Beiträge von Ava

    "Auch auf unsere eher intime Frage, ob denn, wie man so hört, das Sexualerleben mit einer Beschneidung eingeschränkt sei, antwortet er offen. „Kann ich nicht bestätigen.“ (Zitat)


    Kann ja durchaus sein, daß er das so empfindet, aber erstens ist es nicht repräsentativ als Einzelmeinung (natürlich gibt es auch viele Männer, die mit ihrer Beschneidung zufrieden sind, aber es gibt eben auch viele, die es nicht sind) und zweitens kann er keine Vergleiche ziehen, da er- im Gegensatz zu anderen- wahrscheinlich auch schon vor der Aufnahme sexueller Aktivitäten beschnitten wurde.
    Ganz bestimmt gibt es auch Menschen ohne Beine,die keinerlei Einschränkung ihres Sexuallebens empfinden und sehr zufrieden sind.
    Vor dem Hintergrund muß man eigentlich sehr dankbar sein, daß kein Einbeiniger Religionsstifter war!

    Dieses Argument gehört mit zu den blödesten in dieser Debatte.
    Es heißt ja nichts anderes als:" Ihr habt die Wahl: Entweder legalisiert Ihr das jetzt und ich kann mein Kind lege artis verletzen lassen oder ich mache es dennoch, aber das Kind wird größerem Gefahren ausgesetzt." Gemeinhin spricht man von moralischer Erpressung. Und was in diesem Fall besonders ins Auge fällt,ist die Tatsache, daß davon ausgegangen wird, daß Fremde ein größeres Interesse am Wohlergehen des Kindes haben als seine Eltern und deshalb diesem Druck nachgeben werden, denn für die Eltern steht fest: Es wird beschnitten- so oder so.
    Dies ist zumindest Bild, das heraufbeschworen wird. Ist es tatsächlich so? Ich glaube nicht. Sollte es so sein, kann man den Eltern attestieren, daß ihnen das Kindeswohl gleichgültig sei- ein Satz, den so niemand formuliert hat, der aber als Entgegnung überall herumschwirrt:" Wir sind verletzt, weil uns unterstellt wird, daß...."
    Alles zu erlauben, was sonst heimlich geschieht, ist der Anfang vom Ende jeder Zivilisation.

    Den Unterschied zwischen verhorntem und unverhorntem Plattenepithel kann jeder sehr einfach und schnell feststellen: An der Lippe.
    Wer behauptet, es bestünde kein Unterschied in der Empfindungsfähigkeit zwischen innen und außen, spinnt.
    Und die Lippen sind keineswegs einer ständigen Dauerbelastung ( und somit stärkerer Verhornung)durch mechanische Reize in Form von reibender Kleidung ausgesetzt.
    Man kann es kaum glauben, daß Mütter bei dem Gedanken daran, daß ihren Kindern Schmerzen zugefügt werden,ein positives Gefühl dem Ritual gegenüber haben.
    Ich mußte bei einem meiner Kinder, das unterzuckert zur Welt kam, alle 4 Stunden den Blutzuckerspiegel messen, weil ich nach der Geburt nach Hause ging: Ein kleiner Pieks in die Ferse, ein paar Tröpfchen Blut. Eigentlich nichts Schlimmes für einen Menschen, der es gewohnt ist, andere zu behandeln. Aber dem eigenen Kind, einem Säugling, Schmerzen zuzufügen, ist eine emotionale Katastrophe.

    Ganz ehrlich?
    Ich habe nur die ersten Beiträge gelesen, dann ein wenig überflogen und mir den Rest erspart. Wozu sollte ich das lesen? Das ist ja wie das heimliche Belauschen von Selbstgesprächen im Narrenturm.
    Würde man das ernst nehmen, müßte man den Juden( als deren Stellvertreter sie meinen zu sprechen) attestieren, daß sie im höchsten Maße verfassungsfeindliche, undemokratische, rassistische, vorurteilsbeladene, unreflektierte Ausländer wären.( das Attribut " dumm" ergiebt sich aus dem Vorhergehenden). Mehr als unwahrscheinlich, daß sie für einen mehr als für sich selbst sprechen!
    Wieso sollte man Menschen jüdischen Glaubens nicht bestrafen dürfen?
    Wieso ist das Verb " häuten" falsch? Der Begriff " vollbehäutetes Schwänze" fiel von der Gegenseite....
    Ist jemand der die deutsche Staatsangehörigkeit hat( und somit hier auch wählen und somit politisch Einfluß nehmen kann!) kein Deutscher?
    Was hat Beschneidung mit Antisemitismus zu tun? .......

    Herr, wirf Hirn vom Himmel! PCs haben sie bereits!

    Mirkans großes Fest : Türkische Familie feiert das Beschneidungsfest - Mobil Home - Westfälische Nachrichten

    Man fragt sich nur, wieso man dem Kind Teile seines Penis amputieren muß um schön zu feiern.
    Und für den Jungen ist es bedauerlich, daß er niemals erfahren wird, wie Sex mit Vorhaut ist.
    Ich wünsche ihm, daß er von den Problemen verschont bleibt, die manche Beschnittene haben.
    Was ich seinen Eltern wünsche, behalte ich für mich.

    Und jetzt kommt das Beste:

    WIR haben das Problem, denn wir sind eifersüchtig und neidisch.
    Mir ist zwar vollkommen schleierhaft, weshalb ich neidisch auf Menschen sein sollte, die ihren Kindern den Penis teilweise häuten, aber vielleicht kann es mir jemand erklären.....

    Zitat

    GEGENWART Wo stehen wir heute? Resümieren wir die bisher gewonnenen Erkenntnisse, so müssen wir feststellen, dass wir auch in der Gegenwart, obgleich es uns gut geht und wir in unserer jüdischen Lebenspraxis nicht eingeschränkt sind, mit Formen des Neids und der Eifersucht konfrontiert sind. Man denke nur an die unselige und völlig überflüssige Beschneidungsdebatte, die von sehr aggressiven Stimmen begleitet und unterstützt wurde.

    Jüdische Allgemeine / RELIGION / Vorurteile - Anders als die anderen

    Wieso ist eigentlich weibliche Genitalverstümmelung der Referenzpunkt? Gibt es irgendwo geheime Schriftrollen, die das als Diskussionsgrundlage festlegen?!
    Nein, man kann das nicht vergleichen....gähn!......will ich auch gar nicht.....wo liegt der Nutzen in derRelativierung von Körperverletzung? Was ist schlimmer: Ein gebrochener Arm oder eine Schnittverletzung an der Hüfte?
    Und warum ist weibliche Genitalverstümmelung eigentlich so schlimm? Da gibt es viel Schlimmeres: Andere Menschen verkaufen ihre Kinder sogar.
    Weil eine Sache falsch ist, wird eine andere nicht richtig dadurch. Gehirnakrobatik für Anfänger.

    Bei medizinisch notwendigen Eingriffen toleriere ICH auch Operationen am Gehirn oder am offenen Herzen und vieles andere.
    Interessant wird es bei medizinisch sinnlosen oder schädlichen Eingriffen. Da toleriere ich nur, was erwachsene Menschen für ihren eigenen Körper entscheiden. Ansonsten bin ich diesbezüglich sehr intolerant. Anders ausgedrückt: Ich bin nicht gleichgültig gegenüber der Körperverletzung von Kindern.
    Und daß in Deutschland Operationen von Ärzten vorgenommen werden, habe ich bisher immer für selbstverständlich gehalten. Meines Wissens nach gibt es den Beruf des Penishäuters auch gar nicht.