Beiträge von Sabine

    Zitat von »Sabine«



    Es ist mir ganz ganz wichtig, dass ihr bitte nicht denkt, na die Alte steht unter der Fuchtel des Moslems und das arme Kind bekommt alles mit.


    Hallo liebe Sabine,

    nein, ich glaube nicht, dass das jemand denkt. ^^ Es ist von Deiner Seite auch überhaupt nicht so rübergekommen, im Gegenteil. Und mache Dir bitte keine Gedanken darum, wenn es mal ein bisschen geknirscht hat. Alles gut.

    danke, da fällt mir ein Stein vom Herzen.

    Guten Abend,

    konnte leider gestern nicht vorbei schauen, hatte Besuch. Habe eben die Beiträge gelesen. Ich wollte auf keinen Fall, dass jetzt wegen mir, hier Steritigkeiten entstehen. Mir persönlich, und das meine ich auch so, ist vor allem die christliche Religion ein rotes Tuch, diese Einstellung hat aber ganz andere Beweggründe, welche hier nicht rein passen. Mein Mann ist ein gläubiger Mensch, aber wie schon in den früheren Beiträgen beschrieben, praktiziert er den Islam nun nicht genau. Wir beide akzeptieren uns seit dem wir uns kennen so wie wir sind. Bitte seht meinen Mann jetzt nicht als einen verbohrten Islamisten an. Ich möchte hier keinesfalls Partei für meinen Mann ergreifen zu müssen. Es geht um das Thema Beschneidung. Wie gesagt, es war abgemacht, dass unser Junior selbst entscheidet welchen Glauben er annimmt. Ich bin dahingehen konsequent, er ist nicht getauft, also gehört er dem Christentum nicht an. Ich sehe mit der Beschneidung eine konkrete Zugehörigkeit entweder zum Islam oder Judentum. Dies habe ich auch meinen Mann in der Vergangenheit so gesagt, und dass dies ja unserer Abmachung widerspreche, denn nach der Beschneidung wäre ja unser Sohn, nach der islamischen Ansicht, ja nun ein Moslem. Mein Mann entgegnete mir, dass für ihn die Beschneidung nicht mit der Religion primär zu tun hätte, sondern mit der Tradition. Hier haben ich wenigstens eine klare Aussage. Seine Eltern üben keinen Druck aus, sie fragen auch nicht nach. Den Druck macht sich mein Mann selbst, so mein Empfinden. Er wechselt das Thema ganz schnell, wenn einer seiner Freunde ihn fragt, ob Junior schon beschnitten ist. Er kann oder will nicht hier einfach sagen, dass wir als Eltern es so beschlossen haben.
    Es ist mir ganz ganz wichtig, dass ihr bitte nicht denkt, na die Alte steht unter der Fuchtel des Moslems und das arme Kind bekommt alles mit. Ich möchte mich nicht rechtfertigen, aber es mir eine Herzensangelegenheit, dieses Bild hier zu zerstreuen. Wir als Eltern haben den Konflikt, nicht unser Sohn. Wir haben diesbezüglich mit ihm nocht nicht gesprochen, wie denn auch, wenn wir als Erwachsene es ja noch nicht mal auf die Kette bekommen, dieses Thema unvoreingenommen zu behandeln. Dahingehend ist mein Mann sehr sensibel.
    Derzeitig ist das Thema Beschneidung seit einigen Monaten auf Eis, ich möchte mich aber vorbereiten seine Einstellung zu ändern bzw. zu überdenken, daher auch meine Anmeldung hier.
    Ein Vorredner, entschuldigung, dass ich auf den Namen nicht komme, hat die Frage gestellt, ob ich generell gegen die Beschneidung oder ob gegen die Beschneidung bei Kindern bin. Das zweite trifft auf mich zu. Ein mündiger Erwachsener kann mit seinem eigenen Körper machen was er möchte. Es kann aber nicht sein, dass wir über die Kinder hinweg entscheiden. Ich werde nun in aller Ruhe das Material durchstöbern. Vielen Dank

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    vielen Dank. Werde mir die Sachen anschauen

    Guten Abend,

    ich muss euch schreiben, dass man mich nicht so leicht sprachlos macht bzw, erleben kann, aber euer Einsatz und Verständnis machen mich sprachlos. :thumbup: Danke!

    Ich habe hier alles Niedergeschriebene aufgesaugt und möchte euch dazu meine persönlich Meinung bzw. auch die mögliche Reaktion meines Mannes darstellen.

    Also ich kenne meinen Mann seit 23 Jahren, ja ich weiß, man war ich da jung :whistling: Seit dieser Zeit gehen wir durch dick und dünn. Aufgrund der kulturellen Unterschiede mussten wir beide viel erkämpfen. Jetzt nach Jahren, man es hört sich an, als ob wir schon alte Säcke wären, hat sich alles zu positiven gewandelt. Seine Familie macht kein Druck, er ist die treibende Person, was die Beschneidung es angeht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass meine Schwiegereltern mich recht gut kennen und wissen, dass wenn ich gegen etwas bin, ich es nicht aus Boshaftigkeit mache, sondern eher, dass ich dafür Gründe habe. Was ich aber definitiv sagen kann ist nämlich, dass mein Mann bestimmt, seinen Eltern nicht klipp und klar gesagt hat, dass ich gegen die Beschneidung beim Kind Bedenken habe. Ich soll meine Bedenken gegenüber seinen Eltern nicht äußern. Ich kann hier seine Unsicherheit nicht verstehen, er müsste nämlich ein Profi sein sich bei seinen Eltern durchsetzten zu können, schließlich hat er sich für Uns entschieden und hat seinem Papa die Stirn geboten. Ich sehe es in diesem Punkt aber ganz einfach, es ist unser Sohn also unsere Entscheidung.
    Nun zur den Ausführungen von Mou. Bitte verstehe mich nicht falsch, mein Mann ist in der Problembewältigung recht konservativ, ja nicht fremden Personen von möglichen Problemen erzählen und diese noch ins Netz stellen. Ich bewege mich hier grad auf einem sehr schmalem Grat. Ich muss das Gespräch suchen bzw. Argumente vortragen, welche ihn in seiner Meinung umstimmen oder wenigstens zur Überlegung anregen. Mein Mann ist einfach gestrikt, mit Paragraphen brauche ich ihm nicht kommen , dass sprüht nur Öl ins Feuer. Er ist in von seiner Bildung her kein Doktorträger :D ist aber für sein Wesen ein sehr guter Mensch.

    @Tarubenzucker, die von dir gestellten möchlichen Fragen meines Mannes, haben wir bis auf eine nämlich "wie habe ich meine Beschneidung erlebt" geklärt. Diese Fragen habe ich schon recht früh in unserer Beziehung angesprochen, aber da waren wir jung, dachten an keine Kinder usw.usw. Was seine Beschneidung es angeht, da konnte er oder wollte er nicht mit der ganzen Wahrheit rausrücken.

    Maria Werner, vielen Dank für die Links, werde mir diese anschauen und eine Strategie aufbauen.

    Gibt es denn vielleicht Aufzeichnungen z.B TV-Sendungen wo auch Muslime sich kritisch der Beschneidung äußern. Mein Mann ist eher ein Visualist. Ich habe im Netz gesucht, jedoch nicht fündig geworden, dafür bekomme ich Links in meinen Augen zu einem sehr sehr unseriösen Privatarzt Muhanad Abu Baker, dass solche Leute auf die Menschheit los gelassen werden, hier könnt ich (würg)

    Nochmals Danke

    Vielen Dank für die netten Worte. Freue mich sehr euch gefunden zu haben. Ich merke erst jetzt, dass diese Thematik bei mir und meinem Mann für lange lange Gespräche sorgen wird. Derzeitig empindet mein Mann, meine negative Einstellung gegenüber der Beschneidung bei unserem Sohn, als ein Angriff auf seine Religion. Nur ich verstehe es nicht, er war und ist keiner der z.b 5 x am Tag betet, oder dass er jeden Freitag in die Mosche geht. Er glaubt an Allah, ist ein stolzer Mann,aber war nie fanatisch,ich mag das Wort nicht, aber es passt derzeitig betreffend der Stimmung bei meinem Mann. Er verhält sich so borniert. Ich stehe nun da als ob ich seine Religion oder bessere gesagt die Bräuche nicht respektiere. Ich bin wirklich tolerant. Trotz meiner konservativen osteuropäische katholichen Erziehung :D habe ich persönlich seit Jahren ein gespaltenes Verhältnis zur Kirche bzw. zur Religion insgesamt. Ich bezeichne mich selbst als Atheistin. Ist meine persönliche Einstellung, uns das wußte mein Mann seit dem wir uns kennen. Wir haben beide beschlossen, bevor wir den Nachwuchs planten, dass unser Kind selbst entscheiden wird, welche Religion er zugehören möchte. Er ist folglich nicht getauft, mir ist es schnuppe, ob unser Sohn den Islam wählt oder den Christentum oder vielleicht wird er ein Hindu :whistling: Ich möchte, dass er das selbst macht. Die Einwände für die späte Beschneidung so mein Mann, unser Sohn würde größere Schmerzen haben, die Funktion könnte beeinträchtigt werden, muslimische Jugentliche könnten ihn ausgrenzen. Ich gebe die Gedanken meines Mannes nur wieder.

    Vielleicht können, dass hier die vertretenen Muslime ein wenig verstehen bzw. kennen das Verhalten. Ich haben damit ein großes Problem. :evil: Hätte nie gedacht, dass dies ein so großes Streithema wird. Es verbraucht wertvolle Energie, welche wir woanders investieren könnten.

    Hallo zusammen :)

    ich wollte mich zu Beginn hier im Forum vorstellen, und hoffe dass ich hier richtig bin.

    Bin die Sabine, noch 36 Jahre jung :whistling: , Ehefrau und Mama. Mein Wahrzeichen: positive Skepsis gegenüber Sachen/Themen/Menschen die ich nicht so gut kenne bzw verstehe. Ich habe lange überlegt, ob ich mich hier anmelden kann bzw. darf. Ich habe nämlich keine negativen Erlebnisse mit der Beschneidung bzw. kenne keine Leute die nach einer Beschneidung Probleme haben, ABER! ich möchte mich informieren.
    Vielleicht eine kurze Vita zu meiner Person/Leben. Ich bin seit 23 Jahren mit meinem Ehemann nun zusammen, er ist Moslem. Wir als Paar verstehen uns bombe :D wir haben einen 6-jährigen Sohn und jetzt werdet Ihr mein Anliegen mich hier angemeldet zu haben, vielleicht verstehen. Thema Beschneidung steht nun im Raum und mir ist als Mutter instinktiv nicht wohl bei der Sache. Habe ein mulmiges Gefühl. Ich kann es selbst nicht erklären, aber ich weiß dass mein Sohn es mit seinen 6 Jahren nicht verstehen würde, wenn er nun beschnitten würde, egal aus welchen Grund sei es religöser oder medizinische Natur. Ich persönlich möchte meinem Sohn die Entscheidung lassen. In diesem einem Punkt zieht mein Mann mit mir nicht mit. Er selbst hat keine Probleme mit seiner Beschneidung gehabt, bzw. hat keine Spätfolgen o.ä. Probleme, welche ich hier im Forum bereits gelesen habe. Es tut mir so leid für die Mäner und Jungs. Ich bin verunsichert und möchte meinem Mann es plausibel erklären, dass unser Sohn das zu entscheiden hat. Ich hoffe ich langweile euch nicht mit meinem banalen Problem, im Gegensatz zu den Leidensgeschichten manch eines Users hier.

    Lg Sabine