"...Das entspreche dem Kindeswohl, denn Kinder hätten ein Recht auf Religionsausübung..."
Die Säuglinge, die ich kenne, interessieren sich für andere Dinge. Herr Kramer hat wohl noch nie ein Baby gesehen oder fehlt am Endes des Satzes" der Eltern"? Das wäre natürlich auch ein bemerkenswerter Ansatz!
Religion findet nicht mit dem Penis statt, sondern mit dem Kopf und deshalb geht man davon aus, daß erst 14jährige religionsmündig sind und Babies eben nicht. Alleine die Tatsache, daß ein Penis vorhanden ist, beweist nicht, daß sein Besitzer irgendeine Form von Glauben hat.
"....sondern immer nach dem aktuellen Stand der Medizin durchgeführt werde...." IMMER. Damals wie heute. Das macht also mal locker eine Tradition von mindestens 3800 Jahren ohne Anästhesiemöglichkeiten aus. Ein wirklich schönes Ritual! Schon allein aus diesem einen Grund muß es unbedingt erhalten bleiben( ironie off!)
"...Es erwecke den Eindruck, jüdische und muslimische Eltern würden sich weniger um das Wohl ihrer Kinder sorgen als andere
Die Beschneidung des männlichen Kindes gehöre zu den muslimischen Pflichten. "
Hören die sich manchmal beim Reden zu?! Manchmal gibt es scheinbare Pflichten, die Menschen zu falschen Verhalten verleiten und trotz des Anspruches an sich selbst, nur das Beste für seine Kinder zu wollen, führt es zum Gegenteil. Ich weiß auch nicht, wie er zu solch einer Aussage kommt. Aber jeder zieht sich halt den Schuh an, der ihm paßt.
Fast hätte ich noch diesen Blödsinn von Herrn Kramer vergessen:
Die Beschneidung sei „kein Akt der Folter“, sagte Kramer, sondern ein „Initiationsritual zur Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft“.
"...in Deutschland ist das Foltern einer Person aber kein eigener Straftatbestand, sondern wird nur im Rahmen der allgemeinen strafrechtlichen Regelungen geahndet (z. B. Körperverletzung, Nötigung, Aussageerpressung)...." sagt Wikipedia
Weiterhin heißt es dort:"
Folter (auch Marter oder Tortur) ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz, Angst,....)an Menschen durch andere Menschen, meist als Mittel für einen bestimmten Zweck,...."
In welchen Punkt widerspricht das Ritual dieser Definition? Ist es schmerzfrei? Hat das Kind keine Angst? Oder handelt es sich um ungezieltes Zufügen von Schmerzen? Sind die Ausführenden keine Menschen? Das Opfer nicht? Wird kein Zweck verfolgt?
Und noch etwas: Initiationritus und Folter sind KEINE zwingenden Gegensätze.