Beiträge von Sokrates

    dass die Ex einen Juden geheiratet hat - hier geht es nur um medizinische Aspekte!

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3263948,00.html


    Ja ich kenne diesen Fall. Als ich damals begann mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, habe ich mich auch mit dem Fall beschäftigt. Der Fall war aber damals schon älter.

    Klasse, dass du diesen Fall in Erinnerung rufst.Der Fall ist für Deutschland besonders Relevanz, weil es hier ja um eine Beschneidung wegen einer bekannt-erweise oft überdiagnostzierte Phimose geht.
    Es ging darum also zumindest zum Teil um eine rechtliche Bewertung, wann eine Beschneidung als medizinisch notwendig anzusehen ist.

    Der Anwalt des Vaters war übrigens David J. Llewellyn (1), der durch einen Schadenersatzklage den Hersteller der Mogen-Klemme durch eine Schadensersatzklage in den Konkurz brachte. Die Klemme, von denen noch viele im Umlauf sind, wird weiterhin genutzt.

    1. http://www.cirp.org/news/chicagotribune2006-06-14B/

    Ich kenne den Artikel - meine ich jedenfalls- der Artikel ist relativ alt, ich glaube noch vor dem Kölner-Urteil.

    Ganz allgemein hat Springer seine Kommentar-regeln verändert. Früher wurden alle Kommentare frei-geschaltet und danach moderiert. Heute müssen sämtliche Kommentare freigeschaltet werden.

    .... und unterstreichen die sexuelle Bedeutung der Vorhaut

    Nachdem sich zuvor schon sämtliche Kinderombudsmänner und-frauen der skandinavischen Länder zusammen mit den Kinderärtzeverbänden und Kinderchirurgenverbänden dieser Länder für ein Verbot der medizinisch unnötigen Kinderbeschneidung ausgesprochen haben, folgt nun die Nordic Association for Clinical Sexuology (NACS) (dt. wörtlich" Nordische Gesellschaft für Klinische Sexuologie") mit einer entschiedenen Position für die genitale Unversehrheit von männlichen Kindern.
    Die Nordic Association for Clinical Sexuology umfasst die Gesellschaften für Sexualforschung aller skandinavischen Länder und jene Estlands.



    Bericht auf der arclaw -Seite

    Offizielles Pressedokument der NACS (PDF)

    Bedauerlicherweise haben deutsche/deutschsprachige Medien meines Wissens nicht über diese Standpunkterklärung immerhin gleich sechs Gesellschaften für Sexualforschung berichtet.

    Meinst Du dass er Der Satz war? Ich denke nicht. Den Satz , den ich aufgrund seiner Pauschalisierung auch nicht gelungen finde, halte ich nicht ausschlaggebend. Der Satz hätte vielleicht einen Kinderchirurg erzürnt, nicht aber die beiden Autoren dieser Info-Seite über Religionen. Ich denke eher, dass 1. Beschwerden nie besonders gut ankommen, 2. der letzte Satz von Wequers 2. Brief der Knackpunkt war.


    Zitat

    Ich will/kann niemandem etwas unterstellen, aber ich bin überzeugt, dass
    die betreffenden Religionsvertreter nichts gegen diese Darstellung
    einzuwenden haben.


    Die Religionsvertreter sicher nicht.... Aber wie sieht es mit den Seiten-Machern aus? Ich habe anfangs nicht gedacht, dass diese eine besonders positive Grundeinstellung zur Beschneidung haben, ich bin mir jetzt nicht mehr so sicher. Wie denkst du darüber?

    Ich weiß auch nicht. Zuerst hatte ich ja geglaubt, es handle sich bei den Texten nur um das Produkt von Desinformation, Unwissenheit und generellen Desinteresse am Thema. Aber wenn man sich einige der Änderungen anschaut, könnte man meinen, die Macher seien bemüht, die Beschneidung
    weiterhin möglichst verharmlost darzustellen. Man könnte auch man beinahe auf die Idee kommen, dass die Seiten-Macher uns provozieren wollen. Nicht so wichtig wird zu nicht lebenswichtig?- "tolle Verbesserung". Aber wie gesagt, dass sind nur meine Spekulatione.

    Was war an Wequers Schreibe den so "aggressiv" .( Davon abgesehen, dass aggressiv ein relativer Begriff ist. ) Kann mir jemand erklären, was an Wequers Schreibe so als aggressiv hätte werden könnte. Wequers erster Artikel war natürlich kritisch und direkt - aber nicht unhöflich.
    Vielleicht ist es so, dass manche Personen allzu direkte, pure Kritik -ohne ein paar lobende und anerkennende Worte, direkt als persönlichen Angriff werten oder aggressives Auftreten werten können.

    Zitat

    Sie dürfen sicher sein, dass ich es nicht auf sich beruhen lassen werde,
    wenn Sie auf Ihrer Seite über einen chirurgischen Eingriff, der viele
    Jungen und Männer körperlich und seelisch traumatisiert zurücklässt,
    weiterhin und wider besseres Wissen falsch informieren.

    Vielleicht ist es diese Textzeile hier, die als aggressive gewertet wurde.


    Und wie sieht es mit dem zweiten Vorwurf aus, dass "etliche Beiträge" unter die Gürtellinie gehen würden? Ist an diesem Vorwurf was drann, oder ist das nur verständliche Wut über die Beschwerde?


    PS: Vielen Dank an Wequer für seine Hartnäckigkeit und seine viele Mühe, die er für seine Briefe aufgebracht hat, insbesondere seine Arbeit, die auf der Seite dargestellten Falsch-Behauptungen zu erwidern. Die Erwiderungen sind ihm sehr gut gelungen.


    Ich würde auch zwar auch behaupten, dass Herr Gauck eine zwielichtige Figur ist, aber Probleme habe ich mit folgenden Zeilen:

    Zitat

    Dabei haben „Stasi“ und „IM“ nichts anderes getan als andere
    Geheimdienste auch, die einen im Dienste des Kapitals, die anderen für
    den Sozialismus. Im Gegenteil: verglichen mit Verfassungsschutz und BND
    waren sie Waisenknaben; und Nazi-Mörderbanden wurden von ihnen auch
    nicht gedeckt.

    Die riechen nicht nur nach Geschichtsklitterung, das ist Geschichtsklitterung. Schade, bis auf die letze Hälfte, die sich unangemmessenen Übertreibungen verirrt, ein netter und kritischer Artikel.

    "Unvoreingenommen"
    Die beiden Damen scheinen unvoreingenommen so zu verstehen, dass wenn es eine Pro und KontraPosition gibt, die "gute" unvoreingenomme Position irgendwie eine "Dazwischen-Position" wäre. Da fängt ja schon das Problem an.

    Der Ansatz ist an sich schon fragwürdig.
    Ist zwischen der Position "Arsen ist gesundheitsschädlich" und "Arsen ist gut für die Gesundheit" die Position "Arsen ist weder gut für die Gesundheit noch gesundheitsschädlich oder beides" die "unvoreingenomme Position". Das ist doch ein Witz. Also ich würde Leute, die der Meinung sind, der Arsen-Konsum weder schädlich noch förderlich extrem voreingenommen sind - fatal voreingenommen.

    Eine unvoreingenommen Position ist eben keine zentristische Position zwischen zwei Extremen, jede Position lässt sich zwischen zwei Extreme einordnen, sondern kann Position auf Basis einer unvoreingenommen Betrachtung der Fakten, und ethnischer Prinzipien.

    Noch dazu geht es hier bei der Kinderbeschneidung um eine Zwangshandlung, um bei unserem Gift-Beispiel zu bleiben, bedeutete dies, eine Person zu zwingen Arsen zu essen, oder grundsätzlich nie Arsen zu sich zu nehmen. Und bei solchen Zwangshandlungen ist eine zentristische Position oder Dazwischenposition, die noch lange nicht unvoreingenommen ist. Ein anschauliches Beispiel ist die Sklaverei

    Die ablehnende Position ist: "Sklaverei ist unmoralisch und soll abgeschafft werden". Die befürwortende Position lautet: "Sklaverei ist gut, und förderlich und jeder sollte Sklaven haben". Ist dann die Position, dass Sklaverei weder gut noch schlecht ist, und stattdessen Sklavenhalter eine "informierte Entscheidung" darüber treffen sollen, ob sie ihre Sklaven entlassen sollen oder nicht, eine "unvoreingenommene Postion". Das ist noch nicht mal eine Dazwischenposition - zwischen Befürwortung und Ablehnung, das ist eine milde befürwortende Position.
    Und so ist es auch bei der Zwangshandlung der Beschneidung, die zentristische Position zwischen Beschneidung für niemanden und genitale Integrität für alle und Beschneidung ist klasse und alle Jungen sollten beschnitten werden, ist in der Tat eine gemäßigte befürwortende Position - denn grundsätzlich ist es ja ok, ja sogar gut, wenn Eltern ihre Kinder beschneiden lassen.

    Von der Definition der Krankheit - über die Behandlungsempfehlungen bis hin zum Diskurs der Auswirkungen der Zirkumzision steht alles im krassen Gegensatz zur medizinischen Forschung und - wie die jüngsten Ereignisse zeigen- zur Kondensmeinung europäischer Kinderärzteverbände - ja selbst zur Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendchirurgie.

    Und ausgerechnet Mr Riccabona muss einen beim "Urologisches Winterforum der LMU München, Tegernsee, Februar 2012" einen Vortrag über "Vorhautprobleme bei Kindern" halten und sein Unwissen verbreiten.

    Hallo,
    es wird Zeit, dass ich mich hier im Forum mit meinem Erfahrungsbericht vorstelle. Ich habe darin gradenlos alles aufgeschrieben, woran ich mich in diesem Zusammenhang erinnern kann. Da er dadurch etwas länger geworden ist, habe ich ihn als PDF angehängt. Ich möchte ihn in dieser Form auch an anderen Stellen veröffentlichen.

    Ich bin von deinem Bericht begeistert. Ich hoffe es hört sich nicht zynisch an, schließlich geht es um ein Thema, dass dir sehr viel Leid und Schmerzen verursacht hat .
    Vielen, vielen Dank lieber Laffelrog, dass du dir die viele Mühe und Arbeit gemacht hast, deine Geschichte so ausführlich und gründlich und in einer schön ausgearbeiteten Form niederzuschreiben. Wir wissen, dass - von der vielen Schreibarbeit abgesehen- nicht einfach war alles wieder Revue passieren und hoch kommen zu lassen. Das ist ein schmerzhafter Prozess.

    Es gibt viele Dinge in deinem Bericht, auf die man in der Diskussion näher eingehen kann, er deckt viele Aspekte des Eingriffs ab- von den oft unnötigen medizinischen Indikationen (Stichwort Phimose) bis hin zu den sexuellen Folgen und der psychischen Auswirkungen.

    Ums kurz zu machen, der Bericht vergleicht die Studien von Payne et al. (2007) und die Frisch et al. Studie, über die auch hier im Forum berichtet wurde


    Hier werden zwei Studien miteinander verglichen, die eigentlich nicht miteinander vergleichbar sind.

    Bei der Payne- Studie handelte es sich um eine Studie über die Penissensibilität, bei der die Sensibilität "direkt am Subjekt" mittels spezieller Messinstrumente objektiv gemessen wurde. Sie ist mit der Sorrels-Studie vergleichbar mit dem Unterschied, dass die Empfindlichkeit der Vorhaut nicht untersucht wurde.
    Zur Kritik der Payne-Studie und ihrer Schwächen siehe: http://www.circumstitions.com/Sexuality.html#payne

    Bei der Frisch-Studie handelt es sich um eine Studie über die möglichen Folgen der Zirkumzision auf Basis von Befragungen beschnittener und intakter Männer und deren Partnern.

    Das sind eigentlich zwei völlig unterschiedliche Studien -- sowohl was ihre Ziele als auch ihre angewandte Methodik anbelangt.

    Zudem scheinen die Autoren des fembloc Berichts die Frisch et al Studie nicht wirklich gelesen zu haben, denn diese Studie stellte weit mehr Negativffolgen für die Partnerinnen beschnittener Männer fest als "nur", "Schmerzen beim Sex".

    Zitat

    Die Studie von Frisch et. al (2011), ... bekräftigte diese Ergebnisse: Die Studie stellte fest, dass die Beschneidung des Mannes mit einer Vielzahl sexueller Schwierigkeiten bei deren Partnerin vergesellschaftet ist, insbesondere Orgasmus-Schwierigkeiten, Schwierigkeiten mit der Penetration, schmerzhaftem Geschlechtsverkehr und ein "Gefühl der unvollständigen Erfüllung der sexuellen Bedürfnisse".

    Quelle: doccheck-flexicon

    By the Way: Unser alter Bekannter, Muhanad Abu Baker, schreibt auf seiner

    Oh mein Gott, was ist denn das für ein Arzt. Er ist kein "fertiger" Facharzt.

    Arbeitet in einer Kinderarztpraxis, obwohl er kein Kinderarzt ist. Führt Beschneidungen durch obwohl er kein fertig ausgebildeter Facharzt eines operativ-tätigten Ausrichtung ist, und auch keiner werden will.

    Gibt es mehr Informationen über diesen Arzt.

    Eine vor kurzem veröffentliche Schweizer Studie zeigt, dass Kinder nach Zirkumzisionen (aber auch anderen Operationen) trotz erfolgter Schmerzbehandlung häufig unter starken postoperativen Schmerzen leiden, weil die postoperative Schmerzbehandlung in vielen Fällen unzureichend ist. Laut den forschenden Ärzten vom Luzerner Kantonsspital kommen stellten fest, dass 19% der Jungen, die einer Zirkumzision unterzogen wurden, "insuffizient behandelte Maximalschmerzen (Skala nach Hicks 0–10) und/oder den Wunsch nach mehr Schmerzmitteln" angaben.

    Balga I, Konrad C, Meissner W. PostoperativeQualitätsanalyse bei Kindern [Pediatric postoperative quality analysis :Pain and postoperative nausea and vomiting] . Anaesthesist. 2013 Sep;62(9):707-19.

    Das Paper zur Studie ist auf deutsch verfasst. Frei zugänglich ist der Abstract.
    Den englischsprachigen Pubmed Eintrag findet sich hier.

    Zitat

    Die teilnehmenden Kinder ließen sich in 5 ambulante Operationsgruppen (Hernie, Knochen, Metallentfernung, Penis, Weichteil) und 9 stationäre
    (Appendektomie, Knochen, Metallentfernung, Orchidopexie, Kombinationsoperation: Orchidopexie und Hernienoperation oder Zirkumzision, Otoplastik, Tonsillektomie, Trichterbrustoperation, Weichteil) einteilen.
    Folgende Operationsgruppen gaben insuffizient behandelte Maximalschmerzen (Skala nach Hicks 0–10) und/oder den Wunsch nach mehr Schmerzmitteln an: ambulant versorgte Kinder: Zirkumzision 5,1/19 %, stationär versorgte Kinder: Appendektomie 6,5/43 %, Tonsillektomie 6,4/32 %, Trichterbrustoperation 7,7/33 %, Orchidopexie 4,2/19,4 % und Otoplastik 3,1/22,2 %.
    Die Ursachen hierfür waren ungenügende postoperative Schmerzmittelverabreichung trotz der maximal verordneten Tagesdosis sowie wahrscheinlich verspätete Verabreichung der Schmerzmittel.

    Nicht der erste Verbotsantrag - Verbot von medizinisch nicht-notwendigen Beschneidung Minderjähriger bereits 2001 geplant

    Das war nicht das erste mal, dass ein Gesetzesentwurf zum Verbot der nicht-medizinischen Beschneidung minderjähriger Jungen eingereicht wurde- Auch ein Mitglied der gegenwärtigen Regierungspartei des Premierministers hat einen solchen Gesetzeseinwurf eingereicht.

    Zitat

    In September 2011, two prohibition bills were proposed to Parliament:
    one by the xenophobic Sweden Democrat party and the other by an MP for
    Moderaterna, the Prime Minister's party.
    http://www.thejc.com/news/world-new…ht-against-brit

    Der ursprüngliche Fassung des von den Sozialdemokraten konzipierten und auch erlassenen Gesetzes von 2001 beinhaltete übrigens auch ein klares Verbot jedweder "nicht-medizinischen" Beschneidung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

    Auch der Schwedische Kinderärzteverband hat sich für ein Verbot, nicht "nur" eine Abschreckungspolitik wie der Niederländische Ärztebund, ausgesprochen.

    Wenn ich solche kecken Worte von einem MANN höre, sage ich:
    Nicht soviel quasseln, VORMACHEN!
    Hic Rhodus, hic salta! Hannemann, geh du voran! Mit "angemessener" EMLA-"Betäubung".

    Und dann ziehen sie auf einmal alle den Schwanz ein. :D

    Das ganze Gequassel wäre viel glaubhafter, wenn das mal einer vormachen würde. Dass das doch alles ein Klax ist, ganz harmlos.


    Wohl wahr so ist es. Eigentlich hätten sämtliche männlichen Mitglieder die diesem Gesetz zugestimmt haben, die angebliche Harmlosigkeit des Eingriffs, dadurch beweisen müssen, indem sie sich dem Eingriff selbst unterziehen. Natürlich nur mit nötigen Schmerzen -also alles, was sich durch eine Emla-Salbe nicht abtöten lässt.