Nur, weil es Frauen sind, die etwas wollen, ist es noch lange nicht matriarchalisch. Seit ewigen Zeiten verteidigen Frauen das Patriarchat mit Zähnen und Klauen.
Ja so ist es. Ich denke dass matriachalisch hier der ungeeignete Begriff ist, weil die Gesellschaften, in denen männliche/weibliche "Beschneidung" respektive Genitalverstümmlung betrieben wird, eben nicht matriachalisch sind- (Es gibt nur sehr wenige matriachalisch geprägte Gesellschaften)
Aber Selbstbestimmung hat Recht, wenn auf die Rolle der Frauen/Mütter für die Aufrechterhaltung des Rituals hinweist, was die Erklärung "patriachalische Unterdrückung" als Sinn und Ursprung der FGM wenn nicht widerlegt aber möglicherweise als alleinige Erklärung entkräftet.
ZitatDass würde mich mal interessieren, wo Anti-FGM-Aktivistinnen die "gute" religiöse Motivation bei der MGM gelobt haben.
Man sollte hier unterscheiden zwischen "Anti-FGM-Aktivist/in" - und Journalist/in, die in ihren Texten über die FGM schreibt und diese dann unter unterschiedlichen Argumenten verurteilt. Da gibt es sicher Fälle, in denen die gute religiöse Motivation der MGM mit der bösen frauenfeindlichen/sexistischen/Lustmindernden Funktion kontrastriert wird, ähnlich wie die vermeintlich harmlose Auswirkungen der männlichen Beschneidung mit den schweren Folgen der FGM kontrastiert werden, wobei dies manchmal auch den Zweck erfüllt, bestimmte Religionen oder Religion allgemein von der Praktik freizusprechen.