Beiträge von Burkhard

    Jetzt eine Frage an Dich, wenn Du beschnitten bist ? Wie bist Du das angegangen, mit wem hast Du vorher drüber geredet, von wegen "Sag mal, kennst Du Dich mit Beschneidung aus ?". Seltsamerweise haben damach die meisten Frauen (Es ging mir ja sehr schlecht) mitgefühlt, bei den Männern alle. Die waren mehrheitlich auch sehr erschrocken, von wegen "Das lass ich nie nie nie machen". Über das Schreckensgeschrei muß ich heute noch lachen.
    Ich danke DIr für's mitdenken.


    Lieber Me too 721,

    ich glaube, ich kann Deine Situation schon etwas nachvollziehen. Wer sensibel ist, den schockt der Anblick seines Penis nach der OP gewaltig. Man ist doch irgendwie unvorbereitet und man zweifelt, dass das gut endet.

    Das habe ich auch so erlebt, auch wenn ich mich auf eigenen Wunsch beschneiden ließ. 1999 gab es zwar das Internet, aber eben nicht mit so vielen Informationen zum Thema wie heute. Ich habe natürlich mit meinem Freund darüber geredet, der aber kein Verständnis dafür hatte. Das war absolut nicht sein Ding. Wir haben dann vorher nochmal ein Foto gemacht...

    Die OP wurde bei einem Urologen in der Nähe ambulant durchgeführt. In Kurznarkose (nicht nachmachen!), die sowieso anwesende Anästhesistin, musste wohl abgerechnet werden... Ich erwachte dann also und wurde in ein Nebenzimmer geführt, wo ein Bett stand. Ich spürte einen fiesen brennenden Schmerz. Da wusste ich also, was die Türkenjungs aushalten müssen, wenn der Beschneider kommt... Nach 30 Minuten war der Scherz aber vollständig weg.

    Als ich mir später das Ergebnis anschaute, sah das nicht menschlich aus. Bei mir war die Innere VH ballonartig angeschwollen und schmerzte, weil die Haut überdehnt war. Hochlagern, elastischer Verband und kühlen, war der Rat des Arztes. Nach 12 Tagen war dann alles zusammengeheilt. Die nächtlichen Erektionen verschwanden, aber die Schwellung blieb noch länger, jedenfalls nach der SB. Weil ich mit dem ästhetischen Ergebnis nicht zufrieden war, habe ich das noch mal nachbeschneiden lassen. Ich will an dieser Stelle aber aufhören.

    Lieber Me too 721, aus meinen Erfahrungen heraus, glaube ich Dir sagen zu können, dass Du über Deine Zukunft selbst entscheidest. Die Vergangenheit ist vergangen, nicht mehr real vorhanden!

    Du entscheidest, ob Du in einer dunklen Vergangenheit festhängst oder in eine helle Zukunft gehst. Gegenwärtig hängst Du noch fest. Dein Libidoproblem wird sich in Luft auflösen, sobald Du das Trauma verarbeitet hast und Du davon loslassen kannst. Sei kein Opfer, entwickle Stolz (auch auf Deine Beschneidung).

    Alles Gute!

    Hallo FraglichesWesen,

    tut mir Leid, wenn ich Deinen Beitrag so falsch interpretiert habe. Ich kann aber nur danach gehen, was ich hier lese, alles andere bleibt außen vor. Ich bitte also um Entschuldigung.


    Verstehe ehrlich gesagt nicht was du mir mit dem Porno Konsum mitteilen möchtest, ich empfinde es durchaus normal wenn Frau oder Mann Pornos Konsumieren, das muss aber ja jeder für sich selbst entscheiden. Nur las ich hier z.B. im Forum das ein heftiger Konsum zur abstumpfung führen kann, was ich zwar bezweifle, aber... Damit wollte ich nur sagen das sein Problem daran nicht liegen kann....

    Dann sind wir in dem Punkt ja einer Meinung.

    Ich kann aus eingener Erfahrung sagen, dass Männer in unserem Gesundheitssystem, insbesondere was ihre Sexualität angeht, stiefmütterlich behandelt werden. Ein Besuch bei einem Urologen endet normalerweise damit, dass der Arzt den Rezeptblock zückt und auf Privatrezept Viagra & Co verordnet. Eine ernsthafte Befragung oder gar eine weitergehende Untersuchung findet nicht statt. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt da nicht gesondert für.

    Viagra & Co sind sicher ein Segen für viele Männer (und Paare), aber wenn das nicht hilft, steht man dumm da, als Mann.

    Wenn Dein Partner grundsätzlich noch eine Erektion bekommt, die aber nicht wirklich ausreicht und Viagra nicht hilft, dann muss man nach der genauen Ursache suchen. Du hattest von Hodenhochstand gesprochen. Es ist bekannt, dass das zu einem geringen Testosteronwert führen kann. Ist das schon mal überprüft worden? Habt ihr die Werte?

    Neben vielen anderen Erscheinungen, führt ein niedriger Testosteronspiegel zu schlechter sexueller Erregbarkeit und geringem sexuellem Empfinden im Penis! Das tückische daran ist, dass der Mann sich daran gewöhnt hat. Er kennt es nur so oder sagt, vor Jahren war das alles irgendwie besser, aber sonst ist doch alles in Ordnung... Das Problem wird nicht erkannt!

    Genau das ist der Punkt. Wenn Pornos oder sexuelle Phatasien nicht mehr wirklich erregen, wird der Mann das ganz unbewusst durch intensivere Masturbation ausgleichen. Er will ja Spaß haben. Beim Vaginalverkehr muss er aber mit der gegebenen Stimulation auskommen und wenn die nicht ausreicht, gibt es eben solche Probleme.

    Ich hoffe, das war jetzt hilfreicher.

    Ich hatte hier schon mal geschrieben, und erhoffe mir erneut Hilfe. Es geht um meinen Partner, das Thema Sex stellt immer wieder Probleme da in unserer Beziehung, und mir ist klar das es ihm unangenehm ist darüber zu sprechen. Ich möchte Ihn jedoch verstehen können, und unterstützen können, weil ich Ihn sehr liebe !

    Was mir auffällt ist vor allem, dass Du ihn sehr einengst. Du hast inzwischen so eine Art "Mutterrolle" übernommen. Du fragst für ihn hier im Forum. Du schickst ihn zum Urologen. Du kontrollierst seinen Pornokonsum und seine Masturbation. Fällt Dir etwas auf? Ein psychisch gesunder Mann will keinen Sex mit seiner Mutter!

    Du solltest Deinen Partner zuerst als Liebhaber sehen und Deine Aufgabe wäre es, Dich für ihn attraktiv zu machen und ihn auf sehr dezente, weibliche Art in diese Rolle zu bringen.

    Die Beschneidung ist sicher nicht das Hauptproblem und vielleicht gar keins. Habt ihr es schon mal mit Viagra & Co versucht? Das könnte eure Situation und insbesondere die von Deinem Partner, erheblich entspannen. Ohne die Angst die Erektion zu verlieren, könnte er viel lockerer agieren. Bei einer guten Erektion ist zudem das Empfinden besser und die entspanntere Situation hilft auch bei jeglichen Ejakulationsproblemen.

    Was den Pornokonsum angeht, wird viel Unsinn im Internet verbreitet. Es ist ein absolutes Modethema, auf das sich alle stürzen. Gelegentliche Nutzung von Pornos stellt überhaupt kein Problem dar. Du solltest akzeptieren, dass Dein Partner seine eigene Sexualität hat, in die Du Dich nicht einzumischen hast.

    Im Übrigen empfehle ich euch eine qualifizierte Paartherapie.

    Ach so: Penisringe sind nicht mehr zeitgemäß. Sie stauen nur das Blut im vorderen Teil und nicht in der Peniswurzel, wie Du schon gesehen hast...

    Hallo Meto0721,

    ich kann nur bestätigen, was Hickhack dazu gesagt hat. Wie Du schon selbst festgestellt hast, hast Du ein mentales Problem mit Deiner Beschneidung. Du machst Dir zuviele negative Gedanken.

    Die zahlreichen "Leidensgeschichten" hier, sind in Deiner Situation reines Gift für Dich. Die meisten Männer kommen mit ihrer Beschneidung gut zurecht. Meist wird von einem leichten Empfindlichkeitsverlust berichtet, der aber nicht als besonders störend empfunden wird. Die Dauer des Geschlechtsverkehrs verlängert sich etwas. Wie man diesen Gefühlsverlust letztlich einordnet, ist individuell verschieden. Ganz klar ist aber eine Umgewöhnung erforderlich.

    Wenn Du Deine ängstliche Sichtweise ablegest, werden Deine Libidoprobleme verschwinden. Die von Hickhack empfohlenen Massagen sind sicher ein guter Einstieg. Nach über 3 Monaten sollte alles gut verheilt sein und Du solltest Deinen Penis jetzt ganz normal behandeln, so wie es andere beschnittene Männer auch tun.

    Und noch ein weiterer Tipp: Lass die Sache mit dem Kondom sein oder willst Du Deinen Penis zur lebenslangen Problemzone machen?

    Eine Beschneidung ist eben mit Unannehmlichkeiten verbunden, aber für die allermeisten geht die Sache gut aus.

    Was meinst Du dazu?

    Ich bin ebenfalls kein Arzt, kann daher hier nur meine persönliche Sichtweise darstellen.

    Für mich deutet die klare Abgrenzung des geröteten Hautbereichs darauf hin, dass dort im Gewebe eine Entzündung besteht. Könnte ein Pilz sein oder Bakterien oder auch beides gemeinsam. Entzündliche Prozesse können aber auch andere Ursachen haben, z.B. allergische Reaktionen. Primär sehe ich die Zuständigkeit beim Dermatologen. Die Ursachen müssen gefunden und beseitigt werden, damit eine Heilung eintritt.

    Es gibt heute eine Vielzahl Wirkstoffen und möglichen Therapien um das zu erreichen, man muss nur suchen und Geduld haben. Erst wenn man überhaupt nichts findet oder alle Therapieversuche scheitern, kann man daran denken eine radikale Beschneidung durchzuführen. Das wäre dann aber eine Verzweifelungstat, ohne Garantie auf Erfolg.

    Auch wenn es für Dich wahnsinnig schwer sein muss derartigen Impulsen zu widerstehen, rate ich Dir dringend ab, vorschnell aufzugeben. Das kann alles noch gut werden!

    Dabei ginge aber das Frenulum verloren und bei der TI nicht, oder? ich würde etwas wollen, das so nahe wie möglich am normalen Zustand bleibt, vor allem wegen der Funktion. Wäre die "Wulst" bei der TI nicht weg? Dann käme das eigentlich nicht in Frage, weil einer meiner Hauptbeweggründe wäre schon der optische Aspekt.

    Im Grunde genommen wird bei der Teilbeschneidung die VH nur gekürzt, also vorne etwas davon abgeschnitten, alles andere bleibt gleich. Das Fenulum hält die VH im schlaffen Zustand vorn und bleibt daher dran. In einzelnen Fällen kann das Frenulum aber zu kurz sein und Probleme machen. Dann kann es durchtrennt und dadurch "verlängert" werden.

    Da jeder Penis anders ist, muss das individuell angesehen, also untersucht werden. Es besteht bei der Teilbeschneidung natürlich auch die Möglichkeit, dass an der Narbe eine neue Engstelle entsteht und dann eine vollständige Beschneidung notwendig wird. Das sollte dann aber im "High-Stil" gemacht werden und nicht "Low", damit das sensibele innere VH-Blatt möglichst erhalten bleibt. Eine vollständige Beschneidung bleibt also immer noch als Option.

    Was die Wulst hinter der Eichel angeht, so muss ich Hickhack leider widersprechen. Natürlich ist das induviduell unterschiedlich wieviel VH abgetrennt wird, aber grundsätzlich ist die abgeschnittene Haut weg und kann nicht mehr hinter der Eichel in Erscheinung treten.

    Die Wulst wird nicht verschwinden, sondern nur kleiner. Das ist übrigens bei jedem unbeschnittenen Mann so. Wenn das Deinen ästhetischen Ansprüchen nicht entspricht, käme nur eine straffe, vollständige Beschneidung in Betracht. Das will aber genau überlegt sein. Du musst am Ende selbst entscheiden, was Du willst.

    Bisher sind schon sehr wichtige Punkte genannt worden, was ich aber noch ergänzen möchte:

    Man sollte auch daran denken, dass man bei einer Triple Incision drei Narben in der VH entstehen und das kann dann wieder neue Probleme machen.

    Was hier auch noch nicht zur Sprache gekommen ist, das ist die Möglichkeit einer Teilbeschneidung, also die Entfernung der Engstelle und dem Erhalt von genügend VH um die Eichel zu bedecken. Die Eichel wird so vor ständiger Reibung weitgehend geschützt und die von Dir angesprochene "Wulst" hnter der Eichel ist dann nicht mehr vorhanden. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für Dich.

    Es ist natürlich immer auch eine ästhetische Frage und Du musst mit dem Ergebnis zufrieden sein.

    Hallo,

    Du bist sicher nicht der Einzige, dessen Vorhaut auf diese unsensieble Art zurückgezogen wurde. Der Schmerz, den Du dabei als Kind erlitten hast, hat Dir Angst gemacht und daher bist Du, was die VH angeht, bis heute ängstlich. Das Dehnen der VH ist immer einen Versuch wert, Du muss aber unbedingt darauf achten, dass Du die VH nicht zu lange hinter der Eichel lässt, wenn es dann irgendwann überhaupt geht. Es besteht die Gefahr, dass eine sogenannte "Paraphimose" entsteht, also ein Anschwellen der VH, die ein zurückschieben unmöglich macht und dann einen Besuch der Notaufnahme erfordert. Das tut Dir sicher weh und kann zu einer umgehenden, notfallmäßigen Beschenidung führen.

    Da Du bereits schlechte Erfahrungen gemacht hast, rate ich Dir dringend, das zu vermeiden.

    Was die Masturbation angeht, ist der zitierte Artikel ziemlicher Bullshit. Du hast nicht falsch masturbiert. Du solltest einen Urologen aufsuchen, der Deinen Penis untersucht und Dir etwas zu Deinem Zustand sagen kann, z.B. ob noch eine Verklebung besteht. Online-Sprechstunden sind da nicht wirklich hilfreich.

    Du könntest es mit dem Dehnen der VH erst noch mal weiter versuchen, aber die VH muss letztlich auch im steifen Zustand über die Eichel und zurück gehen. Wenn das nicht erreicht werden kann, gibt es vielleicht die Möglichkeit einer VH-erhaltenden Erweiterungs-OP oder sonst der VH-Beschneidung. Bevor Du so etwas machen lässt, informiere Dich gut über das Thema, insbesondere Beschneidungsstile!

    Ich kann jetzt einfach probieren jeden Tag zu üben vielleicht verbessert sich alles insgesamt ansonsten könnte ich vielleicht ein Video aufnehmen um das dem Arzt zu zeigen.

    Mit dem Video ist eine gute Idee. Von der Seite aufnehmen und die VH zurückziehen, bis es nicht mehr weiter geht.

    Vermutlich besteht bei Dir keine Gefahr einer Paraphimose, da Du nach Aussage der Ärztin keinen Schürring hast. Wenn Du bei zurückgezogener VH im steifen Zustand keine Schmerzen hast, kann da nichts zu eng sein. Letztlich musst selbst entscheiden, ob der Zustand für Dich so ok ist.

    Dehnen, ist sicher nicht verkehrt, aber Du solltest Deine Erwartungen dabei nicht zu hoch stecken und Dich mal ersnsthaft fragen, ob Du Dir vorstellen kannst, ob Du so Dein künftiges Sexualleben zu gestalten.

    Wie ich bereits mal erwähnt habe, könnte es aber auch daran liegen, dass Dein Frenulum zu kurz ist. Das solltest Du unbedingt noch mal ansprechen.

    Sorry, habe mich vertippt. Es muss heißen:

    Also, ich verstehe das so, dass Du KEINE VH-Verengung hast. Dass man die
    VH beim zurückziehen oft nicht glattziehen kann ist ganz normal, genauso
    wie die Wulst hinter der Eichel. Ich kann mir aber vorstellen, dass das
    Vorhautbändchen (Frenulum) im erigierten Zustand etwas kurz ist und das
    es deswegen zu einer scheinbaren Verengung kommt.

    Was war denn jetzt noch mal konkret Dein Problem?

    Auf jeden Fall habe ich es dann nochmal mit dem Zurückziehen probiert, wenn ich voll erigiert bin und es ist wirklich extrem eng, aber es hat ohne Paraphimose funktioniert. Aber hinter der Eichel ist dann so ein Wulst, den ich nicht glatt ziehen kann, das ist einfach zu eng. Und was mir aufgefallen ist, dass die Haut nach der Untersuchung leichter zurückgegangen ist als sonst, wie auch immer das funktioniert. Jetzt weiß ich nicht, wie ich weitermachen soll, ich glaube nicht wirklich, dass das noch in einen normalen Zustand kommt, ich versuche das schon seit Jahren und ich glaube, wenn der Arzt sagt, das ist medizinisch nicht notwendig, dann würde das auch nicht von der Krankenkasse übernommen werden, wenn ich das dann doch machen lassen möchte?

    Also, ich verstehe das so, dass Du eine VH-Verengung hast. Dass man die VH beim zurückziehen oft nicht glattziehen kann ist ganz normal, genauso wie die Wulst hinter der Eichel. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Vorhautbändchen (Frenulum) im erigierten Zustand etwas kurz ist und das es deswegen zu einer scheinbaren Verengung kommt.


    Was war denn jetzt noch mal ganz genau Dein Problem?

    @Manulein

    Das merkwürdig ist nur das ein kleines stück auf der rechten Seite der Eichel richtig zusammengewachsen ist. Nur an den Stellen wo die nähte gerissen sind bzw. Die Knoten aufgegangen sind ist es so schlecht zusammen gewachsen. Die eine stelle wo es über 2 Wochen gehalten hat sieht es aus wie es soll ist aber nur ein sehr kleines Stück.

    Die Heilung läuft eben nicht überall gleichmäßig ab. Es gibt Bereiche, wo es schnell geht, in anderen Bereichen braucht es manchmal ein paar Wochen, häufig an der Unterseite. Der Arzt hat das eigentlich gut gemacht, sich Mühe gegeben, aber selbstauflösende Fäden halten eben keine 4 Wochen. Vermutlich hätten andere Fäden ein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Aber, was soll's, das hilft Dir jetzt auch nicht weiter.

    Wenn Du meinst, dass man das mit Selbstgesprächen zu ändern kann ... ???

    Ich glaube, dass es wirkungsvoller ist, mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu sein und dazu gehört es auch, andere Menschen und ihre Meinungen zu akzeptieren. Man kann niemanden seinen eigenen Standpunkt aufzwingen, auch wenn er noch so richtig zu sein scheint.

    Punkt.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Kamillenbäder auch nur wärmstens empfehlen. Zwei Teebeutel auf einen Teebecher, 2 - 3 x täglich für 5 Minuten. Das beruhigt und verhindert Infektionen der Wunde. Man braucht Wunddesinfektionsmittel (Octenisept) nur wenn es anfängt zu suppen und das sollte dank Kamillenbädern, gar nicht erst auftreten.

    Warum immer wieder Bepanten empfohlen wird, weiß ich auch nicht. Es fördert nicht die Heilung und ich glaube, da steht auch nichts von Beschneidung im Beipackzettel.

    Gute Besserung!

    Damit ist die Diskussion wohl beendet. Mit so einem unangemessenen Tonfall, vertreibt man Leute, die hier neu hinzukommen.

    Da braucht man sich nicht zu wundern, dass dieses Forum so wenig Zuspruch findet.

    Hallo Thomas,

    "Schönheitschirurg" ist ein gutes Stichwort. Es gibt Nähtechniken, wo die Wundränder direkt aneinander liegen und sich kaum eine Lücke entwickeln kann. Ich hätte jetzt vermutet, dass man das bei Deiner Beschneidungsrevision so macht, denn Dein Problem ist schon eine Seltenheit und bedarf ganz besonderer Beachtung. Eine Option wären auch nichtauflösende Fäden gewesen, die länger halten und dann später gezogen werden müssen.

    Ich möchte mich den Worten Berkons anschließen. Lass Dich nicht abspeisen und versuche in die richtigen, qualifizierten Hände zu kommen. Gesetzliche Krankenkassen können auch die Kosten für Privatärzte übernehmen, wenn es keine anderen Möglichkeiten für Deine Heilung gibt. Das muss man vorher mit der Krankenkasse besprechen. Ich habe da keine persönlichen Erfahrungen, aber vielleicht andere im Forum oder sonst im Internet.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass man Dir helfen kann. Es ist eben ein sehr spzieller Fall, der eine entsprechende Behandlung benötigt.

    Das kann man mit sachlicher Aufklärung oft innerhalb von Minuten ändern. Viele Ärzte haben seit der neuen Behandlungsrichtlinie ihre Praxis bereits geändert, und es werden stetig mehr. Manche werden sich nicht von der Jahrzehntelang eingeübten Gewohnheit lösen - hier hilft aber die Aufklärung unter den Patienten, das Ausbringen des neuen Wissens in die breitere Gesellschaft. Auch das greift mehr und mehr um sich. Man kann einmal in Mütterforen oder ähnliches schauen, da wir dinzwischen gegoogelt, und die dann auftauchenden Informationen führen dazu, daß man das Thema Beschneidung sehr ernst nimmt, statt vorschnell irgendwas schnippeln zu lassen.

    Insgesamt geht die zahl der medizinisch begründeten Beschneidungen stetig und signifikant zurück,und das ist doch eine sehr gute Entwicklung.
    Aus der Erfahrung mit ähnlichen Problematiken ( sieh Mandeloperationen) heraus gesagt, dauert es eben einfach Zeit , bis neues Wissen die Gesellschaft und Ärtzteschaft vollständig durchdringt. Das kann man nicht ändern , man kann den Prozess aber beschleunigen. Z.B. habe Ich selbst schon einem privat befreundeten Urologen einfach die Behadungsrichtlinie gezeeigt, die der bis dahin nicht kannte. Er hat nun seine Behandlungspraxis revidiert, da er zuvor davon ausging, die Vorhaut sei funktionslos, womit man sie im Zweifel eben logischerweise abnimmt. Nun weiss er, dass die Vorhaut eine Funktion hat und im Zweifel eben drangelassen wird. Der wusste es einfach vorher nicht besser und wäre hier eventuell auf der Schwarzen Liste gelandet, das ist alles.

    Ganz genau, stetige Aufklärung ist der einzig sinnvolle Weg, unnötige Beschneidungen, insbesondere bei Kindern, zu vermeiden. Eine Art generelles Beschneidungsverbot zu installieren, führt aber auch in eine falsche Richtung, weil dann medizinisch sinnvolle Behandlungen unterbleiben.


    Spätestens in der Schule werden seine Kinder dann mit der Propaganda konfrontiert (Meet a Rabbi und co.), dazu noch Propanda in Radio/ÖR. Der Staat legalisiert die Beschneidung nicht nur, nein er bagatellisiert sie auch noch medial. Sonst immer so von Vielfalt, LGBTQ+ etc. reden, aber dann im eigenen Staat die Religion über das Weltliche stellen und zulassen dass die Körper/Sexualorgane der Menschen lebenslang verändert werden. Diese Scheinwokeness nervt mich mit am meisten.

    Ich glaube nicht, dass die Schule hier mehr Einfluss auf die Kinder hat, als die Eltern oder die Bezugsgruppe. Genau hier muss Aufklärung ansetzen. Eine sachliche Aufklärung darüber, dass sinnlose Operationen mehr schaden als nutzen und die Vorhaut auch ihren Zweck hat. Aber bitte keine "Vorhautesoterik".

    Die ganze Diskussion ist letztlich reine Theorie. Wer seine männlichen Kinder beschneiden lassen will, wird das ohnehin tun. Wenn nicht in Deutschland, dann in einem anderen Land, vielleicht einfach mal kurz über die Grenze.

    Wenn dann der deutsche Staat die Unterhosen der Jungs kontrollieren will, um die Eltern vor Gericht zu bringen, dann brennen hier die Straßen. Weil es in diesem Punkt keine Einsicht in das falsche Tun gibt, folgt eine Solidarisierungswelle.


    Die einzige Möglichkeit die ich sehe heißt Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Wenn nur ein geringer Teil der Propagandamittel ("Kampf gegen rechts", Veganismus, Klima) dahin fließen würden, wäre das ein Gamechanger.

    Auf eine Gesetzesänderung zu hoffen, halte ich dagegen für utopisch. Dafür wird es keine Mehrheiten geben und in Zukunft noch viel weniger.

    Kanntest du den Paragraphen noch nicht?

    Ehrlich gesagt, ist das Bürgerliche Gesetzbuch nicht meine tägliche Lektüre. Hätte da auch eher Sachen verortet, wie Kaufverträge, Hypotheken, Schulden und allenfalls noch materielle Regelungen zur Ehe. Die generelle Freigabe der VH des männlichen Kindes zur Beschneidung habe ich da nicht erwartet.

    Die öffentliche Debatte zum Thema ging ja auch über das Recht auf Religionsausübung. Ich hatte vermutet, dass Beschneidungen in D nur in diesen Fällen erlaubt sei.

    Wie Du weißt hat Deutschland eine Vergangenheit, die das Verhältnis zu Juden bis heute prägt. In Namen des deutschen Volkes sollte das jüdische Volk ausgerottet werden. Das ist absolut monströs!
    Die Beschneidung bei Neugeborenen ist für religöse Juden der Bund mit Gott, also die Grundlage des jüdischen Volkes. Wenn Deutschland den Juden das untersagen würde, würde das als Maßnahme zur Vernichtung jüdischen Volkes verstanden. Ich hoffe Du verstehst die Brisanz.

    Der Gesetzgeber darf nach meiner Meinung, in diesem ganz speziellen Fall eine Rechtsgüterabwegung treffen, zwischen der körperlichen Unversehrtheit des Kindes und dem Recht des jüdischen Volkes auf Religionsausübung (= Weiterbestand). Ich bin davon nicht begeistert, aber Politik lebt vom Kompromiss und es geht dabei um Interessenausgleich, also Frieden zwischen den Menschen.


    In allen übrigen Fällen, sehe ich die körperliche Unversehrtheit und das Selbstbestimmungsrecht des Kindes ganz klar als entscheidend an.


    Ich möchte zur Differenzierung darauf hinweisen, dass Muslime hier nicht gleich behandelt werden können. Ihr Rechtssystem, die Scharia, hat ein 5-stufiges Bewertungsschema: Vorgeschrieben (helal) - erwünscht - neutral - unerwünscht - verboten (haram). Die Beschneidung wird unter "erwünscht" eingeordnet. Ein Mann kann zum Islam konvertieren ohne sich beschneiden zu lassen. Er lässt sich aber üblicherweise beschneiden, um seinen Entschluss zu bekräftigen.


    Bei Beschneidungen aus nichtigem Grund (Mode, Schönheit, Hygiene, usw.), sollte es Eltern ohnehin nicht erlaubt sein, diese endgültige OP durchführen zu lassen.


    Ich hab jetzt viel geschrieben, was meinst Du dazu?