Hab heute wieder Kommentare zu den verlinkten Artikeln geschrieben. Ich freue mich jedesmal darüber dass die beschneidungskritischen Beiträge die der Fürsprecher bei weitem übersteigt. Die öffentliche Meinung wächst in unserem Sinne.
Beiträge von R(h)einwein
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Der Artikel ist nach dem bekannten Muster gestrickt: Antisemitismusvorwurf und Generalabrechnung - nicht ohne einen Schuss Selbstmitleid. Den Beschneidungsgegnern werden einfach miese Motive unterstellt. Dass deren Anliegen auch humanitär bestimmt sein könnte - dafür ist Frau Knobloch offensichtlich blind.
Und natürlich: die unangenehme Diskussion will sie endlich abstellen. Aber sie wird weitergehen. Und auch nach einem Beschneidungsverbot für Jungen wird Frau Knobloch sehen, dass es für Juden und Moslems in Deutschland sehr schön ist zu leben, für zukünftige Generationen ohne das Trauma der Beschneidung sogar noch schöner.
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Liebe Unterstützer.innen von „Mein Körper gehört mir!“,
dank Ihres starken Engagements haben wir es geschafft: die 15.000 Euro sind erreicht! Seit Mittwoch, 22.08.2012, haben wir über helpedia in 404 Einzelsummen (mit durchschnittlich 37,93 Euro) 15.325 Euro gesammelt. Aus diesem Anlass haben wir das Spendenziel erneut erhöht, denn mit jedem weiteren Euro können wir noch präsenter für Kinderrechte werben!
Außerdem möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über unsere geplanten Aktionen geben. Bisher gebucht* haben wir:
-[size=7] [/size]440 DIN-A1 Plakate an Litfaßsäulen für eine Woche im Citynetz Berlin an zentralen Standorten (+ 560 Extra-Plakate zur anderweitigen Verwendung)
100 Seitenscheiben in den U-Bahnlinien 1 – 9 (50 * 15 cm)
48 Einblendungen unseres Motivs im Berliner Fenster zur Rush-Hour (3 Tage à 16 Einblendungen)
20.000 Faltblätter „Warum Beschneidung Unrecht ist – auch bei Jungen.“ (+ 5.000 englischsprachige Exemplare)
Banner für Infotisch 300 * 70 cm
Und das beste am Schluss: ein Werbemobil, das unser Plakat auf zwei Seiten drei Tage lang auf je 356 * 252 cm durch die Stadt fahren wird! So können wir das Motiv vor passenden Orten fotografieren und diese Bilder der Presse zu Verfügung stellen. Vielleicht kommt dabei sogar ein bisschen Buskampagnen-Feeling auf…
Sämtliche Aktionen werden im Zeitraum zwischen dem 20. und 30. September stattfinden; wir werden hier rechtzeitig darüber berichten:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/
http://www.facebook.com/gbs.org
Beste Grüße und herzlichen Dank an Sie alle,
Philipp Möller
im Namen des Arbeitskreises Kinderrechte und
des Vorstandes der Giordano-Bruno-Stiftung* vorbehaltlich Änderungen
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Philipp Möller
Pressereferent der gbs )))
Vorsitzender des EHBB e.V.
[email protected]
hpd.de/podcastfacebook.com/gbs.org
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Trennung von Staat und Kirche. Weltanschaulich hat der Staat neutral zu sein.

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Die Stiftung kündigt ihre Plakataktion gegen Beschneidung von Jungen an. Haben wir den Link schon?
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Würdet ihr mir helfen, die Dame anzuschreiben?
Die lädt da einen Kinderarzt ein, dessen Standpunkt nirgend im Internet zu finden ist. Kein Moslem wurde eingeladen.
Das wird, fürchte ich, eine Propagandaaktion für die Beschneidung.
Ich weiss gar nicht, ob ich, unter diesen Umständen, hingehe.Guy, Du hast das Schreiben im Grunde schon entworfen: Wir drücken unser Befremden darüber aus, dass das eine einseitige (kein Moslem) Podiumsveranstaltung ist, bei der Leute eingeladen sind, von deren Kompetenz in dieser Frage bisher so gut wie nichts bekannt ist. Wir schlagen vor, z.B. Vertreter vom Kinderschutzbund, von der Bundesvereinigung der Kinder- und Jugendärzte, von .... neben den Vertretern der Konfessionen einzuladen. Andernfalls würden wir wegen der Befürchtung einer einseitigen Propagandaveranstaltung öffentlich von einer Teilnahme abraten.
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Gegen Vorurteile und Dummheit kann man nicht gerichtlich vorgehen. Außerdem ist das Recht auf freie Meinungsäußerung in Deutschland (zum Glück) sehr weit gefasst. Auch wenn die Meinung auf falschen Tatsachenbehauptungen beruht. Da wir der Autor nicht zu fassen sein. Da hilft nur Aufklärung.
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Es fällt mir auf, dass die Beschneidungsbefürworter zwar immer das Erziehungsrecht der Eltern und die Religionsfreiheit bemühen, dass diese abgewogen werden müssten gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich habe inzwischen einige rechtliche Stellungnahmen der Beschneidungskritiker gelesen, die eine umfängliche Abwägung dieser Rechtsgüter machen und immer zum eindeutigen Ergebnis pro Unverletzlichkeit kommen, während ich von den Befürwortern noch nirgends eine ausführliche Abwägung der Rechtsgüter gesehen habe. Die sagen immer nur (wie Herr Geis): es müsste abgewogen werden, sie tun es aber nicht. Das lässt vermuten, sie glauben nicht an ein in ihrem Sinne positives Ergebnis.
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Also es gibt sicher einiges in der Rechtspraxis in unserem Staat zu kritisieren. Aber in völliger rechtlicher Willkür leben wir nun doch nicht. Dann wäre alles was wir tun wohl vergebliche Liebesmühe. Ich versuche, die Spielräume auszuloten, die wir nutzen können. Und ich denke schon, dass im Falle eines "Ohrläppchen-Urteils" als strafbare Körperverletzung kaum noch jemand ernsthaft mit dem religiösen Argument durchkommt. Schließlich wurde das archaische Elterngewohnheitsrecht der Prügelstrafe vor über 10 Jahren auch als Kindesmisshandlung verboten. Dem gingen auch Diskussionen über den gelegentlichen "Klapps" voraus. In unserem Fall ist es politisch schwieriger, weil es sich um eine besondere Rücksichtnahme gegenüber Angehörigen der jüdischen Religion handelt und wir alle die Geschichte vom Dritten Reich kennen. Politiker machen auch Aufwand-Nutzen-Überlegungen: was bringt es uns, wenn wir uns für oder gegen eine Seite entscheiden und wieweit kann es uns schaden? Unsere Aufklärungsarbeit zielt darauf ab, diese Entscheidung in unserem Sinn ausfallen zu lassen. Aber ohne Optimismus, dass es uns gelingt, geht es nicht. Ich habe das Gefühl, dass etwas in Bewegung gekommen ist. Die Diskussion lässt sich nicht mehr unter den Tisch kehren.
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Immerhin räumt Papier am Ende seiner Meinungsäußerung indirekt ein, dass es auch eine Entscheidung für den höheren Wert der körperlichen Unversehrtheit des Kindes geben kann. Auch bei seiner Argumentaion fällt auf, dass er die Bedeutung und die Schwere des körperlichen Eingriffs verharmlost, er also einfach schlecht informiert ist. Seine ganze Argumentation bricht zusammen, wenn festgestellt wird dass es sich eben nicht um eine im Gesundheitsinteresse des Kindes vorgenommene Schutzimpfung handelt, sondern um eine gesundheitliche und körperlich-seelische Beeinträchtigung zum Nachteil des Kindes. Also haben wir noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.
Ich bin gespannt, ob die Berliner Staatsanwaltschaft den Fall des Ohrläppchen-Stechens bei einem kleinen Mädchen, der gerade durch die Presse geht, aufgreift. Wenn sie hier die Erfüllung eines Straftatbestandes sieht, dann wird sie die Beschneidung von Kindern auch nicht mehr anders sehen können. Alles andere wäre eine skandalöse Rechtswillkür.
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Na ja, der Herr Geis. Ich hätte nur gestaunt, wenn er etwas anderes gesagt hätte. Ich weiß nicht bei wem der seine juristischen Fähigkeiten erworben hat.
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Ava, der ehemalige Verfassungsrichter kann nicht vorab eine Erklärung abgeben, die ein Verfassungsgerichtsurteil vorwegnimmt. Wenn der so eine Empfehlung ausspricht, dann heißt das im Klartext: Politiker lasst die Finger von einer Legalisierung der Knabenbeschneidung. Und das verstehen die auch so. Ob sie sich dran halten, werden wir erleben. Falls sie nicht auf die Warnung hören, treiben sie das Thema geradezu vor die Verfassungs- bzw Menschenrechtsinstanzen - wo sie höchstwahrscheinlich mit einer "blutigen Nase" rechnen müssen. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Überzeugungsarbeit einstellen können. Im Gegenteil sollte uns die Hassemer-Empfehlung motivieren, mit Schwung weiter zu machen.
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Ava, das ist wohl mehr Psychologie. Die gleichen Sätze würden mich auch stören, würde Hassemer nicht ausdrücklich zum Verzicht auf das Gesetz auffordern und die Beschneidung von der Zustimmungsfähigkeit abhängig machen wollen. Das ist der entscheidende Kern der Botschaft. Mal sehen, wie die Parteien damit zurecht kommen. Was H. da noch anhängt, soll wohl eher der Ausgewogenheit dienen, damit man ihm nicht einseitige Parteinahme unterstellt. Wie heißt es doch so schön? "Das Weltkind in der Mitten."
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Wenn unsere Vorhaut überflüssig wäre, dann hätte die Evolution in den Jahrhundertausenden wohl bereits auf sie verzichtet. Wie wir seit einiger Zeit sehr genau wissen, hat sie mehrere Funktionen und deshalb brauchen wir sie auch.
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Das ist ein bemerkenswerter Erfolg: Herr Hassemer empfiehlt (der Politik), das geplante Gesetz nicht auf den Weg zu bringen und er spricht sogar die Empfehlung aus, Beschneidungen von der Zustimmungsfähigkeit abhängig zu machen.
Das ist eine deutliche Warnung an die Politik, dass die Verfassungsrichter hier ganz klar verfassungsrechtliche Einwände sehen.
Es ist ein gelegentlich eingesetztes Mittel, bei sich abzeichnenden verfassungsrechtlich bedenklichen Gesetzesvorhaben schon im Vorfeld von einem ehemaligen Verfassungsrichter ein politisches Statement abgeben zu lassen. Oder glaubt hier jemand, Herr Hassemer hätte ohne einen Kontakt mit dem BVerfG einfach mal ein bisschen Dampfplauderei gemacht? Durch Herrn Hassemer wird einerseits die Politik gewarnt, andererseits will das BVerfG in einer heiklen Angelegenheit nicht den Schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen und bei einem Kassieren des Gesetzes als Buhmann dastehen. Das ist der erste Schritt. Und übrigens auch eine Ohrfeige für die Staatsanwaltschaften, die sich einer Strafverfolgung in Sachen Beschneidung verweigern.

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Der Ex-Verfassungsrichter ist doch auf unserer Linie. Die Staatsanwaltschaften halte ich da schon für problematischer. Da sieht man wieder einmal, welche Nachteile es haben kann, wenn die Staatsanwaltschaften der Politik weisungsabhängig unterstellt sind. Das ist in Italien (!!!!) anders. Dort sind sie nach meiner Kenntnis unabhängig von irgenwelchen Justizministerien. (Sonst hätten sie den Ministerpräsidenten Berlusconi nicht so konsequent in die Zange nehmen können.)
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Wenn es sich um Übergriffe arabischer Jugendlicher handeln sollte, dann ist das wohl eher Ausdruck des Spannungsverhältnisses zwischen Israel und arabischen Staaten. Schrecklich, dass so etwas überhaupt geschehen ist. Eine Rechtfertigung kann es dafür nicht geben. Mitglieder jeder Religion müssen in Deutschland ohne Angst vor Verfolgung leben können. Eine kritische Einstellung gegenüber der Beschneidung stellt aber keine Verfolgung islamischer oder jüdischer Gläubiger dar. Es geht um eine sehr bedeutsame Grundsatzfrage im verfassungs- und menschenrechtlichen Sinn, die ohne wechselseitige Verdächtigungen, Unterstellungen und Diffamierungen ausdiskutiert werden muss. Einen Zusammenhang des Überfalls auf den jüdischen Mitbürger mit der Beschneidungsdiskussion herstellen zu wollen ist demagogisch und der Versuch, die Beschneidungskritiker mundtot zu machen. Das ist auch nicht gerade eine demokratische Tugend.
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Herr Broder bringt eigentlich nur Schmähungen, Verdächtigungen, Herabsetzungen vor. Der inhaltliche Beitrag ist substanzlos.
Je mehr sich die Befürworter so ereifern, desto klarer zeigen sie, dass die zunehmende Kritik an der Beschneidung einen buchstäblich wunden Punkt trifft. Wir sollten in dem Moment ganz gelassen bleiben.
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Genau das habe ich befürchtet. Wenn schon Beschneidung aus religiösen Gründen, dann auch Scharia. - Aber vielleicht ist das im Augenblick gar nicht schlecht: das könnte in der ganzen Diskussion einigen die Augen öffnen, wohin die Rückkehr zum Primat des Religiösen vor anderen Menschenrechten führen kann.