Hallo, ich beziehe mich hier auf meinen alten Thread Triple Inzision in Mannheimer Uniklinik - Ablauf normal? da ich mein Passwort vergessen habe.
Ich war also gestern beim Aufklärungsgespräch für die Triple Inzision in der Mannheimer Uniklinik und es war eine Riesenenttäuschung. Zuerst hat die Ärztin halt die üblichen Fragen zur Krankenvorgeschichte gestellt etc. und als es dann um die Phimose ging hat sie mir direkt gesagt, dass sie die TI normalerweise nicht machen, da es uneffektiv ist und die Wahrscheinlichkeit sehr sehr hoch ist, dass es zu einer erneuten Verengung kommt, weshalb sie mir dringend rät im nächsten Krankenhaus einen Termin zu machen und mich dort radikal beschneiden lassen. Dies sei aus urologischer Sicht das einzig Sinnvolle. Ihre Argumente waren auch:
-Ich solle mal einen Blick auf die Jüdische und Islamische Welt werfen, dort ist auch jeder beschnitten
-90% aller amerikanischen Neugeborenen werden beschnitten
-75% der Weltbevölkerung sind beschnitten und ich stelle somit mit Vorhaut ohnehin eine Minderheit dar.
Zu meiner Sorge bezüglich Desensibilisierung sagte sie, dass es zwar nicht ganz ausgeschlossen werden kann, aber die absolute Ausnahme ist. Sie hat sich die Phimose dann erst alleine angesehen und danach eine weitere Frau (ich glaube sie sagte Oberärztin) hinzugeholt, die mir ebenfalls zur Radikalbeschneidung riet damit ich meine Ruhe habe. Sie erklärten sich dann zwar bereit, die TI zu machen wenn ich unbedingt darauf bestehe, muss aber ein Formular unterschreiben dass sie mir davon abgeraten haben und auf eigene Gefahr etc. Der eigentlich geplante OP-Termin für Freitag ist nun geplatzt, da ich wenn ich eine Vollnarkose will erst an einem neuen Termin dem Narkosearzt vorgestellt werden muss. Ich hatte mich daraufhin erst zu einer lokalen Betäubung bereiterklärt wo zwei Spritzen in die Hoden gesetzt werden, allerdings nur mit vorherigem Medikament, dass schläfrig macht und die Schmerzwahrnehmung hemmt. Das Problem ist, dass ich danach 24 Stunden von jemandem betreut werden müsste was wegen der Entfernung (350km) nicht möglich ist. Also sind wir so verblieben, dass ich irgendwann angerufen werde und nocmal vorbeikommen muss um in Vollnarkose operiert zu werden. Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Ich will nicht von Leuten operiert werden, die nicht voll dahinterstehen was sie tun. Einerseits bringen sie sogar eine eigene Studie dazu raus in denen die Technik nur gelobt wird und dann wollen sie nichts mehr davon wissen
. Kann mir vielleicht jemand einen Arzt per PM nennen, der entweder euch erfolgreich operiert hat oder von dem ihr wisst, dass er Experte auf dem Gebiet ist?Ich komme aus NRW und bin jetzt extra 350km gefahren, weil ich dachte dort wäre die TI mittlerweile die Standardtechnik und ich will nicht nochmal ins Klo greifen...
Danke und mfg