Beiträge von Sokrates

    Ich habe das alles nur mal kurz überflogen.

    Mir fällt beim ersten Artikel auf, dass gar keine Quellen genannt werden. Der Artikel steht so seit mindestens 2016 im Netz.


    Der zweite Artikel hat Quellen und stammt von einem Gesundheitsportal des österreichischen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

    Zitat

    "Sollte ich den Bogen anfordern? ich würde ihn gern nochmal genau lesen und dann die Praxis darauf ansprechen ob die NAchfolger immer noch das gleiche Formular benutzen oder eines wo wirlkich auch über alle Folgeschäden aufgekälrt wird!?"


    Wenn es dir keine emotionalen Probleme bereitet. Warum nicht.

    War das eventuell der Aufklärungsbogen von Thieme-Verlag? Hier kann man ihn im Detail sehen: https://eref.thieme.de/cockpits/clavc…Chr00120/4-2412

    Zitat

    Ich denke man muss da aber auch unterscheiden, ich vermute vor allem Verklebungen sind angeboren. Eine Vorhautenge ist denke ich nicht grundsätzlich vorhanden und muss sich nicht erst weiten.

    Nein. Die Vorhaut ist bei der Geburt auch in der Regel verengt. Sie muss sich auch weiten. Die Unterscheidung zwischen Vorhautenge und Vorhautverklebung ist in der klinischen Praxis schwer, da beide Zustände ein Zurückziehen der Vorhaut verhindern. Es ist aber auch unnötig, da beide Zustände physiologisch und normal sind. In der medizinwissenschaftl. Literatur werden beide Zustände unter dem Begriff "physiologic phimosis" zusammengefasst.

    Zitat

    "Ich habe auf der Eichel rund um die Harnröhrenöffung zwar eine weiße Fläche, aber ich frage mich weswegen ich das Präparat auf die Eichel auftragen muss, wenn mich die Verfärbung nicht stört und es mir vorrangig um die Vorhaut geht."

    Ich nehme an, weil dein Arzt diese Verfärbung als Anzeichen von "Lichen sclerosus" interpretiert hat.


    Zitat

    Außerdem ist Clobetasol ja das stärkste Cortison-Präparat in dem Bereich und ich bin mir etwas unsicher, ob ich das wirklich wie verordnet machen soll, da Kortison (vor allem ein starkes Kortikoid und dann in langer Dauer der Verwendung) ja schon krasse Nebenwirkungen auf den Körper haben könnte. Würde nicht auch eine apothekenpflichtige Hydrocortison-Salbe reichen oder etwas ganz anderes?


    Nein. Wenn es sich wirklich um Lichen sclerosus handeln sollte, sind stark wirksame Corticosteroide ("Cortison") schon die richtige Wahl.

    Das Corticoid soll in diesem Fall primär den Lichen sclerosus unterdrücken.

    Es tut mir natürlich leid für dich und deinen Sohn. Aber Du solltest Dir keine Vorwürfe machen. Der Fall ist ein außergewöhnlicher Fall. Wie gesagt habe ich den Verdacht, dass die anfängliche und eigentlich unnötige! Salbenbehandlung eine ungute Entwicklung in Gang gesetzt hat. Kleine Risse verursachen Vernarbungen, Vernarbungen dann Entzündungen, Entzündungen noch mehr Narben. Aber ich weiß es natürlich nicht mit Sicherheit. Vielleicht war es eine Hauterkrankung.

    Eine wichtige Frage noch:

    Hat dein Sohn nach den Salbenbehandlung die Vorhaut danach regelmäßig zurückgezogen?


    **** **** **** **** ****

    Also es ist unwahrscheinlich, dass eine einzige schwere Entzündung in zwei Jahren allein derartige Vernarbungen, wie Du sie beschrieben hast, verursacht.

    Zitat von mausi10343

    "Ich bin sehr traurig und fühle mich so schlecht das wir so lange gewartet haben, ich wollte doch nur das Beste für ihn und seine Vorhaut erhalten! Ich mache mir starke Vorwürfe, dass wir nicht schon eher was unternommen haben, vielleicht hätte man so zumindest die Teilbeschneidung sicher durchführen können "


    Nein. Ich glaube eher, dass im Falle deines Sohnes eine unnötige zu frühe Intervention hier eine ungute Kettenreaktion in Gang gesetzt hatte.


    Die erste Salbenbehandlung vor 2 Jahren war wahrscheinlich fehlindiziert. Es gibt keinen Grund wegen einer einmaligen, leichten Vorhautentzündung eine nicht-narbige "Vorhautverngung in den Griff zu kriegen".

    Eine fehlende Zurückziehbarkeit infolge einer Vorhautverklebung und einer engen Vorhautöffnung ist - in Abwesenheit von Vernarbungen - physiologisch. Die Vorhaut ist bei der Geburt verklebt, und die Vorhautöffnung auch noch relativ eng.


    Ich habe drei Erklärungsversuche im Verdacht:

    * Diese anfängliche Therapie, bei der die Entzündungstherapie und die Dehnungstherapie auf ungute Weise verbunden wurde, hat zur Bildung von Narben geführt. Auch wenn ihr erst gedehnt habt, als die Symptome abgeklungen waren, bedeutet das nicht zwingend, dass die Entzündung vollständig abgeheilt war.

    * Das zusätzliche Dehnen in der Badewanne/Dusche war möglicherweise zu brüsk und hat zu kleinen Rissen und anschließender Vernarbung geführt.

    * Es lag die ganze Zeit eine Lichen sclerosus (Hauterkrankung, die zur Narbenbildung führt) vor.

    Zitat von mausi120416

    Aber das war immer mal nur ein paar Tage und dann war wieder alles einigermaßen im grünen Bereich! Aber die letzten 3 Monate hat sich das deutlich zugespitzt! 2x eine richtig starke entzündung , einmal davon war die Eichel auch beteiligt und wir mussten mit Antibotika behandeln!


    Eine Frage: Als du den Termin bei Stehr gemacht hast, gab es da diese festgestellten Vernarbungen schon?

    Zitat von mausi120416

    Die Entzündung war noch akut als wir mit der Kortison behandlung anfingen weil der Urologe meinte sofort um auch die Entzündung durch das Kortison zu behandeln! Klang für mich auch logisch!

    Ok. Das erklärt vielleicht einiges.


    Grundsätzlich: Eine einmalige Balanoposthitis Entzündung ist keine Indikation für eine Behandlung einer physiologisch nicht-zurückziehbaren Vorhaut. Das stellen sowohl die Leitlinien als auch die internationale Fachliteratur klar. Anders verhält es sich bei rezividierenden (wieder auftretenden) Balanoposthiden.


    Balantinis (Entzündungen der Eichel) können ganz verschiedene Ursachen haben. Natürlich können Corticosteroide (Kortison-Salbe) eine Therapiemöglichkeit sein. Aber man sollte natürlich nicht dehnen, während die Entzündung noch nicht abgeheilt ist.


    Zitat von mausi120416

    Der Urologe hatte gesagt: 2x täglich für 6 Wochen , der Junge soll selbst zurück schieben soweit es halt geht und wir oder er sollen dann einen Erbsengroße Portion salbe auftragen... und eben zusätzlich in der Badewanne dehnen! Klang für mich auch sinnig!

    Hallo: Aber nach den 2 Behandlungsdurchgängen war die Vorhaut für kurze Zeit vollständig zurückziehbar?! Und hat er seine Vorhaut dann regelmäßig zurückgezogen?!

    Hallo Juliane,

    Das ist natürlich traurig, was du berichtest.

    Ich muss dir leider ein paar Fragen stellen, damit ich dir helfen kann. Bitte verzeih mir im Voraus für die Fragen.


    Zitat von mausi120416

    Ich macht einen Termin bei einem anderen Urologen in der Stadt aus, dieser war etwas offener und Up-to-date und meinte aber schon alleine wegen der Entzündung wäre es jetzt schon sinnvoll mit Kortision zu cremen und bevor es zu solchen Problemen öffters kommt, wäre es schon gut jetzt langsam zu probieren die Vorhautverngung in den Griff zu kriegen!


    Darf ich fragen, ob die Entzündung schon abgeheilt war, als ihr mit der Salbenbehandlung angefangen habt?

    Zitat von mausi120416

    Letztendlich haben wir jetzt die letzten zwei Jahre 2x eine 6-wöchige Behandlung mit Kortison hinter uns + leichte Dehnübungen von ihm beim Baden/duschen und jedes Mal verengt es sich wieder sobald die Creme ein paar Wochen abgesetzt ist!

    Die Dehnübungen sollten idealerweise beim Auftragen der Cortison-Salbe stattfinden. Also Salben und Dehnen gleichzeitig. Und nicht erst salben und dann Stunden später unter der Dusche dehnen.

    Hast Du von dem Urologen irgendwelche Anweisungen bekommen hast, wie Du die Salbenbehandlung durchzuführen hast?!


    Zitat von mausi120416

    Letztendlich haben wir jetzt die letzten zwei Jahre 2x eine 6-wöchige Behandlung mit Kortison hinter uns + leichte Dehnübungen von ihm beim Baden/duschen und jedes Mal verengt es sich wieder sobald die Creme ein paar Wochen abgesetzt ist!


    Aber in der Zeit, in diesen 2 Jahren hatte er keine neueren Entzündungen mehr?!

    Zitat

    "hat jemand eine Idee wie ich das geschickt anstellen kann, ohne Vorwürfe etc.... objektiv... ich willvorallem auch die zwei neuen Ärzte in der Praxis darüber aufklären"


    Gute Frage.

    Ich denke, du musst dich gewissermaßen zwingen, höflich und nett zu sein, und (deine sofern das möglich ist) Wut bewusst zu zügeln.

    Du kannst dich auf die Leitlinien beziehen.

    Hallo Tara,

    Ich habe jetzt erst deinen Beitrag vom 23. Juni in einem anderen Thread entdeckt. Suche Leidensgenossen mit Lichen Sclerosus

    Damit sind alle meine Fragen an dich geklärt.

    Bitte entschuldige mich, falls meine vorigen Beiträge dir irgendwie belehrend oder übergriff erschienen. Das war nicht meine Absicht. Aber ich habe diesen Beitrag vom 23. Juni wirklich nicht gesehen. Ich habe nur deine vorigen Beiträge in diesem Thread hier gelesen. Ich habe nur gewusst, dass dein Sohn eine Phimose hatte und eine Cortisonsalben-Therapie macht. Mehr nicht. Deshalb habe ich dir diese Frage gestellt.


    Ich denke, dass du bislang alles richtig gemacht hast.
    Auch schließe ich mich dem an, was "brokendream" dir geschrieben hat. (Von den Phimocure-Ringen würde ich deinem Sohn mangels Studienbasis doch eher abraten)

    Betreffend der "Ring"-Behandlung, da das angesprochen wurde: Falls tatsächlich ein behandlungsbedürftiges Problem bei deinem Sohn geben sollte - lass die Finger davon. Ganz besonders bei Kindern. Das ist kein etabliertes medizinisches Behandlungsverfahren. Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie über die Wirksamkeit solcher Geräte! Erwachsene Männer können das machen, wenn sie es möchten.

    Hallo Tara,

    Darf ich dich fragen, wie alt dein Sohn ist und warum genau er die Salbentherapie durchführt?!


    Eine nicht-zurückziehbare Vorhaut ohne Vernarbungen und ohne Beschwerden beim präpubertären Kind ist nach aktuellem Behandlungstandards gar keine Krankheit. Das ist ein sinnvoller, schützender Entwicklungszustand, der auch grundsätzlich nicht behandelt werden muss - auch nicht mit einer Salbentherapie. In der wissenschaftlichen Literatur wird dieser Zustand auch "physiologische Phimose" bezeichnet.

    Bei der Geburt ist bei praktisch allen Jungen die Vorhaut mit der Eichel verklebt und die Vorhautöffnung verengt. Mit der Zeit lösen sich diese Verklebung und die Vorhautöffnung weitet sich von allein, sodass die allmählich Vorhaut zurückziehbar wird.
    Der Zeitpunkt, ab dem die Vorhaut komplett zurückziehbar wird, ist sehr variabel. Manche Jungen haben schon recht früh eine zurückschiebare Vorhaut, manche Jungen bekommen erst im Teenageralter eine zurückziehbare Vorhaut.

    Deshalb frage ich dich:

    *Hat dein Sohn irgendwelche Beschwerden (z. B. Entzündungen) und/oder Vernarbungen oder hat er einfach nur eine nicht-zurückziehbare Vorhaut?!

    *Wie alt ist dein Sohn?


    PS: Falls Du das alles bereits weißt, tut es mir leid, wenn ich dich belehrt habe. Es ist leider so, dass häufig physiologische Phimosen als krankhaftes Problem misdiagnostiziert werden.

    Früher hat mal Univ.-Doz. Dr. Michael Rauchenwald für die Triple Inzision geworben:

    https://www.kup.at/kup/pdf/7448.pdf

    Der Mann war Jahre lang Leiter der Abteilung für Urologie am Donauspital Wien.

    Auf der Webseite des Donauspitals konnte ich den Namen Michael Rauchenwald nicht mehr finden.

    Ich habe seinen Namen nun bei der "Privatklinik Goldenes Kreuz" in Wien entdeckt: https://www.privatklinik-goldenes-kreuz.at/de/arzt/michael-rauchenwald

    Vielleicht ist er mittlerweile dahin gewechselt.

    Hallo LiLi1316,

    Ich bin nicht regelmäßig im Forum aktiv und habe nach langer Forenabsesenz nur reinschnuppern wollen. Aber dein Fall hat mich sehr bewegt und da musste ich zur später Stunde noch etwas schreiben.

    Beim Namen "Deindl" hat und Nürnberg hat mir irgendetwas geklingelt.

    Ich habe schon im Jahr 2017 über diesen Herrn Deindl hier im Forum geschrieben.

    2012: Nürnberger Kinderchirurg fordert Beschneidungen auf Krankenkassenkosten.

    Gegenstand meines damaligen Forums-Beitrag waren der Bericht von Nordbayern von 2012.

    Du hast den dazu gehörigen Artikel wurde ja bereits im Forum verlinkt und Du hast ihn gelesen. (Ich hatte damals eigentlich angenommen, dass Deindl sich vornehmlich auf rituelle/religiöse Beschneidungen spezialisiert hat.)

    (Ich verstehe auch nicht ganz, warum dich dein Kinderarzt ausgerechnet an solch einen Arzt verwiesen hat.
    Aber das alles hilft dir natürlich alles nicht.)


    Hast Du dir schon mal überlegt, die behandlende Ärzte und die Praxis zu verklagen?!

    Es wäre denkbar, dass dir die Tatsache hilft, dass dieser Arzt ja schon mal Ermittelungen durch die kassenärztlichen Vereinigung wegen "Auffälligkeiten" unterworfen war.

    Ich kann dir natürlich nicht vorschreiben, was Du tun sollst. Ich möchte dich auch zur Nichts drängen. Das erfordert natürlich eine Menge Kraft und wahrscheinlich auch Geld. Und es gibt leider keine Garantie auf Erfolg. Gerechtigkeit und Justiz sind leider nicht immer dasselbe. Deshalb musst Du die Entscheidung selbst treffen. Aber wahrscheinlich kann man solchen Ärzten nur auf juristischen Wege das "Handwerk" legen.

    Hallo David,


    Zunächst mal kann ich "karli" nur in allem beipflichten.

    Du kannst deine Vorhaut ja jetzt im "schlaffen" Zustand zurückziehen und eine optimale Genitalhygiene jetzt einfach gewährleistet. Daher besteht kein akuter Handlungsbedarf. Wenn Du eine auch im steifen Zustand komplett zurückziehbare Vorhaut haben möchtest, hast Du jetzt erstmal viel Zeit, um dieses Ziel zu erreichen.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, war der Grund, warum Du etwas unternehmen wolltest, die Sorge vor Problemen bei Sexualität. Nun, es ist es keineswegs ausgemacht, dass Du mit einer Vorhaut, die sich jetzt nur auf halben Wege zurückziehen lässt, tatsächlich Schmerzen oder Schwierigkeiten bei der Sexualität haben wirst. Das ist von Mann zu Mann verschieden. Es gibt auch Männer, die eine im erigierten Zustand komplett nicht-zurückziehbare Vorhaut haben, und keinerlei Beeinträchtigungen beim Sex erfahren.


    Zitat

    Ich trug für ca. 4 Wochen regelmäßig Cortisonhaltige Salbe auf aber merkte letztendlich, dass es nichts gebracht hat (auch vlt weil ich einfach nichts gedehnt habe)

    Definitiv. Du musst natürlich auch dehnen. Die eigentliche Therapie ist tatsächlich das Dehnen. Die Salbe ist gewissermaßen die Unterstützung.


    Wie bereits erwähnt, hast Du jetzt viel Zeit, deine Vorhaut vollständig zurückziehbar zu machen, wenn Du es für nötig hältst. Ich würde dir empfehlen, einen erneuten Behandlungsversuch mittels Dehnung+Salbenanwendung zu probieren -entweder so wie "karli" es dir vorgeschlagen hat mit Bepanthen-Creme oder wieder mit einer Cortisonhaltigen Salbe. Sofern Du beim Sex keine Probleme hast, besteht eigentlich überhaupt kein Behandlungsgrund mehr. Dann kannst Du auch alles so belassen und dich mit einer "halb-zurückziehbaren" Vorhaut zufrieden geben. Das ist deine Entscheidung.

    Von einer Beschneidung kann ich dir in deiner Situation definitiv abraten. Ich sehe keinen Grund, warum man eine gesunde Vorhaut, die dir bis heute keine Probleme bereitet hat und dich auch nicht einschränkt, einfach entfernen muss. Zudem hast Du ja schon einen beträchtlichen Fortschritt in Sachen Zurückziehbarkeit erreicht - und es gibt keinen Grund, warum du nicht auch eine volle Zurückziehbarkeit erreichen könntest.

    Hallo,

    Zunächst einmal ist dein Zustand nicht hochgefährlich.

    Es gibt Studien, die zeigen, dass erwachsene Männer mit Phimose ein statistisch leicht erhöhtes Risiko für Peniskrebsrisiko haben.
    Aber die ursächliche Zusammenhang zwischen Phimose und Peniskrebs ist nicht wirklich geklärt.

    Eine Phimose kann, wenn Sie die Genitalhygiene beeinträchtigt, das Risiko erhöhen. Es ist bekannt, dass fehlende Genitalhygiene selbst eine Risikofaktor für Peniskrebs ist.

    Ferner ist bekannt, dass eine in der Regel die Genitalien betreffende Hauterkrankung namens Lichen sclerosus eine sogenannte Präkanzerose ist, d. h. eine Hautveränderung, die mit einem erhöhten Risiko für Krebsentstehung einhergeht - bei beidern Geschlechtern. Auf der Seite der Amerikanischen Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie wird das Risiko für Vulvakrebs für bei Frauen mit Lichen slercosus mit 4% angegeben.(1)
    Bei Männern ist die Lichen sclerosus zugleich die Hauptursache für eine erworbene, sekundäre Phimose.


    Du konntest deine Vorhaut aber dein ganzes Leben lang nicht zurückziehen, was bedeutet, dass du keine sekundäre Phimose hast.

    Aber das Peniskrebsrisiko ist ohnehin gering.

    Meine Kernfrage daher, besteht in so ausgeprägten Fällen überhaupt eine Möglichkeit um eine Beschneidung herumzukommen?
    Danke!

    Ja, natürlich. Es gibt keine "zu ausgesprägte", "zu starke" Verengung, dass von vorneherein ein Behandlungserfolg einer konservativen Therapie ausgeschlossen werden kann.

    Eine konservative Therapie mittels Corticosteroid-haltigen Salben hilft sogar bei Fällen von Lichen sclerosus bedingten sekundären Phimosen. Obschon in diesen Fällen die Erfolgsraten geringer sind.

    Ich würde dir daher auch empfehlen, eine Salben/Dehnungstherapie zu probieren. Falls Du Angst davor hast einen Arzt aufzusuchen, was ich durchaus verstehen kann, kannst Du dir eine Salbe auch ohne Rezept besorgen. Bestimmte Corticosteroid-Salben sind mittlerweile auch rezeptfrei erhältlich. In der Regel erhalten diese rezeptfreien Salben ein Corticosteroid namens Hydrocortison.

    Hallo Laf

    Ich würde dir raten, einen Behandlungsversuch mit manuellem Dehnen (per Hand) und einer Corticosteroid-haltige Salbe zu versuchen.

    Du musst dafür auch nicht zum Arzt. Bestimmte Corticosteroid-Salben sind mittlerweile auch rezeptfrei erhältlich. In der Regel erhalten diese rezeptfreien Salben das Corticosteroid namens Hydrocortison.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich persönlich von diesen Gerätschaften wenig halte. Es gibt keine einzige wissenschaftliche Studie über die Wirksamkeit solcher Geräte. Das bedeutet nicht, dass sie nicht wirken können. Und wenn es hilft, dann hilft es. Nur es gibt eben keine wissenschaftliche Studie darüber.
    Über die Therapie mittels Corticosteroidsalben (und Dehnen) wurden in den letzten 30 Jahren mittlerweile über 30 Studien veröffentlicht, die eine hohe Erfolgsquote bestätigen.

    Hallo Laf

    Ich verstehe nicht, warum Du dir überhaupt so eine Gerätschaft bestellt hast.

    Warum probierst Du nicht zunächst einen Behandlungsversuch mit manuellem Dehnen (per Hand) und einer "Kortison-Salbe" (Corticosteroid-haltige Salbe)?!

    Du musst dafür auch nicht zum Arzt. Bestimmte Corticosteroid-Salben sind mittlerweile auch rezeptfrei erhältlich. In der Regel erhalten diese rezeptfreien Salben das Corticosteroid namens Hydrocortison.