Beiträge von generic_username

    Brian Earp hat ein weiteres Video hochgeladen. Nochmals wird die Stellungnahme von Dr. Hartmann gezeigt, dazu diejenige von Irmigard Schewe-Gerinck (Terre Des Femmes).

    Frauenrechtlerin und Arzt verurteilen Jungenbeschneidung beim Welttag für genitale Selbstbestimmung

    Von mir erntet Hartmann nichts als herzliches Kopfschütteln. Es sind ja eben die Ärzte seines eigenen Berufsverbandes, die für die überwältigende Mehrzahl vermeidbarer Amputationen an Kindergenitalien in Deutschland verantwortlich ist.

    Zitat von Dr. Wolfram Hartmann

    "Wir Kinder- und Jugendärzte haben uns schon seit vielen Jahren für das Recht aller Kinder auf körperliche Unversehrtheit eingesetzt."

    DA LACHEN JA DIE HÜHNER, Herr Dr. Hartmann. Das teilprivatisierte deutsche GIERsundheitssystem verteilt Vorhautamputationen wie Kamellen. Dänemark mit seinem staatlich organisierten, echten, eigentlichen Gesundheitssystem dagegen hat es geschafft, die Amputationsquote auf ein Minimum zu reduzieren!

    Obwohl Elie Jesner als Psychotherapeut (in Ausbildung) erkannt hat, dass es sich bei der Säuglingsbeschneidung um ein massives Trauma handelt, wagt er nicht, gegen die Fortsetzung, Weitergabe und zukünftige Wiederholung der Traumatisierung zu plädieren.

    Auf jüdische Menschen wird ein erheblicher Druck ausgeübt, ja niemals von der "Partei-Linie" abzuweichen. Juden, die sich z.B. kritisch über das Apartheidsregime in Israel äußern, müssen mit schweren sozialen und teilweise sogar beruflichen Sanktionen rechnen. Dies gilt natürlich doppelt und dreifach für jüdische Menschen in prominenten und professionellen Positionen. Wer von der Linie abweicht, findet sich ganz schnell z.B. auf zionistischen Schmähseiten wie "Masada2000 " wieder, und schlimmeres.

    Wenn ein 12 oder 13jähriger Junge liest, dass sein Glied in jeder Hinsicht exakt das ist, was sich Frauen wünschen, warum sollte der dann zweifeln?

    Hast du denn nicht deinen eigenen Wunsch, deine eigene Motivation als bereits Betroffener wahrgenommen, an diese Propaganda glauben zu wollen? Allein dieser plausible Wunsch daran zu glauben, hat mich von vornherein misstrauisch werden lassen. Im wahrsten Sinne: "Zu schön, um wahr zu sein." Außerdem hat diese typische Zeitschriften-Pro-VA-Propaganda immer etwas erkennbar Obszönes, oder?

    Und ebenso offensichtlich ist ja, dass wenn es tatsächlich so toll wäre, sich viel mehr Typen freiwillig unters Messer legen würden. Aus all dem hab ich im gleichen Alter abgeleitet, dass ich nicht an die Propaganda glauben kann, so schön es auch wäre. Das Leben in der Matrix ist nichts für mich. Das Steak hat Pixel...

    Zitat

    Ich hab auch von Leuten gehört, welche sich im Erfahsenenalter die Vorhaut abmachen lassen mit dem Ziel des besseren Sex. Dies obwohl es keinen Grund dazu gab. Ich kann mir gut Vorstellen, dass sich diese Leute einreden, dass jetzt alles viel besser ist.

    Ich hab es ja nicht freiwillig machen lassen. Dass viele Männer (ob freiwillige oder unfreiwillige VA) sich mehr oder weniger erfolgreich einreden, es wäre dadurch alles viel besser oder zumindest nicht schlechter, ist sehr plausibel . Zu plausibel, um nicht misstrauisch zu werden. Ich war schon immer bemüht, meine eigenen Motivationen zu durchschauen, um ihnen nicht ausgeliefert zu sein.

    Wir unterscheiden uns in einem Punkt: Mir war bis vor wenigen Jahren nicht klar, was mit mir geschehen war. Ich war einer der zahlreichen Männer, die leugneten und beschönigten.

    Zu dieser Sorte gehörte ich auch mal. Es ist ja immer nur davon die Rede, wie toll die Beschneidung doch für die Gesundheit ist und wie sauber man ist.

    Ich hab das schon von diversen anderen Betroffenen gehört. Hm. Wie gesagt, mir war intuitiv immer klar, dass es sich dabei um eine negative Sache handelt. Das kommt aber einfach daher, dass ich nie die Energie aufgewendet hab, die zur Verleugnung nötig ist. Wenn man einfach nur mal entspannt in sich geht, ist die Realität selbst ohne Kenntnis der anatomischen Details etc sofort ersichtlich. Man muss regelrecht Aufwand betreiben, um die Erkenntnis auf Distanz zu halten -- einem entschlossen rationalisierenden Raucher nicht unähnlich ("wenn ich heute aufhör, werd ich morgen vom Laster überfahren" etc).

    Hm das finde ich schon merkwürdig... diese Reaktion könnte ich mir bei mir selbst überhaupt nicht vorstellen... bis vor einiger Zeit wußte ich ja auch nichts über Beschneidung. Aber wenn mir das einer erklärt und gesagt hätte, er leide darunter, dann wäre ich hellhörig geworden. Versteh mich bitte nicht falsch, es wird natürlich so sein, wie Du es beschreibst, ich sage nur: für MICH könnte ich mir das gerade gar nicht vorstellen.

    Ich wollte darauf noch näher eingehen, bin mir aber selbst noch nicht ganz im Klaren, warum das so ist. Bislang war ich immer der Auffassung, dass die Frauen, mit denen ich zusammenwar, sehr unterschiedliche Typen sind, und vor allem dass die Beziehungen sehr unterschiedlich waren. Vielleicht gibt es aber doch einige fundamentale Ähnlichkeiten.

    Im Umkehrschluss habe ich andere Frauen wohl unbewusst gemieden, meistens nichtmal attraktiv gefunden. Die Ähnlichkeit dieser Frauen bzgl. ihrer Reaktion auf Infos über Beschneidung ist sehr wahrscheinlich nur eines von vielen "Symptomen" dieser zugrundeliegenden Ähnlichkeit -- jedoch ein Symptom, das ich durch meine rigorosen Aufklärungsversuche bei allen von Anfang an zutage gefördert habe.

    Es gab immer auch Frauen (die "anderen"), bei denen ich irgendwie... intuitiv spüre, dass ihnen ein intakter Partner wesentlich lieber ist, unabhängig davon, wieviel sie bereits über VA an sich und ihre Folgen wissen. Denen würde ich meine verkrüppelte Sexualität gar nicht erst antun. Daher hab ich also die Wahl zwischen mittelmäßigem Sex und keinem Sex. Von mittelmäßigem Sex hatte ich jede Menge und davon hab ich mittlerweile die Schnauze gestrichen voll.

    Was ich jetzt aber als Frau nicht tun würde, das wäre, einen Mann von mir aus auf die Beschneidung anzusprechen. Vielleicht würde ich "indifferent" wirken, ohne es zu sein.


    Meine Durchschnittserfahrung ist derjenigen der meisten Frauen, die sich hier (und auch auf ähnlichen englischsprachigen Foren) einfinden genau entgegengesetzt. Vermutlich handelt es sich dabei um erwartbare Sampling Bias. Diejenigen die hier posten sind natürlich diejenigen, die es bewusst stört -- das kann der Mann sein, oder die Frau.

    Von vielen Frauen die sich hier melden liest man daher typische Sätze wie "ich dachte immer, es liegt an mir" etc.

    In meinem Fall ist es natürlich genau umgekehrt. Ich war immer derjenige, der das Thema direkt angesprochen hat -- mitsamt aller Nachteile, die mir bis zum jeweiligen Zeitpunkt bewusst waren. Dabei ging es mir vor allem darum, der jeweiligen Partnerin den Blick auf ihr bisher unbekannte Realitäten unserer ach so "aufgeklärten" Welt zu öffnen. Meine allergrößte Sorge wäre nämlich eine Frau, die demgegenüber indifferent resp. ahnungslos ist und daher blind einem typischen deutschen Quacksalber vertraut, ohne sich auch nur selbständig zu informieren oder Widerspruch zu leisten, Zweitmeinung einzuholen etc.

    Frauenzeitschriften werden ja nicht müde, die uralten Propagandamärchen zu wiederholen ("keinerlei Unterschied in der Empfindsamkeit", "keinerlei sexuelle Konsequenzen" etc). In diese Richtung ging von vornherein bei jeder meiner Partnerinnen meine Sorge und mein kommunikatives Bemühen.

    Ich hab also praktisch jede Beziehung damit angefangen, der jeweiligen Frau zu erklären, wie defizitär meine Sexualität ist etc. Anders könnte ich das aber auch gar nicht machen.

    Faszinierend und erhellend ist, dass praktisch jede Frau dachte, ich wäre "unsicher" oder würde mich deswegen "schämen" -- was absolut nicht der Fall ist. Diese Frauen haben nur von sich selbst auf mich geschlossen. Viele (vor allem junge) Frauen sind ja eher unsicher, was ihren Körper angeht. Daher musste ich dann sehr genau ins Detail gehen und erklären, dass es mir eben genau nicht um "Meinungen" geht -- weder um ihre, noch um meine eigene; sondern um die unleugbaren körperlichen Auswirkungen.

    An dieser Stelle haben aber praktisch alle Frauen vollkommen dichtgemacht. Keine einzige wollte glauben (oder lernen...), dass an der Vorhautamputation tatsächlich irgendetwas problematisch sein könnte. Jede einzelne klammerte sich an die Vorstellung, ich sei nur unsicher und würde "aus einer Fliege einen Elefanten" machen.

    Keine von denen wollte wirklich begreifen, was an der VA problematisch ist. Erst recht hat keine einzige selbständig Recherchen angestellt, obwohl ich alle mit den zum jeweiligen Zeitpunkt besten Links und Adressen versorgt habe.

    Nur bei einer Frau kam es zu technischen Problemen, wie sie hier häufig von Frauen geschildert werden (Austrocknen, Wundscheuern). Selbst sie wollte aber nicht begreifen, dass diese Sache, die sich für sie negativ auswirkt, für mich eine regelrecht verheerende Katastrophe ist. Mit anderen Worten: hätte ich das Thema nicht angesprochen, würden diese Frauen sich, entsprechend der Mainstream-Propaganda, weiterhin in dem Glauben befinden, dass es "keinerlei Unterschied" macht. Wie gesagt, mit solchen Frauen (leider wohl die Mehrheit) will ich nichts mehr zu tun haben.

    Und die anderen? Die Intelligenten? Denen würde ich sachlich und nüchtern erklären, dass wir in einem Land leben, in dem etwa 90% der Männer intakt sind -- dass sie also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Mann findet, der ganz genauso gut zu ihr passt wie ich, der jedoch intakt ist.

    Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr leben. Und nur um das klarzustellen, ich könnte auch niemals in ein Land wie die USA auswandern. Dort kann man das Massen-Trauma regelrecht von der Wand streichen. Keine Dummchen mehr, die es "überhaupt gar nicht schlimm" finden, wenn einem Mann etwa 80% der erogenen Nervenenden amputiert worden sind. Die es "überhaupt nicht stört", wenn das natürlich fast nur bei Kindern und Kleinkindern gemacht wird. Die es "nicht verstehen können", was mich so sehr daran stört, warum ich "so unsicher" bin.

    Von den anderen Frauen würde ich mich in beiderseitigem Einvernehmen mit einem freundschaftlichen Händedruck verabschieden -- rasend vor Wut, verzweifelt wünschend ich wäre intakt und könnte eine intime Verbindung eingehen wie es die Natur vorgesehen hat. Aber das ist nie wieder möglich.

    Mittlerweile befinde ich mich seit ein-einhalb Jahren in Therapie, ohne jeden Fortschritt. Wie auch. Mein Problem ist ein rein körperliches. Ich bin sexuell verkrüppelt. Inzwischen ist ja auch schon bekannt, dass sich in der inneren Vorhaut Östrogen-Rezeptoren befinden, die wahrscheinlich eine für heterosexuelle Partnerschaften essentielle Bonding-Funktion besitzen. Zerstört, für immer. So ist das eben. Wäre ich eine Frau, könnte ich viel Geld mit einem Buch verdienen. Als Mann jedoch, scheißt die Gesellschaft auf mich und meine Grundrechte.

    Doch irgendwann kam der Zeitpunkt, andem die Vorhaut zurückgezogen werden musste. [...] dabei war doch vorher alles gut.
    Ich konnte einfach nicht verstehen warum meinem Schniedel, mit dem vorher alles gut war, so viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, und warum diese Eichel freiliegen sollte. [...] Ich wollte einfach nicht, dass wieder jemand am Penis fummelt, obwohl er doch nie Probleme gemacht hat.

    Oh Mann. Das stimmt so Wort für Wort mit meiner eigenen Erfahrung überein, dass ich kotzen könnte. Komplett abartig, was viel zu viele deutsche Eltern so machen. Diese vollkommen unnötige, perverse, fast Geilheit mit der manche Eltern die VA ihrer Söhne billigen oder sogar aktiv vorantreiben. Diese ekelhafte und traumatisierende Aufmerksamkeit und die absurde behauptete Differenz zu einem zusammenfantasierten Soll-Zustand ist ja offensichtlich schwer gestört.

    Alles, was ich dir anbieten kann, ist meine uneingeschränkte Solidarität. Es ändert zwar nicht wirklich etwas, aber das Wissen, mit diesem Schicksal keineswegs allein zu sein, hilft mir zumindest teilweise, von meiner persönlichen Situation auf einen offenbar gesamtgesellschaftlichen Missstand zu abstrahieren.

    Danke, dass du deine Geschichte aufgeschrieben hast. Wenn wir unsere Geschichte nicht aufschreiben, wird es niemand tun!

    Sibylle Berg ber Beschneidung und die Emprung der Deutschen - SPIEGEL ONLINE

    Eine Forumsuche nach Sibylle Berg hat kein Ergebnis hervorgebracht, daher poste ich das mal hier -- obwohl wahrscheinlich alle hier die absolut unsägliche Kolumne bereits kennen.

    Die ersten Zeilen bereits legen Sibylle Bergs Agenda offen -- darin ist sie immerhin Alice Schwarzer überlegen, die sich politisch korrekt hinter jahrzehntelang widerlegten "Argumenten" verschanzt anstatt einfach offen zuzugeben, dass der wahre Grund ihrer Befürwortung der Vorhautamputation in ihrem eigenen Wissen um die negativen Folgen für Jungen und Männer liegt. Schwarzer verwendet in ihrem gleichfalls unsäglichen Blog-Eintrag -- an anderer Stelle hier im Forum bereits besprochen -- ihre altbewährte bauernschlaue Taktik des prä-emptiven Vorwurfs: Alice Schwarzer wendet immer genau den Vorwurf, der ihr selbst berechtigterweise gemacht werden kann, vorbeugend gegen ihr gegenüber. Als sie z.B. in der bekannten Fernsehdebatte Anfang der 1970er Esther Vilar als "Sexistin und Faschistin" beschimpfte, hätte allen klar sein müssen, dass Schwarzer damit nur der Wahrheit zuvorkommt: Die wahre Faschistin und (doppelte!) Sexistin ist selbstverständlich Alice Schwarzer selbst. Entsprechend "verunglimpft" Schwarzer die Befürworter eines Verbots von vermeidbaren Amputationen an (männlichen...) Kinderkörpern als "politisch korrekt" -- obwohl und gerade weil sie selbst zu politisch korrekt ist, um zuzugeben, dass sie um die vielfältigen negativen Folgen der Vorhautamputation bestens bescheid weiß -- und sie aus ganz genau diesem Grunde aggressiv befürwortet. Schließlich gilt es ja, "Vergewaltiger zu entwaffnen"...

    Sibylle Berg dagegen ist zumindest "erfrischend ehrlich" in ihrer Befürwortung der Genitalverstümmelung an Jungen. Sie versteckt sich nicht hinter billigen Taktiken wie Schwarzer es tut. Im Gegenteil:

    "Verstehe einer die Erregungskurven der westlichen Welt: Die
    Beschneidung kleiner Männer lässt die Kommentatoren in die Tasten hauen,
    aber die Verbrechen, die überall auf der Welt an Frauen begangen
    werden, lässt sie kalt.
    "

    "Kleine Männer". Die sollen sich mal nicht so anstellen... Grotesk, aber interessanterweise bringt Bergs Hasstirade gegen Männer die Gesamtmeinung des neoliberalen deutschen Feuilletons ganz gut auf den Punkt.

    Hi an alle IntaktivistInnen!

    Tja, dann will ich auch mal dem Aufruf folgen, mich als Betroffener zu Wort zu melden, nachdem ich endlich über dieses Forum gestolpert bin.

    Meine Geschichte ist eine wohl eher typische: Voreilige "Diagnose" einer "Phimose", darauf "Radikalkur" wie in Deutschland leider immer noch landläufig üblich. Während der Schulzeit (auf dem Land) das wohl ebenso typische aggressive Hänseln -- was doppelt schlimm ist, wenn man so wie ich niemals in den zweifelhaften "Luxus" der Verleugnung kam. Mir war immer klar, dass eine Vorhautamputation ganz offensichtlich etwas vielfältig negatives ist -- wobei es dennoch schockiert, wenn man dann anfängt, tiefer in die Materie einzusteigen.

    Vor etwa 15 Jahren, Ende Neunziger hatte ich zum ersten Mal Zugang zum Internet und wurde sofort Mitglied der damals existierenden englischsprachigen Mailinglisten zum Thema Intaktivismus/Foreskin Restoration. Fast ebenso lang habe ich mich an der "Vorhautwiederherstellung" versucht -- wie sehr viele andere Männer auch (so jedenfalls mein Eindruck aus jenen Mailinglisten und diversen einschlägigen Foren) ohne jeden Erfolg, trotz des beharrlichen Einsatzes verschiedenster Methoden. Für manche funktioniert das, für viele andere eben leider nicht. Dies ist für mein Thema direkt relevant.

    Heute bin ich Mitte Dreißig und einerseits froh, dass dieses Thema endlich den Weg in die deutsche Öffentlichkeit gefunden hat, andererseits hat dies auch schmerzliche neue Aspekte zutage gefördert, die mir vorher nicht so bewusst waren.

    Mein hoffentlich zur Erörterung der Position betroffener Männer beitragender Aspekt ist hier das unausweichliche Dilemma, welches sich für betroffene Männer in einem Land wie unserem durch die (zum Glück!) große intakte Mehrheit der Männer ergibt.

    Ich könnte nie wieder mit einer Frau zusammensein, die (so wie alle meine früheren Freundinnen) dem Thema indifferent gegenüberstehen, geschweige denn mit einer Frau, die aus welchen Gründen auch immer, beschnittene Männer bevorzugt. Wie könnte ich z.B. einen Sohn jemals einer solchen Frau anvertrauen, wenn doch die echte Gefahr besteht, dass sie dem erstbesten Quacksalber vertraut, der behauptet, bei ihm eine "Phimose" "diagnostiziert" zu haben?

    Aber auch auf der rein partnerschaftlichen Ebene könnte ich nie wieder mit so einer Frau zusammensein. Insbesondere in Verbindung mit meinem langjährigen erfolglosen Versuch der Vorhautwiederherstellung wirft dies natürlich das vollkommen unauflösbare Dilemma auf, dass ich mit überhaupt keiner Frau jemals wieder zusammen sein kann.

    Eine Frau, die sich über die Folgen und Effekte der Vorhautamputation im Klaren ist, wird sich selbstverständlich einen intakten Mann suchen. Und selbst wenn sich eine solche Frau auf mich einließe, würde ich meinen verstümmelten Penis keiner Frau mehr antun wollen -- ganz besonders keiner Frau, die ich liebe und die eben kein ahnungsloses Dummchen ist, sondern genau weiß, dass ein beschnittener Mann schlicht und ergreifend keinen normalen, natürlichen Sex mehr haben kann.

    Es gibt aus diesem echten Dilemma wie gesagt keinen Ausweg, außer dem selbstgewählten Zölibat. Daher bitte ich euch alle, Abstand zu nehmen von gutgemeinten Tröstungsversuchen oder Lösungsvorschlägen (welche ich *alle* schon längst abgeklappert habe).

    Ich suche hier nicht nach Trost oder Lösungen, die es nicht gibt und leider niemals geben wird, nicht geben kann. Mein einziges Anliegen in diesem Posting ist es, zur Erläuterung der Position betroffener Männer beizutragen. Ehrlich gesagt kann ich betroffene Männer, die verzweifelt an ihrer Verleugnung festhalten, ganz gut verstehen. Auf der anderen Seite steht ja nur das große Nichts. Was nutzt mir die Erkenntnis? Ich bin ein sehr körperlicher Mensch. Sex ist mir sehr wichtig, so bin ich eben gestrickt. "Es gibt ja auch andere Sachen in einer Beziehung"... Jaja, aber das bedeutet mir nicht das geringste. Wie gesagt: Bitte verkneift Euch gutgemeinte Eingebungen. Es gibt keinen Ausweg aus diesem echten Dilemma. Ich werde nie mehr in einer Beziehung sein.