Beiträge von sumpfland

    Hallo,

    bevor ich zum Hauppthema komme, ein bisschen dazu, was ich in letzter Zeit getan habe:
    nach drei Jahren melde ich mich mal wieder. Ich hatte ein paar Anläufe genommen, meine Vorhaut zu regenerieren,
    aber es war mir dann immer zu kompliziert. Ich habe zum Teil Stofffetzen mit einem Gummiband getragen, was aber auch öfter abgegangen ist und mir dann irgendwann zu umständlich war. Aber es hat mir gut getan.

    Gut, mein eigentliches Thema: Ich gerate, seitdem ich weiß, dass meine Beschneidung ein bedeutender Einschnitt in mein Leben war, immer wieder in Situationen, in denen ich mich machtlos fühle: Ich habe keine Kontrolle über meine Erektionen und wie schnell ich komme --> die Beschneidung ist schuld --> ich kann nichts tun (außer vielleicht wieder mit der Wiederherstellung anfangen).
    Das hört sich so ein bisschen nach einer faulen Ausrede an Lösungen zu finden. Deswegen möchte ich anregen, mal darüber zu reden, was man tun kann, um auch mit der Beschneidung leben zu können, ohne die Vorhaut gleich wiederherzustellen. Denn jedes Mal wenn ich anfange mit der Wiederherstellung, kommt dieses Hindernis auf, dass es zu groß ist und ich erstmal lernen sollte, mit der Beschneidung umzugehen.

    Geht es noch jemandem so?

    Nein, das war durchaus ernst gemeint. Ich frage mich halt, wie ich mich entwickelt hätte, wenn ich nicht beschnitten gewesen wäre.
    Ich war immer hibbelig und sehr im Kopf, was sicher eher nicht gut für meine soziale Entwicklung war. Aber ich sehe auch immer wieder
    Vorteile davon, dass ich einerseits die unterbewusste Panik und den Verlust durch die Beschneidung hatte und andererseits dann wahr-
    scheinlich auch eben, dass ich mich nicht mehr darauf fokussieren konnte.
    Mit der Zeit kann man die Extreme einfach überbrücken und man gewinnt neue Sicherheit, woraufhin man zwangsläufig sagen müsste,
    dass eine Beschneidung in der Beziehung eine gute Sache war.
    Was würdet ihr Leuten sagen, die sowas als Argument in einer Debatte bringen würden?

    Wenn es so ist, dass durch die Beschneidung 20.000 Nervenenden gekappt werden, dann müsste das auch bedeuten,
    dass sich das Gehirn nicht mehr mit den ganzen Impulsen, die von der Seite kommen, auseinandersetzen muss.

    Eine Beschneidung würde somit kognitive Kräfte freisetzen, die in anderen Sinnen zum Einsatz kommen können.
    Die Nervenenden sind gekappt, es macht keinen Sinn mehr dort kognitive Energie zu investieren, also sucht sich
    das Ganze andere Ventile in der Beschäftigung mit anderen Sinnen.

    Könnte es da nicht möglich sein, dass eine Beschneidung auf der Seite auch massive Vorteile mit sich bringt? Dass man dadurch
    feinsinniger und kreativer und schlussendlich für die Gesellschaft "wertvoller" wird?
    Was denkt ihr darüber?

    Mhh, erstmal danke für die Info. Mir kam Foregen zumindest etwas suspekt vor. Aber Vincenzo und der andere TLC-Tugger-Typ, die das gemeinsam gestartet haben, haben auf mich einen einigermaßen seriösen Eindruck.
    Ich werde wohl trotzdem nichts spenden. Mir ist es da auch wichtig, dass ich persönlich mehr über den Prozess der Wiederherstellung etwas erfahre, als irgendwo hinzugehen und Schwupps ist alles wieder da. Das stelle ich mir vor wie mein ganzes Leben lang blind zu sein und dann plötzlich sehen zu können. Das wäre mir auch zu krass.

    Besonders die Informationen über die Nervenverbindungen mit dem Rückenmark finde ich sehr interessant, weil es mir bisher noch nicht so bewusst war. Gibt es da bestimmte Areale, die besonders stark mit der Vorhaut kommunizieren (ich weiß leider gar nicht, wie das funktioniert, außer das was ich in Bio gelernt habe...und da war ich eher schlecht)?

    Eine "herkömmliche Wiederherstellung" kommt für mich nicht infrage, weil es einfach nicht das Gleiche ist und ich keine Zeit daran verschwenden will mir mit irgendwelchen Geräten die Vorhaut langzuziehen, was in meinem Fall sowieso unmöglich ist, weil absolut gar nichts mehr da ist zum langziehen.

    ...aber was wird passieren wenn ich das aufkratze? Ich weiß ja nicht, was dieses Pulver macht, aber dass mein Körper bei einer 20-Jahre alten Wunde reagieren wird und einfach so die Vorhaut regeneriert erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich. Der Körper wird wahrscheinlich so oder so wieder sein Programm abfahren eine Wunde zu verheilen, anstatt die Vorhaut nachwachsen zu lassen. Das heißt, man muss wohl erst mal etwas machen, was den Körper - in diesem Bezug - von diesem sofort-Verheilungsmuster wegbringt...jetzt mal zur Grundlage gelegt, die Informationen auf der Foregen-Seite sind korrekt...aber ich denke hier auch nur laut...

    noskin: Ja, natürlich. Aber das hilft mir nun leider nicht mehr.

    Sehr interessante Seite, das mit Foregen.
    Auch sehr interessant finde ich die Vermutung, dass höhere Wirbeltiere verlorene Gliedmaßen nicht mehr regenerieren können zugunsten
    der schnellen Verheilung und damit ein - im Rahmen der Möglichkeiten gesichertes Weiterleben.

    Vielleicht, wenn man die Beschneidungswunde immer wieder aufschabt, dieses Pulver darüber streut und dann noch mit Hypnose arbeitet wird das mit der Zeit wieder nachwachsen...nicht, dass ich das jetzt gleich ausprobieren würde.
    Da muss ich erst noch mehr wissen, bevor ich mir ins eigene Fleisch schneide...aber es wäre theoretisch ein netter low-tech-Ansatz.


    "In jedem Körperteil sind im Gewebe spezifische Stammzellen vorhanden, die für die Regeneration verantwortlich sind und über ihre Erbinformation genau wissen, wie sie sich verhalten sollen. Sind die abgetrennt, geht mit ihnen auch der Bauplan verloren."


    Ich hoffe mal, dass das nicht so ist und ich habe eigentlich auch gelernt, dass das über die Aktivierung und Entkopplung verschiedener Kettenabschnitte geht, während die gesamte Erbinformation in jeder Zelle des Körpers vorhanden ist. Nur halt nicht aktiviert. Die Zellen, bei denen der entsprechende Teil aktiviert war, sind unwiederbringlich weg. Dann muss man halt die restlichen Zellen dazu bringen, das an der Stelle entsprechend zu aktivieren. Irgendwie muss es ja gehen, denn ich kann mit "geht nicht" als Antwort eigentlich nicht leben.

    Hallo,

    Ich wurde mit 3-4 Jahren aufgrund von Phimose beschnitten. Ich habe es sehr lange nicht als Problem angesehen, aber vor 1 1/2 Jahren bin ich dann drauf gekommen, dass es möglicherweise ein großer Faktor in meinem Leben gewesen sein könnte, der Probleme verursacht hat. Ich lese auch schon seit einiger Zeit im Forum mit, wenn es mich nicht grad fertig macht, auch nur einen Satz davon zu hören...

    Ich habe mir verschiedene Methoden der mechanischen Vorhautwiederherstellung angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich lieber meine "Richtige" Vorhaut zurück haben will,
    anstatt einfach den Rest (der im Übrigen gar nicht so wirklich vorhanden ist) lang zu ziehen.

    Jetzt bin ich darauf gestoßen:
    "Stammzellenpulver" lässt Körperteile nachwachsen

    http://www.youtube.com/watch?v=mJ4YfiVE5DA


    Ich habe keine Ahnung und in dem Video wird ja gemeint, dass es sehr umstritten ist. Haltet ihr das für eine Perspektive?
    Oder meint ihr, das geht nur dann, wenn die Verletzung noch frisch ist?