Beiträge von Selbstbestimmung

    Mit all dem hat sich das Gericht leider nicht beschäftigt.

    Beschäftigen sich die Gerichte hierzulande auch nicht, siehe OLG Hamm. Das argumentiert, dass die "Restrisiken" (ist dann halt "dumm gelaufen") und Schmerzen für das Kind schon OK sind, weil sonst das Jungenverstümmelungsrecht der Eltern aus §1631d "ausnahmslos ins Leere laufen würde".
    Seit 2012 können es sich Gerichte ganz einfach machen. Können Kinderrechte einfach unter den Tisch fallen lassen.
    Denn der genital sicherlich weitgehend vollständige Bundestag hat ja entschieden, dass ein Teil der männlichen Sexualorgane überflüssig sei.Und Schmerzen und Risiken für Kinder in Kauf zu nehmen sind, wenn es um Tradition und "nur" um Jungen geht.

    Jetzt läuft gerade eine Meldung über die Ticker, dass die Gewalt gegen Kinder stark zugenommen habe. In NRW wurden 12.381 Jungen und 7185 Mädchen Opfer von "Rohheitsdelikten", z.B. Körperverletzung.
    "Mehr als 5.000 Mädchen und fast 1.500 Jungen erlitten sexualisierte Gewalt. Die Dunkelziffern sind meist deutlich höher".


    Das ist natürlich eine sehr traurige und bedenkliche Entwicklung. Was dabei geradezu gewohnheitsmäßig völlig ausgeblendet wird ist, dass jährlich zigtausend Kinder in Deutschland geschlechtsbezogene Gewalt am Geschlecht erfahren und mit einem Messer traktiert werden.

    https://www.presseportal.de/pm/66749/5770141


    https://www.deutschlandfunk.de/zahl-an-kinder…tiegen-100.html

    "Natürlich" nicht wegen der Verstümmelung an sich. Sondern weil sie bar jeder Anästhesie war. (Als ob bei Baby-Verstümmelungen je eine angemessene Anästhesie stattfände).

    1500€, zu zahlen an den eigenen Sohn, der noch ein Baby ist. Wie geht das? Auf ein Sperrkonto?


    Ob es ein solches Urteil, betreffend jüdische Eltern "ausgerechnet in Deutschland" und "angesichts unserer Geschichte" jemals geben würde?
    Fälle dürfte es genügend geben. Es gibt Menschen, die glauben Rituale müssten exakt so durchgeführt werden wie vor 5.000 Jahren.

    Zitat

    A spokesman for the Initiation Society said that their mohelim rarely use anaesthetic when performing circumcisions as using a pain relief cream can cause inflammation, which can cause pain and inhibit the procedure. A pain relief injection could cause more pain to the baby than the procedure itself.

    Seltsam. Von Leutheusser-Schnarrenberger wurde Emla doch als völlig problemlos und hinreichend dargestellt.

    Was für ein Dilemma! Emla, PWB - geht alles nicht!

    Dabei ist die Lösung so einfach: einfach ganz lassen. Keinerlei Schmerzen, keine Ängste, keine Einschränkung der Sensorik, keine Komplikationen.

    Richtig ist, dass die Vorhautamputation bei Kindern schlimmste Entzündungen verursachen kann, Harnröhrenverengungen, Hautbrücken, dass es zu Eichelverletzungen kommen kann und diese auch zum Tode des Babys führen kann. Und immer zu vermeidbaren Schmerzen und Ängsten führt.

    Mit all dem hat sich das Gericht leider nicht beschäftigt.

    Dass Finnland vor 80 Jahren zeitweise mit "den Nazis" militärisch verbündet war "fighting alongside the Nazis in World War Two" macht dieses Gerichtsurteil von 2024 natürlich hochverdächtig... :rolleyes:

    Allein dieses Wort "despite".... :rolleyes:

    https://www.thejc.com/news/world/cou…-rabbi-sgu8at94

    PS: Und der, der's gemacht hat, der Rabbi kommt ungestraft davon? Kann einfach so weitermachen?

    Echt jetzt? Uneingeschränkt? "Natürlich"? Für alle Kinder? Auch "sogar" für Jungen?

    "Natürlich" ist ein Jungenpenis, der vollständig ist.

    Jörg Fegert ist....Leiter des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium.

    Mir scheint, Jörg Fegert hat einen dicken, fetten, blinden Fleck. :rolleyes:


    Der Schutz des Kindeswohls geht alle an. Natürlich gilt das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (Artikel 2, Absatz 2 des Grundgesetzes), welches durchaus psychische Erkrankungen und Belastungen, die ja auch ihre körperlichen Korrelate haben, einbezieht, uneingeschränkt auch für Kinder.

    Etwas ist ihnen ganz furchtbar auf den Magen geschlagen:

    Zitat

    The RACP’s latest infant male circumcision (IMC) policy released in Dec 2022 concludes that it “believes that the frequency of diseases modifiable by circumcision, the level of protection offered by circumcision and the complication rates of circumcision do not warrant routine infant circumcision in Australia or Aotearoa New Zealand”.1 This long-standing position has led to IMC bans in all public hospitals.

    Ist doch super! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Und dann folgt natürlich ein langer Rant und Sermon von Desinformation.... :D

    Morris und Klausner müssen es natürlich besser wissen.
    Sie haben zwar die Wonnen eines vollständigen Penis vermutlich nie kennen gelernt - aber es kann nicht sein, dass mit ihren Penissen irgend was nicht supertoll und optimal ist. Nein, nein, nein! Das wäre einfach zu schrecklich!

    Ein männliches Kind nicht genital zu verstümmeln ist ihrer Meinung nach "unethisch". Es stinkt! <X

    Der absolute Tiefpunkt der Wissenschaftlichkeit ist erreicht bei: "~10% lower prostate cancer incidence". Und dann von Evidenz faseln!

    https://www.nature.com/articles/s41390-024-03190-8

    Als Quelle wird (indirekt) die American Cancer Society angegeben.
    Und da werden Risikofaktoren aufgelistet: Alter, Ethnie, Vorkommen in der Familie. Von Zirkumzision ist keine Rede.

    https://www.cancer.org/cancer/types/p…sk-factors.html

    Zitat

    However, the procedure was not cemented as a widespread practice until the 1950-53 Korean War. Less than 0.1 percent of Koreans had undergone the surgery before 1945, according to a study made by a team of researchers led by Kim in 2000.

    As U.S. troops stationed in Korea popularized the practice among Korean soldiers, the then-developing nation began to associate the high rates of circumcision in Western countries with the state of industrialization, according to Kim.

    In his survey of Korean doctors in 2000, more than half of them believed the circumcision rate in Scandinavian countries was over 50 percent, Kim said, when the actual rate was more like 1 to 2 percent.

    “Koreans came to believe that practicing circumcision was ‘advanced and modern,’ just like the American soldiers,” U.S. sexologist Robert Francoeur wrote in “The International Encyclopedia of Sexuality” (1997). “If Americans did it, it must be good,” he said.

    Die Koreaner wussten eben nicht, wie man den USA das aufgeschwatzt hatte...

    https://koreajoongangdaily.joins.com/news/2024-04-2…mcision/2029413

    Zitat

    "Hättest du dich von jemand anderem als einem Arzt beschneiden lassen?"
    "Nein"

    Auf der einen Seite hat man den §1631d als Kinderschutzparagraph verkauft, weil er angeblich Jungen vor Risiken durch unhygienische Zirkumzisionen von Pfuschern schützen soll. Wobei der Staat weder die Qualifikation der Verstümmler noch die hygienischen Verhältnisse oder eine wirksame Anästhesie (die bei Babys eh nicht stattfindet) überwacht.
    Auf der anderen Seite wird bei der Mädchenbeschneidung der Trend zur Medikalisierung beklagt, man möchte also keine OP durch eine Chirurgen, unter hygienischen Bedingungen und mit Anästhesie sondern lieber mit der dreckigen Rasierklinge im zugigen Flur durch eine "Beschneiderin"?
    Bei Jungen wurde gesagt: wenn wir das verbieten machen die das doch - unter furchtbaren Bedingungen.
    Bei Mädchen gilt das nicht? Oder möchte man nur nicht, dass das Argument mit den furchtbaren Bedingungen wegfällt?

    Da passt etwas nicht zusammen, aber die Devise ist "Augen zu und durch!"

    Jungen und Mädchen müssen gleichermaßen vor Genitalverstümmelung geschützt werden. Und das muss überprüft werden.
    Wenn klar ist, dass jeder Fall von GM bestraft wird, wird unterm Strich sowohl Jungen als auch Mädchen viel weniger Schaden entstehen. Und nach zwei drei Generationen wird niemand mehr GM vermissen. Man wird sich dann fragen, wie solche Praktiken jemals legal sein konnten. Und der Himmel wird deswegen nicht einstürzen. Im Gegenteil, das wird eine bessere, kinderfreundlichere Welt sein.


    Zitat

    Denn Genitalverstümmelung ist und bleibt eine Verletzung der Menschenrechte

    Der Kinderrechte. Wie wahr.
    Warum auf einem Auge blind?

    https://www.arte.tv/de/videos/1188…dchen-nimmt-zu/

    GM bedeutet Genital Mutilation.
    Mit BGM meine ich Boy's Genital Mutilation. Und mit GGM entsprechend Girl's.
    Ich halte nichts von "FGM", weil es praktisch immer mit Mädchen und nicht mit erwachsenen Frauen gemacht wird und auch nicht von "cutting" oder "circumcision" wenn es um Genitalverstümmelungen von Kindern geht.

    Die harmlose, nützliche und identitätsstiftende Circumcision of Boys vs. die patriarchalische, grausame, tödliche Female Genital Mutilation ist das übliche Framing-Spiel.

    Wenn der Koran die einzige Rechtsquelle wäre, gäbe es im Islam auch keine religiöse Beschneidung von Jungen.

    Der Koran ist allerdings die Grundlage des Islams und die mit Abstand wichtigste Quelle. Ohne Mohammed und ohne den Koran gäbe es keinen Islam.

    Und es ist doch total auffällig, dass GM im weitschweifigen Koran überhaupt nicht erwähnt wird. Mit keiner Silbe.
    Das wäre kaum vorstellbar, wenn GM für Mohammed wichtig gewesen wäre. Dann müsste es doch im Koran eine Vorschrift dazu geben. So, wie in der Genesis, auf die sich viele Juden berufen.

    Mohammed hatte angeblich drei Söhne - bei keinem gibt es eine Erwähnung einer GM. Das ist seltsam, weil doch ansonsten die GM meist mit einem großen Fest gefeiert wird.

    Was man allerdings im Koran findet ist die Sure 95:4: "Wir haben den Menschen in seiner besten Form erschaffen". Also kann man seine Form höchstens "verschlimmbessern".

    Was von den BGM-Verteidigern hochgehalten wird ist die Fitra "Natur des Menschen" (wohlgemerkt - "Menschen", nicht "des Mannes") - müsste dann also auch für Frauen gelten:


    Zitat

    Fünf Praktiken sind charakteristisch für Fitra:


    Beschneidung, Rasieren des Schamhaars, Kürzen des Schurrbarts, Schneiden der Fingernägel, Auszupfen der Achselhaare

    Was dann eben von manchen Richtungen oder Imamen auch als Begründung der Mädchen"beschneidung" angesehen wird.

    Die Fitra ist kein Gebot, sondern eine Definition. Wenn man sie aber als Gebot auffasst, dann gilt sie für beide Geschlechter.

    Das wichtigste aber: die Fitra besagt nicht, dass die GM im Kindesalter stattfinden muss. Schamhaare und Achselhaare findet man ja auch gerade nicht z.B. bei sechsjährigen Jungen. Sie kann also nicht als Rechtfertigung für ein Konstrukt wie den 1631d dienen. Der sich ja nebulös und gummiartig gerade auf "nicht einsichts- und urteilsfähige männliche Kinder" bezieht.

    Dann wird von den BGM-Verteidigern auch gerne die Sure 16:123 angeführt: "Folge dem Wege Abrahams".

    Was natürlich schwierig ist. Dann müsste man erst mal bis ins hohe Alter intakt blieben, ein Alter von 99 Jahren erreichen (was längst nicht jedem vergönnt ist) und sich dann - ohne Brille oder Betäubungsmittel selbst die Vorhaut abschneiden - und das auch noch überleben.
    Und dann mit einer neunzigjährigen Frau ein Kind zeugen. Also ziemlich hohe Hürden.

    Das mit dem Koran ist genauso auffällig, wie dass Jesus die GM nur ein einziges mal erwähnt hat. Und nicht in einem positiven Kontext, sondern um zu rechtfertigen, dass er am Sabbat Heilungen durchführte.
    Man könnte das so interpretieren: "wenn ihr am Sabbat etwas kaputt macht, werde ich wohl am Sabbat heilen dürfen".
    Paulus hat daraus gefolgert, dass GM für Christen nicht notwendig ist. Dem Islam fehlt eine Art Paulus.
    Paulus hat von einer "Beschwernis" geredet. Und genau das ist GM. Wenn jemand im Erwachsenenalter meint, ohne Druck von außen sich eine solche Beschwernis auferlegen zu müssen ist das allerdings OK, das ist dann seine Entscheidung.
    Alternativ kann er sich auch geißeln oder an ein Kreuz nageln lassen (gibt es alles!) wenn er meint, dass ihm das religiöse Bonuspunkte einbringt. Den eigenen Körper darf jeder aus religiösen Gründen schinden, wie er lustig ist.

    Der Grundfehler ist - Religion überhaupt als Rechtfertigung für eine lebenslang nachwirkende, blutige, schmerzhafte, Angst einflößende Körperverletzung an einem wehrlosen Kind anzusehen. Und dann noch "auf einem Auge blind" nur bei einem Geschlecht.
    Wobei der §1631d BGB ja sogar noch einen Schritt weiter geht. Religion ist in ihm ja nicht Voraussetzung (obschon Motivation für sein Zustandekommen). Voraussetzung ist allein, dass die Eltern das wollen. Eine destruktive Elternwunsch-Operation an einem gesunden Kind wurde als "elterliche Sorge" verkauft. Das ist pervers.

    Von daher braucht man sich als Verteidiger von Kinderrechten auf das Thema Religion überhaupt nicht einzulassen. Religion steht nicht über dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Sonst müsste man auch Menschenopfer, die Hinrichtung von Apostaten und die Verweigerung von lebensrettenden Bluttransfusionen für Kinder zulassen. Die Religionsfreiheit hört bei Körperverletzung von Dritten auf. Und Kinder sind nicht Eigentum der Eltern und keine Sache.

    "Bis 2030 soll Genitalverstümmelung weltweit eliminiert werden"

    Das wäre ja wunderschön, wenn endlich die Genitalien aller Kinder in Frieden und ganz gelassen würden!

    Zitat

    Warum wird der Körper der Frau als Schlachtfeld missbraucht, auf denen diese politischen Diskussionen ausgetragen werden.


    Mal wieder die übliche Rhetorik: Frauen, wenn es um Mädchen geht. Und Jungen werden natürlich ganz ausgeblendet.

    "Lt. Statistik sind hier 3/4 aller Mädchen und Frauen im Alter zwischen 15 und 49 beschnitten."

    Lt. Statistik sind in Gambia 94,5% der Männer "beschnitten". Aber - keine Rede davon!

    "Und der Abgeordnete Ahlmamegiba meint, das Verbot hindere die mehrheitlich muslimische Bevölkerung daran ihre Kultur und ihre Religion frei auszuüben. "Die Beschneidung ist eine kulturell wichtige Praxis die von den Werten und dedr Tradition des Islam getragen wird""

    Kommt einem diese Argumentation nicht verdammt bekannt vor?

    "Frauenrechtlerinnen weltweit hingegen weisen beständig darauf hin, dass der blutige Eingriff im Koran weder seine Wurzeln noch sonst eine Grundlage hat."

    Ja, und auch der blutige Eingriff Vorhautamputation hat im Koran weder seine Wurzeln noch sonst eine Grundlage.

    "Trotzdem versuchen Geistliche auch in Gambia das seit weniger als zehn Jahren herrschende Verbot als Verstoß gegen islamische und kulturelle Regeln zu brandmarken."

    Und in Deutschland waren Geistliche sehr erfolgreich, das nur kurze Zeit bestehende Urteil des Kölner Landgerichts als Verstoß gegen religiöse und kulturelle Regeln zu brandmarken.
    In Island auch. Es ging halt "nur" um Jungen - die müssen das abkönnen, basta!

    "Kippt das Verstümmelungsverbot in Gambia könnte das eine ganze Kaskade nach sich ziehen und andere hart erkämpfte Errungenschaften bei der Gleichstellung der Frau zurückdrängen."

    Gleichstellung? Ist denn die Genitalverstümmelung von Jungen in Gambia verboten? Wäre es nicht auch mal angebracht an die Gleichstellung von Jungen gegenüber Mädchen nachzudenken?

    "Weltweit haben nach UN-Schätzun über 230 Millionen Frauen und Mädchen die Tortur über sich ergehen lassen."

    Wovon ca. 70 Millionen leichtere und z. T. medikalisierte Formen der GGM betreffen, die durchaus mit BGM vergleichbar sind. Aber es geht ja um das weibliche Geschlecht!
    Und die Lobby pro BGM ist weitaus wirkmächtiger.
    BGM findet in den USA und in Europa statt - also muss es OK sein. GGM findet in Afrika und Asien statt - das ist also was ganz anderes, fremdes. :FP01

    "Und zum Teil unterstützen auch Mütter die Praxis, weil sie glauben, ihre Töchter dann einfacher zu verheiraten können"

    Genauso sehe es auch viele Eltern von Jungen. Vor allem, sollen ihre Söhne ja eine Frau "von der richtigen Sorte" heiraten...

    Und im Nachsatz wird gleich noch draufgesattelt, aus 230 Mio. wird 260.Mio - in nur drei Minuten.

    Ich wünsche den Mädchen In Gambia, dass das Gesetz nicht gekippt wird. Und den Jungen weltweit, dass sie den Mädchen rechtlich gleichgestellt werden.

    https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/20…30_ac7098c8.mp3

    Zitat

    Deshalb gründet Lejeune am 16. November 1953 den Deutschen Kinderschutzbund (DKSB). "Das Kind ist das verletzlichste Glied der Gesellschaft - jedes Kind ist dein Kind"

    "Das Kind ist das verletzlichste Glied der Gesellschaft". Vor allem das männliche Kind. Das hat sogar ein verletzliches Glied. Dank Deutschem Kinderschutzbund.

    Jedes Kind ist unser Kind? Dann müssen wir alle uns doch wohl darum kümmern, wenn Kinder verletzt werden?
    Wenn der angebliche Kinderschutzbund sie schnöde im Stich lässt....

    https://kinderschutzbund-boerde.de/index.php/dksb.html

    Auch das ist bei männlicher Genitalverstümmelung anders: Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk, UNICEF rühren keinen Finger bzw. sammeln wie UNICEF sogar Geld für MGM in Afrika.

    Das Deutsche Kinderhilfswerk sammelt Geld für BGM?

    Seltsam, da hat man sich doch sehr kritisch zum Thema geäußert:


    Zitat

    Daher muss mit solchen Eingriffen
    zur Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft so lange gewar-
    tet werden, bis der Jugendliche selbstbestimmt entscheiden
    kann, ob er dieses Ritual zur Aufnahme in die Religionsge-
    meinschaft an sich vornehmen lassen möchte oder nicht.

    https://images.dkhw.de/fileadmin/Reda…rreport2015.pdf

    Finde ich total OK!

    Das ist doch Lichtjahre vom sogenannten "Kinderschutz?bund" oder Planlos International entfernt.

    Zitat

    Das Phänomen der
    Knabenbeschneidung wird erst in der jüngeren Zeit stark kontrovers diskutiert und
    ethisch problematisiert.

    GM wird nicht "problematisiert", es ist ein Problem.


    Zitat

    Die Fronten werden zusätzlich ver-
    härtet durch den Vorwurf, der am Ursprung des Diskurses einen ideologischen
    Vorbehalt ortet: Es ginge eigentlich nicht um den Schutz des kindlichen Körpers,
    sondern um den Schutz der abendländischen Gesellschaft und die Ausgrenzung der
    Fremden aus der selbst erklärten Konsensgesellschaft (Bodenheimer 2014, 57–60).

    Zitat

    In Hinblick auf die
    weibliche Genitalverstümmelung hat sich kulturübergreifend in weiten Kreisen eine ablehnende Haltung durchgesetzt.

    Entweder man nennt beides Beschneidung, oder beides (treffender, wenn es um Kinder geht) Verstümmelung.


    Zitat

    Die männliche Beschneidung wird überwiegend als Bestandteil
    der religiösen Praxis toleriert, die weibliche Beschneidung als Verstoß gegen die
    Menschenrechte abgelehnt (Tutsch 2014)

    Zitat

    Knabenbeschneidung wird gerechtfertigt,
    weil sie – anders als die weibliche Genitalverstümmelung – nicht zu Organschä-
    digung und damit verbundener Organdysfunktion führe (Ilkilic 2014, 82–83)

    Doch! Die Vorhaut erleidet einen Totalschaden und funktioniert überhaupt nicht mehr.
    Evtl. funktioniert auch noch einiges andere nicht mehr optimal.


    Gleichberechtigung ist in der Politik ausschließlich dann ein Thema, wenn Mädchen oder Frauen benachteiligt sind.

    https://rw-ktf.univie.ac.at/fileadmin/user…rgit_Heller.pdf