Mal ganz abgesehen davon, daß man durch derartige Begriffe auch teilweise die Betroffenen abschreckt. Wer wird schon gerne als " verstümmelt" bezeichnet. Das erzeugt eher eine Abwehrreaktion ("SOOO schlimm ist das nun auch wieder nicht"....). Natürlich ist es de facto so, daß die sinnlose Amputation eines gesunden Körperteils eigentlich eine Form von Versehrtheit darstellt (eben das Gegenteil von unversehrt), aber für das, was wir erreichen möchten- Das Recht des Kindes auf seinen eigenen Körper- ist es der Sache zuträglicher sich neutraler Ausdrücke zu bedienen. (Ich persönlich empfinde übrigens " Amputation" als einen ganz schrecklichen Begriff, alles andere ist im Laufe dieser Monate währenden Diskussion so oft ausgesprochen und geschrieben worden, daß man in gewisser Weise schon abgestumpft gegen diese Begrifflichkeit ist. Sie ist viel zu sehr emotional aufgeladen)
Beiträge von Ava
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daß das keine jüdische Beschneidung ist. Allerdings nimmt das in Deutschland nach meinen Kenntnissen keinen großen Raum ein.
Interessant an diesem Artikel finde ich außerdem, daß eine Kritik dieses Rituals als der Versuch der der Abschaffung der Beschneidung gewertet wird. Wie kommt man darauf?
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/i…ht/Beschneidung
Auch Michal Dagan und Shay Cohen sind nervös. „Ich wünsche mir einfach, dass alles gut geht“, sagt die Schwangere. Der Gedanke, dass ihr Neugeborenes beschnitten werde, mache sie sehr nervös. Dazu habe sie ein Problem mit manchen orthodoxen Riten. „Bei richtig traditionellen Brits nimmt der Mohel den Penis des Kindes in den Mund und saugt das Blut weg, das will ich in keinem Fall!“, ruft sie.http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/2244
Und es stellt sich unweigerlich die Frage, warum die Tradition des Ableckens des Blutes ersetzen werden darf und warum man das Ritual nicht durch eine symbolische Beschneidung ersetzen darf. Wer bestimmt wie welche Riten geändert werden dürfen?
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Oder auch an die Giordano- Bruno- Stiftung schreiben? Oder an den Bund der deutschen Kriminalbeamten?
Ich glaube, ich würde so viele Leute wie möglich ansprechen, weil das die Wahrscheinlichkeit erhöht, das jemand helfen kann.
http://www.bdk.de/der-bdk/aktuel…rm=BeschneidungVielleicht auch Professor Franz von der Uni Düsseldorf.....http://www.uni-duesseldorf.de/bbst
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Aber vielleicht schreibst du mal an Professor Putzke .....und hast Glück, daß er dir antwortet?
http://www.holmputzke.de/ -
Warum hast du es machen lassen? Wann? Wo? Magst du das erzählen? Und warum bist du nun überzeugt, daß es falsch ist? Ich glaube, Menschen wie du sind einer der Schlüssel zur Lösung des Problems.
Es geht nämlich auch um Schuld. Was habe ich mit meinem Kind gemacht und aus welcher Motivation?
Traurig, daß deinem Sohn das passiert ist, aber vielleicht sorgt es indirekt durch deine Mitarbeit hier dafür, daß es vielen anderen Kindern erspart bleibt. Meine Hochachtung dafür, daß du genügend Menschlichkeit und Selbstreflexion besitzt, dich nun dagegen zu engagieren. Ich weiß nicht, ob ich sie hätte. -
Wahrscheinlich wäre es ohne diese Bemerkung nicht publiziert worden.
Mir ging es darum, daß man auch ohne Beschneidung Jude sein kann, denn es wird immer vom " konstituierenden" Merkmal gesprochen.....
Die Wahrscheinlichkeit abzustürzen ist jedes Mal gleich hoch- und selbst wenn die angegebenen Wahrscheinlichkeiten stimmen WÜRDEN( was sie nicht tun), würde ich eine Flugreise vorziehen. -
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Interessant ist übrigens auch, daß eine der prominentesten Frauen, die sich gegen weibliche Beschneidung engagieren, sich auch gegen männliche Beschneidung aussprechen:
"....Male circumcision is a problem too, I am against that as well, as a doctor. There has been no progress on this front......"
http://www.theglobaldispatches.com/articles/nawal-al-saadawi -
Für den Einstieg könnte ich dir von Adel Theodor Khoury "Der Koran"empfehlen und wenn dich besonders ethische Fragen beschäftigen: "400 Fragen zum Islam 400 Antworten" von Yasar Nuri Öztürk.
....." Die Sunna ist die vom Propheten Muhammed erbrachte Auslegung des Korans. Diese Auslegung besitzt auch einen Teil, der nicht zeitlos gültig ist, der nur die damalige Epoche betroffen hat und der mit ihr zusammenhängt." ( s. 19, 20)
..." Der Koran verweist auch......., also auf Sitten und Gebräuche. Doch sie können nicht dauerhaft gültige Bestimmungen aufstellen, so wie es die Offenbarung mit ihren Geboten und Verboten mit sich gebracht hat. Die Bestimmungen des Gewohnheitsrechts sind in zweifacher Hinsicht spezifisch und relativ: in Bezug auf die Zeit und den Ort. Ein Verbot, welches das Gewohnheitsrecht aufstellt, ist heute gültig, morgen aber ungültig...... Der Mensch unserer Zeit liest diese Katechismen und sieht die Bestimmungen und Gebote, die sich an Sitten und Gebräuche anlehnen, die längst vergangenen Zeiten entstammen und längst keine Gültigkeit mehr haben. Er hält diese Bestimmungen für Gebote des Islam und ist verwirrt...."(S. 263)
Er geht auch auf das Prinzip der Notlage ein, das als praktische Konsequenz bedeute, daß man Gebote vemeiden soll, die das Leben des Menschen in Gefahr bringen.So, das war das Wort zum Mittwoch
Leider, leider, leider wird in dieser Debatte immer so getan, als gäbe es nur eine Meinung zu diesem Thema...... -
Und das ist auch in den eigenen Reihen sehr wohl bekannt.
Zu leugnen, daß bei dieser Prozedur unglaubliche Schmerzen entstehen, ist menschenverachtend.Über die persönliche Ebene hinausgehend, untersucht Maimonides (Führer, Teil III, Kapitel 49) die nationalen und sozialen Aspekte dieser Mitzwah:
ZitatEs gibt noch einen sehr wichtigen Gesichtspunkt bei dieser Vorschrift der Beschneidung: Das physische Zeichen ist für alle, die an Einen Gott glauben, ein vereinigender Faktor. Denn ein Aussenstehender wird nicht so grosse Schmerzen auf sich nehmen, um - aus irgendeinem Grund - in eine andere Religion einzudringen. Nur aus dem einen Grund des aufrichtigen Glaubens wird sich jemand der Beschneidung unterziehen oder sie an seinen Söhnen ausführen. Das ist nicht nur ein Ritzer an der Hüfte oder ein Schnitt am Arm, sondern eine schwerwiegendere Operation.
http://www.hagalil.com/judentum/torah/leibowitz/tasria.htm
http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13639.
.......
Wer der Brit-Mila-Zeremonie beigewohnt hat und Zeuge des Schmerzes eines verzweifelt schreienden Babys war, kann nicht umhin – es sei denn, er wehrt sein Mitgefühl zugunsten der »Einsicht« der traditionellen »Notwendigkeit«, die hier keine Argumentation zulässt, ab – zu konstatieren, dass es sich für den Säugling um eine eindeutige Traumatisierung handelt. Mit welchen Folgen? Darüber wissen wir wenig, und dann nur indirekt, von manchen Patienten, die vielleicht im Nachhinein das Gefühl haben, ohne ihr Einverständnis körperlich beschädigt worden zu sein......Ich würde sagen, der Verdacht der potentiellen Schädigung alleine reicht für ein Verbot aus.
Es geht hier nicht um Risiken, die aufgrund von unvermeidlichen Operationen entstehen und die nun mantraartige Wiederholung, daß Säuglinge keinen Schmerz verspürten, wird auch nicht richtigerhttp://www.juedische-aerzte.de/tl_files/j-a-n…eschneidung.pdf
Bundesverband Jüdischer Mediziner: Minimaler Eingriff – Kindeswohl hat oberste Priorität
Der Schutz des Kindes steht für den Bundesverband Jüdischer Mediziner (BJMD) an erster Stelle – er wird laut den Ärzten durch die Beschneidung eines acht Tage alten Jungen in keinster Weise infrage gestellt. „Dieser Eingriff ist minimal und hat, wenn er sachgerecht durchgeführt wird, in diesem Alter keine körperliche oder seelische Traumatisierung zur Folge“, erklärt Verbandssprecherin Dr. Jolanda Schottenfeld-Naor zu der aktuellen Diskussion um das Urteil des Landgerichts Köln. Darin wird die Beschneidung als rechtswidrige Körperverletzung gewertet wird. Zu der Begründung des Urteils, in der es heißt, der Eingriff sei weder medizinisch notwendig, noch entspräche er dem Kindeswohl, sagt Medizinerin Schottenfeld-Naor: „Diese Aussagen sind wissenschaftlich nicht belegt.
Am achten Tag nach der Geburt ist die Schmerzempfindung noch nicht voll ausgebildet.“"...Korn wies darauf hin, dass aller medizinischen Erkenntnis zufolge das Schmerzempfinden von Babys in den ersten drei Lebensmonaten kaum ausgeprägt sei. Die Kinder würden also unter dem Eingriff nicht leiden....."
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Nein, ich bin( auf dem Papier) röm.katholisch(jüdische Vorfahren habe ich auch)und bin mit einem Mann verheiratet, der( auf dem Papier) Moslem ist. Das heißt nicht, daß ich nicht gläubig bin, aber mein Gottesbild unterscheidet sich ganz erheblich von diesen monotheistischen Religionen.
Da ich gerne mal die Schule geschwänzt habe, mußte ich als Ersatz für meine fehlende mündliche Leistung in der Oberstufe ein Referat schreiben, das sich mit religiösemExtremismus befaßte. Dieses Thema hat mich so fasziniert, daß ich seitdem alles dazu lese, was ich finden kann. Und weil ich nun schon nicht mehr ganz so jung bin, ist da einiges zusammengekommen im Laufe der Zeit.... -
http://www.beschneidung-mohel.de/files/artikel_…ner_und_moh.doc
Und würde man MIR" Antisemitismus" vorwerfen, würde ich in Erwägung ziehen, mich von meinem Anwalt beraten zu lassen. Das ist eine schwere Beleidigung und nichts, was man mal" so eben" sagt oder ein Universalinstrument gegen alles, was jemandem nicht gefällt! Diese Debatte berührt zufällig auch das Judentum, aber es richtet sich keineswegs gegen es. Sie wird FÙR die Rechte von Kindern geführt, nicht GEGEN irgendwen.
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http://www.spiegel.de/politik/deutsc…n-a-851210.html
- Säuglinge spüren keinen Schmerz und brauchen deshalb keine Anästhesie- vielleicht ein bißchen Wein
- es gibt durch Beschneidungen keine Traumata
- religiöse Führer verhandeln mit Vertretern des Justizministeriums
- nicht ärztliches Personal soll Eingriffe durchführen
- aber Ärzte sollen den Eingriff nur nach einer religiösen Schulung durchführen dürfen
- und wieder diese Vergleiche: Brit mila am 8. Tag- Weihnachten am Ende des Jahres, Deutschland Rechtsstaat- ehemalige Sowjetunion ein Unrechtsstaat und die Folgerung daraus: Beschneidung muß erlaubt seinAlles in allem: UNERTRÄGLICH
Wahrscheinlich wird jetzt von religiöser Seite darauf spekuliert, daß man noch ein wenig mehr von seinen absurden Forderungen abweicht und vielleicht Lokalanästhesien erlaubt und daß es dann als Kompromiß gesehen wird.
Merke: Nicht alles, was alt ist, ist gut! Manches ist sogar sehr schlecht und schädlich. -
Das " Jetzt plötzlich"ist ein ebenso schlaues Argument wie die Erwähnung von Dingen, die nichts damit zu tun haben: "Jedes Jahr sterben..... Kinder an Unterernährung und das interessiert keinen." Wenn man so argumentiert, kann man immer weitermachen: Was sind schon ein paar Tausend verhungerte Kinder, wenn es zu einem Krieg kommt? Und was bedeutet schon ein Krieg, wenn es zum Atomkrieg kommt? Am Ende stellt man dann fest, daß die Erde als Ganzes nicht so wichtig ist.
Mich würde jedoch interessieren, ob diese Menschen die gleichen Argumente in Bezug auf ihren eigenen Körper gelten lassen würden: Früher starb man an Blinddarmentzündung,warum sollten wir das ändern? Oder: Stellen Sie sich mal nicht so an!Millionen Menschen hat man Zähne ohne Anästhesie gezogen. Die leben auch noch.... -
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Fast ist man dankbar, daß nicht die Kirche über die körperliche Unversehrtheit von Kindern wachen soll

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"Wegen einzelner Unfälle auf die hygienischen Vorteile Beschneidung verzichten zu wollen, hieße die Eisenbahn wegen einzelner Entgleisungen abschaffen zu wollen"- Aha!
Interessant finde ich auch, daß hier schon Gegner in den eigenen Reihen erwähnt werden.
Verblutete Kinder, eine Syphilis Epidemie unter Säuglingen, Teile der Eichel fehlten....
Aber noch nie hat jemand Schaden dadurch erlitten?? Leider sterben auch die Ignoranten nicht aus. -
Körperliche Unversehrtheit muß von den Eltern wahrgenommen werden?! Wie darf man das denn verstehen? Nach meinem Verständnis gibt es nur EINEN Zustand körperlicher Unversehrtheit und der besteht dann, wenn alles noch dort ist, wo es hingehört. Es gibt ja auch nur EINE Gesundheit....
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Ich muß in diesen Tagen immer an eine Diskussion denken, die ich vor einigen Jahren in einem Forum geführt habe und dort Vergleiche mit Finger- und Fußnägelschneiden hörte. Irgendwann schrieb mir eine der Damen:" Körperverletzung?! Dann zeig mich doch an. Die werden sich kaputtlachen!!!" Ob sie das heute auch noch so sieht?