Beiträge von Tante Jay

    Gerade mit Lena Nyhus gesprochen - mehr oder weniger. Kleiner Austausch via Facebook.

    Sie meint, es ist nicht mehr die Frage "ob" sondern nur noch "wann". So ziemlich jeder Politiker ist inzwischen davon überzeugt, dass es eine Altersgrenze geben MUSS.

    Und da ich Lena inzwischen schätzengelernt habe (meine Herren, die Frau hat Power), glaube ich auch, dass sie da Recht hat.

    :)

    Die größte Gefahr ist, dass Mutter hier in den Panikmodus verfällt und mit einem Schlag alles wieder gutmachen will. Das geht aber nicht. Der Schaden ist da und kann begrenzt werden - mehr nicht.

    Wenn sie jetzt den Kids die Wiederherstellung mehr oder weniger aufschwatzt, macht sie denselben Fehler wie zur Geburt in die andere Richtung:

    Bei der Geburt:
    SIE war der Meinung, dass die Vorhaut weg gehört, SIE hat entschieden. Das Kind? Wurde nicht mit einbezogen in die Berechnungen.

    Jetzt:
    SIE fühlt sich scheiße. SIE will sich besser fühlen. Also will SIE dass die Jungs wiederherstellen.

    Nicht gut. Beides nicht.

    In solchen Fällen rate ich den Müttern eigentlich immer, dass sie mit den Kindern reden sollen. Klarmachen: Verdammt, ich hab einen so großen Fehler begangen, ich wußte es einfach nicht besser. Und sich entschuldigen.

    Und dann die Infos über Vorhautrestoration und anderem jemandem überlassen, der mehr in die Peer-Group passt. Das ist bei den Amis eigentlich sogar verdammt einfach, weil die da echt gut vernetzt sind. Die haben auch viele Teenager dabei, wo die Mütter sich zum Teil *deutlich* anders anstellen. Ja, anstellen ist hier wörtlich gemeint. Einige dieser Furien würde ich liebend gerne übers Knie legen.

    Das heißt: Kontakt herstellen z.b. mit Intakt America - und vielleicht in ein Forum lotsen. Und da können die dann (allerdings hier nicht unbeaufsichtigt) sich schlau machen. Das sollten die Kids alleine machen - und pro und contra für sich selbst abwägen.

    Es wurden ihnen in Bezug auf ihr Genital schon so viel an Entscheidungen abgenommen - diese MUSS bei ihnen bleiben. Also: Zugang zu den Infos geben, aber selbständig recherchieren lassen. Wenn sie wiederherstellen wollen, NICHT helfen sondern schön alleine machen lassen, es sei denn, sie FRAGEN.

    Wenn Mutter jetzt dead set auf Wiederherstellung ist, dann verwirrt das die Jungs vor allem, wenns nicht ordentlich erklärt wird. "Wieso schneidet Mama uns das eigentlich erst ab, wenn wir jetzt durch diese Peinlichkeit gehen müssen, um das wiederzurkriegen,w as doch ab sollte"

    Gerade in dem Fall kommts zu 100% auf das an, wie die Mutter jetzt auf die Kinder zugeht. Ein Fehler und das kann ne Katastrophe geben.

    Ich auch nicht. Ich glaube aber nicht, dass ich den Doc-Namen erfahre. ;)

    Bei der Gelegenheit eine kleine Anregung.

    Intact America hat ein Infopaket, dass sie Kinderärzten zukommen lassen, die so Sachen bringen wie "gucken sie, das *RUPF* müssen sie bei jedem Windelwechsel machen und vor allem ordentlich drunter schruppen, damit das sich nicht entzündet" *kind brüllt wie am Spieß*
    "Ja, aber das tut ihm doch weh?"
    "Joah, aber wenn sie nicht beschneiden wollen, führt da kein Weg dran vorbei"

    Gibt es solche Infopakete hier auch? Und werden die an Ärzte verschickt?

    Hinter Bonobo 3D steckt entweder Brian Herrity oder James Loewen, für die, die die amerikanischen Intaktivisten kennen - ich meine, es wäre James. :)

    Meine Herren, dass Vernon Quaintance endlich eingefahren ist. Der Arsch hat die Gilgal-Society gegründet und alle namhaften circumfetischisten unserer Zeit dort versammelt: Edgar J. Schoen, Betrand Auvert, Brian Morris...

    Mann, das war überfällig. Das ist so ein Widerling :(

    Huhu,

    mir ist die Anfrage einer besorgten Mutter in den Kasten geflattert, die einen intaktfreundlichen Arzt in Frankfurt/Main benötigt.

    Sie war bei einem Arzt und ihr kennt das: "Phimose, hier ist der Termin, das beschneiden wir und dann ist alles gut" - sie hat aber instinktiv gesagt: Nein. Also: Kein Termin und das soll sich erstmal ein vorhautfreundlicher Doc angucken. :thumbup:

    Kennt ihr einen in der Nähe? Wäre super. :)

    <3 im voraus.

    Guy, dass *wir* das hier verbieten müssen: Keine Frage.

    Aber wenn du weltweit eine Veränderung zum Besseren bekommen willst, dann muss das in der Tat aus dem Inneren heraus kommen.

    Und das ist - gerade beim Judentum - schwierig. Denn Sturheit hat denen über Jahrtausende, wo sie konsequent und systematisch Pogromen und Verfolgungen ausgesetzt wurden, beim Überleben geholfen.

    Der Druck von außen kann insofern nur helfen, als das man Denkanstöße gibt. Viele Menschen (das siehst du gerade bei den Amis grade sehr schön) hinterfragen Traditionen einfach nicht. "Hamwa immer so gemacht - war nie ein Problem - warum sollte es...äh, say WHAT?" läuft tatsächlich in Einzelfällen. Und diese Einzelfälle, die es besser wissen, werden mehr.

    Das ist ein fließendes System. Und kennzeichnet auch eine lebendige Religion. Religionen und Gesellschaften, die sich nicht weiterentwickeln, sind tot und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie endgültig enden.

    Dass das im Falle des Judentums sehr lange dauern kann - zumindest nach menschlichen Maßstäben: Yop.

    Nimmst du geologische Zeitalter, wirkts kürzer. ;)