ehem muss mal nachfragen, obwohl kaum Ahnung mitbringe. Kommt da nicht häufig ein Verweis auf irgendwelche Hadithen oder eine andere Quelle, die von Muslimen als wichtige Ergänzung zum Islam anerkannt wird? Wonach, da Mohamed ohne Vorhaut auf die Welt kam, es für Muslime erstrebenswert sei, ohne Vorhaut zu leben - und manche richten sich sehr streng nach dieser Ansicht? Kenne freilich aus dem Christentum, dass die Auswahl angeblich bedeutender Bibelstellen ziemlich willkürlich erfolgt ...
Beiträge von Suchende
-
-
Vielen Dank allen Beteiligten für euer Engagement!
-
Kulturimperialismus ist, was die Bill-Gates-Foundation macht.
Und laut Youtube-Kanal Bonobo3D wurde die VA in Südkorea erst durch die Amis eingeführt. Ob es noch mehr Nationen gibt, wo es so geschah? -
Stimme zu, Selbstbestimmung. Bei dem Thema bin ich immer wieder erneut fassungslos.
-
Herzlichen Glückwunsch!
-
Herzlichen Glückwunsch!
-
Guy, ja so habe ich das gemeint

-
@ Dagmar Rehak Wien: ich meinte ursprünglich die Ausgangsfrage dieses Threads. Bist du jetzt überzeugt davon, dass es dieses Kinder-Asyl in keinem Land der Welt geben kann, oder sind die Länder bekannt, wo die Rechtslage es eigentlich ermöglichen sollte?
Deine letzte Frage kann ich dir nicht beantworten, da nicht Juristin. Vielleicht könnte man diese selbstlose Aufgabe in Form von POlit-Kunst oder -Klamauk umsetzen. Gegen Ermordung von Politikern auf der Bühne können die sich ja wehren, aber wer für den Paragraphen 1631d gestimmt hat, wird gegen seine symbolische Beschneidung auf einer Bühne schlecht protestieren können. Soll ja auch schon so ein komisches Schnipp-Schnapp-Ritual beim Karneval geben.
-
an Urolüge: habe ebe noch mal den Anfang gehört. Auf jeden Fall hat er sich mit dem Thema Vorhaut-Restoration beschäftigt, ob er das an sich selbst anwendete, wird mir nicht klar, aber er fand die Idee großartig und es hat ihn inspiriert und dann auch wieder die negativen Konsequenzen der VA in sein Bewusstsein treten lassen -so kam es zu seinem sozialen Engagement dagegen.#
Er spricht für sich selbst von einem extrem hohen Angsterleben als Folge der VA, und als Psychologe sieht er Konsequenzen auch in den sozialen und beruflichen Leben der Menschen.
-
Guy, danke für den Tip! Hoffentlich komme ich zu dem Interview auch noch. Goldmann kommt mir auch sehr interessant vor.
-
Hallo Urolüge,
Ich höre solche Interviews, die mich sehr interessieren, mehrmals hintereinander, dann verstehe ich mehr, aber auch nicht alles.Er ist persönlich betroffen. Er hat mit 17 das erste Mal darüber nachgedacht und die Beschneidung abgelehnt, und in seinen Vierzigern hat er sich mit Vorhaut-Restoration beschäftigt (?), und das gab ihm großen Auftrieb, sich vertiefend auch mit dem psychischen Schaden durch die VA zu konfrontieren. Er spricht davon, dass er selbst große Angst-Probleme hat, auch heute noch - er ist jetzt 64 - die er damit in Zusammenhang bringt, wie als Folge der VA das Erleben von Sexualität problematisch wurde. Irgendwann fing er dann an, sich auch gesellschaftlich zu engagieren. Zuerst waren es Beiträge wie (Artikel oder Leserbriefe?) in Zeitungen (und noch mehr?), 10 Jahre lang. Er meint im Nachhinein, damit habe er nur den Lärmpegel gesteigert, aber nicht zu einer wirklichen Veränderung beigetragen. Ein Teil des Problems bestand auch darin, dass er an einem abgelegenen Ort lebte und mit seinem Engagement gegen VA alleine war. Danach ging er dazu über, wissenschaftliche Artikel über die psychischen Folgen der VA zu schreiben und wissenschaftliche Untersuchungen dazu (anzuleiten?). In einer dieser Untersuchungen wurde auf den Philippinen erhoben, wie viel Prozent der Jungen, die eine VA hinter sich haben, unter Traumafolge-Symptomen (Posttraumatische Belastungsstörung?) leiden. Es waren 50 Prozent bei medizinscher "Behandlung" und 80 Prozent, wenn die VA in einem nicht medizinischen Rahmen stattgefundden hat. (Allerdings fehlen mir hier die Angaben über eine Vergleichsgruppe, die gar keine Beschneidung erlitten hat).
Er findet es äußerst ungerecht, dass das mit Kindern gemacht wird und sie hinterher mit den psychischen und körperlichen Folgen leben müssen.
MIch beeindruckt auch die "emotionale Welle", die quasi zu mir rüberschwappt, wenn ich ihm zuhöre. Würde mich interessieren: kam die vielleicht trotz des sprachlichen Problems auch bei dir an?
-
Dagmar Rehak Wien: im Prinzip eine interessante Idee. Wenn wir diesen blöden Paragraphen nicht hätten, ... (wobei, ist jetzt eigentlich die Bedrohung durch FGM Grund für Asyl in Deutschland?).
Vielleicht könnte man so eine Art "verkleinertes Asyl" errichten - für bedrohte Kinder im eigenen Land und für Eltern, die ihr Kind vor Genitalverstümmelung schützen wollen? Wir haben Fachliteratur und Untersuchungserebnisse, die, unter medizinischen, juristischen und psychologischen Fachleuten, es zumindest zu einem von mehreren legitimen Ansätzen machen, wenn man die VA mit sicheren Schäden und mit potentiellen Risiken in Verbindung bringt. Ergo kann es fachlich begründet werden, dass von VA bedrohte Kinder oder deren Eltern, die sich unter sozialem Druck fühlen, Bedarf an gründlichen Informationsangeboten und persönlicher Beratung, Austausch mit Gleichgesinnten und womöglich auch Rückzugsmöglichkeiten bekommen. Vielleicht könnte man Zentren einrichten, wo sich Leute kurzfristig hinflüchten können und wo dann Vermittlungsgespräche mit den Eltern oder mit der größeren Verwandtschaft oder mit einem noch schlecht informierten Arzt stattfinden, die von kompetenter Seite moderiert werden ...
Sorry, musste mal so vor mich hin spinnen, vielleicht regt es bei irgendjemandem die Kreativität an
In diesem Sozialstaat ist schließlich einiges möglich! -
Tante Jay: meinst du mit Verabschiedung jetzt die Leute, die für den Paragraphen gestimmt haben? Das wären zuviele, da halte ich Opportunismus für das verbreitetste Motiv. Wenn du diejenigen meinst, die den Vorschlag für diesen Paragraphen formulierten oder in die Debatte einbrachten, da könnte ich mir vorstellen,dass du recht hast.
-
Wahrscheinlich hat es radikale Klitoris-Amputationen, die auch den inneren Teil derselben erfassen, in Deutschland gegeben. Auf zwischengeschlecht.info zu lesen:
"Prof. Dr. Bierich vertrat entgegen jedem vernünftigen Menschenverstand unbeirrbar die These, Klitorisamputationen in ihrer krassesten Form, bei welcher das Lustorgan nicht nur abgeschnitten, sondern bis möglichst weit unter die Haut abgetragen und "ausgekernt" wird, unter den Pädo-Verstümmlern bekannt als "Exstirpation", hätte keinerlei negativen Einfluss auf die sexuelle Empfindungsfähigkeit der Betroffenen. "
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2012/06/2…g-T%C3%BCbingen -
Es berührt mich sehr, wenn einer aus meiner Branche sich so für die verletzten Körper und Seelen (oder für den Schutz der noch nicht so Verletzten) engagiert. Erfreulich, dass da mal jemand Forschung zu den psychischen Folgen der VA organisiert hat. Unter Psychologen öffentlich eigene Betroffenheit outen - GROSSES TABU! --> Vorwurf: es fehle die Distanz zur Arbeit. Aber mir ist lieber, dass ein Betroffener Forschung über die psychischen Folgen getrieben hat, als wenn das Thema noch auf Jahrzehnte "unterbelichtet" bliebe.
-
Danke Edward, mir geht ein Licht auf: bei diesen "Anti-Aids-Kampagnen" wird die Bevölkerung gegen die nicht genital-verstümmelten Männer aufgehetzt - oder zumindest wird schon tätigen Hetzern zugearbeitet - indem sie als Schuldige für die Aids-Seuche dastehen ... so wird es verständlich, wenn sich erwachsene Männer genital verstümmeln lassen, in deren Herkunftskultur dieses bislang nicht üblich war, wo ich also normalerweise nicht mit einem massiven Gruppendruck gerechnet hätte.
-
Tante Jay,
ich würde auch gerne wissen, wie du das gemeint hast - ironiscch oder ernst? -
naja, warum sollen sie für arme Familien keine Urlaubsgutscheine verlangen - meine eigenen Erinnerungen ans Meer sind sehr positi, und es ist doch fair, so etwas (und bitte ohne "Ferienheimverschickung") auch für arme Kindder zu verlangen.
Krass finde ich nur, wie ausgerechnet der KinderSCHUTZbund es relativiert, was die Kinder außer Armut noch alles an Gewalt erleben müssen. Und das WIEDERHOLT. In früheren Jahren relativierrten sie sexuelle Ausbeutung in Herkunftsfamilien (hoffentlich heute nicht mehr), gemäß ihrem Beratungskonzept versuchte man mehr ,die Familie zu rettren als das Kind. Die haben sich ihre "blinden Flecken" gegenüber Kinderleid erhalten!
-
Berufliche Experten für dass Schmerzerleben von Kindern sind doch wohl die Anästhesisten, die Kinder behandeln (wie nennt man die nochmal?). Hilgers kann zB durch die Lektüre von Forumsbeiträgen von Birgit Papst oder von Dr. Kaufmann schlauer werden.
-
Ja, wirklich empörend.
Zitateinmal flutscht ein "Jungen" durch, die Gruppe, um die es längst
hauptsächlich geht. Weil die Erwachsenen so schwer über den Tisch zu
ziehen sind.Hier wären doch wohl die Väter gefordert, ihren Sohn zu beschützen, wenn sie an sich selbst keine VA wollen. Oder schnappt man sich für die Kampagne vor allem Kinder, die elternlos groß werden müssen? Solche Details werden wir in Deutschland natürlich nicht erfahren.