BILD + hat gestern einen Artikel zur Beschneidung veröffentlicht:
https://www.bild.de/bild-plus/ratg…75056.bild.html
Er ist hinter der Bezahlschranke. Es wäre nett, wenn jemand mehr Infos hat.
BILD + hat gestern einen Artikel zur Beschneidung veröffentlicht:
https://www.bild.de/bild-plus/ratg…75056.bild.html
Er ist hinter der Bezahlschranke. Es wäre nett, wenn jemand mehr Infos hat.
Morris bevorzugte Quelle ist - wer hätte es gedacht - er selbst.
Von den 186 zitierten Quellen in Morris Arbeit sind ganze 35 Arbeiten an denen Morris entweder der Hauptautor oder Koautor war.
Wenn man nun bedenkt, dass ein großer Anteil der übrigen Quellenzitate auch die Zitate der Arbeiten der "Beschneidungsgegner" umfasst, an denen sich Morris im vorliegenden Text abarbeitet, bedeutet das, dass ein großer Anteil seiner Quellen, mit denen er beschneidungsfreundlichen Thesen stützt, aus seinen eigenen Quellen besteht.
Die "National Coalition Deutschland" ist keine Regierungskommision ein Zusammenschluss von sehr vielen NGOs zu der übrigens auch Mogis.ev gehört. Aber auch Schulverbände und eine staatliche Hochschule gehört zu den Mitgliedsorganisationen.
Wer möchte, kann sich die Liste der Mitgliedsorganisationen auch ansehen:
https://netzwerk-kinderrechte.de/home/netzwerk/…organisationen/
Es ist gut und begrüßenswert, wenn das Thema Beschneidung von Jungen in diesem Bericht auftaucht. Allerdings denke ich nicht, dass unsere Regierung irgendetwas in dieser Sache unternehmen wird. Der Bericht hat nur empfehlenden Charakter. Dafür können die Organisationen auch nicht.
Ja genau, Innere und Urologie war beides hier im städtischen Krankenhaus.
Bei der Magenspiegelung waren die echt top. War Montags bei der Hausärztin wegen üblen Magenschmerzen und die sofort im Krankenhaus angerufen. Zwei Stunden später war ich dort, Infusion, Blutwerte. Dann Bluttransfusion, am nächsten Morgen gleich die Magenspiegelung. Die Oberärztin hat vor der Untersuchung gefragt, ob ich Probleme mit der Prostata habe.
Der Oberarzt von der Urologie hat im Vorgespräch die Sache gar nicht anschauen wollen. Meinte nur, die Hausärztin habe mit ihm telefoniert und man muss alles entfernen. Als er die Panik in meinem Gesicht sah, "man kann auch versuchen, nur einen Teil, endgültig entscheiden erst bei OP" und ich habe ihm dann gesagt, so wenig wie möglich....
Oh Gott.
Soll das etwa, heißen es fand gar keine körperliche Voruntersuchung vor der Operation durch die behandelnden Urologen im Krankenhaus statt?! Das ist kompletter Wahnsinn.
Ich bin kein Anwalt und ich bin mir nicht sicher, ob dieses Verhalten nicht schon per se illegal ist; aber eine seriöse medizinische Praxis ist das ganz sicher nicht.
Bei einer Operation muss eigentlich vorher das operierte Körperbereich vorab untersucht werden. Es hätte ja sein können, dass irgendwelche Fehlbildungen vorliegen oder sonstige Auffälligkeiten, die bei der Durchführung der Operation besondere Beachtung erfordern.
Der "Sinn" der Überweisung an einen Facharzt besteht darin, dass durch eine eigene Befunderhebung (etwa spezielle fachärztlich Untersuchungsmethoden) eine fachärztliche Diagnose erstellt wird, und auf deren Grundlage dann Behandlungsoptionen zu besprechen und abgewogen werden. Ansonsten bräuchte es keine Fachärzte mehr. Dann könnten die Allgemeinmediziner alles alleine machen. Dass ein Facharzt (Urologe) hier die Diagnosen samt Behandlungsindikation einer Allgemeinmedizinern einfach so ungeprüft übernimmt, ist absolut unseriös.
Letztendlich ist es auch der operierende Arzt, der die Indikation zur Operation gegenüber der Krankenkasse begründen und verantworten muss.
Meinte nur, die Hausärztin habe mit ihm telefoniert und man muss alles entfernen
Die Hausärztin darf - ohne dein Einverständnis - medizinische Befunde und Informationen ihrer Patienten nicht einfach an Dritte weitergeben. Das ist Verstoß gegen die medizinische Schweigepflicht.
Also die Sache stinkt zum Himmel. Dass die Ärztin einfach mit dem Arzt unter Verletzung der Schweigepflicht über dein Genital geplaudert hat, dass der Urologe dann die Diagnose und Indikation zur Operation der Hausärztin quasi blind übernommen hat und gar keine eigene körperliche Untersuchung und Diagnose-und Indikationstellung durchführte, ist keine seriöse Praxis. Allerdings ist nicht alles, was medizinisch nicht korrekt ist, deshalb zivilrechtlich oder strafrechtlich unrechtmäßig. Im Zweifel entscheiden die Gerichte:
Ich würde dir empfehlen, dich an einen guten Anwalt für Medizinrecht zu wenden. Darüber hinaus würde ich dir empfehlen, ggf. zusammen mit dem Anwalt, auch die Krankenkasse in Kenntnis zu setzen. Vielleicht gibt es da Auffälligkeiten bei anderen Patienten in diesem Krankenhaus und der Hausärztin.
Als ich aus der Darmspiegelung aufwachte, war die Oberärztin nicht mehr da. Die Krankenschwester meinte, die Prostata wäre abgetastet worden und ich soll eine "Urinprobe abgeben, sobald ich wieder Wasser lassen kann."
Als ich drei Tage später bei der Hausärztin war wegen Nachbesprechung meinte die Hausärztin, sie hat noch keinen Gewebebefund von der Magenspiegelung, sie ruft die Oberärztin mal an. Denke mal, dass sie dabei darüber auch gesprochen haben.Einen Monat später war ich dann bei der Hausärztin wegen der Gewebeuntersuchung und da hat sie dann mit der Phimose angefangen.
Meine Hausärztin ist eine absolute Hygiene-Fanatikerin. Während Corona hat sie nach jedem Patienten die Türklinke von ihrem Zimmer desinfiziert, bzw. immer selbst geöffnet, damit ja kein Patient die anfasst. Hat auch im Gespräch mehrmals Hygiene und Frauengesundheit betont, "das ist nur ein Hautlappen"
Mal eine Frage: Fand die Darmspiegelung im selben Krankenhaus statt, wo auch die Beschneidung durchgeführt wurde!?
Ich nehme an, dass dich der Oberarzt (ich nehme an, Du hast die Ärztin, die die Beschneidung durchgeführt hat vor OP nicht gesehen) nicht über Behandlungsalternativen aufgeklärt hat.
Ist das Zufall, oder sind Ärztinnen Beschneidungs-Fanatikerinnen? Hat das was mit Feminismus zu tun?
Da es darüber keine objektiven repräsentativen Daten oder harte Evidenz gibt, lässt sich über all dies nur spekulieren. Ich finde das Verhalten deiner Hausärztin jedenfalls übergriffig und nicht normal. Ich finde aber schon diese Genitaluntersuchung bei einer Darmspiegelung für nicht normal. War das vorher so beschlossen?
War dann im Krankenhaus, Vorgespräch wo ich zum Oberarzt meinte: bitte so wenig wie möglich entfernen, weil meine Freundin mit der Vorhaut so schöne Gefühle macht.
Hast Du das irgendwie schriftlich vereinbart!? Weil wenn die Operation am Ende anders durchgeführt wurde, als es vor der OP vereinbart wurde, dann ist deine Einwilligung hinfällig. War dir klar, dass der Oberarzt nicht derjenige sein würde, der die OP durchführt?
Hast Du schon mal daran gedacht, dir einen Anwalt zu nehmen, und zivilrechtlich gegen die Klinik vorzugehen.
Hallo,
Magen und Darmspiegelung wurde von der Oberärztin in Narkose durchgeführt.
Später dann bei Entlassung stand im Arztbrief das Ergebnis der Untersuchung (Magengeschwüre) und "Hochgradige Phimose, therapeutische Evaluation"
Momentmal: Bei dir wurde - ohne dein Einverständnis - unter Narkose eine Genitaluntersuchung vorgenommen!?
Opfer von beschneidungsbedingten Komplikationen werden von Verteidigern medizinisch unnötiger Beschneidungen bei Jungen als eine Art Kollateralschäden betrachtet. Die nekrotisierende Fasziitis ist eine der wohl schrecklichsten Komplikationen:
Die Zeitschrift Urological Case Report veröffentlichte in ihrer neuesten Ausgabe einen Bericht über einen weiteren tragischen Fall eines 7-Monate alten Jungen in den USA, der nach einer Beschneidung eine nekrotisierende Fasziitis davontrug.
Bitte schaut euch den Artikel und den darin enthaltenen Bilder nicht an, wenn ihr zart beseidet seid:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10641598/
Hinter diesem Fallbericht steht das Schicksal eines menschlichen Wesens und entsetzliches menschliches Leid.
Das alles wurde verursacht durch eine komplett unnötige Beschneidung.
Trotzdem ist auch dieser Fallbericht "eingerahmt" in Verharmlosungen der Beschneidung. Die Autoren berufen sich auf vermeintliche Vorteile der Beschneidung und belegen dies mit einer Veröffentlichung des Beschneidungsfanatikers Brian Morris, dessen Thesen in seinem Heimatland Australien nicht mehr ernst genommen werden. Auch betonen die Autoren, wie gering die Komplikationsrate doch angeblich sei und nennt dafür ausgerechnet eine Arbeit als Beleg, die sich gar nicht mit der Komplikationsrate von Beschneidungen befasste und die auch gar keine Aussagen zur Komplikationsrate fällt!
https://journals.openedition.org/zjr/2320#ftn5
Dies hätte nämlich die Konsequenz, dass die Beschneidung – genauso wie im Fall der männlichen Beschneidung (siehe 3.1.1) – als Teil von Religionsfreiheit verstanden werden und entsprechende Legitimation erfahren könnte. Entsprechend ist es für die WHO wichtig, die allgemeine Negierung von Religionen afrikanischen Ursprungs implizit aufrechtzuerhalten."
Wobei man hier nicht auf traditionelle afrikanische Religionen zurückgreifen muss. Die weibliche Beschneidung ist in Teilen des sunnitischen Islams eine religiöse Pflicht.
In der schaffitischen Rechtsschule des sunnistischen Islams ist die weibliche Beschneidung genauso eine Pflicht wie die männliche Beschneidung.
Und überall in der islamischen Welt, in der die schaffitische Rechtsschule vorherrschend ist, ist die Beschneidung von Mädchen auch verbreitet.
Schaut euch diese Karte an: Dunkelblau sind die Gebiete und Länder, in denen die schafiitische Rechtsschule dominiert. Und all diesen Ländern - Ägypten, Somalia, Eriteria, Malyasia, Indonesien - ist die weibliche Beschneidung auch ein weit-verbreiteter religiöser Ritus.
Edit Forenleitung: Autor der Karte: Peaceworld111 Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
Das ist wirklich ein übles Machwerk.
Ich habe mir das auch noch mal angesehen. Ich möchte noch mal etwas zum Vergleich der weiblichen mit der männlichen Beschneidung anmerken.
Weber vergleicht zunächst - korrekterweise - die Entfernung der Penisvorhaut mit der verbotenen Entfernung Klitorisvorhaut! Sie weist aber dann aber der Klitorisvorhautentfernung die Komplikationen schwererer Formen der weiblichen Beschneidung vor (Infibulation bzw. pharaonische Beschneidung, Klitorisspitzenamputation) zu:
ZitatZu beachten sind jedoch die unterschiedlichen Konsequenzen der (teilweisen) Vorhautentfernung bei Männern und Frauen. Während hinsichtlich der Risiken und Folgen der männlichen Beschneidung keine gesicherte medizinische Datenlage besteht,109 herrscht im Hinblick auf die Risiken der Beschneidung weiblicher Kinder Einigkeit: Die Beschneidung führt oftmals zu akuten Blutungen, Inkontinenz und Infektionen.110 Auch längerfristige chronische und psychische Belastungen, sowie Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt können hinzutreten.111 Hinzu kommt, dass die weibliche Genitalverstümmelung in Form der Beschneidung überwiegend in afrikanischen Ländern Brauchtum ist.112 Sie wird dort unter hygienisch miserablen Umständen und mit nicht fachgerechten Instrumenten durchgeführt.1
Diese hier genannten Horror-Folgen der weiblichen Beschneidung sind die Folgen der schweren Formen von FGM/weiblicher Beschneidung - aber nicht der bloßen Entfernung der Klitorisvorhaut.
Dass die Entfernung der – relativ kleinen – Klitorisvorhaut Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt verursachen kann, erscheint aus anatomischen Gesichtspunkten nicht nachvollziehbar.
Die Behauptung, "dass hinsichtlich der Risiken und Folgen der männlichen Beschneidung keine gesicherte Datenlage erfolge", belegt Weber nicht mit einer medizinwissenschaftlichen Quelle sondern mit den Ausführungen des Theologen! und Ethikratmitglieds Peter Damrock!
Und diese Aussage stimmt so nicht. Tatsächlich gibt es niemanden – nicht mal die seriösen Beschneidungsbefürworter – der ernsthaft bestreitet, dass die männliche Beschneidung ein Risiko für Komplikationen besitzt. Selbst die American Academy of Pediatrics (AAP), die wohl beschneidungsfreundlichste Ärzteorganisation in der westlichen Welt, erkennt in ihrem mittlerweile stillgelegten "Policy Statement" zur Beschneidung an, dass dieser Eingriff ein Risiko für Komplikationen hat. Nur behaupten sie eben, dass die vermeintlichen prophylaktischen "Vorteile" der Beschneidung dieses Komplikationsrisiko "überwiegen" würde. Die Opfer von Komplikationen komplett unnötiger Beschneidungen bei Kindern werden in dieser zynischen Kalkulation gewissermaßen als "Kollateralschäden" betrachtet.
Danach rechtfertigt sie die rechtliche Ungleichbehandlung mit dem Umständen, unter denen die Eingriff stattfinden. Dabei sind diese Umstände komplett beliebig. Sämtliche Eingriffe können unter denselben Umständen stattfinden.
ZitatHinzu kommt, dass die weibliche Genitalverstümmelung in Form der Beschneidung überwiegend in afrikanischen Ländern Brauchtum ist.112 Sie wird dort unter hygienisch miserablen Umständen und mit nicht fachgerechten Instrumenten durchgeführt.1
Männliche Beschneidungen können unter miserablen hygienischen Umständen durchgeführt werden und werden dies sehr häufig auch. In Südafrika sterben jedes Jahr junge Männer an den Komplikationen ritueller Beschneidungen. Umgekehrt können weibliche Beschneidungen auch unter "Regeln der ärztlicher Kunst" in einem klinischen Umfeld durch Mediziner vorgenommen werden - was ja auch in vielen Staaten wie Malaysia oder Singapur geschieht.
Selbstbestimmung - weißt Du zufällig, von wann dieser Film ist?!
Ich meine, dass dieser Film schon ein paar Jahre älter ist als das angegebene Erstaustrahlungsdatum.
Wow! Hat der WDR die alle gezählt? Eine Quelle für dies oft genannte Zahl unbekannter Herkunft - ach, das hat ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk doch nicht nötig!
Der Bürger zahlt ja eh, muss er ja. Qualität von Beiträgen spielt keine Rolle.Fingerspitzen, Lippen, doch alles überflüssig, oder?
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Im Prinzip widerspricht sich der Beitrag hier. Positiv einzuschätzen ist, dass zumindest der Reichtum an Nervenendigungen in der Vorhaut erwähnt wird. Der genannte Zahlenwert ist natürlich fragwürdig - wurde aber so auch von Intaktivisten verwendet. Auch Unsinn ist, dass deren Zahl der Zahl auf den Fingerkuppen entspricht; schon die Fläche der Fingerkuppen dürfte kleiner sein als die Fläche der Vorhaut. Es ist wohl eher die gleiche Art! von Nervenenden (Meissner-Körperchen) die auch in hoher Zahl auf den Fingerkuppen vorkommt.
Die Angabe über das Reichtum an Nervenenden widerspricht der anschließenden Behauptung, dass die Beschneidung in sexueller Hinsicht harmlos bzw. folgenlos wäre.
Wie kann die Entfernung der Nervenenden denn vermeintlich keinen Unterschied machen!?
Natürlich besteht auch ein Widerspruch zum Video über die Klitoris: Während im Video zur Klitoris aus dem Reichtum an Nervenenden geschlussfolgert wird, dass die Klitorisspitze sehr berührungsempfindlich ist, fehlt diese Information im Video über die Vorhaut. Die Vorhaut hat viele Nervenenden aber ist laut Video merkwürdigerweise nicht berührungsempfindlich.
Erst mal ein Link auf eine Seite, die ein Projekt einer "Online Marketing GmbH" ist. Deren erkennbares Ziel es ist, Ärzten Patienten zu verschaffen. Und da wird einem dann gleich ein "Experte für Beschneidung in... [hier wird dann offenbar die IP ausgewertet um die nächstgelegene Stadt zu ermitteln]" empfohlen.
Ich habe mir mal diese Seite "infomedizin.de" etwas genauer angeschaut. Es kann sein, dass die Seite auch hier im Forum schon Thema war.
In den Texten unbekannter Autoren auf dieser Seite werden Falschinformationen bzw. veraltete Informationen zur Beschneidung verbreitet aber auch zur natürlichen Entwicklung der Vorhaut und der Diagnose von Phimose.
So wird etwa behauptet, dass bei "Kleinkindern und Säuglingen im ersten Lebenshalbjahr meist eine örtliche Betäubung genügt". Das ist einfach nur Bullshit. Eine Allgemeinanästhesie oder "Vollnarkose" wäre bei Säuglingen aufgrund des Schmerzempfindensfähigkeit grundsätzlich genauso nötig wie bei älteren Kindern. Das Schmerzempfinden ist mindestens genauso stark ausgeprägt. Eine Vollnarkose wird in der Regel nur nicht vorgenommen, weil die Narkose in diesem Alter zu risikoreich ist.* Hier wird also ein Nicht-Können als ein Nicht-Müssen dargestellt.
Aber ich werde jetzt keinen Abhandlung über diese Seite und ihre Texte verfassen.
Als Experte wird am Rande der Webseite auch auf einen Hamburger Schönheitschirurg verwiesen, der in seiner Privatklinik neben Genitaloperationen für Frauen auch Beschneidungen für Männer zu hohen Preisen anbietet. Auf dessen Klinikwebseite heißt es:
ZitatIn vielen Gesellschaften ist die Beschneidung (Zirkumzision) aus kulturellen oder religiösen Gründen üblich. Immer mehr Männer entscheiden heutzutage aber auch aus ästhetischen Gründen, die Vorhaut operativ entfernen zu lassen. Der beschnittene Penis wird von vielen Menschen als attraktiver empfunden. Auch hygienische und medizinische Faktoren können ausschlaggebend sein, wenn sich Männer für eine Zirkumzision entscheiden.
* Ich nehme auch an, dass auch Kostengründen eine Rolle spielen. Eine Anästhesie, besonders bei Säuglingen, würde die Beschneidung deutlich teurer machen. Die privaten Krankenversicherer in den USA wären sicher nicht bereit, für Spezialisten für Kinderanästhesie bei allen Routinebeschneidung zu zahlen. Und auch Eltern wären sicher deutlich weniger bereit, ihre Söhne beschneiden zu lassen, wenn sie mehrere tausend Dollar für die Allgemeinanästhesie "out of the pocket" zahlen müssten.
Du hast sicher nichts dagegen, dass ich das in deinem Beitrag korrigiere.
Ja, danke. Korrigiere es. Ich habe schlampig gearbeitet. Ich musste es gewissermaßen abschreiben.
Entschuldigung!
Es war die Webseite dieses Verlages, die im letzten Beitrag, den Du jetzt gelöscht hast, verlinkt wurde:
https://www.friedrich-verlag.de/friedrich-plus…g-sprechen-9010
Dieses Arbeitsblatt:
https://www.friedrich-verlag.de/fileadmin/_pro…_de70cd9e9f.jpg Man kann es nicht vollständig herunterladen. Aber was es da zu lesen gibt, reicht mir.
Noch schlimmer ist, was in diesem Arbeitsblatt steht!
Das ist übelste pseudo-wissenschaftliche Propaganda:
ZitatPilze und Bakterien können sich an einem beschnittenen Penis weniger ausbreiten. Sexualkrankheiten werden nicht so leicht übertragen. Das ist auch der Grund für die Beschneidung, die auch manche nicht-religiöse Männer durchführen lassen. Darüber hinaus wird auch vielfach über intensiveres sexuellen Empfinden berichtet.
Das ist die übliche pseudowissenschaftliche Beschneidungspropaganda, wie sie von Ärzten vornehmlich aus dem angelsächsischen Raum seit dem 19. Jahrhundert in unzähligen Varianten verbreitet wurde.
Der letzte Satz allerdings ist nur noch purer Wahnsinn. Wie soll die Entfernung von erogenen Genitalgewebe ein "intensiveres Empfinden" verursachen. Das entbehrt jeder Logik.
Tatsächlich führten Ärzte in den englischsprachigen Ländern im prüden, sexualfeindlichen Klima des 19. Jahrhunderts die routinemäßige Beschneidung gerade mit der Rechtfertigung, dass die Beschneidung den Penis weniger empfindlich macht und das sexuelle Empfinden reduziert und dadurch der Masturbation vorbeugt.
So erklärte der wohl einflussreichste Arzt in Großbritannien und im ganzen britischen Empire, Johnathan Hutchinson:
"Die einzige Funktion, die die Vorhaut haben kann, besteht darin, den Penis in einem Zustand zu halten, der für stärkere Empfindungen empfänglich ist, als es sonst der Fall wäre. Es soll die Freude an der Handlung und den Impuls dazu steigern. Dies sind jedoch Vorteile, auf die in der gegenwärtigen Gesellschaftslage durchaus verzichtet werden kann, und wenn ihr Verlust zu einem gewissen Grad an erhöhter sexueller Kontrolle führen sollte, sollte man dankbar sein."
Jonathan Hutchinson, "The advantages of circumcision", Medical Review, Vol. 3, 1900, p. 641-2