Beiträge von Ava

    Der Mann sieht einen Kompromiß in der Tatsache, daß lege artis gearbeitet werden soll.....
    Soll das eine Abwägung zwischen" stümperhaft und unhygienisch" und " ärztlich und steril" sein?
    Die Altersgrenze von 14 Jahren wäre eine Abwägung der Interessen.
    DAS ist wirklich die Höhe! Wären auch Scheiterhaufen nach der Brandschutzordnung ein Kompromiss?


    Kardinal Lehmann: Gesetz zur Beschneidung ist «guter Kompromiss» -Düsseldorf -Bild.de

    "...Das entspreche dem Kindeswohl, denn Kinder hätten ein Recht auf Religionsausübung..."
    Die Säuglinge, die ich kenne, interessieren sich für andere Dinge. Herr Kramer hat wohl noch nie ein Baby gesehen oder fehlt am Endes des Satzes" der Eltern"? Das wäre natürlich auch ein bemerkenswerter Ansatz!
    Religion findet nicht mit dem Penis statt, sondern mit dem Kopf und deshalb geht man davon aus, daß erst 14jährige religionsmündig sind und Babies eben nicht. Alleine die Tatsache, daß ein Penis vorhanden ist, beweist nicht, daß sein Besitzer irgendeine Form von Glauben hat.

    "....sondern immer nach dem aktuellen Stand der Medizin durchgeführt werde...." IMMER. Damals wie heute. Das macht also mal locker eine Tradition von mindestens 3800 Jahren ohne Anästhesiemöglichkeiten aus. Ein wirklich schönes Ritual! Schon allein aus diesem einen Grund muß es unbedingt erhalten bleiben( ironie off!)


    "...Es erwecke den Eindruck, jüdische und muslimische Eltern würden sich weniger um das Wohl ihrer Kinder sorgen als andere
    Die Beschneidung des männlichen Kindes gehöre zu den muslimischen Pflichten. "
    Hören die sich manchmal beim Reden zu?! Manchmal gibt es scheinbare Pflichten, die Menschen zu falschen Verhalten verleiten und trotz des Anspruches an sich selbst, nur das Beste für seine Kinder zu wollen, führt es zum Gegenteil. Ich weiß auch nicht, wie er zu solch einer Aussage kommt. Aber jeder zieht sich halt den Schuh an, der ihm paßt.
    Fast hätte ich noch diesen Blödsinn von Herrn Kramer vergessen:

    Die Beschneidung sei „kein Akt der Folter“, sagte Kramer, sondern ein „Initiationsritual zur Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft“.
    "...in Deutschland ist das Foltern einer Person aber kein eigener Straftatbestand, sondern wird nur im Rahmen der allgemeinen strafrechtlichen Regelungen geahndet (z. B. Körperverletzung, Nötigung, Aussageerpressung)...." sagt Wikipedia
    Weiterhin heißt es dort:"
    Folter (auch Marter oder Tortur) ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz, Angst,....)an Menschen durch andere Menschen, meist als Mittel für einen bestimmten Zweck,...."
    In welchen Punkt widerspricht das Ritual dieser Definition? Ist es schmerzfrei? Hat das Kind keine Angst? Oder handelt es sich um ungezieltes Zufügen von Schmerzen? Sind die Ausführenden keine Menschen? Das Opfer nicht? Wird kein Zweck verfolgt?
    Und noch etwas: Initiationritus und Folter sind KEINE zwingenden Gegensätze.

    Es widerspricht jeglicher Logik, daß bei Erwachsenen Emla nicht ausreichend ist, bei Säuglingen jedoch schon- vor allem vor dem Hintergrund, daß Babies erwiesenermaßen(!) mehr Schmerzen als Erwachsene verspüren.
    Allerdings findet selbst diese Debatte auf dem falschen Boden statt, denn wenn ich nicht beschneide, stellt sich auch nicht die Frage, welche Form der Anästhesie ausreichend ist.

    Der Artikel war bestimmt schon vor ihrem Besuch fertig. Was für eine Zeitverschwendung, denn es war doch schon vorher klar, was sie sagen würde! Immer der gleiche Mist. Wie langweilig! Der Kasper einer Komikernation sollte ein bißchen tiefer in die rhetorische Trickkiste greifen können....

    Zitat

    Der "Hinweis" auf Kripo, Staatsanwalt und Jugendamt wurde m.E. zum ersten Mal von Heribert Prantl geäussert.

    Kein seltenes Phänomen.... Dort wo er mutmaßlich ist, hören andere Leute auch Stimmen und sehen Dinge, die nicht da sind. Deshalb erzählen sie Geschichten vom weißen Einhorn und der Kripo.

    Früher hat man Beschneidung als Therapie bei so etwas empfohlen. Ist heute obsolet, da unwirksam und schädlich. Man verschreibt Psychopharmaka.

    Wen interessiert schon, was richtig ist?!
    Jedenfalls ist so eine Drohkulisse mit Kripo (warum eigentlich kein Sondereinsatzkommando?) viel plastischer, viel wirkungsvoller.
    Der rote Faden in der gesamten Diskussion sind unhaltbare und unsinnige Behauptungen, die ständig wiederholt werden. Ob diese Leute glauben, daß es irgendwann richtig wird?

    Gemessen am sonstigen Niveau erschreckend gemäßigt! Zwar werden sonst alle Anforderungen an einen Artikel in dieser Gazette erfüllt, aber der Antisemitismusvorwurf kommt nur indirekt. Sogar manche Gegenargumente werden genannt! Ein Fünkchen Hoffnung besteht, daß die " Jüdische Allgemeine" auf dem Weg zu ernsthaftem Journalismus sein könnte. Nicht heute, nicht morgen, aber irgendwann.


    Jüdische Allgemeine / POLITIK / Bundestag - »Wir brauchen Rechtssicherheit«

    Ein schönes Zitat von Herr Montag:"...Jetzt plötzlich solle es heißen: »Hände weg von euren Söhnen, sonst schicken wir euch die Kripo, die Staatsanwaltschaft und das Jugendamt ins Haus. Das will ich nicht.« Das sei jedoch die Konsequenz des Gruppenantrages, daher unterstütze er den Gesetzentwurf der Bundesregierung. ..."


    Da gibt es noch eine andere, ganz praktische Lösung: Man läßt es einfach sein! Auch dann kommen weder Kripo, noch Jugendamt oder Staatsanwaltschaft. Das ist wie bei allen anderen Tatbeständen der Körperverletzung: Wenn man nichts macht, passiert nichts.
    Eine seltsame Logik....ich mache etwas gesetzeswidriges und damit ich nicht bestraft werde, muß das Gesetz geändert werden. Das ist im Stil von " lupenreinen Demokratien" im Osten.

    Zitat

    "...In die gleiche Kerbe schlug auch die Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, Dr. Maria Flachsbarth. Es wird unterstellt, dass die Wahrung der Kinderrechte das Verbot zur Religionsausübung bedeuten würde...."

    Seit wann übt man seine Religion an Dritten aus? Und findet Religion in der Unterhose des Sohnes statt? Man kann seinen Kindern( bei Mädchen geht es offensichtlich doch seit 4000 Jahrenauch!) religiöse Überzeugungen auch ohne Operationen an den Geschlechtsteilen vermitteln.
    Wie üben eigentlich (nach dieser Definition )Kinderlose ihre Religion aus?


    außerdem sollten wir uns auch einmal daran erinnern:(4) Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.
    Art. 140 GG


    Da es sich um einen irreversiblen Akt handet, erscheint es mir besonders bedeutsam,darauf hinzuweisen.

    [size=12]".....Dabei herrscht weitgehend Einigkeit, dass nicht alles, was die Medizin kann, auch tatsächlich durchgeführt werden soll: Das ethisch Richtige ergibt sich nicht aus dem technisch Möglichen. Immer häufiger stellt sich die Frage welche individuellen Maßnahmen für den betroffenen Patienten am besten geeignet sind, nicht zuletzt auch unter dem juristischen Aspekt der Patientenautonomie/Patientenverfügung.

    Die übergeordnete Aufgabe eines KEK besteht darin, die medizinethischen Prinzipien – Nutzen, Nichtschaden, Autonomie und Gerechtigkeit [7] – in Verbindung mit dem organisationsethischen Konsens (Leitbild des Krankenhauses) zu vertreten.
    Die Behandlung ethischer Fragestellungen in einem Krankenhaus wird durch Folgendes behindert [8]:
    .........

    F Verallgemeinerung der Ethik der jeweils eigenen Position und/oder Berufsgruppe;

    F Beharren auf die eigene Sichtweise und fehlende Bereitschaft zum Perspektivenwechsel; ......."

    Quelle


    Muß man nur noch umsetzen!

    Erinnert doch alles sehr an Kasperltheater....sinnfreie Dialoge, Vorhang auf und zu und letztlich freut sich der Seppel.( in dieser Version heißt er....Herr...hust!...) und die Großmutter ist in der modernen Version am Klinikum tätig.
    Mich interessiert allerdings, wer die Marionetten tanzen läßt. Dann weiß ich wenigstens, wer so einen schlechten Humor hat.

    Das ist ja fast eine Wellnessbehandlung! Toll! Fast wie eine Operation, nur besser.
    Vergewaltigung ist Geschlechtsverkehr in gewissen Punkten auch sehr ähnlich, nur ein bißchen......schwungvoller, emotionsgeladener. Aber doch recht ähnlich......

    Ja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil!
    Der weiß nämlich, daß die Stellungnahme der AAP finanzielle Eigeninteressen verfolgt und gerne eine Kostenübernahme durch Medicaid hätte. Medicaid versichert landesweit über 30 Millionen Kinder. Da kommt schon ein bißchen was zusammen...
    Wer lesen kann, weiß, welche Studien zu dieser Stellungnahme geführt haben und er weiß außerdem, daß sie mehr als kontrovers diskutiert werden.
    Wer lesen kann, weiß, daß es sich um eine Kosten- Nutzen- Rechnung anhand eines mathematischen Modells handelt.
    Wer denken kann, dem ist klar, daß man nur die Abrechnungspositionen verändern müßte um zu einem anderen Ergebnis zu kommen.
    Und so weiter und so fort....
    Fazit: Wer lesen und denken kann, ist gegen Beschneidung (ausgenommen diejenigen vielleicht, die beides können und aus Eigeninteressen und moralischer Verkommenheit dennoch daran festhalten)
    Man, man, man....vielleicht sollte mal intensiver über Meinungs- statt über Religionsfreiheit nachgedacht werden..

    "...aber die ihrige kann sicher nicht für sich in Anspruch nehmen, den Grundsätzen der Aufklärung zu genügen...."


    Ich rate mal, was man dir darauf erwidern wird: Vulgärrationalist!
    Oder es kommt der Vorwurf des " dogmatischen Atheisten".....
    Die weniger Versierten greifen schnell in Schublade und schwingen die allseits bekannte Keule- paßt aus ihrer Sicht immer: Ein rhetorisches " allzweck- Tool"....