Beiträge von thorsten35

    Ich mochte es auch nicht, wenn meine Mutter mit anderen über das Thema sprach, was sie leider auch in meinem Beisein manchmal machte. Auch heute ist mir das Thema noch unangenehm. Erst meiner derzeitigen Partnerin gegenüber konnte ich mich öffnen.

    Über Beschneidung selbst, wurde mir damals als Kind so gut wie gar nichts erklärt.

    Das Problem mit der trockenen Eichel habe ich auch. Beim Geschlechtsverkehr tut es meiner jetzigen Partnerin deswegen oft weh, da sie nicht so feucht wird. Ohne extra Gleitgel ist für uns kein Sex möglich. Dagegen kann ich mich gut selbstbefriedigen und es macht mir auch nichts aus, meine Eichel direkt zu stimulieren. Vielleicht wäre es ja gefühlsintensiver, wenn eine schützende Vorhaut der Verhornung entgegenstehen würde.

    Viele der Fetischisten die sich in den Foren tummeln sind anhand einfacher Indizien leicht zu enttarnen. Hinweise dafür sind vor allem, dass sie nichts anderes posten, als eben Beiträge zum Thema Beschneidung und die unmöglichsten Pseudos, z. B. Erzieherin in einem Knabeninternat, wählen.

    Es ist leider nicht verifizierbar, inwieweit es wirklich Personen mit Entscheidungsbefugnis gibt, die der Gedanke eine Zirkumzision in die Wege zu leiten erregt und inwieweit derartiges in der Praxis insgeheim dann tatsächlich vonstatten geht.

    Ich denke eher in den meisten Fällen ist es eher die Ignoranz (Medizinische u. Kulturell-religiöse Gründe), sowie die Scham ("wir wollen hier bei ihm nichts versäumen"), die für den Eingriff maßgebend sind.

    Hallo,

    ich denke auch nicht, dass es ein Problem für eine Frau darstellt. Mag sein dass ein unbeschnittener Penis eine Frau in den beschneidungswütigen USA erst einmal irritiert.

    Aber es soll auch schon zu Anfeindungen gekommen sein. Manchen galt der nicht beschnittene Penis in den USA dann als Zeichen von unhygienischer Einwandererarmut, von bildungsferne, schlechter Ausbildung, Elend. Darüber wird sich dann auf äußerst respektlos-primitive Art und Weise lustig gemacht.

    Der gesamte Penis macht den Eindruck eines vollkommenen anderen Organs. So etwas fällt natürlich auf. Für mich ist es dann so, als hätten sich die Geschehnisse von damals einfach forgesetzt, manifestiert.

    Meistens wird es geflissentlich ignoriert. Aber manchmal gibt es schon so einige neugierige Blicke, vielleicht noch nicht einmal Böse. Aber ich fühle mich in diesen Augenblicken dann noch viel entblößter ....

    Zu meiner Anfangszeit hatte ich nicht diese großen Probleme vor anderen nackt zu sein, da ich bei weitem nicht der einzige Beschnittene war. Im Laufe der Jahre fiel mir aber auf, dass ich meist der einzige ohne Vorhaut war.

    Vielleicht lag ja die Beschneidungsquote in den 80ern noch höher als heute und es wurde deswegen eher als etwas "normales, nichts erwähnenswertes" befunden.

    Gut, dass es so etwas heute gibt. So war es zu meiner Zeit noch nicht. Erwachsenen, Lehrern und anderen Autoritätspersonen hatte man bedinungslos respekt zu zollen, auch wenn sie ihn gar nicht verdient hätten.

    Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich als Linkshänder in der ersten Klasse plötzlich mit der rechten Hand schreiben sollte, was mir eine schlimme Tortur war. Gottseidank ist man heute davon gänzlich abgekommen.

    Hallo Guy,

    auch ich empfand es immer als entwürdigend, da es immer ohne meine Einwilligung oder Instruierung vonstatten ging. Manche fanden es sogar ganz witzig. Kann mich manchmal an ein süffisantes Grinsen erinnern, als es anstand, oder aber darüber geredet wurde.

    Hallo Guy,

    ja es schien eine Obsession bei ihr zu sein. Meine Oma väterlicherseits legte auch diesen derartigen "fleiß" an den tag, wenn es um meine Genitalhygiene ging. So begleitete sie mich als 6jährigen noch auf die Toilette um mir die Urintropfen vorne an der Vorhaut wegzuwischen. Vielleicht wurde sie auch von meiner Mutter dahingegen instruiert so zu verfahren.

    Meiner Schwester hingegen wurde nie eine solche Behandlung zu teil.

    Beschneidungsindustrie ist genau mein Stichwort. Damals in den 80ern waren auffällig viele meiner Freunde beschnitten und im nachhinein denke ich, dass es das bei den wenigsten wirklich, wenn überhaupt, notwendig gewesen wäre.

    Bei den ganzen Schul- und Vorsorgeuntersuchungen hieß es am Schluß auch immer: "jetzt darf ich noch mal unters Höschen gucken." Ich hielt das damals schon ganz unmöglich. Eigentlich hat da niemand, außer bei akuten Problemen etwas zu suchen. Selbst im Falle davon hätte es davor explizit mit mir abgesprochen werden sollen. So fühlte ich mich übergangen.

    Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger Gründe für eine Beschneidung und das damalige Vorgehen fallen mir ein.

    Ich war und bin immer sehr auf Distanz zu meiner Mutter, ich denke auch deswegen. Sie ist eine sehr dominante Frau und ich glaube sie wollte mich mit dieser Beschneidungsaktion noch mehr beherrschen, mir den Stempel aufdrücken, als Beweis dafür, dass ich zu dumm bin mich ordentlich untenrum zu waschen.

    Trotzdem achte und respektiere ich sie natürlich als meine Mutter.

    Meine Mutter hatte damals wohl ein sehr merkwürdiges Verständnis von Hygiene. Das alles erschien mir damals jedenfalls reichlich suspekt und ich werde nicht schlau daraus, in Folge ist da "irgendwas in meinem Hirn eingerastet", was mich noch bis heute beschäftigt.

    Hallo,

    vielen Dank für deine Begrüßung.

    Die Hintergründe meiner Mutter kann ich auch nicht nachvollziehen. Vielleicht war es sogar eine Art von Machtspielchen, da mein Vater sich richtig verhielt und sagte bei mir sei alles normal. Bei meiner Beschneidung war dann auch meine Mutter die alleinig-treibende Kraft.

    Ich habe mich auch schon oft gefragt, warum bei Mädchen derartige Untersuchungen und Vorgehensweisen als klarer Tabubruch gelten, während es bei den Jungs als normal hingenommen wird.

    LG
    Thorsten

    Meine Beschneidung an sich, sowie die Zeit der Verheilung danach habe ich nicht dramatisch erlebt. Was mir bis heute immer noch zu schaffen macht, waren die ganzen damit verbundenen Peinlichkeiten, da meine Vorhaut und damit mein intakter Penis von meiner Mutter und der Kinderärztin als ein Makel dargestellt wurden. Meine ersten entsprechenden Erinnerungen reichen zurück, als bei mir meine Mutter als knapp 3-jährigen in der Badewanne immer versuchte die Vorhaut zurückzuziehen. Da sie aber nicht zurückging, war es immer mit Schmerzen verbunden, die ich natürlich vermeiden wollte und mich deswegen dagegen wehrte. Meine Mutter beachtete mich aber nicht, sondern hielt mich fest und machte einfach weiter. Schon da war es mir unangenehm mich Samstags abends für die Badewanne ausziehen zu müssen, da ich ja wusste was folgen wird ....

    Ich denke es war auch der Grund, warum ich schon früh als Kind Schamgefühle entwickelte. Ich wollte nicht mehr nackt vor ihr sein. Vielleicht ist es ja auch notwendig, die Vorhaut in dem Alter zu kontrollieren. Jedoch empfand ich diese Kontrollen immer als einen Eingriff in meine Intimsphäre, insbesondere da mir keiner etwas dazu erklärte, sondern alles immer gänzlich kommentarlos über die Bühne lief.

    Im Alter von etwa 5 Jahren ließ sich die Vorhaut bei mir problemlos zurückstreifen und auch bei der Schuleingangsuntersuchung gab es von der Amtsärztin keinen Grund zur Beanstandung. Ab diesen Alter hätte mir dann aber gezeigt werden müssen, wie ich mich selbst untenrum reinige: sprich die Vorhaut zurückziehen um mich auch dort zu waschen. Dies wurde aber unterlassen und weder mein Vater noch meine Mutter unterwiesen mich darin. Meinem Vater schien es egal zu sein und meine Mutter schien ohnehin zu meinen, meine Vorhaut sei viel zu eng und müsse entfernt werden. Schon früh erklärte mir sie mir, was Beschneidung sei. Ich kannte dies bereits von anderen Jungs und meine Mutter meinte nur, dass es mich auch bald treffen würde, auch weil ich mich nicht richtig wasche. Ohnehin sei es so viel gesünder und vorteilhafter für mich.

    Infolge der Unkenntnis der richtigen Genitalhygiene entwickelten sich bei mir Entzündungen des inneren Vorhautblattes und der Eichel, die mit dem Hausmittelchen: Bepanthen - Wund- und Heilsalbe behandelt wurden. Da ich auch unangenehme Gerüche entwickelte, meine Unterhosen waren immer vorne feucht, da es beim pinkeln nicht richtig abtröpfelte, fuhren meine Eltern mit mir kurzerhand zur Kinderärztin. Zu der Zeit war ich schon knapp 8 Jahre und mein Schamgefühl war deswegen bereits voll ausgeprägt. Dennoch wurde darauf keinerlei Rücksicht genommen, sondern mir wurden in der Arztpraxis einfach die Hose und Unterhose nach unten geschoben und ich wurde auf ein Tischchen gesetzt. Daraufhin versuchte die Kinderärztin mit einem Holzspatel die Vorhaut zu dehnen. Da ich dabei eine Erektion hatte, ließ sie sich natürlich um so weniger bewegen und die Kinderärztin meinte sie sei bei mir schon arg eng, außerdem sollte in diesem Bereich gescheit gewaschen werden, da meine Eichel mit Smegma bedeckt war, das sie mit einem Papiertuch entfernte. Ich meinte, damit sei schon alles erledigt und ich könne mich wieder anziehen, jedoch fragte nun meine Mutter direkt, wie es bei mir mit einer Beschneidung der Vorhaut aussehen würde. Die Kinderärztin meinte daraufhin, dass sie es bei mir ohnehin empfohlen hätte, da ich mich ohnehin wohl nicht gerne untenrum wasche. Außerdem sei es viel gesünder und es hätten ja so viele Buben. Damit war die Entscheidung getroffen.

    Den Eingriff, in einer ambulanten chirurgischen Praxis, habe ich dann weit weniger schambehaftet empfunden, da mir alles genau erklärt wurde und ich mich auch selbst ausziehen durfte. Hier fühlte ich mich zum ersten mal für vollgenommen. Die Beschneidung erfolgte damals in Vollnarkose und ich durfte nach der Aufwachzeit auch direkt wieder nach Hause. Das es verschiedene Stile der Beschneidung gibt wusste ich damals nicht. Bei mir wurde jedenfalls die innere Vorhaut ziemlich zur gänze abgetragen, sowie einiges der Schafthaut entfernt. Meine Eichel liegt nun immer frei. Die Verheilung war schon nach 2 Wochen fast vollständig abgeschlossen und ich gewöhnte mich recht schnell an die nun immer blanke Eichel.

    Jedoch hatte ich ab da an Probleme mich vor den anderen nackt zu zeigen, da ich meinen nun beschnittenen Penis umso mehr als Makel empfand. Es gab zwar die einigen oder anderen neugierigen Blicke, gesagt hat aber niemand etwas. Gemobbt wurde ich deswegen auch nicht, da bei uns damals schon so einige Jungs beschnitten waren. Die Schuluntersuchung in der 5ten Klasse war für mich wieder schlimm, da ich bei einer Schuluntersuchung durch die Amtsärztin wieder darauf angesprochen wurde. Sie merkte wohl, dass es für mich sehr peinlich war und fragte deswegen auch nicht näher nach.

    Ich vermied es in Folge einfach vor anderen längere Zeit nackt zu sein. Wenn ich sah, dass noch ein anderer beschnitten war, empfand ich es als weniger schlimm. Ich denke meine Beschneidung war auch der Grund, warum ich erst spät sexuelle Kontakte entwickelte, obwohl nie eine meiner Partnerinnen etwas dazu sagte. Ich denke vielen war es gar nicht bewusst, dass ich beschnitten war. Ich denke Oral- sowie Vaginalverkehr gestalten sich m. M. nach ohnehin kaum anders beim Unbeschnittenen. Nur die Befriedigung mit der Hand dürfte davon abweichen. Ich erinnere mich daran, dass meine Freundin meine Eichel direkt stimulieren wollte, mir das aber sehr weh tat. Ich musste sie daher anleiten, nur die verbliebene Schafthaut sachte vor und zurückbewegen. Darüber geredet, warum es so bei mir ist, das ich beschnitten wurde, haben wir jedoch nicht.

    Der Gedanke, dass ich beschnitten wurde, "weil ich ein schmutziger Junge war", spielte bei mir immer noch mit. Unbefangene Nacktheit oder unbelasteter Sex waren für mich nie möglich.

    Erst mit meiner heutigen Partnerin konnte ich offen darüber reden. Ich bin ihr sehr dankbar, dass sie sich verständnisvoll für meine damaligen Erlebnisse als Kind zeigte und mich nicht als "Spinner" abstempelte.

    In den ganzen Jahren habe ich sehr viel über Beschneidung gelesen und bin zu dem Schluss gelangt, dass die Vorhaut eigentlich keinerlei besonderer Beachtung bedarf. Die Eltern müssten den Jungs nur zeigen wie man sich richtig reinigt. Bei mir unterblieb dies jedoch aus Scham, vielleicht auch als Unwissenheit. Ich denke, das waren auch die Motive meiner Mutter mich beschneiden zu lassen, da es für sie so einfacher ist, sich der Penis mit der nun immer freiliegenden Eichel selbst reinigt und ich immer sauber untenrum bin. Die Kinderärztin entsprach einfach den Wunsch der Mutter. Ohnehin schien sie eine Präferenz zur Beschneidung zu haben. Über weitere Motive kann ich nur Mutmaßungen anstellen. Vielleicht war es bei mir auch so etwas wie ein Machtspielchen. Wer weiß?

    Was denkt ihr darüber? Wie habt ihr es erlebt und wie habt ihr euch dabei gefühlt?