Beiträge von fsx100

    Na ja, du musst halt dort Spannung erzeugen, wo neue Haut entstehen soll. Ich benutze eigentlich meistens die manual tension Methode. Das Ding sitzt so bombenfest und kann wirklich überall getragen werden, auch auf der Arbeit. Abgerutscht ist es mir noch nie. Du kannst halt dann nicht das Pissoir benutzen :)
    12-16 Stunden Dehnen sollten schon sein, Nachts würde ich das Teil aber ablegen. Sonst gibt es im wahrsten Sinne des Wortes ein schmerzhaftes Erwachen wenn du was schönes träumst :)

    Irgendein Gefummel mit Gummies oder Schnüren an den Beinen wäre mir viel zu viel Arbeit.

    Ich würde dir neben Manhood aber auch dringend zum Restoren raten. Dadurch wird nicht nur die Eichel wieder resensibilisiert, sondern auch ein Teil der Gleitmechanik beim Sex wieder hergestellt. Die Nervenendigungen und Tastkörperchen aus dem gefurchten Band, die vor allem bei der Aufdehnung der Vorhautöffnung triggern, bist du aber für immer los. Je nach Radikalität des Eingriffs auch das Frenulum und die innere Vorhaut. Wie sich das alles anfühlt, werden wir leider nie erfahren. Es sei denn, Foregen wird wirklich noch mal marktreif zu unserer Lebenszeit. Obwohl es eigentlich ein extremes Marktpotential hätte, geht da leider nicht viel vorwärts.

    Du nimmst Testosteronblocker zur Unterdrückung deiner Libido...seit wann, und wo hast du die her? helfen die dir wirklich weiter? Testosteron ist eigentlich wichtig...glaubst du das es für dich eine Dauerlösung ist?

    Ich habe geschrieben, dass ich die früher mal nahm (2012-2015) und jetzt nicht mehr nehme. Wie sich Testosteronmangel anfühlt, weiß ich daher sehr gut. Der Wirkstoff, den ich hatte, war ein Testosteronantagonist. Sowas verschreibt einem natürlich niemand hier für meinen damaligen Anwendungszweck, also muss man es sich illegal beschaffen. Mache ich aber wie gesagt nicht mehr. Ich habe 2013 schon mit dem Restoren angefangen und bin seitdem mal mit mehr und mit weniger Eifer an der Sache. 2015-2018 habe ich es ziemlich schleifen lassen, aber mittlerweile habe ich dadurch schon sicht- und vor allem spürbare Verbesserungen.


    Was nimmst du da? Schreib lieber hier...oder woanders, hilft glaub mehr als Mittel, die einem nur verdrängen helfen? Die lösen nichts...und manche Sachen können einen in die Abhängigkeit/Sucht bringen...

    Tja, ich habe es gemerkt. Opioide vermindern nicht nur physische Schmerzen. Davon loszukommen ist zwar möglich und nicht potentiell tödlich wie bei Alk oder Benzos, aber dennoch sehr unangenehm. Ich habe mir vorgenommen, wieder etwas aggressiver und vehementer über das Thema MGM zu schreiben. Wie man auf diversen Seiten sieht, geistern zu dem Thema noch viel zu viele Falschinformationen durchs Netz.

    Ich würde mir auch vornehmen, mit dem Thema möglichst offen umzugehen. Ich gehe davon aus, dass es viele Menschen gibt, mit denen du 1000x besser über das Thema diskutieren kannst, als mit deinen Eltern.
    Was nun wirklich der beste Weg ist damit umzugehen, weiß glaube ich niemand. Im Endeffekt bist du deiner Genitalverstümmelung (mehr oder weniger) schutzlos ausgeliefert.

    Ja, das ist völlig richtig. Dieses Thema ist leider generell sehr schambehaftet. Im echten Leben bin ich viel zu reserviert, um offen über dieses Thema und meine persönlichen Probleme damit zu sprechen. Es hilft mir immer, wenigstens etwas zur Aufklärung zum Thema "Beschneidung" bzw. Genitalverstümmelung beizutragen. Was der beste Weg im Umgang mit der Wut/Trauer ist, hängt vom betroffenen Individuum ab. Ich wäre ja durchaus bereit, das Thema auch mal mit einem Psychotherapeuten zu besprechen. Nur habe ich hier die Befürchtung, nicht ernst genommen zu werden. Wir sind hier nur eine sehr kleine Minderheit. Die meisten Opfer von MGM werden niemals vollständig realisieren, was ihnen genommen wurde. MGM wird deshalb nach wie vor bagatellisiert.


    Was kannst du da nicht glauben, warum nicht? Wie lange ist der Eingriff bei dir her? Woher hätten die andere Informationen holen sollen, warum hätten sie dem Rat deines Arztes nicht glauben sollen?
    Nur zum Beispiel, als ich 2002 Internet hatte, anfing zu recherchieren, da fand ich NICHTS über mögliche neg. Folgen durch Beschneidung, Forum gab es eines, EUROCIRC...das dies Beschneidungsfetischisten sind, wusste ich nicht, dachte alle sind glücklich mit ihrer Beschneidung...also muss ich das Problem sein und nicht meine Beschneidung..

    Der Eingriff erfolgte bei mir im Herbst 87, kurz vor der Einschulung. Damals gab es unter Kinderärzten wohl die weit verbreitete Annahme, dass die Vorhaut bei der Einschulung zurückziehbar sein muss. Was das ganze mit der Beschulungsfähigkeit zu tun haben soll, bzw. warum es ausgerechnet in diesem Alter möglich sein musste, konnte mir bisher niemand erklären. Auf das Thema MGM wurde ich übrigens schon im Jahre 2000 aufmerksam. Die meisten Informationen zu diesem Thema waren damals leider nur in englischer Sprache erhältlich. Ich wusste bereits nach meinen ersten sexuellen Erfahrungen, dass irgendwas bei mir nicht stimmt. Nach etwas Recherche im Netz, habe ich dann erfahren, weshalb und warum dies so ist. Ich habe damals auch schon in deutschen Foren davon geschrieben bzw. vor Beschneidungen gewarnt und habe nur Hohn und Spott geerntet.


    Woher sollte das irgendein intakter wissen? Den meisten Intakten ist sicher gar nicht klar, woher die meisten und schönsten Empfindungen am Penis herkommen...oft erst wenn die Vorhaut weg ist...

    Ja, da könntest du Recht haben. Vor allem verstehen viele nicht, was bei einer Beschneidung alles entfernt wird. Mir hat mal einer ernsthaft gesagt, er hätte in der Vorhaut kein Gefühl. Ich habe ihn dann tatkräftig eines besseren belehrt :)


    Ja, deine Eltern hatten damals die Verantwortung...aber nicht noch mehr der sie beratende Arzt, dem sie glaubten (warum auch nicht ?)

    Ja, das stimmt schon. Schließlich hat der Arzt mich verstümmelt und nicht meine Eltern. Aber was soll ich denn machen? Den Arzt suchen und dann, falls er noch lebt, einem alten Greis eine kleben?
    Egal, es wie man es dreht und wendet. Die Verstümmelung wird immer ein Teil von mir sein. Eventuell ist die regenerative Medizin irgendwann mal so weit, aber ob ich das noch erlebe und ob es die gewünschten Ergebnisse bringt, steht noch in den Sternen.

    Hallo Leute,
    wie hat sich denn bei euch, sofern ihr im Kindesalter beschnitten wurdet, der Eingriff auf das Verhältnis zu den Eltern ausgewirkt? Ich habe meine Eltern neulich mal wieder mit dem Thema konfrontiert und es scheint mir, als wären sie nicht in der Lage, die Auswirkungen dieses Eingriffs auf mein Leben zu realisieren. Sie flüchten immer noch in Ausreden und Rechtfertigungsversuche. Der Eingriff erfolgte bei mir im Alter von sechs Jahren, weil der Kinderarzt es so empfohlen hätte. Sie hätten es nur durchführen lassen, weil sie das beste für mich wollten. Das ist genau der Knackpunkt, ich kann das einfach nicht glauben. In diesem Alter hat die Mehrheit aller Jungen eine nicht zurückziehbare Vorhaut, aber in meiner Altersstufe war ich immer der einzige verstümmelte Junge zu Schulzeiten. Andere Eltern hatten also mehr Grips und Einfühlungsvermögen. Zudem ist mein Vater intakt, er müsste bestens wissen, was es bedeutet, wenn jemand „beschnitten“ wird. Aktuell ist das Klima zwischen uns frostig. Ich fürchte leider, dass meine Eltern damals schon genau wussten, was die Folgen für das Sexualleben bei einer „Beschneidung“ sind und sie sie gerade deshalb wollten. Meine Eltern sind sehr prüde und konservativ und hatten schon in meiner Kindheit die „Befürchtung“, dass ich mal schwul werden könnte, da ich einige, na ja, nicht geschlechtskonforme Verhaltensweisen zeigte. Ich fürchte, die Beschneidung sollte eine Art Bestrafung sein und wurde durchgeführt, um mich sexuell zu zügeln und in die „richtigen“ Bahnen zu lenken. Mich macht dieses Thema unheimlich fertig und ich frage mich aktuell, ob es das Beste wäre, den Kontakt zu meinen Eltern komplett abzubrechen. Geht es anderen Opfern hier genauso? Kann wenigstens jemand verstehen, was aktuell in mir vorgeht? *Kotz*

    Bei dem Moderator könnte es sich um diesen Marcus Latton handeln:

    https://twitter.com/marcus_latton?lang=de

    Der schreibt auch für Jungle World. Diese Zeitung ist uns noch in unguter Erinnerung, dafür schreibt auch die einschlägig bekannte Elke Wittich

    Diese beiden Artikel aus der Jungle World sind ja wirklich unterste Schublade. Bei so viel Empathielosigkeit Heuchlerei und Doppelmoral kocht mir das Blut. Schade, dass es da keine Kommentarspalte gibt.
    Wer liest denn so einen Dreck wie die Jungle World?

    Schlimm, schlimm. Die Bedürfnisse von religiösen Minderheiten werden mal wieder in den Vordergrund gestellt und den Kindern wird ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit genommen. Ein Staat, in dem sowas an der Tagesordnung steht, ist wahrlich eine Kasperlenation.

    Zum Thema "Schmerz ersparen": Einfach die Finger von den Kindern lassen! Kostet nichts und erspart zudem die wirklich schlimmen, seelischen Schmerzen über den Verlust der Vorhaut, gegen die auch keine EMLA-Quacksalbe hilft.

    Und viele fast 2.000 Leute haben hier in den Video auf Gefällt mir geklickt. Aus Unwissenheit?

    youtube.com/watch?v=0ZqdyKLQ52E

    Natürlich aus Unwissenheit. In vielen amerikanischen Anatomielehrbüchern steht kein Wort über die Vorhaut und deren Funktion. Das einzige, was Ärzte in den USA bezüglich der Vorhaut in ihrer Ausbildung lernen, ist wie man sie abschneidet. Wenn jedes einzelne MGM-Opfer genau wüsste, was ihm genommen wurde, gäbe es soziale Verwerfungen. Dann würde es scheppern, da bin ich mir sicher.

    Hallo Leute,

    auch wenn dieser Arzt weit weg ist, gehört so eine Ignoranz einfach angeprangert: https://www.youtube.com/watch?v=0ZqdyKLQ52E

    Über eine Stunde Gefasel über ED und kein einziges Wort über die Funktion der Vorhaut beim Aufbau und der Erhaltung einer Erektion!
    Springt mal zur Minute 12:32 dieses Beitrags. Kein Wort über die Rolle der Vorhaut beim sensorischen Input.

    Länder mit einem breitflächigen MGM-Problem haben ja auch exorbitant hohe ED-Raten und einen viel höheren Konsum an Viagra.

    Morten Frisch ging in seiner Studie sehr ausführlich auf MGM als Mitverursacher von ED ein: https://www.youtube.com/watch?v=yfGkZZ-KzpU

    So viel Ignoranz tut wirklich weh! *Kotz*

    Ich hoffe sehr, dass in der nächsten Dekade die Wende im Bezug auf MGM kommt. Die 2010er waren insgesamt sehr enttäuschend, vor allem 2012 mit diesem unsäglichen Gesetz. Weltweit gesehen ist der Trend positiv: In westlichen Ländern nimmt die Rate immer weiter ab, selbst religiöse Minderheiten sehen die Sache deutlich kritischer. Nachholbedarf hat wieder mal nur Deutschland, wo die Prävalenz von MGM zunimmt. Ich sehe das als Aufforderung, aggressiver und unnachgiebiger gegen das Thema vorzugehen.
    Frohes neues!

    Mit dem DTR komme ich noch am besten klar, viel besser als mit dem TLC. Ich habe hier beide Geräte und trage den DTR eigentlich 24/7.
    Wichtig ist vor allem der Zuwachs an innerer Vorhaut, den man damit erreichen kann. Sie ist für die erotischen Gefühle verantwortlich und sondert das Smegma ab, dessen Funktion es ist, die Eichel feucht und geschmeidig zu halten.

    Hallo liebes Forum, eventuell erinnert sich der ein oder andere noch an mich. Ich habe hier im Jahre 2013 schon mal einen sehr ausführlichen Beitrag gepostet. Leider musste ich aufgrund schwerer Depressionen die Medikamente zur Unterdrückung der Libido absetzen. Testosteronblocker haben diese Nebenwirkung bekanntermaßen. Ich betreibe wie viele hier auch seitdem die Vorhautwiederherstellung mit dem DTR-Device. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, sowohl optisch als auch hinsichtlich der Verbesserung in meinem Sexualleben. Ich erlebe seitdem ich im schlaffen Zustand eine vollständige Überdeckung habe, deutlich intensivere Orgasmen und Gefühle, die ich vorher einfach nicht kannte. Leider führt dieser Zugewinn nicht ausschließlich zu Freude und Euphorie. Im Gegenteil: Mir ist dadurch erst mal so richtig bewusst geworden, was mir durch die Verstümmelung alles genommen worden ist. Vor allem, wenn ich mir vergegenwärtige, dass selbst mein aktueller Zustand nur ein Bruchteil von dem ist, was die Natur für mich vorgesehen hat. Ich habe dadurch extreme Ohnmachtsgefühle und eine tiefe Trauer, wenn ich daran denke, worum man mich betrogen hat und was ich nie haben kann. Es gibt Phasen, in denen ich diese Gefühle sehr gut verdrängen kann und auch normal funktioniere, leider habe ich immer wieder Ausrutscher und falle in mein übliches Loch. Zu allem Überfluss bin ich auch noch schwul, d.h. ich weiß sehr gut, wozu eine Vorhaut gut ist. Diese Kombination ist wirklich äußerst teuflisch. Jede sexuelle Begegnung mit unbeschnittenen Männern führt mir meine eigene Minderwertigkeit vor die Augen. Sex sollte eigentlich die schönsten und intensivsten Gefühle zwischen zwei Menschen mit sich bringen. Bei mir verursacht er nur noch Trauer und Bitterkeit. Dadurch rutsche ich immer wieder in diese tiefen Phasen. Ich bin manchmal so verzweifelt, dass ich mich mit Narkotika betäuben muss, nur um mir nichts anzutun und nicht auszurasten. Da es mir immer etwas hilft, wenn ich mir meinen Frust von der Seele schreibe, poste ich dann immer in Intaktivisten-Foren.

    Ein neues Jahrzehnt ist nur noch wenige Stunden entfernt. Lasst uns dafür kämpfen, dass dieser Wahnsinn in den 20ern als das benannt wird, was er ist: Verstümmelung, Folter und Missbrauch. Eventuell macht die regenerative Medizin bald die nötigen Fortschritte.

    Mir geht es ähnlich, ich falle immer wieder periodisch in ein Loch. Währendessen beschäftige ich mich sehr intensiv mit dem Thema und male mir oft aus, was wohl wäre, wenn mir meine Eltern diesen Schlamassel erspart hätten. Ich kann mir z.B. kaum Fotos aus meiner Kindheit anschauen, da ich dadurch immer sofort daran denken muss, dass damals noch alles anders war.... Da hilft auch die Behandlung mit Antidepressiva nicht viel. Wenigstens muss ich nicht mehr täglich den Frust des Scheiterns ertragen, da ich keine Libido mehr habe.

    Das schaut wirklich schlimm aus, da hier offenbar viel zu viel Haut mit entfernt wurde, so dass der Haaransatz den Schaft hochgezogen wird. Solche Katastrophen sind in den USA viel häufiger, weil dort die meisten Verstümmelungen "high and tight", wie es Circumfetischisten nennen, durchgeführt werden.

    Zitat

    Ich möchte nicht in der Haut dieser Eltern stecken, die ihren Söhnen
    sagen mussten: "Wir haben das gemacht, weil wir es für richtig fanden.
    Einen zwingenden medizinischen Grund gab es nicht. WIR wollten es."

    Es ist wirklich eine absolute Katastrophe, dass es heutzutage so viele Eltern wie noch nie gibt, die ihre Söhne solchen Risiken ausliefern. Zumindest in unserer medizinisch ungebildeten Bananenrepublik. Und das in Zeiten, wo die Wichtigkeit der Vorhaut für die sexuelle Funktion bestens dokumentiert ist und man sich dank Internet über alles belesen kann. Sehr sehr schlimm das alles.

    Das ist eine absolute Katastrophe und zeigt sehr deutlich, wie es um die Aufklärung in der breiten Bevölkerung zu diesem Thema bestellt ist. Im Jahre 2013 kann man sich im Gegensatz zu den hohlen 80ern sehr wohl selbst umfassend zu medizinischen Themen informieren. Die Eltern von Kindern, die jetzt beschnitten wurden und später damit nicht klar kommen, haben keine guten Ausreden mehr.

    Auch von meiner Seite aus vielen lieben Dank für Deinen Bericht. Uns scheint eine Menge zu einen, angefangen vom Erleben des Eingriffes in der Kindheit bis hin zu sexuellen Erfahrungen im Erwachsenenalter. Obwohl sich manche Berichte wirklich derart ähneln, dass man meinen könnte, der eine würde beim anderen abschreiben, ist jeder einzelne davon Gold wert. Gerade, wenn sie von Männern kommen, die im Erwachsenenalter beschnitten wurden oder die als Beschnittener sexuelle Erfahrungen mit Unbeschnittenen hatten, weil gerade dann für Beschneidungsbeführworter das Eis verdammt dünn wird.