Beiträge von Anna

    Ava, ich stimme Dir vollkommen zu! :thumbup: (Irgendwie passt dieser Grinsesmiley nicht so richtig, ich hätte lieber einen Lächelsmiley mit den Daumenzeichen)

    Bist Du auch Muslimin? Ich habe mal geschaut was der liberalislamische Bund zum Thema schreibt und ich war erschüttert als ich feststellen musste, dass auch sie scheinbar Beschneidungsbefürworter sind. Die Stellungnahme klingt allerdings so, als hätten sie sich kaum mit dem Thema befasst und als würden sie, ohne genaue Prüfung der Schriftquellen, einfach dem Mehrheitstenor folgen...

    Ich seh mal nach, ob ich den Text noch finde. Falls ja, stelle ich einen Link ein. Ich hatte mir auch vorgenommen, eine Mail an den liberalislamischen Bund zu schreiben, wenn ich etwas mehr Zeit habe....

    Dermato

    Darf ich fragen, in welchem Alter Deine Kinder beschnitten werden sollen? Das ist ja von Kulturkreis zu Kulturkreis verschieden. Kannst Du Dich noch an Deine eigene Beschneidung erinnern?

    Ich finde es auch schade, dass viele Fundis alles wortwörtlich und sehr sehr vereinfacht auslegen.

    Gerade der Koran bietet so viel Interpretationsspielraum....so als hätte Gott die Entwicklung der Menschen bis hin in die Moderne und vermutlich darüber hinaus berücksichtigt...es ist faszinierend...

    Ein Test...ja natürlich, das Leben ist ein Test, eine Prüfung, nach Ansicht der Gläubigen.

    Aber es geht darum Gott zu gehorchen, sich ihm nicht zu widersetzen. Es würde keinen Sinn machen uns Menschen auf die Art zu testen, wie Du gerade denkst...

    Auch Abraham hat den Test ja bestanden, nicht versiebt ;) .

    Moral...was ist schon Moral? Es kommt darauf an, wo jemand aufwächst, wie jemand sozialisiert wird...das prägt seine Interpretation von Moral. Was für uns in unserem Kulturkreis moralisch gut ist, kann in anderen Kulturkreisen moralisch vollkommen verkommen sein...und umgekehrt.

    Sieh mal allein das Thema Todestrafe. In vielen Teilen der Welt erlaubt und gesellschaftlich akzeptiert. Hier bei uns dagegen höchst "unmoralisch".

    Zitat

    Wobei wir da sowieso wieder mal bei der Frage sind, warum Frauen keinen Bund mit Gott eingehen dürfen (müssen, brauchen, können...)
    Sind sie weniger wert? Sind sie mehr wert? Was verstehe ich nicht?

    Ja eben...auch Frauen sind Gottes Geschöpfe (religiös betrachtet). Wenn es für uns reicht, den Bund im Herzen einzugehen, warum nicht auch für Männer?

    Denn weniger wert, oder mehr wert, sind wir gewiss nicht.

    Klar würde sich Lisa auch beschneiden lassen. Bei Frauen mit so vielen Falten, mit Pisse, Smegma, Schweiss und Menstruationsblut ist es doch ohne Beschneidung noch viel unhygienischer.


    ;( *würg* Na das nenn ich mal deutlich.

    Ob Lisa sich noch mal hier beteiligt? Ich warte ja noch auf den entrüsteten Aufschrei und den Hinweis auf Dusche und Bidet (mit dem sie dann selbst das Hygieneargument entkräftet hätte).

    Im Übrigen kann ein Zusammenleben verschiedener Religionen in ein- und demselben Gebiet nur auf Basis der Verfassung/ des Grundgesetzes funktionieren, welches über allen sonstigen Vorschriften zu stehen hat.

    Es reichen die bestehenden Gottesstaaten wie z.B. der IRAN bereits!

    Volle Zustimmung!

    Ich liebe ja meine Religion, aber man sieht nur zu deutlich auf der Welt, dass sie sich viel zu leicht missbrauchen lässt von gierigen Machthungrigen.

    Im Iran und in Saudiarabien läuft so vieles nicht wirklich islamisch...so wie es auch hier zu Zeiten der Herrschaft der Kirche, nicht wirklich "christlich" zuging. Zumindest nach meinem Verständnis von "christlich" und "islamisch".

    Der Mensch ist einfach nicht gut genug dafür, die Religion in einem Gottesstaat wirklich so zu "leben", wie es sein sollte. Es werden in einem solchen Staat immer wieder die Falschen sein, die nach Macht streben...


    Aber wie vor kurzem von jüdischer Seite gepoltert wurde: "Wir werden nicht ein Jota nachgeben!"
    So wird das nix...

    Ach, das sind nur die Fundis. Die gibt es überall. Aber glücklicherweise gibt es auch überall Gläubige, die sich nicht von ihren verbohrten Glaubensgeschwistern beeinflussen lassen. :)

    Was, wenn das Original mit Beschneidung etwas ganz anderes meinte? Oder diese Sätze im original garnicht vorhanden sind?
    Wir werden es nicht erfahren. Die Originaltexte sind meist verschollen.


    Gute Überlegung...

    Der Koran ist jedenfalls noch im Original vorhanden und er enthält kein einziges Wort zur Beschneidung.

    Mir fällt auch auf, dass islamische Beschneidungsbefürworter teilweise mit Bibelversen argumentieren....die aber islamisch gar nicht wirklich relavant sind (da die Bibel nicht mehr als das unverfälschte Wort Gottes gilt).

    Ich denke, wäre die Beschneidung tatsächlich so wichtig und Gottes unbedingter Wille, hätte sie im Koran Erwähnung gefunden.


    Was ich mich auch frage...ich lese hier von einem "Bund mit Gott". Aber warum soll dieses Abtrennen der Vorhaut notwendig sein, um diesen Bund mit Gott einzugehen? Einen Bund mit Gott geht man im Herzen ein. Gott kennt unsere Herzen (so wird es doch in allen monotheistischen Religionen gelehrt, nicht nur im Islam, oder?).

    Also wäre ein äußeres Zeichen vollkommen unnötig. Noch dazu, wo es ohnehin kaum einer zu Gesicht bekommt.

    Außerdem kann ein Bund mit Gott auch wieder enden. Die Vorhaut bleibt jedoch weg...auch wenn der "Bund" schon längst nicht mehr existiert....

    Interessanter Artikel. Ich hatte mich schon gefragt, ob eigentlich nur religiöse Juden ihre Kinder beschneiden lassen, oder auch die Unreligiösen.

    Ok, medizinisch ist die Lage nun klar. Ich habe es ohnehin nie verstanden, warum sich HIER, wo jeder Zugang zu Kondomen hat und auch aufgeklärt ist, jemand aus Gründen der Infektionsvorbeugung beschneiden lassen sollte.

    Diesen Satz fand ich gut: "Niemand propagiert, Kleinkindern die Mandeln herauszuschneiden, um Halsschmerzen vorzubeugen."

    Es steht kein gesetzliches Recht über Gott. Diese Diskussion sollte ohnehin nicht auf einer Ebene stattfinden, wo Jeder Atheist seinen Unmut über die Religion kundtut.
    Wohin soll dies bitte führen?


    Und wohin soll Deine Ansicht führen, liebe/r Shalom?

    Wir leben in einem pluralistischem Staat, in dem viele Religionsgemeinschaften mit teilweise auch verschiedenen Glaubensgrundsätzen und Regeln, leben, und eben auch Atheisten.

    Wenn nun jeder so denken würde wie Du und das hier geltende Recht nicht akzeptieren würde, hätten wir das reinste Chaos! Denk doch mal realistisch. Oder ist dir ein friedliches Miteinander nicht so wichtig?

    Und dass Atheisten ihren Unmut über Religion kundtun, ist angesichts solcher Beiträge nicht weiter verwunderlich.

    Glauben ist Alles.

    Was Deutschland hier fabriziert ist der Blasphemie gleichzusetzen. Diese Diskussion nimmt kein schönes Ende, für die Kritiker.
    Ich rate Ihnen in einer ruhigen Stunde in die Kirche zu gehen, um wieder Vernunft walten zu lassen.

    Gott ist der einzig wahre Herrscher über Recht und Unrecht. Er verlangt die Beschneidung und dem haben wir uns unterzuordnen


    Kirche...Beschneidung??? ?(

    Bist Du Christ? Ich habe noch nie gehört, dass die Kirche Beschneidung verlangt. Wie kommst Du darauf? Ehrlich, das interessiert mich jetzt....

    Aus psychologischer Sicht ist die Beschneidung positiv. Schließlich besiegelt sie einen Bund mit Gott. Dieser ist einzigartig. Jeder der diesen Bund eingeht ist etwas Besonderes. Und das ganze Leben ist voller Schmerz, warum also nicht etwas opfern was a.) keiner braucht und b.) nicht so weh tut?


    Das mag für Einzelpersonen durchaus zutreffen, und wenn jemand so empfindet, kann er sich von mir aus auch gern beschneiden lassen. Aber man muss auch berücksichtigen, dass es nicht jeder so sieht, dass es eine Menge Menschen gibt, die nicht der Meinung sind, dass es a.) keiner braucht und b.) nicht so weh tut. ;)

    Woher will man wissen, in welche Richtung sich ein Kind entwickelt? Ob es später genauso denkt, wie man selbst?

    Was ich sagen will, sollte sich Dein Kind anders entwickeln und nicht so fühlen, wie Du, dann sieht auch die psychologische Sicht, was Beschneidung betrifft, ganz anders aus. Ein traumatisiertes Kind kann ernsthafte seelische Schäden davontragen, die sich auch im Erwachsenenalter nur schwer "therapieren" lassen.

    Und möglicherweise wirkt sich dieses Erlebnis -je nachdem, wie ein Kind das erlebt, oder später als Mann - dann auch negativ auf den Glauben aus. Man kann dadurch, wenn es unfreiwillig geschieht, und man deshalb leidet, sogar den Glauben verlieren.