ich würde die Problematk des sexuellen Missbrauchs und auch von einer traurigen Vielfalt brutaler Verbrechen an Kindern nicht unterschätzen. Der Kinderschutzbund (!) hatte lange Zeit die Devise, bei sexuellem Missbrauch keine Anzeige zu erstatten und die gesamte Familie zu beraten - Täter und Opfer an einem Tisch - und "zusammenzuhalten". Keine Ahnung, wann sie diese Praxis aufgegeben haben (hoffentlich ist das jetzt passé), jedenfalls haben die noch MASSEN aufzuarbeiten.
Es passieren viele Dinge, die man einfach nicht glauben möchte. Dass MGM einfach so erlaubt sein sollte, gehört für mich dazu.
Beiträge von Suchende
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Eliyahu Ungar-Sargon finde ich interessant. Gibt auch ein Interview mit ihm auf Youtube (Kanal von Bonobo3D), Seinen Film würde ich gerne mal sehen.
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meine strategischen Fragen habe ich mit Bezug auf die letzen Berichte aus Dänemark geschrieben, von der ich hoffe, dass sie auf jüdische Eltern in Deutschland ausstrahlt. Kann es sein, dass die Debatte über Beschneidung in jüdischen Gemeinden außerhalb Deutschlands offensiver ausgetragen wird als hier? Warum DARF sich eine Antje Deusel so auslassen, warum stoppt die keiner von denen, die es anginge?
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Ich bin mir nicht so sicher, ob dieser Autor das mit dem Schlag, den ihm die Beschneidung bei Frauen eingebracht habe, so ernst meint. Er wiederholt das Argument so oft, dass ich beim Lesen anfange mich zu fragen, ob mit den Frauen etwas nicht stimmt. Außerdem wird er ganz genau wissen, welche Erfolge er dem eigenen Charme verdankt. Er kommt mir auch nicht ganz konsequent vor gegen die Beschneidung seines Sohnes, aber wenn meine Theorie darüber stimmt, was er ernst meint und was nicht, dann gehört das Gefühl gegen die Beschneidung seines Sohnes zu den ernstgemeinten Aussagen. Er wollte die gesellschaftliche Aufklärung über Hintergründe und Probleme der Beschneidung vorantreiben, ohne seine Mutter anzugreifen.
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Was ist denn jetzt aus dieser neuzugründenden Humanisten-Partei geworden? Kennt jemand einen funktionierenden Link zu einer Webseite von denen?
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die Aussage, dass wir jüdische Kinder besonders schützen müssen, finde ich an der Petition unakzeptabel.
alles andere finde ich sachlich gut begründet und nah bei der Perspektive der Kinder. Ich finde auch prinzipiell okay, in diesem Zusammenhang das Jüdische Krankenhaus zu konfrontieren (womit ich nichts über die momentan beste Strategie sagen möchte). Es geht dann halt nicht um genitale Verstümmelungen als solche, sondern das Problem der Schmerzbehandlung während der MGM von Neugeborenen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das BJK unter Medizinern Maßstäbe setzt, die sich auf die allgemeine Praxis auswirkt. Sollte es Absicht sein, dass die Petition kurz vor dem Anästhesisten-Kongress im BJK stattfindet, finde ich das auch okay. Ich nehme an, dass rituelle Beschneidungen (jüdische und muslimische) ursprünglich so gemeint sind, dass sie weh tuen SOLLEN, und das ist ein Argument dafür, dass sich der Staat in dieser Frage klar positioniert und keine Grauzone zulässt.
Veränderung kann und muss allerdings auch von aufgeklärten Eltern ausgehen. Meine strategische Frage: ich bin mir nicht sicher, ob unsere Seite zur Zeit mehr tun sollte, als Leute wie Deusel und Graf öffentlich mit den Problemen in ihrem "Behandlungskonzept" zu konfrontieren und kommunikativ 'festzunageln', so dass sie dazu Stellung nehmen müssen (oder eben öffentlichi 'rumeiern'). Und dann den Eltern Zeit geben, ihre Meinung zu bilden. Ist nur so eine Idee, ich habe mich mit so Fragen, wie sich die jüdischen Gemeinden in Deutschland entwickeln, nicht beschäftigt.
Betr. deutscher Geschichte und Kritik an jüdischem Ritual: ich finde, wir dürfen so etwas öffentlich kritisieren - man bildet zusammen eine Gesellschaft, und die Gesetze gelten für alle. Aber wir sollten während solcher Diskussionen die Verbrechen der NS-Zeit und was sie für die deutsch-jüdischen Beziehungen bedeuten, sehr wohl noch 'auf dem Schirm' haben. Die Formulierung mit den besonders schutzwürdigen jüdischen Kindern legt leider auch aus meienr Sicht den Vergleich von Nazi-Verbrechen mit den religiösen Genitalverstümmelungen nahe. Dazu kommt, dass es nach einem Bedürfnis klingt, etwas an der deutschen Geschichte gutzumachen. Indem man die Nachfahren der damaligen Opfer 'zu ihrem Besten bekehrt'. Da wäre es zu verständlich, wenn die betreffenden Eltern vor ihrer Bekehrung davonlaufen. Leider ist die Petition jetzt mit dieser Formulierung raus, mir fällt es schwer, sie damit zu unterzeichnen.
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was ich hier über Transsexuelle geschrieben habe, war nicht ganz ernst und nur als Rumbohren in den Widersprüchen der grünen Jugend gemeint. Ich bin definitiv gegen Genitalverstümmelungen bei allen Jungen, Mädchen und zwischengeschlechtlichen Kindern!
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mhm
hier schreibe ich nur zu dem Verlauf der Diskussion, nicht zu der Petition. Ganzkind bekam das Wort "infam" zu lesen, bevor er fragte, ob hier niemand Mitgefühl mit Säuglingen hätte. Letzteren Satz KANN man manipulativ finden - verstehe ich - ich sehe in dem Satz aber eher eine kleine Provokation, die sich noch völlig in dem Rahmen hält, der zuvor mit dem Wort "infam" gesetzt wurde, -
finde ich eine sehr interessante Entwicklung in Dänemark.
Zitat:
"Untersucht DR2" folgt ein Kamerateam 34 jährigen Leo Milgrom, wenn er
ihre Eltern kontaktiert, um Antworten auf warum er als Kind beschnitten
wurde.Diese Sorge "was wird uns unser Sohn 20 Jahre später fragen" dürfte den Eltern viel bedeuten, Häufig sicherlich mehr als Behauptungen, die Beschneidung des Sohnes sei ihre wichtigste religiöse Pflicht.
Von jetzt an haben junge, jüdische Eltern in Dänemark die Wahl, ihren Sohn beschneiden zu lassen und ihn danach arg autoritär zu erziehen, oder auf die Beschneidung zu verzichten - wenn sie sich potentiell zum Herzinfarkt treibende Familienszenen 20 Jahre später ersparen wollen. Mit den jüdischen Familien in Deutschland kenne ich mich nicht aus, aber ich vermute, dass sie sich nur nach außen hin mit entsprechenden Überlegungen bedeckt halten. -
Es gibt auch Frauen, die sich gegen fgm einsetzen. Frau Schewe-Gerigk von Terre des femmes hat sich gegen den Paragraphen 1631d eingesetzt und war auch an Veranstaltungen dagegen beteiligt. Ich bin da nicht so gut informiert, aber es müssten noch mehr sein.
Ich hoffe, der Feminismus und mit ihm die starke Basis gegen fgm bleibt noch lange genug im Sattel, bis sich die Absurdität herumgesprochen hat, die darin besteht, wenn Jungen nicht gleichermaßen vor Genitalverstümmelung geschützt werden. -
Ich verstehe das Argument von NoCut, dass der zu beschneidende Junge in Wirklichkeit ein Mädchen in einem männlichen Körper sein könnte ... und dass das doch eigentlich auch auch die grüne Jugend überzeugen müsste, sich gegen 'Beschneidung' MInderjähriger ins Zeug zu legen

@ Selbstbestimmung: da bist du auf eine interessante Fährte geraten. Ich habe Janov in seinem Blog gefragt, wie er die traumatischen Auswirkungen der vielen in den USA stattgefundenen/-findenden *Beschneidungen* von neugeborenen Jungen einschätzt. Antwort: "major trauma". Leider konnte ich bislang in seinem Blog und auf der Webseite seines Institutes keine weiteren Äußerungen zum Thema Beschneidung finden, dabei handelten seine lezten beiden Bücher von Sex und von der Entwicklung im Mutterleib.
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tja, ich habe gerade eine weitere Antwort versucht, ist nicht so einfach ...:S
rein auf die Sache bezogen finde ich Empörung über die Stellungnahme der grünen Jugend sehr verständlich, und ich unterstütze den offenen Brief von Mogis. -
okay, diese Stellungnahme der grünen Jugend fordert zu Gegenwind auf.
Dabei sollten wir fairer Weise die Möglichkeit zugestehen, dass die grüne Jugend die Kontroverse intern zulässt und deshalb keine gemeinsame Erklärung zu dem Thema abgeben kann. Dann würde ich darauf hoffen, dass bald eine Erklärung einer Subgruppe der Grünen Jugend gegen MGV folgt.
Kann man natürlich gerne mit öffentlichem Protest gegen die vorliegende Erklärung aus ihnen herauskitzeln.Ich halte diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aber zugute, dass sich viele von ihnen noch in verschärften Abhängigkeit/ sozial schwachen Positionen befinden, wenn sie ihre Traumausbildung abschließen wollen (egal ob jetzt gegenüber Eltern, Ausbildern, etc). Die große Empörung empfinde ich über Leute wie Leitende der Religionsgemeinschaften sowie Leutheusser-Schnarrrenberger oder Jerzy Montag, die karrieretechnisch und in Bezug auf ihre Abgeordneten-Diäten und -Pensionen schon komplett ausgesorgt haben, aber krampfhaft opportunistisch (oder von was auch immer motiviert) dieses Gesetz zur Legitimierung der MGV durchgepeitscht hatten.
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Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Möchte nur darauf hinweisen, dass Jugendliche und Erwachsene, die sich selbst genital verstümmeln, dies aufgrund von schweren, psychischen Problemen als Folge von schweren psychischen Traumata tun können. Gibt eine erschütterde Fallgeschichte auf der Webseite von einem US-amerik. Psychotherapeuten, David Caloff.
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Hallo und willkommen Dailon,
ich kann das nicht einschätzen, womit du da rechnen musst, wenn du dieses Referat hältst. In diesem Falle wäre es vielleicht hilfreich, es mit jemand anderem zusammen zu machen. Das sollte eine Person sein, auf die du in der Referatssituation und möglichst auch hinterher in eurem Schulalltag bauen kannst. -
@ ventus
danke für die Information. Dann hatte ich das falsch erinnert. -
@ Pallas,
kannst du bitte angeben, wo Alice Schwarzer die Kastration eines Mannes durch eine Frau befürwortet hat? Ging es da um David Reimer? Oder war das eine andere Geschichte? -
so, ich wühle mich jetzt nochmal durch diesen ganzen verflixten Themenbereich.
jetzt erstmal nur mal zu dem Artikel, den Alice Schwarzer in 2012 über Beschneidung geschrieben hatte: sie fragt rhetorisch, warum die Köllner Uni-Klinik den Arzt angezeigt hatte, (obwohl sich die Kliniken in anderen Fällen von Gewalt gegen Kinder und Frauen mit Anzeigen zurück halten). Sie erwähnt nicht, dass damals ein Junge an seiner Beschneidung gestorben war, bevor diese Anzeige erstattet wurde und der folgenreiche Prozess in Gang kam - erinnere ich das richtig? Dass ein Todesfall Auslöser für das Köllner Gerichtsurteil war? Wäre sehr nett, wenn mir das jemand schreiben kann.