Ich finde es zum Beispiel von der christlichen Gemeinde unmöglich sich für so eine Praktik in der heutigen Zeit auszusprechen. Ich war kurz davor deshalb auszutreten.
Da teile ich Deine Meinung absolut.
"Jeder kann glauben was er möchte. Daß der Atheismus Vorteile hat, bezweifle ich."
Es ist auch nach meiner festen Überzeugung egal, wo jemand seine Wertvorstellungen her bezieht, ob aus einem Glauben oder aus einem säkularen humanistischen Selbstverständnis. Wir müssen uns auf praktische Handlungen einigen, die die eine so, der andere anders begründet. Dazu bedarf es eines rationalen Diskurses.
Dagegen bleibe ich dabei: wenn es in jemandes Wertvorstellungen nicht angelegt ist, dass er aus religiöser Mythologie ein archaisches Ritual befolgt, so hat er kein Problem, seinen säkularen Wertekanon zu befolgen und der körperliche Unversehrtheit den Vorzug zu geben. Das ist wohl offensichtlich. Und für diejenigen, die davon durch ein Beschneidungsverbot profitieren können, haben unbestreitbar einen Vorteil. Oder lässt es der Glaube nicht zu, dieses zu sehen?
Was ich aus den christliche Kirchen an Beiträgen zu dem Thema gesehen habe, verschlägt mir teilweise die Sprache. Nicht nur dass man sich fragen kann, wie es der eine oder andere Author mit dem falschen Zeugnis wider seinen Nächsten hält. Ich frage mich auch, warum die christlichen Kirchen eine regelrechte Wagenburgmentalität an den Tag legen, um das Ritual der Beschneidung zu verteidigen. Wovor haben die denn Angst? Mir scheint so etwas wie ein angstgetriebenes roll-back der Kirchen gegen die Säkularisation los getreten zu werden. Ein Ausdruck von souveräner Selbstgewissheit im eigenen Glauben kann ich darin nicht erkennen, noch nicht einmal erahnen. Nachzulesen in den nicht gerade wenigen Beiträgen unter folgendem Link.
Mnsteraner Forum fr Theologie und Kirche (MFThK)