Beiträge von Sokrates

    Also ich würde aus Mandelas Darstellung seiner Beschneidung jetzt nicht eine Verherrlichung oder Befürwortung von Beschneidung herauslesen.


    Ich tue mich aber ehrlich gesagt schwer, mit pauschalen moralischen Verurteilungen historischer Persönlichkeiten wie ("Sexist und Rassist, Kastensystem"). Man muss hier auch immer den Kontext ihrer Zeit berücksichtigen.
    Und es ist natürlich so wie oft im Leben hat alles Licht und Schattenseiten. Es ist nicht wie im klischeehaften Hollywoodfilm, wo es auf der einen Seiten des Schurken gibt und den heiligen Helden.

    Ich gebe dir aber insofern recht, dass über das Leben und Wirken einiger historischer Persönlichkeiten sehr verklärende, geradezu Helden-artige Narrative verbreitet wurden, die deren moralisch kritikwürdigen Seiten komplett außer Acht lassen.

    Hallo, ich habe leider keine Erfahrung mit Phimostop.

    Aber deine ersten Bilder vom Februar diesen Jahres sehen wirklich verdächtig nach Lichen sclerosus aus.

    Hast Du in der Zwischenzeit mal bei einem anderen Arzt überprüfen lassen, ob es sich um Lichen sclerosus handeln könnte.

    Ich denke es ist wichtig, das abklären zu lassen - möglicherweise auch durch eine Biopsie
    (Untersuchung einer Gewebeprobe). Damit Du sicher sein kannst.


    Die Standardbehandlung bei Lichen sclerosus besteht in starkwirksamen Kortikoiden, wie Clobetasolpropionat oder Mometason fuorate inForm von Salben - oder eben in der Beschneidung.

    Hallo

    Du schreibst, dass dein Bändchen verkürzt sei. Das widerspricht aber deiner Darstellung, dass sich deine Vorhaut ständig von selbst wieder zurückzieht. Das verkürzte Bändchen verhindert ja gerade die vollständige Retraktion der Vorhaut.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie die Beschneidung dein Problem hier lösen soll. Dich stört doch, falls ich dich richtig verstanden habe, dass deine Eichel immer wieder freigelegt wird. Aber nach der Beschneidung liegt deine Eichel permanent frei.

    Mir scheint, dass deine Vorhaut zu weit ist, also das Gegenteil einer Phimose, sodass sie beim nicht-zurückgezogenen Vorhaut sich nicht um die Eichel schmiegt und immer wieder von selbst zurückgeht. Vergleichbar mit einem Socken ohne Gummibund.

    Nicht so wichtig.

    Du hast auf alle Fälle noch eine bessere Antwort verdient. Ich werde dir versuchen, im Verlauf der kommenden Woche noch ausführlicher zu antworten. Aber momentan bin ich sehr eingespannt.

    Nur so viel vorne weg: Du solltest ihr keine persönliche Verantwortung zuschieben, sondern ihr vermitteln, dass Du die Schuld bei den behandelteten Ärzten siehst.

    Ich vermute, dass einige Eltern es nicht gerne hören, wenn man ihnen mitteilt, dass sie ihrem Kind einer unnötigen Operation unterzogen haben. Wer will schon erzählt bekommen, dass er eine falsche Entscheidung getroffen hat, dass ein Arzt dem eigenen Kind - aus welchem Grund auch immer - einer unnötigen, (irreversiblen) Operation unterzogen hat? Ich kann mir vorstellen, dass das unterbewusste Abwehrreaktionen auslöst. Daher muss man behutsam vorgehen.

    Ich nehme an, Du hast Informationsmaterial?

    Zitat von LiLi1316

    Dadurch sind wir dann eben auch auf das Phimose Thema gekommen und da hat sie mir erzählt, dass ihr Neffe 2012 auch ein Problem mit seiner Verengung hatte mit Entzüdnungen und Schmerzen etc. und ihre Schwägerin war auch in Regensburg und die haben damals nur eine Erweiterungsplastik gemacht!

    Bis Du sicher, dass es wirklich eine Erweiterungsplastik war? Und nicht vielleicht eine partielle Beschneidung?!
    Erweiterungsplastik heißt tatsächlich dass kein Stück Vorhaut entfernt wird. Vielleicht hat deine Freundin das durcheinander gebracht?!

    Hallo LiLi1316

    Habe dir eine PM geschickt. Ist nicht so geworden, wie ich mir das gehofft hatte. Ich bin auch kein guter Autor. Ich habe dir das geschickt, was ich geschrieben habe. Muss da aber noch mal drüber gehen. Das ist nur als vorläufiges Ergebnis zu sehen.

    Das kann man so nicht abschicken, weil es möglicherweise verwirrend ist. Ich denke es sollte noch überarbeitet werden?

    Bis wann muss es abgeschickt werden?

    Wie ausführlich sollte das sein?

    Zitat von LiLi1316

    ich muss das alles so formulieren, dass klar ist, das ich den Verdacht habe, dass der Zustand der am Schluss bestand und das histologie Ergebnis (entzündet und vernarbt) wahrscheinlich durch die zu frühe manipulation entstanden ist.....

    Damit würdest Du aber die Tatsache, dass diese histologische Untersuchung überhaupt stattgefunden hat, bestätigen. Was wir nicht wissen. Darüber hinaus fand sie wenn überhaupt nach der OP statt.
    Entscheidend sollte aber dein Informationsstand vor der OP sein.

    Ich kenne die KIGGS nun schon länger.

    Eine sehr interessante Studie. Aber es gibt zwei entscheidende Schwächen:


    * Die erstaunlich niedrige Beschneidungsprävelanz bei Personen mit türkischem Migrationshintergrund! Nur knapp ein Drittel?

    * Die fehlende Differenzierung nach Migrationshintergrund bei den Beschneidungsraten je nach Altersgruppe. Wie fx100 schrieb, ist erkennbar, "dass es für die Geburtsjahrgänge aus den 2000er-Jahren einen leichten Aufwärtstrend gab. Wie man sieht, liegt die Quote am höchsten für die Altersgruppe der 7-10-Jährigen, danach sinkt sie wieder leicht."

    Dieser Anstieg der Beschneidungsrate könnten nun einfach den gestiegenen Anteil der Kinder mit muslimischen Migrationshintergrundes wiederspiegeln, von denen anzunehmen ist, dass sie im Regelfall aus religiösen Gründen beschnitten wurden.

    Interessant wären die Beschneidungsraten nach Altersgruppe unter Jungen ohne Migrationshintergrund, bei denen die Beschneidung im Regelfall aufgrund medizinischer Indikationen erfolgte.

    Zitat von LiLi1316

    Mal gucken....die Frage ist, wenn ich den Bericht von Ihnen nicht bekomme, wie kann ich Beweisen das evlt. garkeine histologische Untersuchung statt gefunden hat?


    Gute Frage. Das weiß ich nicht. Wie kann man beweisen, dass etwas NICHT stattgefunden hat?

    Theoretisch sämtliche Pathologen im näheren Umkreis kontaktieren und nachfragen. Das ist aber extrem mühsam.

    Zitat von LiLi1316

    Macht es Sinn in der Praxis zu fragen ob die Vorhaut wirklich von einem Labor untersucht wurde??


    Gute Frage: Das weiß ich nicht. Die Frage ist, wie ehrlich werden die dir diese Frage beantworten?!

    Wenn dann solltest du auch konkrete Beweise verlangen, dass eine histologische Untersuchung stattfand. Name und Adresse des Pathologen.


    Denn wenn keine histologische Untersuchung stattgefunden hat, aber im Abschlussbericht trotzdem Ergebnisse einer histologischen Untersuchung stehen- dann ist das eine Form von Täuschung.

    Warum diese Täuschung stattfand, das ist natürlich eine Frage für sich.