Beiträge von Selbstbestimmung

    Die Vorhaut ist alles andere als ein passendes Thema fürs gesellige Beisammensein. Obwohl fast 50 Prozent aller Menschen damit zur Welt kommen, wird selbst im engsten Kreis kaum darüber gesprochen. Es sei denn, er besteht aus Samuel Zweiflers weit verzweigter, engverwobener Sippe; dann ist „Praeputium penis“, wie das Stück Haut auf Latein heißt, nicht nur Randaspekt, sondern Mittelpunkt familiärer Debatten. Tagein, tagaus.

    Das mit den 50% ist schon mal sachlich falsch. Nahezu 100% aller Menschen haben bei Geburt eine Vorhaut.

    Und das ist gut so!

    Das seltsame: 50% davon dürfen kaputt gemacht werden - die anderen 50% sind gesetzlich streng geschützt. Bis zu 15 Jahre Haft.

    Warum sollte ein gesunder, genital vollständiger Mann auch überhaupt über seine Vorhaut groß reden? Sie ist Teil seines Penis und erfüllt ihren natürlichen Zweck.
    Manche Männer reden darüber, wenn sie nicht mehr ihren natürlichen Zweck erfüllt, weil sie zerstört z.B. Prinz Harry. Oder, wenn es bei ihrer Zerstörung zu weiteren Komplikationen kam, die sie lebenslang belasten. Z.B. Gary Shteyngart.

    Oder, einfach weil sie dadurch Probleme beim Sex haben. Und das, obwohl es Männern nicht leicht fällt über solches zu sprechen.

    Genital vollständige und gesunde Menschen reden im Allgemeinen nicht über ihre Vorhäute - "Es sei denn" - Samuel: "alle werden wahnsinnig".

    Zitat

    Über die Beschneidung ihres gemeinsamen Sohnes wird demnach schon vor dessen Geburt befunden, als stamme er direkt von Abraham ab...

    Da er nicht Sohn eine jüdischen Mutter ist ist er kein Jude. Daran ändert auch seine Verstümmelung nichts.
    Vorhautlosen Vätern geht es in der Regel auch um etwas anderes.
    Ihr Sohn soll so sein wie sie - obwohl er das ja nie sein wird. Er ist ja kein Klon. Und, dass sie sich selbst als nicht als Opfer fühlen müssen, sollte ihr Sohn es besser haben.
    Das Phänomen ist ja auch von vorhautlosen christlichen oder atheistischen Vätern in den USA bekannt. Dass sich manche in Embryonalhaltung winselnd auf dem Sofa krümmen, wenn ihre Frau bzw die Mutter die Verstümmelung verweigert.
    Dann bricht das eigene Trauma aus der Verkapselung, und das tut weh.

    Zitat

    Denn ob mit oder ohne Vorhaut:... ein ... Meisterwerk.

    Genau, spielt ja überhaupt keine Rolle, die Vorhaut! :-((

    Ein Meisterwerk der Natur ist der Mensch, und alle Teile von ihm. Alles in Millionen Jahren von der Evolution optimiert, auch die Genitalien vom Mädchen und Jungen. Auch deren Vorhäute.
    Deswegen ist es ja gesetzlich streng verboten, diese bei Mädchen abzuschneiden. Wegen der Gleichberechtigung und so. Weil Mädchen gegenüber Jungen natürlich nicht benachteiligt werden dürfen.
    Oder wie war das noch? ?(

    Ein Meisterwerk - so sieht aber nicht jeder vorhautberaubte Mann seinen Penis. Manche hätten lieber mehr davon. Das, was fehlt.

    Wobei jene Bundeszentrale ja mit gespaltener Zunge redet.
    Einerseits unzählige für die Jungenverstümmelung verständnisheischende Propaganda-Artikel. Andererseits schießt sie sich selbst in den Fuß:


    Auch Ärzte und Ärztinnen dürfen die Körper von Menschen nicht verletzen. Jeder Mensch entscheidet selbst, wie er mit seinem Körper umgeht. Zum Beispiel kann jeder Mensch selbst entscheiden, ob er mit einer Untersuchung einverstanden ist. Man muss auch einer Operation schriftlich zustimmen.

    Aber vielleicht sind ja nur Frauen, Mädchen und evtl. noch Männer für die Zentrale Menschen?


    Zitat von BPB

    Zeichung: Eine Frau wehrt sich gegen eine Spritze, die ihr ein Arzt geben möchte. (© bpb)

    Ja, das geht natürlich nicht! Einer FRAU gegen ihren Willen auch nur eine Spritze zu geben!
    Aber einem Jungen ohne sein Einverständnis einen Teil seine Penis kaputt zu machen - das geht für diese Verblödungszentrale doch locker! :FP01

    Jungen sind leider zu klein um sich zu wehren. Sie können aus Leibeskräften brüllen und sie würden strampeln um sich zu wehren - aber ihre Beine werden festgebunden.
    Listigerweise ist die Genitalverstümmelung 2012 nur so lange legalisiert worden, solange sie zu klein sind um sich effektiv zu wehren. Wenn sie groß und stark sind - dann ist's verboten.

    Weil Kinder zu klein sind um sich zu wehren hat der Staat lt. Grundgesetz ein Wächteramt. Gegenüber Mädchen nimmt er das selbstverständlich ernst.

    Hannah Lühmann im Springer-Blatt "Welt" ist maximal begeistert:


    Zitat

    Die Zweiflers“ erzählt eine jüdische Familiengeschichte im Deutschland der Gegenwart, wo man .....Beschneidungs-Vorurteile ertragen muss.

    Alles dumme Vorurteile!


    Zitat

    Was sich Samuel, ein erfolgreicher Musikmanager, beim Verspeisen eines gigantischen Spanferkels (legendärer Satz von Samuel: „Danke für den Schampus, danke für das geile Schwein“) von seinen Kollegen zum Thema Beschneidung anhören muss, ist so treffend der Realität abgelauscht, dass man hofft, es möge manchem zu denken geben.


    3. Teil der Serie, das Schweine-Gestocher fängt bei 6:41 an
    https://www.ardmediathek.de/video/die-zwei…V8wMC0wMC1NRVNa

    M1: Mann 1 (Rollenname weiß ich nicht)
    M2 Mann 2 (Rollenname weiß ich nicht)

    Das kann einem wirklich zu denken geben.

    Nämlich darüber, wie "Beschneidungsgegner" im ÖRR regelmäßig dargestellt werden.
    Nämlich in einem so negativen Licht wie eben möglich. Das hat mit der Realität herzlich wenig zu tun. Das ist die Konstruktion eines Feindbildes zum Zwecke der Propaganda.
    Als dämonische Angstmacher oder als Deppen in Peniskostüm, als abgedrehte Mutter in "Simon", als fiesen, rassistischen, autoritären Möpp "Monsieur Claude" oder eben als protzenden, taktlosen Provokateur und Widerling M1 (wer würde schon einen Juden oder Moslem zu einem Spanferkel-Essen einladen (es sei denn er wüsste, dass derjenige Schweinefleisch isst (gibt es ja auch) und ständig mit dem Fleisch vor ihm rumfuchteln?).

    Das hat System: siehe auch das Theaterstück "Vorhaut".


    M: Eine eher lächerliche Figur gibt ja da der deutsche Mustervater Christian aus Nieder-Pierscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm ab..


    M: Der will nicht, dass sein Sohn beschnitten wird und versucht sich jetzt durchzusetzen?
    F: Der versucht's! *kicher*

    Ja, der tollpatschige "Biodeutsche" im Dummclown-Kostüm macht den Beschneidungsgegner... <X

    https://www.welt.de/kultur/article…-sehen-war.html

    Zitat

    Die Rabbiner fordern die EU zudem auf, das Schächten, also das betäubungslose Töten von Schlachttieren durch Ausbluten, und die Beschneidung stärker gesetzlich zu schützen. Sie seien für jüdisches Leben von entscheidender Bedeutung und in vielen Mitgliedsstaaten gefährdet oder bedroht.

    Schützen? Sollte die EU nicht in aller erster Linie die schwächsten, die wehrlosen Glieder der Gesellschaft schützen, die Kinder? Und zwar ohne ein Geschlecht zu bevorzugen oder zu benachteiligen?

    Jungen noch stärker zu entrechten als im §1631d BGB? Wo Jungen an staatlich in keiner Weise kontrollierte "Beschneider" ausgeliefert werden, wo mit nebulösen Formulierungen wie "im Einzelfall angemessene Schmerzbehandlung" Tür und Tor geöffnet werden für "a bisserl Rotwein hinterher"?


    Zitat von Paul Spiegel

    ..[das Baby] erhält nicht einmal eine örtliche Narkose, denn den Bund mit Gott muss man sozusagen bei vollem Bewusstsein vollziehen. Natürlich schreit das Baby, natürlich tut ihm der Eingriff weh.

    Vielleicht, dass es in Zukunft reicht, wenn ein Elternteil für die Verstümmelung ist? Oder der "Maximalschutz für die Beschneidung" - obligate Vorhautamputation für alle Jungen? Damit kein Junge / Mann auf einen intakten Jungen / Mann neidisch sein kann?
    Oder meinen die eine EU-Konvention, die geschlechtsspezifisch Jungen das Recht auf einen sensiblen Teil ihres Genitals aberkennt und somit verhindert, dass Jungen in einem EU-Staat jemals der selbe Schutz zukommt, der Mädchen schon lange zugestanden wird?


    Zitat

    Präsident Goldschmidt erhält an diesem Donnerstag in Aachen den Internationalen Karlspreis für sein Wirken.

    Die neue Sprache des Antisemitismus ist die Sprache der Menschenrechte

    Menschenrechte, igitt, also so was! :FP01

    Dieses gegenseitige Behängen mit Preisen für Jungen-Entrechter kennt man ja. Angela Merkel, Volker Beck, Friede Springer, Ronald Lauder, Carolin Emcke....


    Zitat von George Wald

    ...that perhaps the time has come to redeem the foreskin itself, rather than sacrifice it

    Ja, der Vorhaut sollte endlich vergeben werden statt sie kaputt zu machen. Denn sie ist völlig unschuldig.
    Sie tut nichts böses, im Gegenteil, sie ist später Quell der Wonne.

    https://religion.orf.at/stories/3224898/

    Da werden jetzt schärfere Gesetze gefordert.
    Klar, wenn es einen selbst betrifft sieht die Sache ganz anders aus als wenn es "nur" um kleine Jungen geht.
    In letzteren Fall haben Politiker kein Problem, Körperverletzung sogar zu legalisieren.

    (Natürlich sind Verletzungen von Politikern aufs schärfste zu verurteilen. Wie von allen anderen Menschen auch, auch von Kindern, auch "sogar" von männlichen Kindern.)

    Zitat von Fegert

    Freilich war der ganze Ansatz falsch. Artikel 6 beschreibt aus guten historischen Gründen die Abwehrrechte der Familie gegenüber staatlichen Eingriffen und bezeichnet Erziehung und Pflege der Kinder als das natürliche Recht und die zuvörderst den Eltern obliegende Pflicht. Erst an der Schwelle der Kindeswohlgefährdung kommt das staatliche Wächteramt ins Spiel.

    Genau das ist der Trick beim Jungenverstümmelungsgesetz. Das Postulat, dass dieses Schwelle nicht überschritten würde.
    Wobei weder "Pflege" noch "Erziehung" etwas mit dem kaputt machen von lebendigem, gesunden, sensiblen und funktionalen Genitalgewebe eines Kindes auf Elternwunsch auch nur ein iota zu tun haben.


    Zitat

    Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit kann nur verwirklicht werden, wenn Kindern die dafür notwendigen Rahmenbedingungen geboten werden.


    Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit bedeutet auch, dass man selbst über seine körperliche Vollständigkeit entscheiden kann. Denn Körper und Persönlichkeit hängen zusammen.


    Zitat

    Die Auswirkungen auf Kinder, über die in Festreden so gerne gesagt wird, dass sie unsere Zukunft darstellen, spielen bei der Bewertung des konkreten Regierungshandelns keine Rolle.


    Yo! Genau! Was besonders beim §1631d offensichtlich ist.


    Zitat

    Eine weitere zentrale Entwicklungsvoraussetzung für Kinder und Jugendliche ist das gewaltfreie Aufwachsen.

    Was er nicht sagt, der Herr Fegert! Sollte man meinen!


    Zitat

    Nachhaltigkeitsziel 16.2, auf das sich die Weltgemeinschaft geeinigt hat, lautet deshalb „End abuse, exploitation, trafficking and all forms of violence against and torture of children“.

    Das scheint aber im psychologisch so wichtigen Genitalbereich nur für Mädchen zu gelten.


    Zitat

    Der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen hat sich schon in der vergangenen Legislaturperiode für ein regelmäßiges staatliches Monitoring ausgesprochen. Bis heute ist nichts geschehen.

    Was für ein Witz! Das "Monitoring" (Antrag Lischka) der Genitalverstümmelung von Jungen wurde vom deutschen Bundestag am 12.12.2012 mit großer Mehrheit abgelehnt.


    Zitat

    Während andere Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag wie die Legalisierung von Cannabis mittlerweile in die Tat umgesetzt wurden, geht es mit dem Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen nur schleppend voran.

    Einem gesunden Kind mit Absicht Schmerzen an den Sexualorganen zuzufügen ist genau das: "sexuelle Gewalt". Und nix anderes.
    Aber immerhin, Männer, die unter den Spätfolgen leiden können sich jetzt ganz legal mit dem Bong zudröhnen. Man tut doch was für die Betroffenen! (Ironie)


    Zitat

    Schritte wie Kinderrechte an der richtigen Stelle im Grundgesetz zu verankern mögen zwar auf den ersten Blick wie Symbolpolitik wirken. Sie sind es aber nicht, sondern sie verändern Prioritätensetzungen.

    Solange §226a StGB und §1631d BGB koexistieren sind sie einfach ein WITZ.


    Zitat

    Die Einführung der gewaltfreien Erziehung in Deutschland war eine der Großtaten der ersten rot-grünen Koalition

    Ja, das stimmt! :thumbup:

    Bloß wurde das in Bezug auf eines der beiden Geschlechter 2012 von schwarz-gelb-rot-grün in die Tonne getreten. :-(( (Pino)

    So was von auf einem Auge blind, dieser Fegert...

    "Uneingeschränkt" - einfach eine Frechheit

    Zitat

    Bislang war noch fast immer beim ÖRR-BGM-Klamauk am Ende tabula rasa an der kleinen Eichel

    OK, keine Regel ohne eine (wirklich sehr rühmliche) Ausnahme: "Kebab extra scharf" bei arte. Eine witzige Produktion, wo einem das Lachen nicht im Halse stecken blieb.
    Genau: Ketchup statt Blut - Tomaten spüren keinen Schmerz!
    Keine deutsche, sondern eine österreichische Produktion.

    Aber während "Simon" und "Taufalarm" alle naslang wiederholt werden war das mit dem Kebab wohl ein einmaliger "Ausrutscher".

    https://programm.ard.de/TV/Programm/Je…287244000468708

    Das ganze geht über sechs Folgen. Der Hickhack über die "Beschneidung"/Genitalverstümmelung ergießt sich häppchenweise über Folge zwei bis sechs.
    Offenbar wollen die Drehbuchautoren die Zuschauer damit bei der Stange halten: "Wird sie nun kaputt gemacht oder nicht, die Vorhaut des Kleinen?"
    Das darf natürlich nicht zu früh verraten werden. Noch im Text zu Folge sechs heißt es:


    Zitat

    Die Beschneidung seines Sohnes – und somit die Aufnahme in die jüdische Gemeinschaft – scheint in unerreichbarer Ferne.


    Aber April, April!, wer die ÖRR kennt ahnt das böse Ende voraus. Denn es läuft ja (man kennt es von "Simon" und "Taufalarm") stets nach dem selben Schema:
    Die Eltern können diskutieren und um die Vorhaut feilschen wie sie wollen - nützt alles nüscht - am Ende wird sie kaputt gemacht.
    Auch wenn Mami eigentlich dagegen ist.
    Schließlich sieht die Mami es ein: "Ein Teil deines Pimmels ist weg, aber wenigstens hast du jetzt einen Namen"
    Na, wenigstens etwas! (Kriegen die intakten Jungen keinen Namen?) Aber - "Beste Serie" in Cannes! :rolleyes:


    Denn der ÖRR meint, dem tumben deutschen Michel müsse klar gemacht werden, wie problemlos und unverzichtbar Genitalverstümmelung ist, und außerdem ist das doch ein so feierliches Fest, bei dem alle (außer einem) ihren Spaß haben.

    Eine tatsächliche Zirkumzision, so mit schmerzverzerrtem Babygesicht und Blut - wird natürlich nicht gezeigt, das wäre ja gar zu grauslig. Stattdessen 1:20 Minuten Babykreischen vom Band. Was dann in den Jubelchören der Erwachsenen untergeht.
    Von Anästhesie ist nichts zu sehen (dazu würde auch der Sound nicht passen) - aber "ganz modern" zumindest im Fernsehen zieht der Beschneider Latexhandschuhe über.

    Die Simulation findet in der sechsten Folge ab 24:39 statt.


    Und dann wird die erlegte "Vorhaut" im Garten verscharrt. Kommentar des Vaters: "So ein kleines Stück Haut und alle werden wahnsinnig". *Gelächter des Opas*

    Bei einem Baby ist alles relativ klein. So kleine Füßchen, Händchen, alles klein. Und hat alles seinen Sinn. Und alles, was man nicht kaputt macht wird viel, viel größer.

    Alle werden wahnsinnig?
    Irgendwie ist da was dran. Wie der Film bestens demonstriert, regen sich alle "wahnsinnig" auf, wenn Mami einfach nur möchte, dass ihr Sohn ganz bleibt.

    Und dann heißt es noch, dass dadurch die ganze Welt gerettet wurde. "Rettest du ein Menschenleben, rettest du damit die ganze Welt".

    Es kam, wie es kommen musste:

    Bislang war noch fast immer beim ÖRR-BGM-Klamauk am Ende tabula rasa an der kleinen Eichel.

    https://www.ardmediathek.de/video/die-zwei…F8yMi0yMC1NRVNa

    Bühmann und Kupferschmidt sind Ärzte, ich bin nur Laie. Dessen bin ich mir bewusst.

    Ich frage mich: was für "echte" medizinische Indikationen für eine Zirkumzision bei einem "nicht einsichts- und urteilsfähigen" Jungen gibt es? Und wie kann man die dokumentieren?
    Lichen sclerosus? Müsste man doch durch einen histologischen Befund dokumentieren können, oder? Rezidivierende Harnwegsinfektionen wegen Harnleiterdefekt? Da gibt es dann sowieso Röntgenaufnahmen.
    Narbige Phimose mit degenerierter Vorhaut? Müsste man doch durch einen histologischen Befund dokumentieren können. aber solange es keine Beschwerden gibt - kein Grund für eine fremdbestimmte Amputation.

    Aber die beste Absicherung für Jungen wäre die obligate Absicherung der Diagnose durch einen fachkundigen Jungen-Ombudsmann.
    So, wie ich unserer "Volks-" besser gesagt Minderheitenvertreter einschätze wollen die so was auf keinen Fall. Sie möchten am liebsten die komplette Kassenfinanzierung damit sich auch arme Eltern die Verstümmelung vom Söhnchen leisten können.
    Das wäre allerdings so dreist, das trauen sie sich (noch?) nicht. Stattdessen sehen sie dem Kassenbeschiss augenzwinkernd wohlwollend zu.
    Deshalb unternehmen sie nichts gegen den offenkundigen Betrug an den Beitragszahlern. Und die lassen sich das ja bieten.
    Und wenn es zu Komplikationen kommt, wenn weitere OPs zur Korrektur nötig sind - die Beitragszahler kommen finanziell dafür auf. Physisch ausbaden müssen es die betroffenen Jungen.

    Jahr für Jahr. Wo ist der Ausweg aus dieser Tretmühle?

    taz.de/Kleiner-Schnitt-kommt-in-Mode/!347197/

    Über diesen besonders gruseligen Artikel von 2006 aufgetan hatten wir ja schon mal gesprochen.

    Martin Büsing, Recklinghausen

    Zitat

    Sein Assistent Erdal Öztürk spannt mit zwei zangenartigen Klemmen die Vorhaut.

    Zitat

    „Ist das genug“, fragt der Arzt seinen türkischstämmigen Assistenten. Öztürk nickt. „Da krieg ich ganz schnell Ärger, wenn nicht genug weg ist“, sagt Büsing und lacht.

    Also bestimmt der immerhin der türkischstämmige Assistent, wie die OP zu verlaufen hat.


    Zitat

    „Ab wann eine Vorhaut zu eng ist, darüber kann man sich streiten“, sagt Büsing. Die Phimose sei meist nur vorgeschoben. Die Mehrzahl seiner jungen Patienten würden aus traditionellen Gründen beschnitten.

    Als ob es noch einer weiteren Bestätigung bedurft hätte.... und alle Beitragszahler der Kassen müssen dafür blechen, dass Jungen genitalverstümmelt werden. Eine Farce.

    Ansonsten steht in dem Artikel sehr viel Quatsch, z.B.:

    Zitat

    Und Schweden hat 2001 als einziges Land in Europa die rituelle Beschneidung gesetzlich verboten.


    Was für eine Motivation kann ein Arzt haben, einem gesunden Jungen einen Teil seines Penis kaputt zu machen?

    1. Geld. Pecunia non olet.

    2. Religiöse Solidarität. Wenn der Arzt selbst einer Religionsgemeinschaft angehört, die die "Beschneidung" als obligat ansieht und selbst diesem Eingriff unterzogen wurde - und jetzt steht ein finanziell minderbemitteltes Elternpaar vor ihm, aus seiner Religionsgemeinschaft - ob das wohl die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass er "fünfe gerade sein lässt" und über die Kasse abrechnet? Wetten werden angenommen...

    Gerne wird auch noch aufgeführt: "wenn ich das nicht mache, macht das irgend ein Pfuscher, mit furchtbaren Folgen". Das ewige "Hinterzimmer-Argument" dessen sich ja auch die Regierung stets bemühte.
    (was ja den Eltern völlige Gewissenlosigkeit und religiöse Verblendung unterstellt, dass sie eher das Leben ihres Sohnes riskierten als die "Beschneidung" zu unterlassen - auf der anderen Seite stand die Regierung auf dem Standpunkt, die Eltern wüssten in der Regle am besten, was das Kindeswohl ist - eh, was denn nun?).

    Ich halte das bei Ärzten für eine Ausrede für 1.

    Zitat

    Die Vorschrift wird vielfach als lediglich „symbolische Gesetzgebung“ kritisiert. Diese Kritik wird damit begründet, dass die einschlägigen Taten zumeist außerhalb des Geltungsbereichs des Strafgesetzbuches, also im Ausland, begangen werden. Zudem wird angeführt, dass die Verstümmelung von weiblichen Genitalien auch ohne § 226a StGB eine einfache, gefährliche oder gar schwere Körperverletzung darstellt und entsprechend unter Strafe steht.

    Die Verstümmelung männlicher Genitalien ist ebenfalls eine gefährliche und evtl. schwere Körperverletzung. Und sie findet jährlich zigtausendfach statt in Deutschland.
    Der 1631d BGB ist keinesfalls symbolisch, er ist verheerend, er liefert Kinder ans Messer und zieht eine lange Blutspur.


    Zitat

    Zum Teil wird § 226a StGB auch als „stumpfes Schwert“ bezeichnet, welches aber immerhin auf das Thema aufmerksam macht. Allerdings ist es nicht Aufgabe des Strafrechts auf gesellschaftliche Themen hinzuweisen.

    Letztlich wird auch eine Verfassungswidrigkeit aufgrund der Beschränkung der Vorschrift auf rein weibliche Genitalien und dem damit verbundenen Ausschluss männlicher Genitalien unterstellt. Für reichlich Diskussionen sorgte in diesem Zusammenhang die kurz vor Einführung von § 226a StGB erfolgte Legalisierung der Beschneidung des männlichen Kindes in § 1631d BGB.

    Logisch, dass das für Diskussionen sorgt wenn man die Geschlechter krass unterschiedlich abhandelt.


    Zitat

    Befürworter der Vorschrift halten mit dem Argument dagegen, dass es dem Gesetzgeber aufgrund der weitaus höheren Gefährdungslage der Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen freigestanden habe, eine Norm ausschließlich für die Verletzung weiblicher Genitalien zu schaffen.

    Kommt ganz darauf an, welche Verletzungen gemacht werden und unter welchen Umständen. Die Paragraphen 226a StGB bzw 1631d BGB scheren jeweils alles über einen Kamm. Und lassen andererseits vieles mit (schlechter) Absicht unbestimmt.


    Zitat

    Teilweise wird auf die schwerwiegenderen Komplikationen und Risiken bei der weiblichen im Vergleich zur männlichen Beschneidung verwiesen.

    Verdammt! :cursing:

    (Vorsicht, schockierende Bilder) https://web.archive.org/web/2019042303….za/Photos.html

    https://kujus-strafverteidigung.de/strafrechts-ab…her-genitalien/

    Nachsatz: ich lese für gewöhnlich aus Prinzip nicht in der Bild-Zeitung, habe aber jetzt doch in den von von Rush verlinkten Artikel geschaut.
    Wenn diese Zeitung ausnahmsweise mal etwas Wahres schreibt, dann gäbe es drei Vertreter von muslimischen Gemeinden im Rundfunkrat.

    Allerdings kann ich nur einen Vertreter in dieser Auflistung finden, Khola Hübsch:

    https://www.hr-rundfunkrat.de/mitglieder/index.html

    Sollten dort zwei weitere Vertreter des Islams sitzen scheint diese Funktion bei ihnen nicht aufgeführt zu sein.

    PS: nach Darstellung der Bild stellen also DITIB (Prüffall des Verfassungsschutzes, soll den "Grauen Wölfen" nahe stehen), Aleviten und Ahmadiyya abwechselnd einen Vertreter. Wobei letztere beide von vielen Sunniten und Schiiten gar nicht als Teil des Islam angesehen werden.

    Irgend eine "Proportionalität" was Religion angeht ist offenbar nicht vorgesehen. Angeblich soll es 35.000 Ahmadis in ganz Deutschland geben. Wie viele es in Hessen gibt ist eine andere Frage.

    Zum (hessischen) Rundfunkrat entsenden einen Vertreter:

    die Landesregierung (klar, wegen der Staatsferne...;))
    die evangelischen Kirchen (wie, jede, auch die ganzen Freikirchen?)
    die katholische Kirche (auch die Altkatholiken oder nur die römischen?)
    der Landesverband der jüdischen Gemeinden in Hessen

    .....
    die muslimischen Glaubensgemeinschaften


    also schon mal fünf Körperschaften, die sich (bzw was die Landesregierung betrifft - die beteiligten Parteien) stets vehement für die Legalität der Genitalverstümmelung von Jungen eingesetzt haben.

    Hübsch steht der Ahmadiyya-Gemeinschaft nahe und hält Vorträge über den Islam aus Sicht der Ahmadiyya. Sie war sieben Jahre lang Beauftragte einer Organisation der Ahmadiyya und für einen Ahmadiyya-Fernsehsender tätig.
    Ihr Vater ist einst zum Glauben jener Gemeinschaft konvertiert.

    "die muslimischen Glaubensgemeinschaften" - das ist 2016 in den Staatsvertrag eingefügt worden. Und das ist interessant. Was ist das? Wie wird dieser Vertreter bestimmt? Weiß das jemand?

    Es gibt in Hessen:

    Zitat

    Die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen (IRH) wurde 1997 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Muslimen unterschiedlicher ethnischer Herkunft in Hessen, die ihre religiösen Grundsätze in der „Darstellung der Grundlagen des Islam“ schriftlich festlegten.

    Und da heißt es, die IRH habe eine Stellungnahme zu den Glaubensgemeinschaften der Aleviten und Ahmadiyya verfasst und erklärt nach Analyse deren religiöser Inhalte beide als nicht zum Islam zugehörig, weil „fundamentale Iman-Inhalte von ihnen partiell oder komplett nicht erfüllt, abgelehnt bzw. in Frage gestellt werden“.
    In Hessen gibt es natürlich auch DITIB, eine türkisch-sunnitische Organisation. Ob die Hübsch vorgeschlagen hat? Kaum glaublich.

    Wer war es also, wer hat das bewerkstelligt, dass Hübsch seit 2021 "Vertreterin der Muslimischen Glaubensgemeinschaften in Hessen" im Rundfunkrat ist?

    Da hätte man gerne mal die berühmte "Transparenz". Denn all das soll ja "öffentlich-rechtlich" sein.

    Ihre Selbstdarstellung (von etlichen Seiten bestrittene) als "progressiv-religiöse Kraft", das wäre ein Thema für sich, aber hier off-topic.

    Wenn man eine "progressiv-religiöse feministische Kraft" gewünscht hätte, dann hätte man Seyran Ateş nehmen sollen.

    Zitat

    Themenschwerpunkte: Toleranz im Islam


    Toleranz! Wie steht es denn um Hübschs Toleranz gegenüber dem intakten Körper von kleinen Jungen? Der Toleranz gegenüber der Jungen-Vorhaut?

    Dabei muss man die Vorhaut eigentlich gar nicht "tolerieren".
    Toleranz leitet sich ab von lateinisch "tolerare", was "erdulden" oder "erleiden" bedeutet.
    Die Vorhaut macht aber in aller Regel überhaupt keine Beschwerden, im Gegenteil, sie ist eine Wohltat für die Eichel, hält sie geschützt, feucht und warm und sensibel!

    Hübsch hat sich immer wieder in übler Polemik und mit dümmlicher Argumentation zum Thema Genitalverstümmelung von Jungen geäußert, z.B.:

    Ja zur Hölle, was wollen wir denn noch alles verbieten?


    Und Werbung für Hübschs neues Buch muss natürlich beim hr auch sein, eine Hand wäscht die andere.

    Hübsch kontrolliert also den hr mit und wird im Verbund mit den Vertretern der Staatsregierung, der Protestanten, der Katholiken und der Juden ganz sicher darüber wachen, dass ja keine kritische Darstellung der religiös motivierten Genitalverstümmelung von Jungen beim hr aufkommt.
    Kritische Beleuchtung der "Phimose-Zirkumzision" bei Jungen darf es ja neuerdings beim ÖRR schon mal geben (ist mir vom hr aber auch nicht bekannt) - aber sobald "kulturelle" Motive der Eltern ins Spiel kommen ist spätestens "Schluss mit lustig".
    Das ist alles nur ein zusätzliches Steinchen im Mosaik der ÖRR-Darstellung der Thematik. Was der Bundestag 2012 beschlossen hat muss eisern verteidigt werden. Kinderrechte, Grundrechte, Schmerzen, Ängste, Komplikationen - drauf geschissen.

    Hübsch hat drei Töchter. Wie sie das mit dem "Stückchen Haut" (Hübsch) bei einem Sohn gehalten hätte weiß man also nicht.

    Zitat von Dr. Wolfgang Bühmann

    Die in Deutschland obligaten Dokumentationen durch Fotos oder Histologie sind
    Alibis.“

    Die richtige und angemessene Vorgehensweise wäre - bevor eine Zirkumzision an einem Jungen stattfinden darf - eine zweite Untersuchung bei einem vereidigten Kinderombudsmann, der gleichzeitig Kinderarzt ist.
    Das würde die genitale Intaktheit vieler Jungen retten. So viel staatliches Wächteramt muss sein. Sonst ist das ganze Gefasel von Kinderschutz ein Witz,