Die Sendung "Jungenbeschneidung - Mehr als nur ein kleiner Schnitt" von Insa Onken, die zuerst bei arte gesendet wurde (dem einzigen noch halbwegs kritischen und sehenswerten ÖRR-Sender (meine persönliche Meinung)) war in der Tat ein echtes Highlight, für das man Insa und den anderen Beteiligten gar nicht genug danken kann.
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Wir haben sie hier besprochen: zur Info: Sendung zum Thema "Jungenbeschneidung" auf Arte am 23.07.Sehr enttäuschend war, dass diese herausragende Sendung auf praktisch kein Resonanz in den Medien stieß, lediglich in der FAZ gab es einen unfairen Kommentar von Oliver Jungen und in der Jüdischen Allgemeinen ging es niveaumäßig noch weiter runter.
Ansonsten war totschweigen und wegducken angesagt.
Was es schweirig macht , mit dir zu diskutieren, ist, daß du ständig die verschiedensten Dinge miteinander vermischst.
Die Sendung stieß nicht auf "gößere Resonanz", weil das Thema Beschneidung im Leben der Deutschen Mehrheitsgesellschaft schlicht keine Rolle spielt. Es wird nicht beschnitten und Punkt. Außer: Der Arzt empfiehlt es. Und das tun weniger und weniger Ärzte, je mehr der aktuelle Wissenstand sich durchsetzt. Und solche Sendungen setzen Zahlreiche Menschen auf den neuesten Kenntnisstand, wenn Sie einem Arzt gegenübersitzen, der dann doch vorschnell zum Skalpell greift.
Als medizinisches Phänomen ist die Beschneidung damit übrigens keineswegs allein. Das Beispiel der Mandelentferrnung hatte ich ja schon gebracht, aber es kommt immer wieder dazu , daß sich schädliche Praktiken in der Medizin durchsetzen, und dann mühevoll wieder revidiert werden müssen. Ich verweise hier auf die Geschichte von Ignaz Semmelweis, dessen Existenz vernichtet wurde für die absurde Idee, sich doch mal als Arzt zwischen den Patienten die Hände zu waschen. Nun, ein paar Jahrzehnte später war das der Standart. Aber diese Jahrzehnte hat es nun einmal leider gedauert.
Medizinishc läuft das bei der Beschneidung gerade genauso, es gibt inzwischen aktualisierrete Leitlinien, und zunehmend mehr Ärzte und Patienten sehen die Vorhaut nicht mehr als etwas eigentlich überflüssiges an. Also ein Problem, das sich mit der Zeit von selbst löst. Das zeigt auch die stetig zurückgehende Zahl von Beschneidungen aus medizinischen Grründen an, dieser Prozess lässt sich also auch konkret belegen.
Beschneidungen sind weder so profitabel noch derart wichtig für die Gesundheitsindustrtie, daß es nennenswerte Bestrebungen dagegen gäbe. Es gibt eben noch Ärzte, die sich nicht eingestehen wollen, daß sie vielen Jungs unnötigerweise was sinnvolles amputiert haben, und natürlich den Klassiker - den Arzt, der lieber das Skalpell als den Kopf benutzt. Aber den gibt es leider immer, an ein solches Exemplar hätte ich auch um ein Haar mal zwei wunderbar funktionierende Finger verloren. Gegen diese hilft: der informierte Patient.
Das zweite ist die Beschneidung aus Weltanschaulichen Gründen. Die findet in der Deutschen Mehrheitsgesellschaft an sich nicht statt, je nachdem inwieweit man die kleine Minderheit aus einigen tausend Juden in Deutschland hier hinzuzählt.
Als echtes Massenphänomen ist die Beschneidung eines von vielen Problemen, die hier buschstäblich zugewandert sind. Andere solche Probleme sind zB. die Zwangsverschleierung von Frauen oder die an Mädchen duchgeführten Genitalverstümmelungen ( Quelle: https://www.rbb24.de/panorama/beitr…tin-berlin.html) .Denn im Zweifel werden auch die eben mal fix auf dem Küchentisch durchgeführt. Daß unsere Gesellschaft hier aus Politischerr Korrektheit den Kopf wegdreht , ist ein Problem daß eben bei weitem nicht nur auf die Beschneidungsthematik beschränkt ist.
Frag wen du willst , der normale Durchschnittsbürger dieses Landes sieht grundlose Beschneidung als etwas barbarisches. Ich habe IRL noch nie jemanden getroffen, der das verteidigt hat.
Das eine Problem lässt sich durch Aufklärung lösen: Wenn der Arzt schnell zum Skalpell greift, denken sich informierte Eltern nun "so ist das also", und holen eine Zweite Meinung ein statt Schnipp Schnapp. Beschneidung verhindert.
Beim zweiten dagegen habe ich schon Berichte gelesen von muslimischen Vätern, die fast bis zur Raserei durchdrehen,Kindesentführung androhen wenn sie eine Deutsche frau heiraten und diese die Beschneidung ablehnt. Dann ist das Kind quasi nicht "komplett", so verdreht das auch klingt. Wie man so eine Verrücktheit aus Leuten rauskriegt, weiss ich nicht. Aber wie gesagt, das ist auch weder für mich noch meine Kinder relevant. Es gibt in Teilen Afrikas auch noch kulturell bedingten Kannibalismus, das lade ich mir ja auch nicht als Problem auf die Schultern.
Im übrigen ein paar Fakten:
-Die Beschneidungsrate unter Juden sinkt seit Jahren immer stärker, da aufgeklärte Eltern trotz Religion das ihren Kindenr nicht antun möchten
- Die Beschneidungsrate aus medizinischen Gründen sinkt ebenso
- Auch in den USA wird inzwischen "nur" noch weniger als die Hälfte der Neugebohrenen beschnitten, und es werden beständig weniger
Wie du siehst, handelt es sich also abseits der Muslimischen Welt um ein Problem, das sich unter zivilisierten Menschen allmählich von selbst löst. Man kann also beruhigt und zuverersichtlich sein. Dann könntest du dich aberr nicht so wunderbar darrübere aufregen, nicht wahr?
PS: ÖRR möchte ich auch nicht mehr zahlen z.T. aus den von dir angeführten Gründen, und auch diese Meinung ist inzwischen durchaus Mehrheitsfähig. Es wird also frrüher oderr später dazu kommen.