Ja, du hast Recht was das grundsätzliche angeht.
Missbrauch hab ich die Beschneidung übrigens aus gutem Grund genannt: Es gibt viele Männer, die ihre Beschneidung als Vergewaltigung empfinden - als sexuellen Missbrauch. Von denen, die dann noch durch die Metzitzah gehen mussten, reden wir hier mal nicht.
Trotzdem kann man das bei dem Einzelfall hier nicht anwenden, dafür gibt der Artikel auch viel zuwenig her. Ein Neurologe oder besser noch Neurochirurg kann da eher weiterhelfen. Nochmal: Sollte sich herausgestellt haben, dass die bei der OP was falsch gemacht haben, dann kannst du nach Eintritt der Pubertät da nix mehr machen.
Ja, das ist nur noch Schadensbegrenzung - GUT wird das nie wieder. Hab ich aber auch nicht behauptet. Aber es gibt einen ziemlich breiten Graubereich hier - und wenn man frühzeitig erkennt: "Ups, da läuft was schief! Kann man noch was machen? Ja? Okay."
Dann ist das immer noch besser als wenn man bei der Pubertät feststellen muss: "Noja, so bis 3 Jahre nach der Op hätt man noch was machen können, nu leider nicht mehr. Musst du mit leben, Kumpel."
Dass das nicht mehr GUT werden kann hab ich nie bestritten.
Darum gings mir. Und das festzustellen, dazu bedarf es eines Facharztes - sind ja nicht alle Geldgeier.