Wobei das Kupieren der Ohren noch dramatischer und schmerzhafter als das der Schwänze ist. In meiner Kindheit hatte unsere Boxer-Hündin Welpen bekommen, und mein Vater hat die kupieren lassen - "weil das (zu der Zeit) so üblich war". (und "Mutti" und "Vati" ja auch so waren, man sieht die Parallelen))
Durch Kupieren der Ohren (mit Betäubung) hatte eine besonders zarte kleine Hündin einen schlimmen Schock erlitten, war tagelang apathisch und hat nur gehechelt.
Es war ein Jammer, das ansehen zu müssen und mein Vater hat geschworen, nie wieder einen Hund kupieren zu lassen.
Gut, dass das Kupieren von Ohren und Schwänzen seit 2005 bei Strafe verboten ist!
Warum erst seit 2005? Weil sich die Lobby der Traditionalisten so lange erfolgreich gegen Tierschutz gewehrt hat!
Heute sieht man keine kupierten Boxer mehr. Zuerst war der Anblick ungewohnt, aber schnell wurde klar: natürlich ist viel schöner, viel ästhetischer.
Also es geht schon. Man kann schon Reformen machen, man kann schon schützen.
Nur nicht kleine Jungen. Obwohl bei deren Penis-Kupierung auch immer mal "was schief geht".
Und die eines wichtigen "sexuellen Mittels" beraubt werden.
Warum klappt das bei kleinen Jungen nicht? Weil die Lobby der Traditionalisten ungleich "wirkmächtiger" ist.
Und natürlich auch hier die pseudomedizinischen Begündungen mit "medizinischen Vorteilen" - Vorbeugung von Krankheiten! Die Schlappohren wären Brutstätten für Krankheitserreger, blablabullshit...
BTW, man darf aber nicht übersehen, dass ein für Körper und Psyche des Hundes weitaus schwerwiegenderer Eingriff bei Hunden noch immer erlaubt ist: Die Kastration.
Weil das ja so "praktisch" ist (für den Besitzer) und die Hündin dann nicht so "dröppelt".
Die man bei Menschen niemals erlauben würde. Bzw., die nur in dunkelsten Zeiten in Deutschland durchgeführt wurde.