Was Smegma ist weiß ich recht gut (über 8 Jahre Tätigkeit in der Urologie). Da hab ich auch Smegma "extra old" erlebt. Interessant finde ich die Aussage von Weguer, dass er die Tendenz von der verhornten Haut der Eichel Richtung normale Schleimhaut auch auf das Smegma zurückführt.
Zur Reduzierung der Hornzellen ist mir noch ein ganz anderer Gedanke gekommen, der etwas abstrus klingt: Bei der sog. Ichtyosis = Fischhaut (Extreme Schuppenbildung z.B. an den Beinen) werden Bäder mit Natriumhydrogencarbonat, also Backpulver, von den Fachärzten empfohlen. Cremes sperren die Haut ab, so dass kein Wasser in untere Zellschichten eindringen kann. Und Wasser ist Voraussetzung für die Schleimbildung. Wasser ist eben Leben und die trockene Eichelhaut ist eben nicht wirklich lebendig. Ich tendiere dazu, das mal auszuprobieren. Wenn jemand schon ähnliche Experimente angestellt hat wäre eine Rückmeldung schön.
Ich hänge hier mal einen Auszug aus einer Fachpublikation an:
5.1.2. Salz
Das Baden in mit Kochsalz oder Salz des Toten Meeres angereichertem Badewasser fördert die Hydratisierung und Keratolyse. Bei erythrodermischen Ichthyosen, Comèl-Netherton-Syndrom und Ichthyosen mit erosiven Arealen können allerdings brennende Missempfindungen hervorgerufen werden, die dieser Therapieoption entgegenstehen. Bei den meisten anderen Ichthyoseformen sistiert das Brennen nach kurzer Eingewöhnung, und ein langsames Steigern der Salzkonzentration von 1 auf bis zu 8% ist problemlos möglich.
Aufgrund der Korrosion der sanitären Leitungen bei Verwendung höherer Salzkonzentrationen ist diese Therapie zumeist stationären Einrichtungen vorbehalten (Küster 2006a). Bei Kindern sollte die Salzkonzentration 3 bis 4 % nicht übersteigen.
5.1.3. Abschuppung fördernde Badezusätze
Zur Unterstützung der mechanischen Keratolyse haben sich Gebrauch folgende Badezusätze als hilfreich erwiesen: Natriumhydrogencarbonat (Natriumbicarbonicum pulvis, in Apothekenqualität oder in Form von Backpulver vom Bäckereigroßhandel erhältlich), Weizenstärke (Amylum tritici), Reisstärke (Amylum orycae) und Maisstärke (Amylum maydis).
Die Alkali-Eigenschaft von Natriumhydrogencarbonat bewirkt eine Aufweichung und Lösung der Keratose. Pro Erwachsenenbad sind 3-4 Handvoll bzw. bis zu 400 g pro Badewanne, bei Kindern bis zu 200 g pro Badewanne notwendig, um die Keratolyse ausreichend zu unterstützen.
Vereinfachend kann statt Natriumhydrogencarbonat auch handelsübliches Backpulver verwendet werden. Der Einsatz von Bäcker-Backpulver ist nicht notwendig, aber auch nicht schädlich. (Küster 2006a+b).
DDG/AWMF-Leitlinien, ML Preil, Bad Salzschlirf
Nach Leitlinienkonsensuskonferenz und Überarbeitung vom 29.07. + 30.09.2008
Ende Zitat
Mal drüber nachdenken?!
Lb. Grüße
Rhoischnook