Posts by Chris321

    Als Erwachsener beschnitten wegem ausbehandeltem Lichen Sclerosus.

    Ich bin insofern zufrieden, als dass die Operation ihren Zweck erfüllt hat und ich die Krankheit offensichtlich los bin. Selbstberiedigung und Sex sind noch möglich, aber anders und eingeschränkter als vorher.

    Beschneidung von Kindern ohne wirklich zwingende medizinische Gründe sehe ich - angesichts der lebenslangen und erheblichen Konsequenzen - als Verbrechen an.

    Das „Geruchsproblem“ bestand nur in der „vor-Lichen“ Zeit, danach durch die Eincremerei mit Cortisonsalben nicht mehr.
    2faches Waschen mit Seife pro Tag hätte es sicherlich erheblich gemindert - das habe ich aber seinerzeit nicht gemacht.

    Wie gesagt, die Beseitigung dieses „Nachteils“ spielt gegenüber dem Verlust an Empfindungsvermögen für mich in einer anderen Liga. Ich kann zwar nachvollziehen, dass dieser Aspekt Befürwortern von Jungenbeschneidungen angeführt wird. Ernsthaft eine Rechtfertigung für eine Verstümmeluung eines Sexualorgans mit lebenslangen Einfluss auf das Sexualverhalten ohne Zustimmung der Betroffenen kann er aber natürlich NICHT darstellen!

    Es ist klar, dass du ein normales Sexualleben haben kannst. Es gibt Millionen von Menschen auf der Welt, die nach einer Beschneidung ein lebenslanges Sexualleben haben. Ich weiß allerdings nicht, ob es sich in mancher Hinsicht nicht ein wenig verändert. Vielleicht in der Zeit, die man braucht, um einen Orgasmus zu haben. Darüber gibt es viele Meinungen.

    Da ich als Erwachsener beschnitten wurde (Lichen S.), kann ich zu 100% versichern, dass eine Beschneidung einen erheblichen, einschränkenden Eingriff in das sexuelle Empfinden darstellt. Ja, ich habe noch Freude am Sex, "ES" funktioniert noch. Aber deutlich anders und deutlich schlechter als vorher.
    Ich benötige jetzt zwingend Hilfsmittel (Gleitcremes), es ist jede Menge "gewaltsames Gerubbel" erforderlich, und ich kann auf die Bedürfnisse und das Tempo meiner Partnerin keine Rücksicht mehr nehmen - es geht nur noch um mich, damit ich es überhaupt "schaffe". Die spielerische Leichtigkeit, Unbekümmertheit und lustvolle Gemeinsamkeit, die Sex mit intaktem Penis hatte, ist verschwunden.

    Ich sehe für mich auch Vorteile in der Beschneidung. Dem sehr speziellen Geruch des unbeschnittenen Penis weine ich keine Träne nach. In rein optisch-kosmetischer Hinsicht habe ich IMHO Glück gehabt, die eigentlich als komplette Beschneidung vorgesehene OP hat ein Ergebnis hervorgebracht, bei dem die Eichel im nicht-erigierten Zustand noch fast zur Hälfte bedeckt ist. Sieht meiner Meinung nach in meinem Fall besser aus als im natürlichen Zustand. Diese Vorteile sind jedoch nicht geeignet, den Nachteil des reduzierten Empfindens auszugleichen - nichts ansatzweise.

    Es mag ja viele Meinungen dazu geben. Aber die einzigen, die diese Frage wirklich beurteilen können, sind nunmal Männer, die erst als Erwachsene beschnitten wurden - also eine winzige Minderheit.

    Ich habe mich, bevor es mich "dank" Lichen Sclerosus nicht selbst betraf, nie tiefer mit der Thematik befasst. Ich hätte überhaupt nicht damit gerechnet, wie unterschiedlich die Ergebnisse aussehen können.

    Bei mir wurde ja angesichts des Krankheitsbildes ebenfalls totale Beschneidung durchgeführt, und das Ergebnis sieht völlig anders aus. Keine wulstige "Doppelnaht", und es ist noch relativ viel Vorhaut da. Die Naht hat an einer Stelle allerdings einen kleinen, markant ausgeprägten "Gnubbel" entstehen lassen, wo wohl noch einmal nachgearbeitet werden muss.

    Ich würde an Deiner Stelle nichts machen.

    Das Erscheinungsbild bei Dir finde ich angesichts dessen, was man sonst so an Bildern von beschnittenen Penissen im Netz findet, als im Rahmen des Normalen befindlich, ja eher schon gut gelungen. Jede weitere OP beinhaltet ein weiteres Risiko - und sei es nur, dass sich wieder andere Narben bilden.

    Da mich die Verhärtung doch sehr gestört hat, habe ich sie mittlerweile mit Urea-Creme behandelt. Bereits nach 2fachem Auftragen mit 5%iger Creme ist alles verschwunden. So effektiv kann die Creme ja eigentlich gar nicht sein - möglicherweise hat es sich also nicht um Horn, sondern um eingetrocknete Lymphflüssigkeit gehandelt.

    Für mich war die Vorstellung, beschnitten zu sein, immer ein Albtraum. Ich bin meinen Eltern sehr dankbar dafür, dass sie meine leichte Phimose, die ich als Kind hatte, einfach ausgesessen haben - entgegen dem damaligen Rat meines Kinderarztes. Nun bin ausgerechnet ich als Erwachsener in eine Situation gekommen, in der es wohl keine Alternative mehr gab. Lichen Sclerosus ist eine äußerst unangenehme Erkrankung, die mein Sexualleben zuletzt massiv eingeschränkt hat, und in meinem Fall wohl bis zum Limit ausbehandelt war.

    So, wie ich die OP und die ersten knapp 2 Wochen seither erfahren habe, ist diese Eingriff alles andere als eine belanglose Kleinigkeit. Die öffentliche Meinung, die Beschneidungen irgendwo in einer Liga mit Ohrlochstechen ansiedelt, ist mir völlig unbegreiflich. Weiterhin kann ich schon jetzt sagen, dass sich mein sexuelles Empfinden deutlich verändert hat. Ich werde Sex regelrecht neu lernen müssen, und es es wird wohl nie wieder so werden, wie es vorher war.

    Der Arzt sieht die spontane Hornbildung als Konsequenz der plötzlichen Milieuumstellung von dauerfeucht und komplett geschützt auf trocken und ungeschützt an. Ich soll erstmal nichts machen, und der Haut Zeit gegen, sich selbst zu helfen.

    Die ca. 60% der Eichel, die im schlaffen Zustand immer noch von Vorhaut bedeckt sind, zeigen dieses Problem nicht.

    Im Nachhinein wundere ich mich, dass nach einer totalen Beschneidung wegen Lichen Sclerosus überhaupt noch Vorhaut vorhanden ist.

    Ab zum operierenden Arzt am Dienstag.
    Ich kann mir das so nicht erklären.

    Ja, mache ich.

    Ich habe mittlerweile eine Vermutung, was passiert ist. Unter der stark verengten Vorort bestand ein dauerfeuchtes "Biotop", das täglich mit Cortisonsalbe behandelt wurde. Möglicherweise hat dies die Haut aufquellen lassen. Das würde dazu passen, dass sich die "Verhornung" ansatzweise schon binnen Stunden nach der OP zu bilden begann - dann bedingt durch Austrocknen der obersten, aufgequollenen Hautschicht.

    Nach der OP haben sich zudem starke Schwellungen eingestellt, die ich gem. eines Hinweise hier im Forum mit "Wobenzym"-Tabletten erfolgreich in Griff halten kann (- danke dafür, der Arzt hat keinen entsprechenden Hinweis gegeben). Weiterhin setze ich Bepanthen-Salbe ein.

    Hallo Liebes Forum,

    ich bin 58 Jahre alt, und wurde vor 6 Tagen wegen einer fortgeschrittenen, vernarbten Phimose durch Lichen Sclerosus beschnitten.

    Nach der OP haben sich binnen weniger Tage sehr unangenehme, weißlich-gelbliche hornartige Verhärtungen rund um die Spitze der Eichel gebildet. Mir ist klar, dass es zu einem gewissen Verhornungsprozess auf der freiliegenden Eichel kommen muss, aber die Entwicklung geht IMHO viel zu schnell und zu weit - und die Berührungssensibilität nimmt dabei nicht etwa ab, sondern gefühlt eher zu - das scheuernde Gefühl beim Gehen ist äußerst unangenehm, und ausgerechnet die verhornten Bereiche sind so überempfindlich, dass ich sie kaum anfassen mag.

    Ich wäre dankbar für Hinweise, womit ich es hier zu tun haben könnte.

    VG