Beiträge von Sokrates

    Welchen Artikel von Rebecca Slater?

    PS: Frau Deusel scheint geradezu zwanghaft zu lügen. Sie lügt entweder aus Unwissenheit oder aus Vorsatz um ihre geliebtes Ritual, das sie selbst ausführt zu verteidigen - Ich vermute einen Mix aus beiden Ihre Aussagen über die medizinischen Aspekte lassen sich einer nach dem anderen widerlegen, es sind nachweisbare Falschaussagen - ihre Aussagen über das Nervensystem von Neugeborenen lassen nur zwei gleichfalls ungute Schlüsse zu. Entweder sie hat als Oberärztin die letzten 30 Jahre in Sachen medizinischer Forschung über das Schmerzempfinden und Neurologe des Neugeborenen verschlafen und kennt keine einzige der Stellungnahmen zu diesem Thema von deutschen oder ausländischen Ärztegesellschaften, oder aber sie weiß es besser und lügt.
    Überdies muss sich auch noch Männer und Jungen als unhygienische Schweine - um Frau Deusel- zu paraphrasieren, beleidigen.

    Vielen, vielen, vielen Dank für deinen Einsatz liebe Susanna.

    Wirklich meine Hochachtung. Dort hinzugehen, und sich das anzutun, und dann noch den Mut aufbringen und diese Person zu konfrontieren- das ist wirklich eine Leistung.


    Die "Vorteile", die Frau Deusel der Beschneidung anhängt werden von auf der Seite beschneidung-von-jungen und auch in der Stellungnahme des Niederländischen Ärztebundes ausführlich besprochen.

    Du bist dir da sicher?


    Ganz abgesehen davon, wie demokratisch ist es eigentich ausgerechnet eine Funktionärin einer Partei, die nur 4 Prozent der Wählerstimmen - trotz entschiedener Unterstützung unter Teilen der Medien- auf sich vereinen konnte, noch dazu eine Funktionärin die vorsitzende des Landesverbandes war, der ebenfalls mit einem noch geringeren Stimmenanteil aus dem Landtag flog solch einen Posten zu besorgen?

    Bei der beschäftigung mit der Fachliteratur zum Thema Phimose wie auch mit dem Thema Phimose allgemein ist eine Sache extrem wichtig:
    Es gibt leider keine allgemein gültige, internationale Definition von pathologischer Phimose.

    D. h. die Begrifflichkeiten physiologische Phimose, pathologische Phimose, Vorhautverklebung usw werden je nach Alter der Publikation und Autor wild durcheinander gewürfelt und können unterschiedliche Bedeutungen annehmen. Es versteht sich von selbst, dass diese uneinheitliche Bezeichnungsweise Missbrauch Vorschub leistet, wie sie etwa vor kurzem im FAZ Artikel "Guter Schnitt" beschrieben wurden.

    Deshalb müssen wir uns beim Lesen von Fachartikeln immer folgende Frage stellen:

    Was versteht der jeweilige Autor genau unter Phimose bzw. pathologischer Phimose und entspricht diese Definition dem aktuellen wissenschaftliche Forschungstand über die Entwicklung der Vorhaut und des Penis?

    Schankar und Rickwood definieren eine pathologische Phimose sehr eng als eine Phimose infolge von Lichen slerosus. Was ist dann mit Phimosen, die infolge von vorzeitigen Rückziehversuchen oder Entzündungen und darausfolgender Vernarbung entstanden sind?

    Im Sorgerecht nicht, aber es gibt zB verschiedene Umstände, wo es erlaubt ist, fremde Grundstücke zu betreten ( ein skurriles wie beliebtes Beispiel ist § 962 BGB : Der Eigentümer eines Bienenschwarms darf zur Verfolgung eines ausgezogenen Bienenschwarms fremde Grundstücke betreten - wäre strafrechtlich Hausfriedensbruch ) . Oder das Vermieterpfandrecht - der Vermieter kann im Falle von Mietschulden eigenmächtig Inventar des Mieters pfänden, sofern sie nicht den Pfändungsschutzvorschriften unterliegen- wäre strafrechtlich Diebstahl oder Unterschlagung . Das sind nur einige wenige Beispiele.


    Ok, aber im Familienrecht gibt es dies nicht. Bei Körperverletzungen doch eigentlich auch nicht.

    Bei der Zirkumzision wird die Ader die durch das Frenulum geht und den Harnröhrenausgang mit Blut versorgt notwendigerweise durchtrennt. Daher kommt es dort zu einer Unterversorgung und bei 30% der Zirkumzisionen zu einer Verengung des Harnröhrenausganges. Im Übrigen ist eine Beschneidung im Alter von 10 Jahren nicht angezeigt, weil wie Du selbst sagst, sich die Verklebung und auch eine Vorhautverengung falls diese überhaupt vorhanden war, bis zur Pubertät Zeit gehabt hätte sich zu lösen. Leider sind auch heute noch die meisten Kinderärzte der Meinung dass die Vorhaut spätestens mit 10 Jahren zurückziehbar sein müsste. Die Tabelle von Jakob Osters will keiner kennen. Nach dieser haben 44% der 10-jährigen noch keine vollständig zurückziehbare Vorhaut. [url=http://flexikon.doccheck.com/de/Phimose]http://flexikon.doccheck.com/de/Phimose[/url]


    So ist es. Es ist ja nicht nur Jakob Oster der die Entwicklung der Vorhaut beschrieben hat. Kayaba kam -30 Jahre später und auf der anderen Seite der Welt zu einem aufällig ähnlichen Ergebnissen. Die Abweichungen von Kayabas Werten zu Osters sind minimal.

    Allerdings hat Jakob Oster seine Ergebnisse, auch in einer missverständlichen Weise dargestellt. Aber das ist ein anderes, wenn auch immens wichtiges Thema, dem wir einen eigenen Thread widmen sollen.

    Danke, Picard_72.

    Ich hoffe, daraus wird klar, dass es sich beim " Übertrumpfen" nicht um Präzedenzfälle handelt, sondern um ein ganz normales juristisches Vorgehen.


    Ok, aber meine Frage war ja, gibt es andere Paragraphen im Bürgerlichen Gesetzbuch, die Tätigkeiten, die eindeutig in den Bereich eines Strafastbestand fallen würden, aus diesem wieder herausheben - die also ähnliche Rechtsfertigungsgründe liefern?


    Im Prinzip ja, wobei ein Jurist wohl kaum diese Worte benutzen würde. Bei der Beschneidung bleibt der rein strafrechtliche Tatbestand ja grundsätzlich zunächst bestehen. Er bleibt aber wegen der Bestimmungen im BGB straffrei. Ebenso bei ärztlicher Behandlung. Hier greifen die im BGB niedergelegten Bestimmungen über die Einwilligung.


    Gibt es da Präzedenzfälle? Ist also althergebrachte Praxis, durch gewisse Privilegien und Vorrechte, festgeschrieben im BGB, einzelne Straftatbestände außer Kraft zu setzen.

    kann wie es dieser Fall sehr stark andeutet, dann sollte das grundsätzlich jedem Bedenken geben selbst dem fanatischen Verteidiger der erzwungenen Beschneidung.

    Zuerst das Gesetz und nun diese eigenwillige Einstellung.

    Die sogenannte "Beschneidungsdebatte" ist, so denke ich, über das Thema der Beschneidung selbst hinaus gewachsen. Jetzt geht es um mehr als "nur" die Frage des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit von Kindern und der Schutz von Kindern vor Gewalt und chirurgischen Eingriffen, es geht mittlerweile auch um noch grundsätzlichere Fragen, etwa "wie steht es mit der Demokratie und dem Rechtsstaat in diesem Land".

    Infolge des Beschneidungsgesetzes im Bürgerlichen Gesetzbuch und unter anderem der Begründung der Verfahrenseinstellung in der Cause Teichman, möchte ich eine allgemeine Frage richten.

    Kann ein Paragraph m Bürgerlichen Gesetzbuch einen Paragraphen im StGB "brechen" also übertrumpfen? Gibt es andere Beispiele wo eine Regelung festgeschriebem im Bürgerlichen Gesetzbuch einen Strafparagraphen ausschaltet oder wird mit dem Beschneidungsgesetz einfach unter der neuen Annahme verfahren.

    Wäre den juristisch Bewanderten unter euch sehr dankbar für antworten.

    Diese Preisliste der Menscherechtsverletzungen ist in der Tat der Hammer.
    Die Schweizer sind schon ein seltsames Völkchen. Verbieten völlig harmlose Minarette, aber aggressives Vermarkten von Kindesverstümmelung ist OK.
    Und dann noch: Je weniger Betäubung, desto billiger-billiger-billiger!

    Ich bin ja auch deiner Meinung und mich ekelt diese Preisliste - dieses "Beschneidungsmenü" einfach nur an, aber wir sollten nicht die Schweizer in Kollektivschuld dafür setzen.

    Besonders eklig an der Preisliste: In den "Genuss" einer Beschneidung mit Narkose kommen die Kinder nur, wenn die Eltern das nötige Kleingeld berappen, ansonsten gibts das "Beschneidungs-Super-Spar-Menü" nur mit kleiner Betäubung und Extra perioperativen Schmerzen.

    Die Gesetze erlauben scheinbar eine solche Werbung und einige Ärzte nutzen dies aus - und wenn sich keine bestehende Partei dafür interessiert und das Thema aufgreift, die Medien diese Werbepraktiken nicht kritisieren um ein kritisches Bewusstsein zu schaffen, kann der einfache Schweizer dagegen auch wenig unternehmen.

    Keine Rede von den Muslimen, nicht "wie eng sie an der Seite der Muslime und Juden stehen" - schließlich gehen 99% der MGM-Fälle auf Muslime zurück.
    6 x "Judentum", 5 x "Juden" 12 x jüdisch..., 1 x "JüdInnen", dagegen 3 x Islam...
    Und wenn "islam..", dann bitteschön in der "richtigen" Reihenfolge: "jüdischen und islamischen"...

    Edit: Und 19 x antisemit..., 3 x antijudaist..., 1 x antizionist... - dagegen 1 x "Islamophobie", aber die ist ja nur "Gerede".


    Genau diese Fokussierung auf die jüdische Seite ist mehr auch mehr als deutlich aufgefallen. Ich nehme stark an, ich habe es zuvor geäußert, dass Feldmann den sogenannten "antideutschen Linken" - einer Splittergruppe unter den Linken- zugeordnet werden kann.
    Feldmann interessiert sich auch nicht wirklich für die Beschneidung selbst, sondern nur insofern, dass sie halt zufällig von Juden praktiziert wird. Wäre unter Juden die Züchtigung von Kindern mit Rohrstock ein religiöser Brauch, so würde sich Herr Feldmann auch für die Legalität der Prügelstrafe aussprechen, und Gegnern dieser Strafe mit seinen Antisemitismus-Beschuldigungen überziehen. Das ist keine Polemik- das meine ich ernst.

    Zitat

    Auffällig ist, dass die Dame alles in einen Topf wirft. Die Angriffe auf
    jüdische Einrichtungen kamen vorwiegend aus der muslimischen Community
    in Malmö, also von ebenfalls Beschnittenen, zu deren Ritualen ebenfalls
    das Schächten gehört. Davon ist bei der Dame aber nirgendwo die Rede.


    Ja genau so ist das kann man nur unterstreichen. Das ist das was meiner Ansicht nach am meisten negativ auffällt, noch vor dem was ich gesagt habe. Alles wird zusammengeworfen. Gewalttätige Angriffe und Anfeindungen gegen Juden aus den Reihen muslimischer Zuwanderer mit den Bestrebungen der Kinderombudsmänner und manchen Politikern zum Verbot der nicht-therapeutischen Beschneidung für alle schweden - Juden, Muslime, Christen, Kritik an der Politik Israels seitens der Schwedischen Linken und etwaiger Antisemitismus unter den autochthonen Schweden - alles wird undifferenziert und ohne die genauen Urheber zu nennen, zusammengewürfelt.

    Man könnte -wenn man das so liest- beinahe auf die Idee kommen, der durchschnittliche Schwede - völlig unabhängig von seiner Herkunft und politischen Affiliation versucht morgens die Beschneidung zu verbieten- natürlich nur bei Juden - verprügelt dann mittags ein paar Juden, die er zu identifizieren meint und marschiert dann abends auf eine Palästinenser-Solidaritätsdemo auf, natürlich einzig und allein, weil er Juden hasst.