Vor kurzem habe ich mit einem Bekannten darüber geredet. Er hat mich direkt darauf angesprochen, denn eines dieser Handicaps kann ich nicht verstecken. Er meinte ob da nicht operativ was zu machen wäre, es sei doch eine massive Einschränkung der Lebensqualität, und ich dachte mir nur, ich würde dir jetzt gerne erzählen WAS ein eine massive Einschränkung der Lebensqualität ist. Auf jeden Fall nicht das was du meinst...
Dieses Problem kenne ich leider nur zu gut! Mein Vater hatte letztes Jahr Lymphknotenkrebs, doch ich konnte nicht in dem Maße für ihn da sein wie er mich gebraucht hätte, da ich selbst mit meinem Problem zu kämpfen hatte. Durch meine Einschränkung konnte ich nicht für andere da sein und schon gar nicht mehr für mich selbst. Ich war stark am Zweifeln, ob es überhaupt noch Sinn macht, so weiter zu machen. Das Problem ist das nicht betroffene diesen Verlust, diese Einschränkung meist nicht verstehen können und nur belächeln. Ich konnte, oder wollte nicht mir Eltern oder Freunden über mein Problem reden, deswegen hab ich mich dann auch hier ans Forum gewandt.
Ich sitze manchmal Stunden lang nur da und überlege wie es wäre, alles Rückgängig zu machen. Dieses Gefühle kommt teilweise auch sehr unvermittelt und spontan und ist schon eine starke Einschränkung, da es auch oft in der Arbeit kommt. Mein einziger Ausweg, ich schlafe seitdem sehr viel, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen.
Dieses Gefühl endlich ruhe von den Gedanken zu haben, hat mich dann aus Verzweiflung zu einer Korrekturop getrieben. Nur hat diese überhaupt nicht den gewünschten Erfolg gehabt und mein Leiden im Gegenteil nur noch mehr verstärkt.
So das war jetzt genug geheule, wahrscheinlich werde ich mich deswegen doch mal in professionelle Behandlung begeben müssen. Ob das hilft wird sich zeigen. Auf Dauer ist es eben kein Zustand Tag ein Tag aus an dieser Sache zu trauern, es gibt ja schließlich wichtigeres im Leben. Wenn dies nur so einfach wäre.