Hallo,
Zunächst einmal ist dein Zustand nicht hochgefährlich.
Es gibt Studien, die zeigen, dass erwachsene Männer mit Phimose ein statistisch leicht erhöhtes Risiko für Peniskrebsrisiko haben.
Aber die ursächliche Zusammenhang zwischen Phimose und Peniskrebs ist nicht wirklich geklärt.
Eine Phimose kann, wenn Sie die Genitalhygiene beeinträchtigt, das Risiko erhöhen. Es ist bekannt, dass fehlende Genitalhygiene selbst eine Risikofaktor für Peniskrebs ist.
Ferner ist bekannt, dass eine in der Regel die Genitalien betreffende Hauterkrankung namens Lichen sclerosus eine sogenannte Präkanzerose ist, d. h. eine Hautveränderung, die mit einem erhöhten Risiko für Krebsentstehung einhergeht - bei beidern Geschlechtern. Auf der Seite der Amerikanischen Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie wird das Risiko für Vulvakrebs für bei Frauen mit Lichen slercosus mit 4% angegeben.(1)
Bei Männern ist die Lichen sclerosus zugleich die Hauptursache für eine erworbene, sekundäre Phimose.
Du konntest deine Vorhaut aber dein ganzes Leben lang nicht zurückziehen, was bedeutet, dass du keine sekundäre Phimose hast.
Aber das Peniskrebsrisiko ist ohnehin gering.
Meine Kernfrage daher, besteht in so ausgeprägten Fällen überhaupt eine Möglichkeit um eine Beschneidung herumzukommen?
Danke!
Ja, natürlich. Es gibt keine "zu ausgesprägte", "zu starke" Verengung, dass von vorneherein ein Behandlungserfolg einer konservativen Therapie ausgeschlossen werden kann.
Eine konservative Therapie mittels Corticosteroid-haltigen Salben hilft sogar bei Fällen von Lichen sclerosus bedingten sekundären Phimosen. Obschon in diesen Fällen die Erfolgsraten geringer sind.
Ich würde dir daher auch empfehlen, eine Salben/Dehnungstherapie zu probieren. Falls Du Angst davor hast einen Arzt aufzusuchen, was ich durchaus verstehen kann, kannst Du dir eine Salbe auch ohne Rezept besorgen. Bestimmte Corticosteroid-Salben sind mittlerweile auch rezeptfrei erhältlich. In der Regel erhalten diese rezeptfreien Salben ein Corticosteroid namens Hydrocortison.