolz und kampfbereit auszurufen:
    Ngaitana - Ich werde mich selbst beschneiden!

    It usually involves removal of the clitoris, and may also involve removal of the inner and outer labia
    'Ngaitana (I will circumcise myself)

    http://en.wikipedia.org/wiki/Female_circumcision_controversy_(Kenya,_1929%E2%80%9332)

    Be a hero, don't circumcise your son.
    Keine Beschneidung unter achtzehn

    Nur der vorletzte Satz: Nein zur Krankenhausbeschneidung auf Kinderwunsch.
    Bitte welches Kind sollte sich sowas wünschen?

    Man mag es kaum glauben, aber leider gab und gibt es den Kinderwunsch auf genitales Verstümmeltwerden unter Mädchen (FGM) wie Jungen (MGM) immer wieder und in aller Welt, die sehnen sich nach Initiation (kulturell pervertierter Wunsch nach Zugehörigkeit) und wollen Ngaitana rufen oder Ndiyindoda. Wir Volljährigen müssen diesem Wunsch (jaja, genital autonomy ...) ganz intolerant entgegentreten, für Minderjährige sind auch Pornofilm oder hochprozentige alkoholische Getränke schlicht juristisch tabu.
    Wer dem Kind die FGM oder MGM "genital autonom" überlässt, kann auch den Wunsch auf Heirat oder Sex des Kindes nicht verweigern - genau das haben wir Erwachsene nicht zuzulassen.
    Es ist leider sehr leicht, den Jungen im Kindergarten- oder Grundschulalter zur MGM zu überlisten.
    Ich verwende einerseits den Begriff von Kind, den die UN-Kinderrechtskonvention feststellt (Die Konvention (Übereinkunft) definiert Kinder als Menschen, die das 18. Lebensjahr nicht abgeschlossen haben); auch damit bin ich wieder bei der in meinem Vortragstitel geforderten Altersgrenze achtzehn.
    Andererseits denke ich an Tahsin (KiKA) und seinen kleinen Bruder, die beide unbedingt beschnitten werden wollten, um endlich ein echter Mann zu sein.
    Zum Dritten gab es 2012 viel verantwortungsloses Gerede unserer Politiker, die alle den Minderjährigen irgendwie beteiligen lassen möchten, in seine Verstümmelung einwilligen lassen wollten.
    "Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen" sagte ich vor zwei Jahren und sendete meine Petition jedem (!) Bundestagsabgeordneten:

    20. Juli 2012
    Pet 4-17-07-451-040847

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Personensorgeberechtigten jede rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen (Zirkumzision) oder eines Mädchens (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) im Hinblick auf die Verwirklichung der körperlichen Unversehrtheit des Kindes oder Jugendlichen bis zu dessen Volljährigkeit zu untersagen. Um dem Individuum die Option auf ein Leben mit unversehrten Genitalien und mit der Option auf eine selbstgeschriebene Biographie zu ermöglichen, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, ob eine lebenslange Sexualität mit oder ohne Präputium (Junge) oder Klitorisvorhaut (Mädchen) verwirklicht wird, möge der Bundestag beschließen, in das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Familienrecht Abschnitt 2 Verwandtschaft Titel 5 Elterliche Fürsorge § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge einzufügen:

    § 1631d
    Verbot der rituellen Genitalmutilation

    Die Eltern können nicht in eine rituelle, medizinisch nicht indizierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) einwilligen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung einwilligen. § 1909 findet keine Anwendung.

    Begründung

    Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ( AEMR, Paris 10.12.1948 ) und das auf ihr beruhende Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949) richten sich zuallererst an den Menschen als Individuum und nicht, wie in der von Stammesreligion, Rechtspluralismus und Initiationsriten geprägten kulturellen Vormoderne, an den Menschen als Angehörigen eines ethnoreligiösen Kollektivs (...)

    http://eifelginster.wordpress.com/2012/07/21/297/