Nicht nur im Müncher Merkur verbreitet Riccabona gefährliche Falschinformationen
ZitatSehr häufig kommen auch kleine Jungen mit einer zu engen Vorhaut in die Sprechstunde, der Fachbegriff dafür ist Phimose. „Bei Säuglingen und Kleinkindern ist es völlig normal, dass sich die Vorhaut nicht zurückziehen lässt“, erklärt Riccabona. „Aber spätestens mit drei Jahren sollte sich das ändern.“ Und falls nicht? Dann gibt es kortisonhaltige Salben, um die Vorhaut weicher zu machen. In 60 bis 80 Prozent der Fälle ist das allein ausreichend. Wenn nicht, gibt es unterschiedliche OP-Methoden. Entweder werden an der verengten Stelle einer oder mehrere Einschnitte gemacht, die Vorhaut wird dabei erhalten, allerdings verengt sie sich in bis zu 20 Prozent der Fälle erneut. Entfernt man die Vorhaut komplett, gibt es dieses Risiko nicht.
Also auch im Jahre 2013 propagiert Marcus Riccabona als urologischer Oberarzt nachgewiesenermaßen falsche Angaben zur Vorhautentwicklung inklusive einer 3-Jahres-Frist, die nicht nur im krassen Gegensatz zur medizinischen Primärforschung sondern mittlerweile auch der Empfehlungen und Leitlinien der relevanten deutschen und internationalen Fachverbände stehen.
Die Angabe höhere Rezividizrate im Falle der Triple Inzision ist ebenfalls falsch. Die Rezividzrate - das Risiko der erneuten Verengung der Restvorhaut - besteht bei der teilweisen Zirkumzision nicht bei Triple Inzision.