In der DDR gabs nichts von wegen "pech gehabt" die waren in der Regel unsensibel wie Schlachter (oder konnten wenig, Beispiel dazu Hautarzt, der bei athopischem Excem allen Ernstes auf Krätze behandelt, den hatte in der Übergangszeit Wende noch nicht die "Welle" erwischt, Hautarzt in Hamburg schlug beide Hände über den Kopf zusammen, wie man zu so einer Diagnose käme) das war damals so.
Wie festgehalten? Nach unten getragen, Vorhaut beim anziehen immer nach vorn gezogen und die Spannung der Unterwäsche hielt das dann verläßlich fest. Dadurch auch krumm gewachsen.
Zum verkleben, das habe ich nicht gesagt, daß das bei einer frühzeitigen Beschneidung weg wäre. Überempfindlichkeit und Verkleben sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Das Verkleben begünstigt aber den Luftabschluß zwischen Eichel und Vorhaut.
Normale Umstände sind nicht, das die Eichelhaut blau-lila aussieht (aussah, nach der Beschneidung nicht mehr und das gewöhnen hat gedauert. Emfindlichkeit ist durch die Beschneidung erträglich geworden, aber immer noch recht hochgradig. Ich kann z.B. nicht solche Trainings- oder Sporthosen anziehen, die innenseitig dieses Netzflies haben, wenn da der drüberliegende Stoff drübergleitet, ist das extrem unangenehm. Ansonsten aber bin ich durch die Beschneidung erst beschwerdefrei geworden) , so empfindlich war die Eichel. Jede Berührung wie auf fast rohes Fleisch, grausam, da möcht sich der ganze Körper von außen nach innen krempeln. Und da wasch mal als Kind mit Seiflappen (Dusche, Bad, sowas gabs damals bei uns nicht, Heiß Wasser vom Kohleofen, am Waschbecken, Klo draußen überm Hof) Da mit Seiflappen ran, grundgütiger. Die Mutter fackelte nich lange, da kam ich noch 10 auf´m Küchentisch, denn machte sie das, rücksichtslos. Da hätt nur Waschbrett gefehlt. Gruselig, wirklich gruselig! War besonderes Highlight für sie, sich zeitlich auch ja genau drauf anzupassen, wenn der jährliche Elternbesuch der Lehrer ins Haus stand. Die haben sich doch alle eins gefeixt. Das hätten die Eltern schon sehn müssen, wär ich mein eigener Vater gewesen, hätte ich die Beschneidung veranlaßt, statt das Kind sowas auszusetzen. Schon gar nicht hätte ich das Kind mit sowas vorgeführt.
... aber es war damals so. DDR-Ärzte kannst nicht vergleichen mit heutigen Ärzten, die waren in den achtzigern auf dem Stand der 1920iger, so sahen auch die Ärzteschränke aus, Metall, beesch lackiert, kalt. Wenn der Arzt ambulant opperierte, waren bis 10 Patienten gleichzeitig im Raum, der opperierte die alle in einem Rutsch, der eine mit eingewachsene Fußnägel, der nächste mit offenem Bein, der nächste was am Genital (Vater: "guck da nich so hin!" als Kind hab ich das gar nich so wahr genommen, ich hab mir nichts bei gedacht) so war das damals.